Yorashi - Der Abendsturm


 
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 Straßen durch Kirigakure

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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Mo 13 Feb 2012, 20:35

cf: Kagebüro

Na schön jetzt war er vor der Tür des Kagebüros gelandet und er erfuhr den Grund so oder so nicht. Da konnte Yuudai noch so viel darüber rätseln und/oder grübeln. Aber immerhin, jetzt kannte er zumindest dankt der Unbekannten den Namen des Kerls, welcher sich ebenfalls im Raum befunden hatte. Marlboro...nein Marboroshi oder irgendwie so..., dachte er darüber nach, als er die Braunhaarige mit genervten Blick ansah und sie gleich beginnen würde ihr Moralreferat abzuhalten. Das zog seine Laune herunter. Der Jonin war sichtlich beleidigt, sie hatte ihn in seinen Augen grob angefasst und vor die Tür gesetzt. Wie einen Hund, der draußen bleiben musste, der nicht hinein, anstatt dessen aber auf sein Frauchen oder Herrchen warten musste. Fehlte nur noch eine Leine, um ihn an einem Blumentopf oder einen Stuhl anzubinden. Was hatte er denn schlimmes getan? Nicht wirklich viel. Er konnte ja nicht ahnen, dass der Mizukage eine Frau wurde oder etwas ähnliches. „Hat man dir denn kein Stück Höflichkeit oder gar Anstand eingetrichtert als du an der Akademie warst?!“, als er auch nur das Wort Akademie hörte, verzog sich seine Miene noch mehr, dieses Wort... es weckte in ihm alte Erinnerungen, der Hänselei, des Spottes und der Schande über seine Familie, er wollte dieses Kapitel ein für alle Mal aus seinem Kopf bannen, aber das schien hier ja nicht möglich. Er fühlte sich davon angegriffen. Wusste sie etwa, dass er überhaupt drei Mal durchgefallen war als Akademist? Vielleicht hätte er ja etwas gesagt, aber in solch einem Ton wollte er der Frau nicht zur Rede stehen, wollte kehrt machen, doch sie hatte eben erst angefangen. „Terumii Haruka. Herzlichen Glückwunsch: wegen dir hab ich diesen wichtigen Bericht verpasst also sag mir gefälligst wie du heißt...“, der erste Teil klang zumindest interessant, jetzt kannte er ihren Namen und das es sich um eine Berichtserstattung gehandelt hatte, in die er einfach so ‚dazu gestoßen‘ war, doch dass er sich ihr vorstellen sollte, sah er nicht ein. Mit einem Schulterzucken machte er eingeschnappt von ihr kehrt und lief mit verschränkten Armen den Gang hinaus. Wieso sollte er ihr überhaupt den Namen nennen? Das war nicht nötig. Haruka hatte Yuudai‘s Laune gerade tief in den Abgrund gezogen. Dann rief sie ihm noch etwas hinterher, doch das hatte er auf seinem Weg nach draußen schlicht und ergreifend überhört.

