Yorashi - Der Abendsturm


 
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 Wälder am Fuße der Berge

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BeitragThema: Wälder am Fuße der Berge   Di 30 Aug 2011, 19:26

Wer sich Überschriften durchliest, hat den Vorteil, schon ungefähr zu wissen, was genau sich eigentlich innerhalb eines Topics für eine Beschreibung befinden könnte. Nun. Wie gesagt.
Am Fuße der Berge und auch noch ein wenig in die Höhe hinein stehen ein paar Bäumchen, die sich über die Jahre zu einem ganzen, dicht bewachsenen Waldstreifen zusammengerottet haben. Wir haben hier Laubbäume und weiter oben mehr Nadelbäume mit ihren weniger kälteempfindlichen Nadel-Blättern. Auch viele Sträucher mit den unterschiedlichsten genießbaren Beeren findet man hier und im Schatten der gewaltigen Bäume findet man öfter den ein oder anderen Pilz. Auch Tiere sind hier oft zu sehen, wenn man sich die Mühe macht, deren Spuren zu lesen und sich leise zu verhalten. Ein kleiner Bach teilt den Wald in eine nördliche und eine südliche Hälfte.
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Di 30 Aug 2011, 20:37

CF: Hi no Kuni – Waldweg

Langsam… Ja, langsam kamen der jungen Frau Zweifel auf, ob es richtig war, was sie getan hatte. Es war nun schon der dritte Tag, seit dem sie ihr trautes Heim verlassen hatte, in denen sie durch diese vermaledeiten Wälder strich. Ihr Wasservorrat neigte sich dem Ende zu. Sie wollte nicht so viel schleppen u-und sie war sich doch auch sicher gewesen, bald irgendeine Stadt, oder einen Wildbach, oder See zu finden, von dem sie wieder etwas holen konnte. Der dritte Tag und alles was sie bisher hatte war diese zwei Liter Flasche, von der nun nicht mal mehr hundert Milliliter da waren. Sie musste sparsamer sein und hoffen. Beten! Und… bildete sie es sich ein, oder ging es langsam aber sicher bergaufwärts? J-Ja… wo war sie?! Sie stand an einer lichteren Stelle und konnte nicht weit weg von sich riesige Berge ausmachen. In Hi no Kuni gab es doch nicht so viele große Berge. Ach verdammt! Sie musste endlich jemand, oder etwas finden, das ihr weiterhelfen konnte. Und das schleunigst. Aber etwas Positives hatte die Verzweiflung des Verlaufens auch wieder: Sie dachte nicht ganz so viel über ihre Familie nach. War sie gerade viel zu verängstigt, als dass sie daran groß denken konnte.
Was… war das? Ja, sie hörte es ganz deutlich. Ein leises Plätschern. Sie lief los. Wasser! Das musste Wasser sein! Und ja, endlich! Sie fand einen Bach. Froh schrie sie ein 'Jaaaa', seufzte auf und ließ sich am seichten Ufer im Trockenen nieder, ehe sie begann ihre Flasche aufzufüllen. Wasser war das Wichtigste, was ein Mensch zum Überleben brauchte. Alles andere, würde sie schon noch irgendwo, irgendwie finden. Zur Not konnte man Blätter essen – der Wald verfolgte sie ja ohnehin.
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Tanemura Kaori
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Di 30 Aug 2011, 21:08

[First Post nach Zeitsprung]

Wenn man eine wirkliche, starke Kunoichi werden wollte, musste man Opfer bringen. Wenn das nicht ein Satz war, den Kaori aus dem Tanemura-Clan zur Genüge von ihrer vermaledeiten Großmutter gehört hatte und trotz allem hielt sie sich an diese eiserne Regel, als würde ihr ganzes Leben davon abhängen. Der Mensch war nun einmal ein verdammtes Gewohnheitstier, da konnte sie sich noch so gegen das alte Leben wehren, man konnte es nicht abschütteln. So hatte sie sich von ihrem angebeteten Raikage eine ganze Woche ‚Urlaub‘ genommen, um ihren Körper in der Wildnis zu stählen. Es klang vielleicht ein wenig abstrus, aber bei solchen, kleinen Trainingsreisen fand Kao immer wieder zu sich selbst zurück. Bekam den Kopf frei. Und lernte nebenbei fleißig, um ihr Können zu einem Maximum zu bringen. Obwohl sie eigentlich körperlich danach immer am Ende war – sie nahm sich halt hart ran! -, konnte sie direkt nach solchen Freizeiten immer am besten arbeiten. Wahrscheinlich war das – und ihre sadistische Art und Weise, ihre Missionen auszuführen – auch ein Grund, warum der sonst so biestige Shizou etwas mehr bei ihr durchgehen ließ.
Nun, auf jeden Fall hatte sie sich in die Wälder zurückgezogen. Überlebenstraining, dieses Mal, angereichert mit ein paar Katana-Übungen und Meditation. So war sie wenigstens kontinuierlich von ihrer grausamen Familie und dem Bastard von blondhaarigem Macho abgelenkt. Auch, wenn das alles jetzt schon mehr als ein halbes Jahr zurücklag – dass er sie so verarscht hatte, das fraß immer noch an ihrem Stolz. Ihre Großmutter hatte schon immer gesagt, dass sie auf viel hereinfiel. Nun, vielleicht hatte sie ja in dem Punkt Recht.
Da Kaori kein dummer Mensch war, der nicht viel auf sein Leben gab, hatte sie ihr Zelt direkt in der Nähe des kleinen Bächleins aufgestellt, der sich durch den Wald hier schlängelte, der für noch viereinhalb Tage ihr Zuhause sein würde, wenn auch etwas mehr im Dickicht versteckt. Sie wollte ja keine ungestörten Besucher, die ihr möglicherweise ihr spärlich mitgebrachtes Hab und Gut stibitzten. Heute Morgen hatte sie einen prächtigen Hirsch mit ihrem Bogen erlegen können, den sie auch gleich schön ausgenommen hatte, wie so einen Fisch. Das Fleisch, das sie gebrauchen konnte, hatte sie mit Salz eingerieben und so ein bisschen haltbarer gemacht, ein Teil war aber ihr Mittagessen geworden.
Gerade hatte sie die Überreste, die sie nicht verwenden konnte, reichlich von ihrem Zelt entfernt, dem Wald überlassen – sie wollte ja keine Aasfresser anlocken, die ihr vielleicht an die Kehle gingen – und kam dementsprechend auch wieder den Bach entlang. Sie hätte niemals weiß anziehen sollen, denn das Top war jetzt wirklich hinüber. Der Jeanshorts hatte der Hirsch auch nicht gut getan. Vor allem an ihren Händen hing das Blut, sogar ein wenig im Gesicht, das sie aber bereits erfolgreich mit dem Unterarm verschmiert hatte.
Also stapfte sie wie so eine Psychomörderin den Bach entlang und entdeckte bei der gemütlichen Wanderschaft – man konnte ja nicht immer trainieren – ein junges Mädchen, mit auffällig langem, rosafarbenem Haar, das wirklich ziemlich zerzaust aussah. Normalerweise, so sagte Kaori sich, sollte das Mädel ihr am Arsch vorbei gehen. Jeder Mensch kümmerte sich einen Dreck um sie, also warum sollte ausgerechnet sie etwas an die Anderen zurückgeben? Doch sie war schon immer hilfsbereit gewesen, weswegen sie fest die Zähne aufeinanderbiss, weil sie wütend über ihre eigene Schwäche war und sich der Fremden vorsichtig näherte.
„Entschuldigung… Haben Sie sich verlaufen?“, fragte sie recht höflich und blieb mit einigem Sicherheitsabstand stehen. Sie hatte nur ein Kunai in einer Gesäßtasche dabei. Zwar konnte sie damit umgehen, aber darauf ankommen lassen, das wollte sie es dann doch nicht. Lieber in etwas Entfernung bleiben… Vor allem hätte sie dann auch genug Zeit, die Frau, die wohl ein Ticken jünger war, als sie selbst, mit all dem Wasser des Baches auf der Stelle fest zu frieren.
Dass sie möglicherweise einen verstörenden Eindruck auf den Rest der Welt machte, das kam ihr im Moment gar nicht in den Sinn.
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Mi 31 Aug 2011, 12:10

So vertieft, wie die junge Frau gerade darin war wieder Wasser in die Flasche zu bekommen und nicht den ganzen Dreck vom Ufer, bekam sie es natürlich nicht mit, dass sich da langsam aber sicher jemand ihr näherte. Vielleicht sollte sie weiter in den Bach gehen… dann würde sie aber nass werden. Schrecklich aussehen tat sie ja ohnehin schon, aber dann noch wieder richtig trocken werden? Nein, sie blieb lieber am Rand. Später vielleicht, wenn sie länger hier bleiben würde. Was angesichts ihrer Lage doch gar nicht so schlecht wäre. Einfach mal an einem Ort bleiben, wo sie Wasser hatte.
Umso mehr erschrak sie sich, als dann doch diese fremde weibliche Stimme hinter ihr erklang und sie drehte sich langsam um. Sie hatte sich freund-…. Dann erblickte sie sie auch und ein markerschütternder Schrei hallte durch den Wald, ehe sie nach hinten in den Bach fiel. Wurde sie doch nass und das noch durch und durch, aber das war Nebensache. D-Da stand eine Psychopathin vor ihr! Blutüberströmt, das nicht so aussah, als gehöre es ihr selbst… Hilflos stammelte Yuna etwas, das danach klang, dass sie nicht sterben wollte – weshalb auch immer, da sie ja eh schon mit dem Selbstmordgedanken gespielt hatte – und dass sie sie in Ruhe lassen solle, dass sie auch ihr Geld haben konnte! Nur, dass sie ihr nichts antun solle.
Langsam setzte sie sich wieder in ‚Bewegung‘ versuchte nach hinten zu krabbeln, was sich als schwieriger gestaltete, als man meinte. Überall die spitzen Steinchen. Aber es wäre doch bestimmt sicherer, wenn man wenigsten den Bach als Puffer zwischen sich hatte!...
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Tanemura Kaori
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Mi 31 Aug 2011, 14:02

Kaori hatte ja mit vielem gerechnet, vor allem damit, dass die junge Frau, so verwahrlost, wie sie aussah, schon vollkommen den Verstand verloren hatte und letztendlich auf sie losging – was ja auch eine Art Training wäre! -, aber irgendwie nicht so wirklich damit, dass sie sich umdrehte, schrie, als hätte sie gerade die dickste Spinne auf der Welt gesehen, giftgeifernd und mit den zwei Fangzähnen klappernd (sie selbst hasste Spinnen wohl noch mehr als dass sie ihre Großmutter verachtete), direkt vor ihr. Dementsprechend perplex stand sie erst einmal da, ließ die Arme hängen und starrte zu der armen, nun völlig durchnässten Fremden hinab, die es sich gerade mehr oder weniger im Bach bequem machte. Allein beim Anblick könnte Kaori frösteln – wäre sie nicht eine Hyouton-Begabte und würde mit Kälte umgehen können, wie keine Zweite. Ein wenig belustigend war die Situation ja, so etwas war sie auf keinen Fall gewöhnt (stand da etwa ein Axtmörder hinter ihr? Sie warf einen Blick hinter sich, konnte aber nichts erkennen) und ein wenig angestrengt musste sie hinhören, um zu verstehen, was die Rosahaarige da vor ihr vor sich her stammelte. Die weit aufgerissenen Augen, das Zurückrutschen auf allen Vieren und das sogar im Wasser… Ja, die hatte eindeutig Angst. Da nichts hinter Kaori war, ging sie mal davon aus, dass die Ärmste Wahnvorstellungen hatte – bis ihr auffiel, dass sie ja noch das Hirschblut überall kleben hatte. Ein wenig Mitleid hatte sie ja schon, allerdings brach sie dann in ein eher verlegenes Kichern aus.
„Entschuldige bitte, wenn ich dir Angst eingejagt haben sollte. Ich bin… eine Jägerin, weißt du?“ Eine relativ passable Ausrede, wie sie fand. Musste ja nicht jeder wissen, dass sie eine Kunoichi aus Kumogakure, ursprünglich Kirigakure war. Sie wandte sich halb um und deutete in die ungefähre Richtung, wo sie eben den Hirsch losgeworden war und erklärte in einer ruhigen Stimmlage: „Ich habe etwas erlegt und dementsprechend auch zerlegt. Dort hinten findest du die Überreste. Ich kam nur noch nicht dazu, mich zu waschen.“ Sie setzte das herzlichste Lächeln auf, was sie besaß – das, wie ihr auffiel, ganz sicher auch ein bisschen irre wirken könnte, wenn sie so einen Blick aus dem Augenwinkel zu der verzerrten Spiegelung auf der Oberfläche des Baches warf – und ging schließlich ans Ufer heran, um der Frau eine Hand hinzustrecken. Konnte ja sein, dass sie nicht aus eigener Kraft aus dem kleinen Gewässer aufstehen konnte, wer weiß?
„Hast du dich verlaufen? Ich bin übrigens Kaori“, fragte und fügte sie an, als sie merkte, wie unhöflich sie eigentlich war, sich noch nicht einmal vorgestellt zu haben. Wäre sie noch zuhause, unter dem Terrorregime ihrer Großmutter – möge sie irgendwann möglichst effektiv aus den Latschen gehauen werden! -, würde sie sicherlich einen Schlag auf den Hinterkopf bekommen, dafür, dass ihre Manieren mal wieder so schlecht ausgeprägt waren, wie bei einem Einsiedler oder obdachlosem Bettler. Allein, dass sie sich so blutbespritzt in der ‚Öffentlichkeit‘ zeigte, tz! Todsünde. Drei Runden ums Dorf, mindestens.
Vielleicht half ja folgender Satz: „Ich will dir ehrlich nichts tun. Und dein Geld will ich auch nicht, ich hab genug.“ Der Raikage bezahlte seine Jonin eben gut, wenn die ihm vollkommen zufriedenstellende Ergebnisse vorzeigten.
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Mi 31 Aug 2011, 15:16

Wa-Warum kicherte dieses Weib nun auch noch? Hatte es Spaß daran ihre Opfer in den Wahnsinn zu treiben?! Verständlich, dass das Mädchen gerade alles falsch interpretierte. Wer würde es auch nicht in so einer Lage? Und dann noch die Worte. Sie war also eine Jägerin… was jagte sie denn? Menschen?! Da beruhigte es sie auch nicht, dass sie da wo hinzeigte, wo das Opfer liegen müsste. Oder… die Überreste. Warum wollte sie denn überhaupt, dass sie es wusste, wo das sein würde? Noch mehr Psychoterror? War nicht sie eine von denjenigen, die psychischen Terror mir Jutsu machen konnte??
Als diese Fremde auch noch auf sie zu kam und die Hand ausstreckte, war es ganz aus, dass sie ihren Kopf hinter ihren Armen versteckte und sich zusammenkauerte, so gut es ihr möglich war. Zwischen zwei Finger lugte sie anschließend hervor, als nicht passierte, stattdessen aber wieder Worte von ihrer Seite aus fielen. Sie hatte sich verlaufen… mehr oder weniger. Sie wusste nicht, wo sie war. Doch wusste sie auch nicht, wo sie denn nun genau hin wollte. Zu Tai, wisperte da ein Stimmchen in ihrem Inneren und sie legte ihre Arme wieder ganz nieder. Vielleicht tat sie ihr ja wirklich nichts Böses an. Trotzdem blieb sie einfach stumm und sah weiter zu ihr hoch. Sie musste recht jämmerlich gerade sein, aber das war egal. Es war doch alles egal! Sie wollte nur wieder glücklich sein.
Und wieder sprach diese…diese Kaori, wie sie sich vorgestellt hatte. Nun konnte sie doch nicht mehr an sich halten und umklammerte wie eine Ertrinkende das Bein der Fremden, ehe sie lauthals losflennte und wirres Zeug stammelte. Über zwei Tage war sie keiner Menschenseele mehr begegnet. War einfach nur dahin gelaufen. Und dann kam so eine irreaussehende Frau, die trotz allem nett zu sein schien. Da konnte sie einfach nicht anders! Zwischendurch brachte sie auch eine Vorstellung von sich selbst zustande, dass sie Yuna Utsukushi hieß und aus Konoha kam.
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Tanemura Kaori
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Mi 31 Aug 2011, 15:32

Egal, was Kaori tat, es war ja irgendwie falsch. Irgendwann stemmte sie nur die Hände in die Hüften, zog nachdenklich die Augenbrauen zusammen und seufzte auf. Das Mädchen, das da im Bach kauerte, das schien ja sonst was von ihr zu denken! Sie machte es nur schlimmer und schlimmer, wie ihr vorkam. Vielleicht sollte sie sich mal ein wenig konkreter ausdrücken und der Fremden ans Herz legen, was sie wirklich meinte. Dass sie nicht das war, wonach sie aussah! – Jedenfalls im Moment. Manchmal, so auf Missionen, dann konnte sie wirklich der Alptraum eines jeden Gegners sein, der schon lange vergessen hatte, wie man das Wort ‚Gnade‘ überhaupt aussprach oder schrieb.
„Einen Hirsch. Du kannst gucken gehen, das Geweih ist recht groß und ich bin stolz auf den Fang… Allerdings ist das wirklich kein schöner Anblick.“ Ein zweiter Versuch. Vielleicht klappte das ja einigermaßen. Wer wusste schon, wie eine geistig verwirrte, so zerrupfte Gestalt wie diese junge Frau da auf solche Worte reagierte? Bisher hatte sie ja alles in den falschen Hals bekommen, was die Kunoichi von sich gegeben hatte. Aber mal ehrlich. So rein logisch. Mit was für einer Waffe hätte sie denn bitte irgendwelche Menschen so qualvoll umbringen können, dass es sie so regelrecht angespritzt hatte? Sie hielt ja nichts in den Händen, geschweige denn, dass sie überhaupt eine Waffe sichtbar an ihrem Körper trug. Bis auf erwähntes Kunai hatte sie tatsächlich nichts dabei. Ein weiteres Mal musste sie über ihren eigenen, schwarzen, kranken Humor schmunzeln, denn ihr fiel auf, was für eine sagenhafte Mörderin eine Hyouton-Nutzerin wie sie sein konnte. Denn die Tatwaffe verflüchtigte sich ja, sobald man das Eis nicht mehr durch Chakra speiste und das Wasser verdunstete oder trocknete mit der Zeit. Gut, dass man Kaori immer nicht viel von ihren Gedanken am Gesicht ablesen konnte, sonst würde die Fremde sicherlich noch mehr Panik schieben, als sowieso schon.
Es war glatt deprimierend, dass dieses weinerliche, seelisch zermürbte Mädchen sogar Angst vor einer locker hingestreckten Hand hatte. Ja. Kaori konnte mit einer Hand töten, die sie ganz lässig ausstreckte. Ganz sicher. Darin war sie Meister. Vor allem, wenn sie noch ungefähr anderthalb Meter von dem zukünftigen Toten entfernt war. Sie lachte leise und schüttelte den Kopf, bevor sie die Hand mit: „Dann eben nicht“ wieder zurücknahm.
Aber schließlich wurde die junge Shinobi doch überrascht und zwar von einer recht… erniedrigenden Aktion seitens der Fremden, die sich einfach nach vorn schmiss und schließlich wie eine Klette an ihrem Bein hing… Sie widerstand dem Drang, das Bein frei zu winden oder zuzutreten, wie sie es von Missionen gewöhnt war und hörte sich lieber das an, was die Frau zwischen ihren herzzerreißenden Schluchzern herauspresste.
„Yuna aus Konoha also? Das ist aber ein ganz schönes Stückchen Weg, das du da geschafft hast. Was führt dich hierher? Und steh doch bitte auf, ich komme mir hier ja komisch vor, wenn du da so liegst und ich auf dich hinabsehen muss…“ Für die Worte hätte ihre Großmutter sie sicher gelobt und Yuna hätte einen Schlag mit dem Handschuh bekommen, dafür, dass sie sich selbst und ihren Familiennamen so in den Dreck zog. Aber Kaori wollte nicht an ihre Großmutter denken – und trotzdem tat sie es fast jede Minute. Kindheitstrauma eben.
„Du wirst noch krank in deinen nassen Sachen. Mein Zelt ist nicht allzu weit entfernt und so wie ich das vorhin gesehen habe, sind wir ja so Pi mal Daumen gleichgroß. Es wird sich schon etwas Passendes für dich finden. Hast du eigentlich Hunger?“ Schokolade. Kaori hatte immer drei ganze 300g Packungen dabei, falls sie plötzlich wieder deprimiert wurde und unbedingt Kalorien brauchte. Aber so viel, wie sie täglich abtrainierte, durfte sie sich so etwas auch leisten. Jetzt stellte es sich ja sogar als ganz praktisch heraus – immerhin würde so ein Stück Schokolade ganz sicher ein Lächeln in Yunas Gesicht malen.
Beinah hätte sie die Augen verdreht. Sie kotzte sich ja selbst schon fast mit ihrer hilfsbereiten Art an. Wäre sie nicht im Herzen eigentlich ein guter Mensch, dann hätte man niemals so mit ihr umgehen können…
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Mi 31 Aug 2011, 18:46