Und jetzt folgte sie ihm auch noch? War sie etwa sein Schoßhund, sein Anhängsel. Konnte sie ihn nicht in Ruhe lassen? Er hatte ja nichts Besseres zu tun, als eine Stalkerin zu haben. Zumindest war zwischen ihnen ein bis zwei Meter Abstand. Sie hatten bis jetzt kein einziges Wort miteinander gewechselt, seit sie ihn aus dem Büro geschmissen hatte. Hat die olle Kuh einen Grund mir zu folgen, oder ist das jetzt ihr neuer Lebensauftrag?, fragte er sich, als er seine Hänge hinter dem Kopf verschränkte und während des Schlenderns durch die Gegend schaute. Heute war mal wieder viel los auf den Straßen, aber eigentlich war das dem Schwertkämpfer mehr oder minder egal. Er musste seine Wut irgendwo ablassen, sollte er es an ihr tun? Nein. An anderen? Nein. Vielleicht Schokolade essen und den Lactosetod erleiden? Das wäre möglich. Schokolade hatte schon immer seine Laune erheitert, auch wenn er danach sich kaum rühren konnte. Zugegeben, er verschlang von dem braunen Gold jedes Mal Unmengen, so wie sein Eis heute. Wie aus dem nichts begann sein Magen laut zu knurren und rief dem Orangehaarigen in Erinnerung: 'Hey ich lebe noch, keine Sorge, aber fütter mich nicht schon wieder mit Milchprodukten!' Er fasste sich mit seinen Händen an den Bauch, wollte dieses unangenehme Gefühl unterdrücken und drehte sich zu Haruka um. Er hatte genug des Schweigens, auch wenn er noch immer beleidigt und sauer war. Er musterte die Terumii zum ersten Mal genauer, ehe sie zu ihm herantrat. Sie war eine zierliche Frau, fast schon filigran, zerbrechlich, hatte längeres braunes Haar, einen Pony und trug eine Brille. Und nicht zu vergessen: Sie war kleiner als Yuudai - war ja auch nicht allzu schwer. “Yuudai Otake...“, seufzte er schließlich und brach das minutenlange Schweigen. Es war unerträglich, besser als nie, wobei man sich so nicht unbedingt kennenlernen sollte. Seine Wut sank zumindest ab, das war ein gutes Zeichen, doch er musste aufpassen, vielleicht würde sie ihm schon wieder eine Moralpredigt halten. Diese Terumii schien unberechenbar zu sein. So sammelte er seine Worte und gestikulierte mit seinen Händen vor sich hin, bis er schließlich seinen Formulierung äußerte: “Du bist so klein. Und du siehst aus wie 15, was hast du dann im Kagebüro gemacht, ich meine... du siehst mir nicht nach Kunoichi aus... außerdem...“, er räusperte sich, “hast du etwas von einem Bericht erwähnt... um was ging‘s da? Aber dann müsstest du doch eine sein... hmm...“, fragte er, während seine Betonung beabsichtigt auf dem Wort 'Bericht' lag. Dies weckte den Inspektor Doktor Doktor Yuudai in ihm. Ging es da um die Geschlechtsumwandlung?
Zum zweiten Mal musterte er Haruka. Es war, als hätte er dieses Gesicht schon einmal gesehen. War dies möglich? Nun wenn sie nach seiner Schätzung 15 war, was man einer über 20 jährigen Frau nicht als Kompliment anrechnen durfte, so wäre dies kaum möglich bei dem hohen Altersunterschied, doch dass sich der Kenjutsuka mal wieder geirrt hatte, war ja natürlich vorhersehbar. Er war ein unmissverständlicher Trottel. Würde dieser Tag denn jemals ohne Eskarpaden enden? Wohl nicht. Sein Körper setzte sich nun in Bewegung und lief ein kurzes Stück voraus, doch dann fiel ihm noch eine Frage ein, die er ihr eigentlich noch stellen wollte und so drehte sich Yuudai zu ihr nach hinten: „Ist Tannentante eigentlich zu einer Frau geworden? Als ich das letzte Mal hier war, war der noch nen Kerl… komisch…“.
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Di 14 Feb 2012, 22:19