Sie hatte also einen Hirsch erlegt. Sollte das ein anderer Begriff für einen großen, starken Mann sein? Wenn ja, dann hätte sie ja absolut keine Chance noch den morgigen Tag begrüßen zu dürfen. Ach, was redete sie da! Da würde sie nicht einmal in der nächsten Stunde noch leben, wenn sie gleich Hand anlegte und sie nicht einen qualvollen Tod sterben ließ. Dann würde sie auch keinen schönen Anblick mehr liefern.
Allerdings überwand sie ja dann doch ihre Scheu und schiss mal dreist auf Stolz und Würde, sodass sie sich nach vorn auf die Knie warf – schmerzhaft, wegen den Steinen im Wasser – und sich an ihr Bein klammerte. Nun, da sie nicht abgeschüttelt wurde, wusste sie wenigsten, dass sie ihr wohl wirklich nicht so schnell etwas tun würde. Lautstark zog sie ihre Nase hoch und ließ sie los, ehe sie noch unten blieb und zu ihr aufsah. Sich über die Augen rieb. „‘tschuldige“, meinte sie und stand langsam aber sicher auf. Noch einmal entschuldigte sie sich und verbeugte sich tief.
Erst jetzt fiel ihr auch auf, dass diese Frau da vor ihr wirklich so klein war wie sie. In der heutigen Zeit wurden ja alle immer und immer größer. Bestes Beispiel, waren ja ihr Vater und ihr Bruder. I-Ihr Bruder! ….. da musste sie kämpfen nicht gleich wieder in Tränen auszubrechen, zumal ja mit ihr gesprochen wurde. Langsam stockend setzte sie auch zur Antwort an: „Ich habe Wechselkleidung und Essen dabei es ist in meinem Rucksack.“ Sie deutete hinter sich. Verzog ihr Gesicht. „Der nass geworden ist…“, fügte sie noch brüchig hinzu und warf sich kurzerhand wieder Kaori um den Hals, umloszuflennen. Egal, ob sie sie nun nass machte und nett als Gegenleistung nun Hirschblut an sich kleben hatte. Was auch immer das letztendlich eine Bezeichnung für etwas war…
Wieder löste sie sich von ihr und verbeugte sich entschuldigend ein paar Mal. Wischte sich mit dem Ärmel über die Augen – hatte jetzt selbst auch dort dummerweise Blut an sich kleben. Zum Glück merkte sie das nicht, sonst wäre sie glatt wieder einem Schock ausgesetzt gewesen – wer sagte ihr, dass diese Frau sie nicht doch schon längst aufgeschlitzt hatte und das plötzlich ihr eigenes war?! Ja…. Das junge Mädchen war eindeutig psychisch labil, wenn nicht gar vollkommen zerstört. Doch wer nahm es ihr schon übel, mit dem, was in der letzten Zeit passiert war. Oder eben nicht passiert war, wie, dass Tai und Chi nie zurückgekehrt waren. Nicht einmal eine Nachricht geschickt hatten… Nicht einmal per Windgeistpost Kontakt aufgenommen hatten!
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Tanemura Kaori
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Mi 31 Aug 2011, 19:18

Kaori durfte ja wohl ziemlich lang auf eine ordentliche Reaktion von dieser Frau warten, dass sie allerdings so ausfiel, dass jeglicher Selbstrespekt aus dem Fenster oder eben über Bord geworfen wurde, damit rechnete ein relativ normaler Mensch wie sie natürlich nicht. Vielleicht war das auch noch ein Grund, warum sie ihr Bein nicht freigeschüttelt hatte. Was aber im Endeffekt gut war! Denn wer wusste, wie dieses arme Kind dort darauf reagieren würde, wo es doch sowieso schon dachte, dass es sich bei der Tanemura um eine umherlaufende Killerin handelte. Sie hatte demnach genügend ‚Vertrauen‘ gefasst, um sich vorzustellen, was die Kommunikation schon einmal vereinfachte und ein wenig persönlicher machte. Immer noch sah sie zu Yuna herunter, aber immerhin klammerte sie sich nicht mehr wie so eine Bärenfalle um ihr Bein. Unwillkürlich schüttelte sie es aus und zuckte mit den Schultern.
„Schon in Ordnung. Kannst du aufstehen? Du bist ja richtig mit deinen Knien eingeschlagen…“, murmelte sie, immer noch ein wenig überrascht über die Reaktion. Wie gesagt, sie hatte eher eine Irre, anstatt einer heulenden Emo-Memme erwartet. Da Kaori aber ihre Manieren pflegte, erwähnte sie kein Wort über ihren ersten Eindruck, sondern lächelte nur schief.
„Ich weiß. Ich hab’s gesehen. Ich teile ja nicht ungerechtfertigt meine hochheiligen Klamotten mit Wildfremden“, erläuterte sie, in einem immer noch recht freundlichen Tonfall, wenn sie auch schon etwas mehr Mitleid hineinwarf. Verdammt! Man sollte immer großzügig und gütig sein, aber nie zeigen, dass man es im Prinzip besser hatte, als derjenige, der seine Hilfe brauchte. Manchmal verstand Kaori, dass ihre Großmutter nie zufrieden mit ihr war, wenn sie so schnell in die falschen Verhaltensweisen fiel! Schließlich würde eine Person, die Mitleid gar nicht wollte, sich immer unwillkürlich schlechter fühlen – das schürte Zorn und fiel schließlich auf den Clan zurück. Der ihr aber scheiß egal war. Müsste sie nicht eigentlich genau das Gegenteil ihrer Erziehung tun, damit man dem Tanemura-Clan nachsagte, er wäre ein schlechter, schlechter Clan…
Da sie in Gedanken versunken gewesen war, erschreckte sie sich fürchterlich, als ihr dieses Mädchen einfach um den Hals fiel. Ein wenig überfordert starrte sie hilflos geradeaus, bevor sie Yuna leicht auf den Rücken klopfte. Im Aufheitern war sie nie sonderlich gut gewesen, nicht einmal Miu hatte sie großartig aufbauen können.
„Ano..., wirst du mir verraten, was passiert ist, dass du so schrecklich weinst und hier umherirrst?“, fragte Kaori zögerlich und winkte bei der Entschuldigung ab. War ja halb so wild. Sie hätte sich garantiert auch gefreut, hätte sie damals wer getröstet, als ihre Mutter entführt wurde und sie nicht helfen durfte.
Schließlich legte sie eine Hand auf die Schulter des armen Mädchens und schob sie leicht an, als Zeichen, dass sie sich in Bewegung setzen sollte – und zwar in genau diese Richtung. „Erst einmal umziehen… und dann am Feuer aufwärmen… Ein bisschen Eintopf – und schwupp sieht die Welt doch gleich anders aus. Was hältst du davon? Dann kannst du mir auch erzählen, was passiert ist. Vielleicht kann ich dir ja helfen.“
Sie biss sich auf die Zunge. Mittlerweile kam sie sich vor, wie so eine Perverse, die dem armen Opfer erzählte, was für schöne Dinge sie hatte, die sie ihm zeigen wollte. Nicht gerade die Art, Vertrauen zu jemandem wie Yuna aufzubauen.
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Mi 31 Aug 2011, 21:09

Auf ihre Frage nickte sie brav und stand im nächsten Moment auch gleich auf. Kam ja blöd, wenn sie der Bitte nicht nachkäme. Erst auf ihre Bemerkung mit den Knien sah sie nach unten und es fiel ihr auf. Tja, so ein kurzes Kleid war eben doch nicht so gut. Auch pappte es nun nass an ihrem Körper, ebenso wie ihre langen rosafarbenen Haare. Sie musste aussehen wie der letzte Penner. Wahrscheinlich bot deshalb auch das Mädchen ihr ihre Kleidung an. Aber wieso nicht? Sie musste erst gucken, was noch zu retten war von ihren ganzen Sachen aus dem Rucksack. Also stimmte sie zu, selbst wenn es doch etwas eigenartig war, dass man eben doch einer Wildfremden die eigenen Klamotten schenkte.
„Ah…hm…also….“ Sie wusste gar nicht, wo, oder genauer gesagt wie sie denn anfangen sollte. Würde sie doch glatt einfach wieder anfangen zu heulen. Doch die Fremde lenkte doch wieder ein. Schien es wohl recht offensichtlich zu sein, dass sie selbst gerade nicht so gut im Sprechen war. Also ließ sie sich bereitwillig in die gewünschte Richtung schieben. Ging dann auch selbst noch die Schritte ganz aus dem Wasser und fischte ihre Flasche auf, die zum Glück nur ans Ufer gespült wurde, als sonst wohin. Dann hätte sie wohl recht ein Problem gehabt. Aber so war ja alles guti! Sie drehte sich halb um und sah wieder zu Kaori. Sie wusste ja nicht, wo es nun genau hinging. Doch war sie froh, dass sie gerade nicht mehr allein war, selbst wenn sie noch eine gewisse Angst vor ihr hegte. Aber… was sollte ihr schon groß wiederfahren können, als der Tod selbst? „Darf… darf ich fragen, wo wir hier eigentlich sind? Du meintest, dass es weit weg von Konoha ist… und so“, setzte sie dann die ersten wirklichen Worte für ein Gespräch von ihrer Seite aus an.
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Tanemura Kaori
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Mi 31 Aug 2011, 21:36

Gutes Mädchen. Wenigstens wusste die Kleine – genauso winzig wie sie selbst, aber okay –, dass man in Notsituationen und bei plötzlichen Panikattacken immer auf die hörte, die zurechnungsfähig waren, oder zumindest so aussahen und klangen. So aussehen, als wäre sie außerordentlich klar bei Verstand, das tat Kaori ja wohl bei Weitem nicht, aber immerhin… Ach, egal! Es hatte ja geklappt. Und autsch! Ein Glück, dass sie nie ohne einen Notfallerstehilfekasten aus dem Haus ging. Oder eher: so eine kleine, grüne Box, in der sie Pflaster und ein paar Verbände, sowie Schere und Pinzette fand. Desinfektionsspray gab’s auch, aber sie vermutete, dass Yuna wohlmöglich vollkommen ausrasten könne, wenn die Kumonin ihr irgendwie Leid antat, und wenn es nur gut gemeint war.
Sie unterdrückte ein Seufzen. Wenn man so begann, dann war man etwa wirklich verwirrt und äußerst desorientiert, oder man wusste nicht, wo man bei einer herzzerreißenden, ewiglangen Geschichte anfangen sollte. Man gut, dass Kaori ihr Tagespensum heute bereits früher abgeschlossen hatte, weil sie heute Morgen von so einem hässlichen Vieh aus dem Schlaf gerissen wurde. Sie hatte die Wildkatze erfolgreich verjagen können, bevor die irgendeinen Schaden hatte anrichten können. Da sie dann aber erst einmal wirklich wach gewesen war, hatte sie gleich mit ihrem Programm weiter gemacht.
Während die Tanemura nun ein paar Schritte weiterging, fischte Yuna ihre Trinkflasche aus dem Bach. Ein wenig plagte sie dann doch das Schuldgefühl, dass sie sie so erschreckt hatte. Dann wäre sie niemals hineingefallen und hätte sich auch nicht die Knie so angeschlagen. Nun gut, war ja nicht mehr zu ändern. Würde sich schon irgendwie wieder gerade biegen lassen, da war sie sich sicher.
Sie winkte das Mädchen aus Konoha zu sich, da sie ja doch ein kleines Stückchen bereits geschafft hatte und hörte sich deren Frage an, bevor sie antwortete: „Wir sind im südlichen Teil von Kaminari no kuni, zwei Tagesmärsche von Kumogakure. Du hast dich wirklich verirrt, huh?“ War ja auch einfach daraus zu schließen, dass sie fragte, wo sie waren…
Ein Glück für das nasse Kind, dass das Zelt nicht mehr weit war. Kaori schob ein paar abgehackte und extra als Tarnung platzierte Äste und Sträucher zur Seite und schon erkannte man die vagen Umrisse eines matschiggrünen Zeltes, das mitten in der Botanik festgesetzt war. Sie bat Yuna, kurz zu warten, stieg in das Zelt hinein und kam mit ein paar Holzscheiten wieder hervor. Die Feuerstelle hatte sie am kaum zwanzig Meter entfernten Bach errichtet, damit sie weder ihr Zelt, noch den Wald entzündete, außerdem war dann im Notfall immer Wasser in der Nähe. Angst, gesehen zu werden, hatte sie keine. Sie war ja schließlich nicht umsonst eine Jonin und was sollte ihr in ihrem eigenen Ländlein schon passieren, außer ein paar gierige, räudige Landstreicher?
Sie hatte sich ihren Rucksack über eine Schulter geworfen und ließ ihn dann, nachdem sie das Feuerholz in den Steinkreis geworfen hatte, von ihrem Arm gleiten, um mal hineinzusehen, was sie Nettes für Yuna auftreiben konnte. „Ich hab jetzt nicht so viel Wunderschönes dabei… Ein paar Trainingshosen… T-Shirts… Sweatshirts… Am besten guckst du mal, was du dir zumuten kannst.“ Tatsächlich hatte sie ihr einziges, wirklich kurzes Outfit heute völlig versaut. Konnte man nur hoffen, dass die folgenden Tage nicht wieder so sonnig und heiß wurden, wie dieser. Da sich die Sonne bereits bedrohlich neigte, wurde es aber mittlerweile merklich kühler, weswegen sie sich dann daran machte, ein Feuer zu entfachen. Und ja. Feuer und Hyouton-Nutzer. Auch so eine Sache. Da sie nicht wirklich ein Gefühl für Flammen hatte, brauchte sie eine ganze Weile, bis sie es halbwegs mit ein wenig Zunder in Brand gesteckt hatte, aber dann flackerte es munter vor sich her.
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Do 01 Sep 2011, 10:09

Als die Fremde schon ein bisschen vorgegangen war und sie zu sich winkte, schniefte sie noch einmal lautstark, ehe sie ihr mit schnellen Schritten nachstolperte. Sie wusste ja, dass sie vom Weg abgekommen war, aber so weit?! Da schluckte sie schon recht schwer. Damit hatte sie nun doch nicht gerechnet. Aber wenigsten war sie wirklich voran gekommen. Daran hätte sie ja eigentlich nicht mehr geglaubt. Viel mehr hatte sie schon vermutet, dass sie immer im Kreis gelaufen war und dass diese Berge womöglich nur Warnvorstellung davon waren, weil sie zu lange wirr auf den Beinen war.
Weiterhin recht stumm und abwesend folgte sie Kaori durch die ganzen Buschen, bis sie das Zelt entdeckte. In einem gewissen Abstand blieb sie dort noch stehen. Wurde dann eh gebeten, einfach zu warten und sah sich um. Nettes Plätzchen eigentlich. Sie kam mit Feuerholz und einem Rucksack wieder heraus. Ersteres wurde angezündet. Yuna beobachtete sie von ihrem Plätzchen aus und ging langsam zu ihr rüber, als sie etwas sagte. Zögernd nahm sie auch den Rucksack und sah hinein. Irgendwie fühlte sie sich unwohl, dass sie nun mehr oder weniger, wie eine Bettlerin dastehen musste, der man nun großzügiger weise etwas frische Kleidung gab. Sie seufzte und zog sich das erstbeste raus, was sie erwischt hatte. Ein graues Sweatshirt und eine schwarze Hose, die ihr bis zu den Knien ging. Aber was brachte es ihr, die Sachen nun sofort anzuziehen? Deshalb nahm sie erst mal ihren Rucksack runter und holte sich ein Haarband heraus, um die Haare nach dem Auswinden nach oben zu binden. Erst dann drehte sie sich um und zog sich ihr Kleid aus. Die frischen Sachen an. Unschlüssig, wie sie gerade war, sah sie das Mädchen an und bedankte sich abermals.
„Kaori, richtig?“, fragte sie nach und setzte sich nahe ans Feuer im Schneidersitz. Da war es ihr auch egal, dass es ihr eigentlich heiß sein müsste. Warme Kleidung, Sonnenschein und loderndes Feuer. Irgendwie war ihr ja doch recht kalt, dadurch, dass sie so nass geworden war und nun von der Reise einfach ausgefroren war.
Sie nahm ihr Hab und Gut wieder zur Hand und leerte den Inhalt aus dem Rucksack auf den Boden. Ein paar Schriftrollen erschienen. Essen, ein weites Shirt und eine lange Stoffhose. Das wollte sie sich immer zum Schlafen anziehen, hatte sie aber nie. Legte sich immer so in die Decke – ob das alles noch heil war? Sie tatschte eine der Schriftrollen an und räumte ihren Krempel neben sich zusammen.
Resigniert seufzte sie und legte auch die Schriftrolle dazu. Zog ihre Beine hoch und umklammerte diese, sah in das Feuer. „Weißt du…“, begann sie leise ohne aufzusehen und fuhr fort. „Meine Geschwister sind auf eine Trainingsreise, allerdings nie zurückgekehrt. Dort, wo sie waren musste ein Unfall passiert sein. Zumindest ist es das, was man uns so sagte. Sie… sind einfach nicht wieder gekommen. Keine Nachricht. Nichts. Und niemand unternimmt etwas…“ Ihre Stimme wurde wieder brüchig. Das Leben war so grausam! Aber es war doch garantiert gut, dass nun wenigsten sie etwas machte, oder?
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Do 01 Sep 2011, 10:32

Ein wenig hatte Kaori ja gewartet, aber schließlich war sie einfach weitergegangen. Yuna hatte sicherlich genügend Grips, um zu wissen, dass sie ihr folgen sollte oder müsste, wollte sie denn Hilfe annehmen. Wenn sie nicht wollte, konnte sie wenigstens sagen, sie hätte es versucht. Gutes Karma hatte sie aber dadurch sicherlich gesammelt – nicht, dass sie Buddhistin wäre, oder ähnliches. Doch jeden Tag eine gute Tat, hieß es nicht so? Sogar sie raffte sich dazu manchmal auf. Gut, öfters. Sie konnte eben an niemandem vorbeigehen, der hilfsbedürftig aussah, ohne zumindest nachzufragen, ob man denn seine Hilfe aufzwängen konnte.
Dass das Mädchen da aber immer noch so sehr auf misstrauischen Sicherheitsabstand bestand, wurmte sie ein wenig. Aber es war immer noch besser, als später aufgeschlitzt irgendwo zu liegen, weil man zu viel Vertrauen gefasst hatte. Sie selbst hätte demnach wohl ähnlich reagiert, doch sagte sie sich, dass sie niemals einfach verwirrt und planlos aufbrechen würde. Dazu war sie eben einfach nicht spontan genug, schließlich musste immer alles nach einem Plan gehen, der niet- und nagelfest war. Jedenfalls hatte ihre Großmutter das immer gemeint. Schon erbärmlich, wie wenig man sich von seiner Vergangenheit frei schütteln konnte.
Ein wenig feuerscheu, wie sie nun einmal war – sie mochte Kälte so gern und fing bei Hitze schon schnell mal an, zu schwitzen – zog sie sich ein Stück zurück und beobachtete ihren Gast nur ein wenig aus der Ferne. Schon eine eigenartige Person. Zumindest nahm sie Hilfe an und Kaori winkte nur ab, als Yuna sich entschuldigte. War ja auch kein wirklicher Umstand, außerdem hatte diese Frau eben etwas an sich, was den Beschützerinstinkt sogar bei Frauen auslöste – oder eben den Mutterinstinkt, wie man es eben nennen wollte. Zwar war die Erkenntnis irgendwie bitter, schließlich war sie selbst erst zarte neunzehn Jahre alt, aber wie auch immer.
„Stimmt, du hast es dir gemerkt“, erwiderte sie nur und saß weiterhin nur in ihrem ausreichendem Sicherheitsabstand zum Feuer, starrte lächelnd in die Flammen. Sie hätte niemals gedacht, dass Yuna sich ihren Namen merken würde, so aufgelöst, wie sie gewesen war, als sie sich vorgestellt hatte. Aber vielleicht war sie ja auch einfach nur ein schlaues, gewitztes Mädchen? Man konnte ja nie wissen und sollte Fremde nie unterschätzen.
Sie fragte sich, ob das Konohakind wohl Fleisch aß, so nach dem Schreck mit dem Blut konnte es ja auch sein, dass es nichts anrühren wollte, was sie so an Fleisch dabei hatte. Aber was konnte sie dann nahrhaftes und warmes an Essen zaubern? Wärmte immerhin von innen. Vielleicht half ja ein Tee… Da Yuna ja mit ihrem Rucksack so weit durch war, zog Kaori diesen wieder zu sich und wühlte ein wenig darin herum, bis sie die Schriftrolle mit dem dick und fett markiertem ‚PROVIANT‘ fand. Gut, da waren auch Kochutensilien drin, aber man wollte ja nicht kleinkariert sein. Ein kleiner Teekessel, zwei Töpfe und sogar eine Pfanne. Dann eben noch ein Korb mit dem ganzen Kram, den sie sich mitgenommen hatte, unter anderem in Folie gewickeltes Hirschfleisch. Es endete damit, dass sie einen Topf mit Wasser aufsetzte, kleingeschnippeltes Gemüse wie Frühlingszwiebeln und Karotten hineinwarf und schließlich auch ein ganzes Pfund Reis hineinkippte. Yuna sah ausgehungert aus, da wollte sie nicht zu wenig machen. Mit Fleischeinlage hielt sie sich allerdings aus gegebenen Gründen zurück.
Während der Essensvorbereitung hörte sie sich die Geschichte an, oder eher die Kurzzusammenfassung von derer, die das fremde Mädchen vorzuweisen hatte. Die unbequeme Wahrheit war sicherlich, dass ihre Geschwister tot waren. Was sollte man machen? Die Geschichte kannte Kaori nur zu gut – niemand scherte sich darum, dass ihre Mutter entführt wurde und sie wurde an Kirigakure gefesselt, als wäre es eine schlimme Straftat nach seiner Mutter zu suchen. Ein wenig traurig das Ganze. Aber das konnte man nicht ändern. Dementsprechend schwer fiel Kaoris Antwort auch aus: „Je nachdem, wie lange sie schon weg sind, desto unwahrscheinlicher wird es, dass du sie lebend, geschweige denn überhaupt findest. Tut mir leid, deswegen… Magst du lieber Früchtetee oder Pfefferminz?“ Strahlend hob sie einen eher rötlichen und dann einen eher grünlichen Teebeutel hoch. Sie hatte keine Lust über so etwas zu reden, was selbst bei ihr empfindliche Wunden aufriss.
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Do 01 Sep 2011, 14:22