Kv: Büro

Nachdem ihr ungewollter ‚Begleiter‘ aus der Kageresidenz verschwunden war, hatte sie missmutig feststellen müssen, dass sie ja gar nicht wusste, wo sie diesen Schwertfreak Kenji hätte finden sollen und so war sie dem Orangehaarigen ohne Namen gefolgt. Immerhin hatte sie eh nichts Besseres zu tun und eventuell würde er sich ja doch noch vorstellen. Zumindest hatte sie darauf gehofft. Dummerweise wusste Haruka nicht genau, was sie zu ihm hätte sagen sollen und so hatte sich eine peinliche Lücke zwischen ihnen gebildet. Allerdings sollte sich der Andere ja auch nicht sofort verfolgt oder gar wichtig vorkommen. Zumal er ja eigentlich mit reden dran war, da sie noch immer keinen Namen vorliegen hatte.
Nach einer gefühlten Ewigkeit dummes hintereinander Herlaufens, war dann irgendwann ein Rumoren zu vernehmen, was wohl von dem Magen des Anderen ausging. Dabei entfuhr Haruka ein leises Kichern und sie hätte gerade anfangen wollen, ihm anzubieten, etwas mit ihm essen zu gehen, als er tatsächlich doch seinen Namen sagte...nachdem er sie beäugt hatte. Dies tat die Terumii jedoch gleichermaßen auch. Schließlich hatte Haruka bis eben kaum Zeit dafür gehabt. Natürlich waren ihr die orangenen Haare auch eben auf gefallen, aber Yuudais braune Augen konnte man erst jetzt richtig erkennen. Auch seine Statur zeugte von viel Training. Dafür wollte sie ihm gerade ein Kompliment machen, als er jedoch behauptete bzw. fragte, ob sie 15 sei, verzog sie ihr Gesicht unweigerlich zu einem schiefen Lächeln, welches keineswegs freundlich wirkte. „Gerade wollte ich so etwas sagen wie ‚Freut mich dich kennenzulernen‘...und dann kommt er mir so.“, murmelte sie mehr zu sich selbst. Das mit den 15-Jahren hätte sie ja noch verkraften können, immerhin wollte Haruka ab und an auch jünger wirken. Nicht unbedingt 13 Jahre, aber eben jünger. Das sie aber keine Kunoichi sein sollte, war eine Frechheit in sich und am liebsten hätte sie den Kerl nun auf den Mond geschossen. Hatte er doch direkt auf ihren Stolz abgezielt, getroffen und ihn wie ein ausgedientes Spielzeug in die Ecke geworfen. Das konnte sie nicht auf sich sitzen lassen! Immerhin war sie Oinin! Statt das Ganze aber wieder in Moralpredigten enden zu lassen, besann sich Haruka eines besseren und setzte ein zuckersüßes Lächeln auf.
„Nun...zunächst - mein wahres Alter liegt bei 28 Jahren. Du hast dich leider um ganze 13 vertan, mein Guter. Allerdings sehe ich das einfach mal als Kompliment an.“, meinte sie mit säuselnder Stimme, fügte aber in Gedanken folgendes hinzu: „Außerdem haben 15-Jährige nicht solche Brüste, du Idiot!“. Letzteres gab ihr die Genugtuung die sie brauchte, um mit ihrer guten Miene fortfahren zu können. „Was ich dort gemacht habe? Nun...dafür muss ich länger ausholen außerdem BIN ich eine Kunoichi“ Dies stimmte wohl auch. Dennoch verschwieg sie die Tatsache, dass sie Oinin war. Immerhin waren die Masken nicht umsonst Bestandteil ihrer Ausrüstung. Allerdings würde seine Neugierde wahrscheinlich eher dem Bericht gelten zumindest hoffte sie dies.
„Wie wärs wenn wir dir was zu essen beschaffen und ich dir währenddessen erzähle, warum ich dort gewesen bin?“, fragte sie und blickte nun wesentlich freundlicher in die braunen Augen. Bald fand auch ein erneutes Kichern Einzug in ihr Gespräch, da Yuudai Mei noch immer ‚Tannentante‘ nannte. Irgendwo passte diese Bezeichnung ja, obwohl er gleichermaßen ihre geliebte Schwester damit angriff. „Nun... ‚Tannentante‘ ist meine Schwester und hört normalerweise auf den Namen ‚Mei Terumii‘ außerdem ist sie seit kurzer Zeit Hachidaime Mizukage und somit Nachfolger des männlichen Shichidaime. Kurzgesagt meine Schwester hatte nie eine Geschlechtsumwandlung.“, kurz holte sie Luft, als sie geendet hatte, ehe sie ihren Gegenüber herausfordernd musterte, „Und du? Was wolltest du in der Residenz? Bist DU denn überhaupt ein Shinobi?!“. Während sie ihren letzten Satz sprach, stemmte sie ihre Hände in die Hüften und sah ihn noch immer interessiert bzw. herausfordernd an.

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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Do 16 Feb 2012, 20:47