Es wunderte sie doch ein wenig, dass Kaori sich so weit von sich und dem Feuer wegsetzte. Aber gut, jedem das seine. Vor allem, schien es ja recht warm zu sein. Wahrscheinlich war es ihr zu warm. Nun, sollte ihr doch recht sein… Ganz vertraute sie ihr da doch noch nicht. Da war das Mädchen eben wie ein verschrecktes, kleines Kätzchen.
Und… natürlich hatte sie sich den Namen gemerkt! So viel hatte die Fremde ja noch nicht gesprochen, im Gegensatz zu ihr, wie sie da so wirr irgendetwas vor sich her gebrabbelt hatte. Da merkte man sich doch die wenigen Sachen einigermaßen. Zumindest war es so bei ihr. Letztendlich war sie ja nicht vor dem Kopf gestoßen und dumm. Als sie sich das so sagte, kehrte doch langsam aber sicher, wieder ihr Selbstvertrauen zurück. Sie konnte ja auch bestimmte Dinge. Im Notfall… Ja, im Notfall machte sie sich unsichtbar. Ist immer ein guter Überraschungsmoment, sodass der Gegenüber dumm aus der Wäsche guckt und sie konnte fliehen. Oder sie wandte ein Genjutsu an. Es gab ja doch nicht so viele, die wirklich in diesem Bereich bewandert waren. Sie selbst… gut, ja, sie war auch noch nicht so gut darin. Lag wohl einfach daran, weil sie sich nicht so viel vom Training machte bisher. Jetzt würde sie wohl wirklich freiwillig anfangen müssen etwas zu trainieren. Wer wusste schon, welchen Gestalten sie sonst noch so über den Weg laufen würde? Tai hatte ihr ja auch immer eingeschärft besonders acht vor den Männern zu haben. Dass sie böse sein konnten. Ihm und Dai eingeschlossen. Sie glaubte nie daran, aber sie wollte nun daran glauben, dass er mit den Fremden recht hatte. Dass sie einfach vorsichtig sein musste nun als so ein… Nukenin. Nie hätte sie für möglich gehalten jemals solch einen Titel zu tragen.
Yuna beobachtete die Fremde, wie sie Essen beschwor. Betonung lag auf beschwor. Also konnte sie auch Jutsu. War womöglich ein ausgebildeter Ninja – so wie sie. Immerhin war sie ja eigentlich auch Chuunin und… es fiel ihr erst jetzt auf, dass sie sich mit den Schriftrollen auch selbst verraten hatte, dass sie bestimmte Dinge können musste. Es roch nach wenigen Minuten schon sehr gut, was sie da in den Kessel geworfen hatte. Sie hatte kaum etwas gegessen und hatte Hunger, wobei sie recht im Zwiespalt mit sich selbst war. Wollte sie denn wirklich etwas essen? Hatte sie es überhaupt verdient, wo ihre geliebten Menschen womöglich doch noch lebten – was sie hoffte – und mit dem Hungertot – was sie weniger hoffte – kämpften? Vielleicht waren sie sonst wo in der Pampas und mussten gerade auf Stöcken herum kauen. Der Gedanke ließ ihr glatt Übelkeit aufsteigen. Sie musste sie unbedingt finden! „NEIN!“, rief sie empört bei den Worten des Mädchens aus und sah sie an. „Nein… ich, ich werde sie bestimmt finden und heil nach Hause bringen. G-Ganz sicher!“, fügte sie wieder freundlicher gesinnt an. Sie durfte jetzt nicht noch ihre Wut an einer Unschuldigen auslassen. Das brachte ihr ja die Beiden auch nicht zurück. Sie ließ ihren Kopf wieder resigniert sinken, den sie in dem Moment auch gestreckt hatte, eben weil sie so etwas nicht hören wollte – selbst wenn es doch noch so logisch erschien – und zeigte auf den Pfefferminzteebeutel. Fixierte wieder still das Feuer. „Ein paar Tage, nach denen sie weggegangen sind… musste auch mein Freund auf eine Mission. Er.. kam nie wieder zurück. Man sagte, er sei gestorben. Aber… nicht mal beerdigt haben sie ihn bei uns…“, erzählte sie ihr dann ungefragt weiter ihre Geschichte. Es tat irgendwo gut sich die Sachen endlich von der Seele reden zu können. Vielleicht hätte es ja gereicht, wäre sie nur zu einem Psychiater gegangen? Wer weiß, wer weiß…
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Do 01 Sep 2011, 15:23

Yuna schien kein allzu gesprächiger Mensch zu sein, weswegen Kaori sich auch nicht gerade dazu gezwungen sah, etwas zu sagen. Beschäftigte sich lieber damit im Schneidersitz und mit einem kleinen Gemüsemesser ebenjenes Gemüse für den Reiseintopf zu schneiden. Erbsen waren da einfacher. Aus dem Beutel nehmen, hineinwerfen, kochen lassen. Die Reihenfolge war ihr egal. Wahrscheinlich wären die Karotten nachher noch etwas härter und dafür der Rest verkocht – aber der Reis, der wäre ganz sicher voll richtig. Darin kannte sie sich ja aus, wo sie doch täglich immer Unmengen von dem leckeren Zeugs verschluckte. Aber jetzt landete er ja als Hauptzutat im Essen. Schneidebrett und Messer verschwanden wieder zu dem Handtuch, in welches sie Besteck und sonstiges eingewickelt hatte, dafür zog sie eine Schöpfkelle hervor. Sie war schlichtweg zu faul, um zusätzlich einen Löffel zum Rühren zu benutzen, die Kelle tat es ja auch. Nur ab und an rutschte Kaori näher ans Feuer, um den Eintopf umzurühren, aber immer wieder kehrte sie an den ursprünglichen Sitzplatz zurück, immerhin war dort auch ihr Rucksack. Apropos, Rucksack. Sie müsste eigentlich auch ihre eigenen Klamotten wechseln… Sie waren zwar nur leicht nass geworden, als das Mädchen sie umarmt hatte, aber das Blut hing ja weiterhin in den Fasern und war ein Punkt, warum Yuna so ein großes Misstrauen hegte.
Gerade, als Kaori mit den Worten aufstehen wollte, dass sie eben ein kühles, erfrischendes Bad etwas weiter den Bach entlang nehmen würde, wo er sich weiter verbreiterte und wegen der steigenden Höhe, also auch der Nähe zur Quelle, etwas sauberer war. Aber sie konnte sich nicht einmal richtig rühren, geschweige denn zum Reden ansetzen, da begann die Fremde ja mit ihrer Geschichte.
Geduldig hörte sie zu, gab ihre eigene Meinung ab und blinzelte relativ überrascht über das geschriene ‚Nein‘, das sie um die Ohren geschlagen bekam. Wieder einmal fragte die Kumonin sich, warum sie sich das eigentlich antat… Niemand zwang sie dazu, dem verwahrlosten Kindlein dort zu helfen. Und wenn diese solch ein großes Problem mit ihr hatte, dann sollte sie es sagen und sich verziehen.
„Gut“, lenkte sie schicksalsergeben ein und hob beschwichtigend beide Hände. Nicht, dass das pinke Flummitier ihr noch an die Kehle sprang. „Ich sagte ja auch nur, dass die Chance eben verschwindend gering ist. Vor allem das mit dem Unfall klang stark danach, dass sie möglicherweise nicht überlebten. Aber falls es dich tröstet: Die Regierung in Kirigakure kümmert sich um so etwas auch nicht.“ Kaori bemühte sich, möglichst gleichgültig zu klingen, schließlich ging sie der Kram ja eben nichts an. Sie war nur eine dahergelaufene Jägerin, die zufällig eine Verirrte aufgenommen hatte, um ihr vielleicht aus reiner Nächstenliebe ein wenig auf die Beine zu helfen. Die persönlichen Hintergründe und Geschichten gingen sie ja eigentlich auch nichts an. Und trotz allem… TROTZ. ALLEM. Redete Yuna weiter. Kaori wollte die Augen verdrehen, biss sich aber auf die Zunge und hörte zu. Schon schade, was ihr da wiederfahren war.
Dieses Mal stand sie auf, als sie zum Kochtopf lief, um zu rühren. Mit der Schöpfkelle deutete sie auf die Fremde. „Man sagt nur, dass er gestorben ist. Aber Männer sind alle gleich. Du bist zwar wirklich ganz niedlich, also nichts gegen dich, aber der ist garantiert einfach nur mit ’ner Anderen abgehauen.“
So, jetzt aber. Sie ließ die Kelle wieder in den Topf gleiten und fragte, ob Yuna möglicherweise dazu in der Lage war, ein wenig auf das Essen aufzupassen, während sie sich ein Stück weiter bachaufwärts ansehnlicher machen würde. Ohne wirklich eine Antwort abzuwarten, hockte Kaori sich vor ihren Rucksack und suchte nach Seife, Shampoo, Handtuch und Wechselkleidung. Die Haare bändigen konnte sie ja auch, wenn sie wieder hier war.
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Do 01 Sep 2011, 17:27

Eine ganze Weile sagte einfach keiner von ihnen was. Was recht gut war, wie sie fand. Sie musste sich erst selbst wieder sammeln und beobachtete abwechselnd das prasselnde Feuer und Kaori bei ihrer Tätigkeit. Wie sie alles kleinhäxelte – großes Messer – und wahllos in den Topf warf. Wusste sie überhaupt, wie man so was kochte?... Da kamen der jungen Kunoichi langsam die Zweifel auf, allerdings stellte sie es nicht infrage. Sie sollte gerade einfach dankbar sein und ihre Geschichte erzählen, wie sie es ja gesagt hatten vorhin.
„T-Tut mir leid, wenn ich gerade laut geworden bin“, entschuldigte sie sich wieder einmal, als sie den irritierten Blick des Mädchens wahrgenommen hatte. Sie wollte sie ja nicht doch noch als Feindin bekommen. Nicht deshalb. „…Es heitert mich nur geringfügig auf. Aber es war doch richtig, dass ich Initiative ergriffen habe… oder?“, fragte sie leise wie ein Mäuschen, angsthabend vor einer Antwort, die ihr möglicherweise nicht gefiel. Doch wusste sie ja auch, dass sie recht hatte mit dem, was sie sagte. War sie selbst doch eher ein Realist. Trotzdem wollte sie das nun mal nicht wahrhaben. Hoffte einfach.
Traurig sah sie zu der Frau auf, die kaum älter als sie war. „Dai… war nicht so jemand. Er…ich… wir liebten uns… wirklich. Bestimmt wurde er nur in irgendetwas Komisches verwickelt… oder so…“, erwiderte sie kläglich und folgte mit den Augen einem Wassertropfen, der da von dem Küchenutensil tropfte und zu Boden fiel. Im Erdreich versickerte. Nie mehr wieder würde er zu den Wassertropfen kommen können, bei denen er eben war. Doch würde er bestimmt andere, neue treffen. Und… irgendwann mal. Vielleicht. Die Wahrscheinlichkeit war noch so gering, aber da konnte er doch wieder einen der alten treffen. Bei Regen, Verdunstungen, Ausscheidungen, oder sonst was. Da konnte doch auch für sie diese winzige Wahrscheinlichkeit bestehen wieder mit denen zusammen zu kommen, die sie doch so liebte.
Wieder seufzte sie und nickte, als sie gehen wollte. Sie… einfach auch so allein ließ. Als sie außer Sichtweite war – ja, sie sah ihr so weit nach, wie sie konnte, da sie ja immerhin wissen musste, wo sie hinging in etwa! – stand sie das erste Mal wieder auf und rührte den Kopf um. Mit jeder Rührbewegung wirbelte der Inhalt dessen einmal durch. Sie sollten vielleicht noch Salz, oder Pfeffer dazutun. Dann würde es mehr Geschmack haben. Aber sie selbst hatte so etwas nicht da. Die Frau wohl auch nicht, sonst hätte sie es ja schon getan. Also musste es so gehen. Schmecken würde es bestimmt und ausgerechnet sie brauchte sich wirklich nicht wegen so etwas zu beschweren. Das stand ihr einfach nicht zu. Sie setzte sich wieder und breitete ihre Schriftrollen aus. Würde sie noch länger warten, würde noch mehr verloren gehen. Demnach galt nun zu retten, was es zu retten gab! Zwischendurch ging sie immer wieder zum Kochtopf und rührte brav, wie man es ihr gesagt hatte. Lange würde es wohl eher nicht mehr dauern, bis es fertig war. Sie hoffte, dass Kaori bald wieder zurück kam – oder auch nicht. Denn dann würde sie alles Mögliche von ihr sehen. Auch ein paar Waffen, die sie mitgenommen hatte. Das wäre nicht förderlich in ihrer ‚Beziehung‘. Also beeilte sie sich alles wieder zusammenzuraffen. Sie hatte gerettet, was zu retten war. Zum Glück war die Ersatzschriftrolle verschont geblieben, sodass die, die besonders nass war, nun dreist angezündet und ins Feuer geworfen wurde. Sparte man sich das Feuerholz. Der Rucksack wurde in die Nähe der Feuerstelle gelegt, damit er trocken wurde. Immerhin wollte sie ihr Zeug ja auch wieder mal dort einpacken können.
Nun wartete sie aber wieder fein auf die Fremde und sah in die Richtung, von der sie kommen sollte. Somit würde es wohl aussehen, als hätte sie sich kein Stück bewegt, seit sie gegangen war – bis man genauer hinsah und merkte, dass ihr ganzes Zeug nun anders war.
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Do 01 Sep 2011, 19:18