„Nun...zunächst - mein wahres Alter liegt bei 28 Jahren. Du hast dich leider um ganze 13 vertan, mein Guter. Allerdings sehe ich das einfach mal als Kompliment an.“, kurz bevor sie ihm auf seine erste Frage antwortete, hatte Yuudai innerlich Panik geschoben, vielleicht hatte er sie ja beleidigt und müsse sich erneut einer Moralpredigt unterziehen oder sie würde ihn hauen, trotzdem lächelte er nach ihrer unerwartet freundlichen Antwort etwas schief, er hatte sich um glatte 13 Jahre vertan. "Was für ein Pech aber auch... ich bin nicht gut im Raten...", stieß er seufzend aus, lies dabei den Kopf hängen, er fühlte sich wie ein kleines Kind, welches gerade den Lolli aus Versehen in den Dreck geworfen hatte. Fehlte nur noch eine Regenwolke über seinem Haupt, die das Pech wohl perfekt machen würde. Doch dieser Zustand änderte sich schnell, als ihm etwas auffiel. Ist es möglich... nein... das kann nicht sein, schaute dann auf seine Finger und begann auf ihnen abzuzählen. Sie war 28 und er 27. Einen kurzen Augenblick schaute Yuudai Haruka total erschrocken an, danach zeigte sich ein leichtes Lächeln. Wenn das stimmte, konnte sie in seiner Klasse gewesen sein. In einer seiner Klassen, die er mal wiederholt hatte. Vielleicht war auch das der Grund, weshalb dem Otake das Gesicht von Haruka so bekannt vor kam. Er durchforstete in seinen Erinnerungen nach einem Gesicht, welches zu dieser Frau vor 13 Jahren passte, aber durch sein so schlechtes Gedächtnis scheiterte er kläglich.
„Was ich dort gemacht habe? Nun...dafür muss ich länger ausholen außerdem BIN ich eine Kunoichi“. Sein Verdacht hatte sich also fast von alleine bestätigt, sie konnte nicht sie MUSSTE in seiner Klasse gewesen sein. Ab diesem Zeitpunkt an wurde er leicht blass, schaute lieber den vorbeilaufenden Passanten nach, als der Terumii auch nur eine Sekunde in die Augen schauen zu müssen. Es war beschämend. Das darf doch wohl nicht wahr sein..., am liebsten hätte er sich die Hand vor's Gesicht gehalten und geschwiegen. Aber komischerweise kam sie ja von selbst noch nicht drauf, das er derjenige war, der 3 Mal durch die Geninprüfung gerasselt war. Trotzdem lenkte sie schlagartig sein Interesse mit nur einem Wort: 'Essen'. Der Otake dachte erst, er habe sich verhört und schaute sie leicht verwirrt an: "Ha? Was hast du gesagt?... Achso essen...essen...", wiederholte er vor seinem Mund und grinste breit. Wenn er auch nur daran dachte, bekam er Hunger. Ihm lief schon fast das Wasser im Mund zusammen, seine Augen funkelten. "Meinst du das auch ernst?", vergewisserte sich der fast schon euphorisch Kenjutsuka, denn man lud ihn nie zum Essen ein und wenn, dann nie wieder. Sie konnte ja nicht wissen, dass Yuudai wirklich viel aß, und damit war so viel wie vier Personen gemeint. Sie würde es bestimmt noch bereuen. Da war ihm sogar der Bericht völlig egal, da zählte nur das Reinstopfen an Essen.
Der Orangeharrige wusste nun, was mit dem letzten 'Hassmizukagen' passiert war und konnte es sich nicht verkneifen loszulachen. Zugegeben eigentlich sollte man das als Shinobi nie tun, aber das gefiel ihm, der Fakt dass Mei und Haruka, Korrektur Tannentante und Haruka Schwestern waren, überraschte ihn sichtlich. Er kommentierte das mit den erfreuten Worten: "Tannentante bleibt Tannentante ihr seht euch ja doch ein wenig ähnlich, nur, dass du nicht wie ne Tanne aussiehst.". Dennoch hatte er auch hier mit seiner Theorie falsch gelegen. Keine Geschlechtsumwandlung. Zumindest konnte er seinem Tratschtanntenclan erzählen, wer Tannentante war. Damit hatte Haruka seine Ehre gerettet, aber wahrscheinlich wussten die Damen eh schon, um wen es sich da handelte. "Trotzdem hab ich Dich und deine Schwester glaube ich noch nie gesehen", äußerte er nach kurzer Überlegung. Das war für ihn ein eigenartiger Fakt. Dann kam eine Handlung der Oinin, die Yuudai eigenartig fand: Sie holte Luft und sprach: „Und du? Was wolltest du in der Residenz? Bist DU denn überhaupt ein Shinobi?!“ Sie stemmte ihre Hände auch noch lächerlich in die Hüften, sodass sich der Kirinin mit seinem Lachen zurückhalten musste und er tat es ihr gleich. Er stemmte genauso wie Haruka die Hände in die Hüften und blickte auf sie mit ernstem Blick herab. Dabei drückte er ihr kurz seinen Zeigefinger auf die Nase. Während er seinen Finger wegzog, da er Angst hatte, gleich geschlagen, oder ihn abgebissen zu bekommen, musste er einen Moment lang herzhaft auflachen. Als er sich beruhigt hatte, drehte er sich mit dem Rücken zu ihr hin und präsentierte ihr voller Stolz sein Schwert Yukai. "Ich glaube nicht, dass das ein Zivillist mit sich herumschleppen würde..." und plötzlich sah er unter den Füßen der Menschenmenge eine Katze. Eine hübsche Katze. Die musste Yuudai natürlich sofort streicheln, oder ihr zumindest hinterherjagen. Da war er ganz das kleine Kind. Er setzte sich in Bewegung und rannte dem weißen Kätzchen hinterher. Es wollte nicht unbedingt stehenbleiben, viel eher lief es vor ihm weg.
Kurze Zeit später kam der Jonin wieder zu Haruka zurück, doch er hatte ein Geschenk erhalten. Eine rote Backe, samt Katzenkratzern. Am liebsten hätte er diese einfach nur mit seiner Hand zugedeckt und wäre so durch Kirigakure gewatschelt, aber es brannte so fürchterlich, wenn er dann auch noch mit dem Finger darüberstrich. Schmollend schaute er die Braunhaarige an und sagte: "Wehe du lachst...". Es klang leicht drohend, aber wie konnte man eine Drohung eines großen orangehaarigen Riesenbabys ernst nehmen?
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Fr 17 Feb 2012, 16:23