Kaori wollte gerade, dreist wie sie war, sagen, dass es ihr auch verdammt nochmal leidtun sollte, denn sie selbst hatte ja niemandem etwas getan und wollte sogar nur helfen, aber im letzten Moment entschied sie sich dagegen und entgegnete brav, dass es ihr nichts ausmachte. Angeschrien werden, daran war sie schon gewohnt und wenn es nur der Raikage war, der mal wieder schlechte Laune hatte und seinen Schreibtisch warf. Aber auch ihre Familie war sehr gut darin gewesen. Die Schandflecke der Familie und wenn es nur eine Erbschande war, hatten eben manchmal angeschrien zu werden, damit sie wissen, wo ihr Platz ist! Vielleicht sollte sie die Fremde ja mal anschreien, damit sie wusste, wer hier das sagen hatte? Doch nein – nein, sie war anders als der Rest der Welt. Sie wollte den Unschuldigen helfen und sie nicht für ihr Leid bestrafen.
Bei der Frage zuckte sie allerdings nur mit den Schultern, bevor sie schließlich doch lächelte und antwortete: „An deiner Stelle hätte ich es auch getan.“ Wären Akira und Kouga plötzlich ohne jegliche Notiz verschwunden, hätte sie sicherlich auch beantragt, sie suchen zu dürfen… Zumindest Akira hatte es verdient, dass jemand nach ihm fahndete, wenn er plötzlich wie vom Erdboden verschluckt war. Was Miu anging, die ja immer wie eine Schwester für sie gewesen war…, da war sie sich jetzt nicht mehr sicher. Wahrscheinlich würde sie bei einer ankommenden Nachricht schwer schlucken, wenn man sie überhaupt benachrichtigen würde… Aber ob sie dann wirklich gegen die Justiz handeln würde? Sicherlich nicht.
„Ach ja? Und woher weißt du das? Vielleicht hast du dich ja genauso vertan, wie ich“, schnaubte sie und seufzte schließlich auf, bevor sie sich für ihr Fehlverhalten entschuldigte. Sie sollte ja schließlich nicht alles verallgemeinern, was ihr widerfahren war. Es gab sicherlich auch Weicheier, scherzte sie gutgelaunt und rührte lieber weiter, bevor es anbrannte.
Schließlich hatte sie ja schon fast die Erlaubnis von der Tante bekommen, gehen zu dürfen, sodass sie ihr Kram fester packte und sich schließlich bachaufwärts wandte. Eine ganze Strecke musste sie marschieren, bis sie die Stelle wiedergefunden hatte, aber zum Glück hatte sie es ja mit einem Kunai und einem roten Tuch markiert. Eigentlich sah man es ja, aber es gab immer unsichere, tiefere Stellen und hier war es eindeutig sicher. Durch einen umgestürzten Baumstamm und einige Felsen war hier eine Art Mulde fast ohne Strömung entstanden, weil sich das Wasser den Weg an der anderen Seite vorbei gesucht hatte.
Ihre dreckigen Klamotten landeten irgendwo hinter ihr, darauf aufpassen musste sie ja schließlich weniger. Sie nahm die Seife und das Shampoo und stürzte sich dann einfach in das eiskalte Wasser. Aber was für eine Tanemura wäre sie, wenn sie sich durch so etwas aufhalten ließ? So kalt war es für ihr Empfinden gar nicht und ihr Körper konnte sowieso sehr niedrige Temperaturen ertragen, ohne Erfrierungen zu erleiden. Ganz praktisch. Dafür war ihre Haut umso empfindlicher, was Hitze anging. Verbrennungen taten arschweh! Aber warum sinnierte sie eigentlich darüber? Sie wollte die arme Yuna ja nicht allzu lang allein lassen. Also einmal gänzlich untergetaucht und nach dem Auftauchen das Haar aus dem Gesicht streichen. Einmal den ganzen Körper von Blut und Schweiß reinwaschen, die Seife dafür halb aufbrauchen – war ja sowieso schon angebrochen gewesen – und schließlich Schaum abwaschen, indem sie gleich noch einmal untertauchte. Sie hatte das Bedürfnis, den Bach einzufrieren, aber das wäre gemein gegenüber den Fischen. Außerdem war da immer noch die Anomalie des Wassers und sich darüber hinwegsetzen war gar nicht so einfach, vor allem bei Strömung. Nun, egal. Haare einshampoonieren, was bei einer solchen Länge schon mal ziemlich lang dauern konnte. Aber Kaori liebte ihre langen Haare. Es machte sie so einzigartig. Nachdem das geklappt hatte, sprang sie auch schon wieder heraus, wrang die vielen Haare aus und rubbelte sie schließlich mit dem Handtuch ab. Nachdem auch ihr Körper einigermaßen trocken war, schlüpfte sie in eine gemütliche, schwarze Trainingshose und einen gelben Pullover und nachdem sie all ihre Sachen wieder eingesammelt hatte – sogar die blutbesudelten, sie wusste ja nicht, wann sie mal wieder einen Hirsch zerlegen musste -, machte sie sich wieder auf den Rückweg.
Kaum war sie in Reichweite, winkte sie mit einer freien Hand und ließ schließlich das Gerümpel in der Nähe ihres Rucksacks fallen, bevor sie eine Bürste heraussuchte und ausdauernd begann, die Knoten herauszubürsten. War eine ganz schöne Qual, aber wer lange Haare wollte, musste auch dadurch, sie zu pflegen.
„Du hast aufgeräumt“, bemerkte sie beiläufig und strahlte dann wie ein frisch geputzter Dreckeimer. „Ist das Essen schon fertig?“
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Do 01 Sep 2011, 20:53

Überrascht musste sie doch Luft holen, ehe sie sie wieder ausstieß und sanft lächelte. Wie lang sie wohl schon nicht mehr richtig gelächelt hatte? Doch war sie froh darüber. Hatte sie vielleicht doch das richtige getan! Zumindest stand sie nun doch nicht mehr ganz allein mit ihrer Meinung da. Konnte auch sein, dass sie sie nur schonen wollte, aber nun ja. Es hatte einen unheimlich beruhigenden Einfluss auf sie.
Bei ihren nächsten Worten zuckte sie aber wie ein Häufchen Elend zusammen. S-Sie konnte sich in ihm einfach nicht so geirrt haben. Außerdem war er ja schon über achtzehn Jahre in Konoha gewesen! Dort aufgewachsen und und… dann würde er doch nicht alles zurücklassen, nur weil er sich zu schade war mit ihr Schluss zu machen. Das ergab einfach keinen Sinn!... Doch sie nahm es wieder zurück. Gott sei Dank. Dai… hm… Tai meinte immer er sei ein Weichei, jetzt war sie ganz froh darüber, wäre er wirklich eins in dem Sinne. Dann hatte er sie nicht freiwillig verlassen. Doch wollte sie dann herausfinden, wieso er es eben doch musste? Sie hatte Angst vor einer erschütternden Antwort. Dass er wirklich tot war. Und dass ihre Geschwister tot waren. Es krampfte ihr das Herz zusammen. Ließ sie einmal erstickt aufkeuchen und sie kniff die Augen zusammen. Atmete tief durch. Sie musste einfach stark sein. Sie war es nie gewesen, ja, aber jetzt musste sie es sein. Sie konnte die Anderen nicht so in Stich lassen.
Kaori verschwand und demnach ging jeder von ihnen ihren Tätigkeiten nach, die sie gerade tun wollten, bzw. mussten. Gerade als sie wieder aufstehen wollte wegen dem Essen, rannte sie wieder hier her. Winkte und strahlte. Sie erwiderte die Geste und hob zögernd ebenfalls die Hand, ehe sie wieder umrührte. Haare kämmen. Das sollte sie wohl auch unbedingt noch wieder machen. Sie musste schrecklich aussehen. Nie hätte sie zu träumen gewagt, dass sie jemals in eine solche Lage kommen würde. Nie, bis sie erkannt hatte, dass sie nicht mehr zurückkamen und es nichts brachte weiter untätig zu bleiben. Auf ihre Erkenntnis nickte sie. Ja, sie hatte ihr Zeug aufgeräumt. Musste sich ja auch mal wieder aus ihrer Starre lösen, ne? „Das Essen ist fertig….genau… jetzt“, antwortete sie nach einer kurzen Pause, in der sie noch einmal umgerührt hatte. Dann ging sie zwei Schritte zurück, da sie jetzt nicht im Weg stehen wollte, wenn sie da etwas rausholte. Sie würde es ja selbst machen, hätte sie nur Schalen, oder ähnliches. An solche Sachen hatte sie bei ihrer Abreise überhaupt gar nicht gedacht. Vielleicht hätte sie noch einmal eine Nacht dort schlafen und am nächsten Morgen noch das einpacken sollen, was sie vorher schlichtweg vergessen hatte. Na wenigsten hatte sie so viel Grips gehabt, überhaupt zu packen und nicht einfach so loszurennen.
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Do 01 Sep 2011, 21:38

Ein Lächeln! Oha, damit hatte Kaori nicht gerechnet. Okay, dass Yuna sich über Zuspruch freute, das hätte sie schon gedacht… Aber ein richtiges Lächeln – wow, das war ja wie ein riesiger Fortschritt in der Aufbaut von Vertrauen zwischen ihnen beiden, wenn das verängstigte Küken sogar schon wieder lächeln konnte. Aber wenn sie ehrlich war…, damals hätte sie auch gelächelt, hätte sie mal jemand in ihrer Meinung bekräftigt und nie immer nur aus Angst vor Strafe hinter dem Clanoberhaupt hinterhergedackelt wäre.
Innerlich schlug sie sich vor die Stirn. Manchmal war sie eben doch nicht so vorausschauend… hätte sich ja denken können, dass solch eine Reaktion das arme Mädchen da nur weiter verstörte! Sie sollte mal mehr einfühlsam sein – was für einen kaltherzigen Tanemura aber nicht immer einfach war. Angestrengt rieb sie sich über ihr Kinn und dachte darüber nach, wie sehr sie das Kiddo wohl gekränkt hatte. Armes, nur noch weiter verstörtes Kind. Hing wohl ihrer großen Liebe nach. Trauerte. Dachte über ihre Worte nach ~ zweifelte wohl ein wenig. Aber schließlich war Kaori auch mal etwas human und nahm zurück, was sie gesagt hatte, was Yuna wohl ziemlich erleichterte. – Oder auch nicht. Die fing ja fast schon wieder an zu heulen! Was sollte sie jetzt nur sagen?! Hargh, dieses verdammte Arschloch! Wäre diese Missgeburt nicht nach Kumogakure gekommen, um ihr Herz zu stehlen, könnte sie sicher eher mit dem armen Konohamädchen reden, sie aufheitern. Aber eigentlich war das ja gar nicht ihr Problem. Sie hatte andere Probleme. Das Blut an ihrer Haut und an der Kleidung. Beides war so weit getrocknet und klebte wirklich ekelhaft, so hart, wie es jetzt war. Abkratzen, okay, aber waschen war besser. Dementsprechend war sie auch ohne Kompromisse aufgestanden, um sich bachaufwärts waschen zu gehen. Als dies erledigt war, kehrte sie zurück und wurde ähnlich begrüßt, wie sie es bei Yuna getan hatte, wenn diese auch weitaus zögerlicher war. Aber warum auch nicht? Immerhin kannte sie die Kunoichi aus Kirigakure ja nicht und vertrauen tat sie sowieso nicht.
Während sie sich durch ihre Haare quälte, behielt sie das Mädchen, das brav auf den Kochtopf aufpasste, gut im Auge. Nein, wirklich misstrauisch war Kaori nicht, aber eher besorgt um die Psyche ihres Gegenübers. Wer wusste schon, ob sie nicht depressiv war und sich selbst irgendwie gefährdete? Hm, aber viel schwerer war die Frage, was sie mit ihr machen sollte. Klar, eine Nacht ohne Schlaf würde sie sicher überstehen, während sie darauf achtete, nicht mit aufgeschlitzter Kehle zu enden. Aber danach…? Vielleicht war ja ein Eisgefängnis angebracht! ♥ Oh, Kaori liebte diese Spielerei mit ihrem Kekkei-Genkai. Zwar schmolz das Ding irgendwann, wenn sie schlief und kein Chakra mehr konzentrierte – aber Hyouton-Eis hatte die Eigenschaft, dies sehr viel langsamer zu tun, als normales Eis. So hatte sie schon allein mehrere Nukenin einfangen und dem Richter vorwerfen können. Riskant, aber effektiv.
„Hm, soll keine Kritik an deiner Frisur sein, aber möchtest du dir auch die Haare kämmen?“, fragte sie schließlich, nachdem sie mit ihrer Haarpracht zufrieden war und die türkisen Haare aus der Bürste gezupft hatte. Ohne eine Antwort abzuwarten – wie es manchmal ihre Art war – warf sie die Bürste neben Yunas Sachen und stand dann motiviert auf, als es um die Suppe ging, da diese laut Aussage gerade fertig geworden war.
Kaori hob den Topf vom Feuer und stellte den Teekessel, mit frischem Wasser gefüllt, auf das prasselnde Feuerchen und legte schließlich zwei Pfefferminzteebeutel neben sich, um sie später hineinwerfen zu können. Jetzt musste erst einmal das Wasser heiß werden. Sie gestand es sich als eingefleischte Winterlieberin natürlich nicht ein, aber heißer Tee hatte doch so seine Vorzüge…
„So hilflos wie du gerade dreinschaust, hast du kein Besteck und so weiter dabei, hm?“ Das war ehrlich gesagt echt unpraktisch. Suppe konnte man eher weniger mit den Fingern essen. Das würde ein Problem werden. Schließlich seufzte Kaori resigniert und kramte ihre Essschüssel heraus, um dann Suppe einzufüllen und samt Löffel zu Yuna herüber zu schieben. Zwar saßen sie einiges auseinander, aber jetzt, wo sie wieder saß, hatte sie keine Lust, aufzustehen. „Keine Einwände…“, grollte sie drohend, bevor sie sich schließlich den Topf heranzog und umständlich begann, mit der Schöpfkelle Suppe zu futtern.
Not macht erfinderisch.
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Fr 02 Sep 2011, 16:33

Würde die junge Frau nicht mit dem Rücken zu der anderen stehen, würde sie diese wohl auch weiter beobachten, wie sie ihre Haare kämmte. Aber sie wollte ja nicht, dass das Essen anbrannte. Sie bereitete der Fremden doch bestimmt schon genügend Ärger. Und jetzt, wo sie sie so normal gesehen hatte, konnte sie sich auch vorstellen, dass sie wirklich normal war. Kein Massenmörder, der sie einen langsam, qualvollen Tod sterben lassen wollte. Ja, sie fasste langsam aber sicher wieder Vertrauen. Das war eben so ein großer Teil ihres Wesens, dass sie eigentlich in jedem das Gute sah und nie erdenken würde, dass ihr jemand etwas anhaben wollte. Doch war ihr die letzten Tage und Wochen einfach so sehr zu Kopf gestiegen. Dann noch das Bild, das ihr diese Fremde bot… Das hatte es eben zum Einsturz gebracht. Und trotzdem stimmte es, dass der erste Eindruck bleibend war. Konnte ja doch auch alles nur ein mieser Trick sein.
Halb drehte sie sich wieder um, als sie angesprochen wurde und sah erst in die Augen von Kaori, dann zu der Bürste, die in ihrer Hand lag und ohne auf eine Antwort zu warten zu ihrem Krempel geworfen wurde. Also antwortete sie mal etwas verspätet: „Ah… ja, Danke.“ Das war doch besser als nie, oder? Außerdem war es doch garantiert auch besser, als sich gegenseitig tot zu schweigen.
Wieder widmete sie sich dem Essen, das auch fertig wurde, sodass sie sie über dies in Kenntnis setzte und auf die Seite ging. Auf ihre Frage schüttelte sie den Kopf. Es war gruselig! Als hätte sie ihre Gedanken vorhin gelesen. Aber gut, dass so etwas ja immer nur in Filmen möglich war! – Ja, sie hatte keine Ahnung von der Fähigkeit ihrer eigenen ‚Schwester‘, die schon immer ihre Gedanken in Dauerschleife hören musste. Aber woher sollte sie das auch schon wissen, wenn man sie nie über irgendetwas aufklärte? Aber so konnte sie noch in ihrem kindlichen Glauben bleiben ♥
Verblüfft sah sie zu, wie sie eine Schüssel und einen Löffel bekam, während sie selbst einfach aus dem Topf aß – wer sagte ihr, dass nicht genau an dieser Schüssel nur Gift war? Aber gut, sie wollte mal nicht weiter misstrauisch sein, wo ihr Magen bei dem Geruch knurrte. Also nickte sie, setzte sich selbst wieder zu ihren Sachen auf den Boden und begann nach einem ‚Itadakimasu‘ selbst zu essen. Auch wenn der Anblick ein wenig belustigend war, wie die Fremde da versuchte den Rest mit einem zu großgeratenen Löffel zu kriegen. „Sag… was machst du eigentlich hier draußen?“, fragte sie zögernd nach einer Zeit des Schweigens und sah über den Rand der Schüssel hinweg zu ihr.
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Tanemura Kaori
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Fr 02 Sep 2011, 18:31

„Braves Mädchen“, sagte Kaori in einem gespielt mütterlichen Tonfall und lachte dann ein wenig. Wären ihre wunderschönen, langen Haare so ein Nest, wie bei der Landstreicherin, die sie da gerade aufgenommen hatte, würde sie jedem die Bürste aus der Hand reißen, sollte er auch noch so groß und stark aussehen. Okay, sie nahm es sowieso immer mit irgendwelchen Leuten auf, die prinzipiell größer waren als sie. Sie war halt ein Zwerg, was auch viele Leute oft dazu brachte, sie zu unterschätzen…, fataler Fehler eben. Für manche leider auch schon der letzte. Egal, ob sie ihren Atem ausgehaucht hatten, oder eben in einer Zelle tief in den Gefängnissen von Kirigakure oder Kumogakure gelandet waren.
„Ist ja keine Ursache“, antwortete Kaori trocken – und zwar ebenso mit einiger Verzögerungszeit. Sie wusste wahrscheinlich selbst nicht genau, warum sie das getan hatte, aber wahrscheinlich nur, um Yuna ein bisschen zu triezen. Sie war eben kein allzu sozialer und einfühlsamer Mensch, wie man auch an ihren wirklich tiefenphilosophischen und wenig hilfreichen Antwortsätzen von vorhin erkennen konnte. Unschwer, wohlgemerkt. Kaori verkörperte eben ihr Element, wenn sie nicht gerade wieder ihre soziale Phase hatte, weil ihr Herz ihr immer und immer wieder vordichtete: ‚ Behandele andere so, wie du auch behandelt werden willst!‘
Dafür war sie umso fröhlicher, als schließlich das Essen fertig war. Nach einem so harten Tag voller Training und Menschenaufgabelei hatte man sich ja schließlich auch etwas Warmes, Kräftigendes verdient, nicht? Zwar war es ein bisschen viel umständlich, aus dem Topf mit einer Kelle zu essen, aber wenn der Magen knurrte, konnte man sich das auch mal leisten. Das Gesicht konnte man sich ja später im Bach noch einmal waschen. Sie stellte den Topf samt Kelle kurz neben sich ab, als der Teekessel zu pfeifen begann, nahm ihn vom Feuer und hängte schließlich die Pfefferminzteebeutel hinein, ließ ihn schließlich ziehen. Nachdem dies geschafft war, kehrte sie allerdings wieder an ihren Platz zurück und schaufelte weiter auf diese peinliche Art und Weise das Abendessen in sich hinein.
Nur bei der Frage hob Kaori schließlich den Kopf und zuckte mit den Schultern.
„Jagen? Aber ich bin eine Kunoichi aus Kumogakure und momentan eine Woche beurlaubt, um meinen inneren Frieden in einem entspannenden sieben-Tage-Überlebenstraining zu finden“, antwortete sie schließlich in einem recht ironischen Tonfall, obwohl sie es wirklich ernst meinte. „Und du bist einfach nur vom Weg abgekommen, als du deine Geschwister oder das Weichei – pardon, ich meine deinen Geliebten – gesucht hast, nicht? Was hast du jetzt vor, wie willst du weiter vorgehen? Du musst mir nicht antworten, mir ist nur ein bisschen langweilig.“ Immerhin würde sie jetzt eigentlich schweigend und schnell das Abendessen auffuttern, ein paar Übungen machen und anschließend ins Bettchen gehen und sich nicht mit einer Fremden unterhalten.
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Fr 02 Sep 2011, 20:10