Blinzelnd beobachtete Haruka die Reaktion ihres Gegenübers auf die Tatsache hin, dass sie eine Kunoichi war. Hatte ihn das nun so geschockt? Prüfend sah sie an sich runter, ob irgendwas mit ihrem Outfit nicht stimmte. Vielleicht schloss man ja deswegen auf eine andere Karriere und da fiel ihr auf, dass sie ja noch immer zivil rum lief. Dies ließ sie plötzlich ihre Schwerter vermissen, welche sie auch im Zivilstadium mit sich führte - eigentlich. Allerdings waren heute Morgen bei der wichtigen Besprechung keine Waffen oder ähnliches erlaubt gewesen, weshalb sie sie zuhause gelassen hatte. Das Ganze hatte nun zur Folge, dass sich die Oinin etwas...unvollständig fühlte. Ja, ihre Klingen waren für sie etwas unverzichtbares, etwas was sie hegte und pflegte. „Hm...so kann ich schlecht zu diesem Kazama gehen. Ich denke, ich muss nachher nochmal bei mir zuhause vorbei, aber das hat Zeit.“, meinte sie lächelnd mehr zu selbst als zu yuudai, wobei sie ihre Schwerter wohl jetzt gern schon geholt hätte. Jedoch hatte sie den Kerl vor sich ja zum Essen eingeladen und das würde sie sicher auch nicht so schnell zurück nehmen. Immerhin konnte die Braunhaarige so etwas mehr über den Otake erfahren und vielleicht auch einige interessante Dinge lernen. Schließlich unterhielt sich Haruka gern mit ihren Mitmenschen und dieser hier wirkte irgendwo ja ganz nett. Außerdem hatte sie - außer diesen Schwertfreak von Kazama zu finden - nichts Besseres zu tun. Also zuckte Haruka gelassen mit den Schultern und lächelte in die braunen Augen. „Natürlich meine ich das ernst. Ich hab Hunger - du hast Hunger. Also lass uns was essen gehen, oder nicht?“, dass sie danach um einiges ärmer sein würde, wusste die Terumii noch nicht, aber wie auch? Immerhin kannte sie den Mann noch nicht lange und das er bei ihr in der Klasse gewesen war; nun...das mochte vielleicht sein, aber das war 20 Jahre her. Wie sollte sie sich da überhaupt noch genau an den Orangehaarigen erinnern?
Gerade wollte Haruka weiter gehen und mit ihm in eine Lokalität abdriften, als ihr Gegenüber anfing zu lachen, was sie wiederum etwas verdutzt gucken ließ. Was hatte er denn nun? Eigentlich wollte sie fragen, ob sie etwas so lustiges von sich gegeben hatte. Konnte sie ja nicht ahnen, dass er wegen diesem, wirklich fragwürdigen Mizukage so erheitert war, welcher mittlerweile schließlich keiner mehr war. „U...uhm?“, fing sie an, ehe der Andere wieder anfing zu sprechen. Seine Worte riefen der Oinin wieder ihr altbekanntes Lächeln ins Gesicht. Ja, einige waren wirklich davon überzeugt, dass sie und ihre Schwester sich stark ähnelten. Andere wiederum behaupteten, dass sie vollkommen verschieden von einander waren. Was nun stimmte, wusste Haruka selbst meist auch nicht so recht und so hatte sie eigentlich nie wirklich groß darüber nachgedacht. „Wir haben eigentlich lediglich die gleiche Haarfarbe.“, stellte sie fest und blinzelte ihr Gegenüber an, als dieser ihr den Finger gegen die Nase stupste, „H..huh?