Verwirrt zog sie die Brauen zusammen bei dem Kommentar der Blauhaarigen. War ja glatt so, als würde sie sie verarschen wollen. Der… Tonfall. Bestimmt war es nicht beabsichtigt, sagte sie sich und ging ihrer Tätigkeit noch kurz nach.
Rühren, rühren, einfach rühren, rühren~ Summte da ein Stimmchen in ihrem Kopf, als sie sich an einen Film erinnerte. War zwar anderer Text, aber trotzdem passte es gerade, weshalb sich ein Grinsen auf ihren Lippen widerspiegelte.
Der Tee wurde nun auch aufgesetzt und sie freute sich doch schon auf diesen. Sie mochte Tee! Sie hatte auch mal gelernt ihn auf die altmodische Weise zu servieren.
Es überraschte sie kaum, als sie die Antwort hörte. Zumindest das, was das mit dem Ninjadasein anging. Sie hatte ja auch schon etwas beschworen. Normale Menschen konnten das nicht. „Und wie lange musst du noch überleben?“, fragte sie – was unbewusst mehr als zweideutig klingen musste. Überlebenstraining hatte sie nie freiwillig gemacht. Musste sie im Team und auch, wenn sie auf einer Mission wo anders hin musste. Im Freien übernachten. Gefallen hatte es ihr nicht so sehr, da sie den Komfort eines Bettes bevorzugte, doch jetzt würde sie das noch sehr oft machen müssen. Sie hatte dieses leben ja nun gewählt. „Das geht schon in Ordnung“, murmelte sie, als Kaori meinte, sie müsse darauf nicht antworten. Sie wollte ja auch irgendwo mit jemand reden. Reden war doch immer gut, heißt es. Reden trug schon etwas zur Selbsttherapie bei! „Ich wollte zum Feuertempel, wo sie verschwunden sind… doch hab ich nicht auf meinen Weg geachtet, als ich losging. Und ja… jetzt bin ich hier gelandet.“ Peinlich war die ganze Sache ja schon irgendwie. „Was ich nun noch machen werde? I-Ich weiß nicht… Wahrscheinlich noch mal versuchen dort hinzukommen. Ich muss mich einfach selbst davon überzeugen, was dort geschehen ist. Und dann… werde ich weitergucken. Jeder hinterlässt seine Spuren, wenn er noch durch die Gegend wandelt“, erklärte sie ihr schief lächelnd und aß wieder weiter. Immerhin wäre es unhöflich gewesen gleichzeitig zu essen und zu sprechen. Brachte man schon kleinen Kindern bei, dass man nicht mit vollem Munde aß!
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Fr 02 Sep 2011, 20:24

Kaori prustete einen Teil ihrer Reissuppe wieder aus, verschluckte sich, hustete ein paar Mal und lachte dann weiter, bis sie schließlich wieder zu sich fand. „Noch so ein paar Jahre, bis mich das Alter in die Knie zwingt!“, rief sie halb zu Tode amüsiert und ihre Schultern zuckten immer noch vor unterdrücktem Gekicher. Ein paar Mal ein- und ausatmen, dann hatte sie sich aber wieder vollends unter Kontrolle. Manchmal konnte man Dinge aber auch wirklich unvorteilhaft formulieren. „Aber hier draußen bin ich noch vier Tage. Also, heute abgezogen, ist ja auch schon fast vorbei.“ Nur noch vier Tage… Wenn sie zurückkehrte, in dieses wirklich beschauliche Kumogakure… dann hieß es wieder arbeiten. Für Shizou, den Raikagen. Sie hatte sich nie die Mühe gemacht, sich seinen Nachnamen zu merken, immerhin sprach sie ihn sowieso mit ‚Raikage-sama‘ an, wenn sie sich denn schon mal in sein Büro bemühte und somit den Gefahren aussetzte, die seine andauernde schlechte Laune eben mit sich brachte. Meistens holte sie sich ihre Missionen sowieso bei einer Sekretärin ab oder ging einfach nach einer kleinen Ankündigung auf die Jagd nach Nukenin. Sie freute sich nämlich immer wieder wie ein kleines Kind, wenn sie einen dingfest machen konnte. Ganz heimlich und in ihrem Inneren wünschte sie sich, dass Kenji, dieser dämliche Bastard, Nukenin wurde. Dann könnte sie ihn verfolgen und mal eben ganz ausversehen töten. Bei dem Gedanken wurde ihr wirklich warm ums Herz… Wenn sie allerdings an den anderen blonden Bastard dachte, der sogar schon Nukenin war, könnte sie irgendetwas Unschuldiges quälen. Ihr Blick fiel kurz auf Yuna, aber sie verscheuchte den Gedanken. Irgendwann fiel er ihr schon ins Netz und dann setzte es Prügel, sodass er nie wieder glücklich würde.
„Feuertempel, huh? Der ist doch von einem Erdbeben zerstört worden, soweit ich weiß. Deine Geschwister müssen hart im Nehmen sein. Aber naja, was die Spuren angeht…. Ich als Jägerin habe da ja schon ein bisschen Ahnung von, ne, also sei bitte nicht wütend, wenn ich dir sage, dass Spuren ein wenig schwer zu verfolgen sind, je mehr Zeit man vertrödelt – und der Tempel ist ja nun schon eine ganze Weile vernichtet…“ Sie ließ den Rest einfach mal offen, falls es überhaupt noch etwas offen zu lassen war.
Ein bisschen kratzte Kaori sich noch mit ihrer Kelle aus dem Topf, dann ließ sie das Ding scheppernd in den fast leeren Topf krachen und sich hintenüber auf den Rück fallen, um dort die Arme hinter dem Kopf zu verschränken und in den Himmel zu sehen. Sie konnte ja jetzt schlecht einfach pennen gehen, wenn sie so einen Gast hatte. Fragte sich immer noch, was sie mit ihr anfangen sollte…
„Mh, vielleicht solltest du deine Reise etwas besser planen… Willst du mich nach Kumogakure begleiten? Dann hättest du wenigstens eine Grundbasis, das dein Überleben sichert.“
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Sa 03 Sep 2011, 10:59

„A-Alles in Ordnung?“, fragte sie verblüfft, als sie halb an der Suppe verreckt wäre. War schon drauf und dran zu ihr zu laufen, aber sie beruhigte sich… mehr oder weniger. Sie lachte – wieso lachte diese Frau jetzt so plötzlich? A-Ach jetzt!... sie musste sich ja gerade wirklich unglücklich formuliert haben. Nun ja, sie fand es lustig, also ging es schon in Ordnung, das selbst sie wieder etwas grinsen musste. „Also bist du schon drei Tage hier draußen“, schlussfolgerte sie. Ganz verstehen tat sie es immer noch nicht, wie man sich in seinem Urlaub so etwas antat. Wäre doch viel schöner, wenn man ein Spa, oder irgendetwas besuchen würde! Hübscher Wellnessurlaub also. Den fände sie jetzt auch ganz nett, anstelle dass sie hier in der Wildnis hocken musste. Aber jetzt wusste sie auch in etwa, wo sie war. Also würde auch mal ihre Karte ihr weiterhelfen!
Yuna nickte langsam. „Ein knappes Monat, ja“, gab sie ihr da noch die genauere Information. Doch wo sollte sie sonst schon anfangen, wenn nicht da?
Den Rest der Suppe schlürfte sie noch wie ein anständiger Japaner aus der Schale und stellte schließlich alles neben sich ab. ‚Alles‘, eben Schale und Löffel.
„Nach Kumogakure?... Ich bin mir nicht ganz sicher…
“, murmelte sie. „Ein Zweitages Marsch war das, richtig?“, fragte sie nach. Zwei Tage hin… davor aber noch zwei Tage warten, bis sie überhaupt losgehen würden und und…. dann war sie noch weiter von ihrem Ziel entfernt! Wirklich anfreunden konnte sie sich ja nicht mit der Idee, aber es wäre wohl von Vorteil, würde sie noch ein paar Besorgungen erledigen… und so. Aber erst machte sie sich daran mal ihre Haare zu kämmen.
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BeitragThema: Re: Wälder am Fuße der Berge   Sa 03 Sep 2011, 11:14

„Natürlich“, grollte Kaori und fügte hinzu: „ich lasse mich nicht von einer Suppe töten, dazu braucht es schon mehr. War nur… lustig.“ War ja im Endeffekt auch so! Ziemlich unkomfortabel formuliert, ihrer Meinung nach, für einen Lacher aber immer gut zu gebrauchen. Vor allem in solch einer Grabesstimmung, in welcher sie sich beide gerade befanden. Yuna vollkommen am Boden zerstört, weil sie sich verlaufen hatte – Kaori vollkommen am Boden zerstört, weil sie es nicht fassen konnte, eine solche Landstreicherin aufgegabelt zu haben und nun auch noch durchzufüttern. Ihre Großmutter – nein, der ganze Clan! – würde nun ziemlich erstaunt darüber sein, wie hilfsbereit und gütig sie war, aber gleichzeitig auch angewidert von der Verschwendung von Zeit und Mitteln, die man möglicherweise zum Erhalt von nützlichen Genen brauchte. So nebenzweigig man als Tanemura nur sein konnte, so war sie, aber das Kekkei-Genkai hatte sich manifestiert, sodass sie immer noch gut und gerne ein paar nette Nachkommen in die Welt setzen könnte, die man dann ebenso wie versklavte Hündchen als Wachhunde für die wichtigeren Familienmitglieder einsetzen konnte. Ein Glück, dass sie sich von dieser Sippe losgemacht hatte.
„Jap. Fühle mich gleich ausgeglichener und habe jetzt schon weniger das Bedürfnis, Streit zu suchen“, antwortete sie in einem glücklichen Tonfall. Drei Tage Überlebenstraining und schon so viel besser fühlte sie sich! Ein herber Fortschritt. Trotz allem wollte sie so einigen, persistenten Menschen aus ihrer Vergangenheit gerne das Fell über die Ohren ziehen. Allen voran Kenji, der ihr ihre kleine Miu gestohlen und verdorben hatte.
„Mh… Deine Geschwister – waren sie Shinobi? Also… gute Shinobi? Auf Joniniveau überlebt man so einiges und lässt sich weder von Naturkatastrophen noch von sonst etwas runterziehen. Da kann kommen, was will.“ Jedenfalls schlussfolgerte sie das aus sich und Miu. Die Beiden hatten wirklich schon einiges auf Missionen erlebt und hatten es auch relativ unbeschadet überlebt. Einmal hatte sich Kaori zwei Finger der linken Hand gebrochen, eine Rippe und üble Schnittwunden gehabt, aber das war auch schon das Übelste gewesen, was ihr je zugestoßen war. Hyouton konnte man eben auch sehr gut zur Verteidigung von Leib und Wohl einsetzen, wenn man recht damit umgehen konnte.
„Hat’s geschmeckt?“, fragte Kaori noch, bevor sie Teekessel und einen Becher mit dem Fuß Richtung Yuna schob – keine Lust, aufzustehen, jetzt, wo sie schon so nett lag und in den dämmernden Himmel sehen konnte.
„Genau. Aber du kannst dich natürlich auch jetzt aus dem Staub machen. War nur ein Vorschlag gewesen, ein Angebot. Man kann Angebote schließlich immer abschlagen.“ Bei den Geräuschen, die Bürste und Haare des Konoha-Mädchens von sich gaben, lief es ihr eiskalt den Rücken runter. Knoten... ausgerissene Haare... waren ihr sicher.
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