“ Ihre blauen Augen lagen auf dem Finger, welcher noch immer auf ihrer Nase ruhte und unweigerlich schielte sie somit, was das Ganze ziemlich süß aussehen ließ. Allerdings hielt das Spektakel nicht lange an und so guckte sie Yuudai kurzerhand wieder an. Nicht in dem Wissen für was diese seltsame Geste nun war. Doch das war jetzt egal! Der Orangehaarige drehte sich unweigerlich um und präsentierte ihr somit seine Waffe...- ein Schwert. Ja, ein wundervolles Werkzeug prangte da auf seinem Rücken. Dies erheiterte Harukas Miene wieder und wie ein Kind, welches sich zu Heiligabend auf seine Geschenke freute, blickte sie das metallische Ding nun an. Es war ihr zuvor gar nicht wirklich aufgefallen. Warum eigentlich? Vielleicht war sie einfach zu sehr in ihren Gedanken verloren gewesen, als das sie dieses Kunstwerk hätte bemerken können. „Wow! Wie konnte ich es nur übersehen?!“, meinte sie und begutachtete seine Waffe etwas länger, „Wo hast du...“ Weiter kam Haruka nicht mehr, weil ihr Gesprächspartner wieder wie von der Tarantel gestochen in den Menschenmengen verschwand. Mit erhobenem Finger, welcher eigentlich das Schwert hatte anfassen wollen, stand sie nun da und blickte perplex, wie bestellt und nicht abgeholt, in die Menschenmassen. „W...was zur?!“, entkam es ihr leise. Hatte sie nun was Falsches gesagt? Oder hatte er keine Lust mehr, sich mit ihr zu unterhalten? Etwas traurig über die plötzliche Stille, sah sie sich noch einmal um. Als sie feststellte, dass sie nun wirklich allein war, seufzte sie und überlegte, was sie nun tun sollte. Hunger hatte sie schließlich immer noch, aber so ganz allein in ein Lokal zu gehen, war auch doof. Also musste eine Begleitung her!
Gedacht, getan...oder so. Sie hatte sich also ein wenig von den Menschenmassen entfernt, sich in den Finger gebissen und Fingerzeichen geformt, ehe in einer weißen Wolke und mit einem ‚Puff‘, eine ihrer flauschigen Katzen vor ihr saß. Tora in ihrer Miniform um genau zu sein. „Nyaaaaaan~ Haruka!“, entkam es dem weißen Fellknäul, welches die menschliche Sprache beherrschte, „Was gibt’s?“ Ohne zu antworten, hob die Braunhaarige ihr Kuchiyosevieh auf den Arm und verschwand wieder auf die Hauptstraße, wo nach wenigen Sekunden Yuudai wieder angeheizt kam - verletzt. Als Haruka verdutzt seine Wange begutachtete, hörte sie noch seinen Kommentar und musste unweigerlich leise kichern. „T..tut mir leid. Was hast du gemacht bzw. wo warst du?“, fragte sie und das weiße Katzenvieh auf ihrem Arm gab nur ein weiteres „Nyaaaan~“ von sich. „Oh...ähm das ist Tora.“, sie deutete mit einem Nicken auf das knopfäugige Vieh, „magst du nun was essen?“



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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   So 08 Apr 2012, 10:15

cf Friedhof

Kenji betrat die Straßen dicht gefolgt von Haruka. Er wurde also vielleicht befördert werden. Oder aber sie wegen seiner gescheiterten Mission nie bekommen. Groß Gedanken darüber machen brachte aber nichts als ging er einfach voraus. Da er aber in seinen Augen lange genug als traurige Gestalt durch die Welt lief also lies er sein Grinsen bestehen und verschränkte seine Arme hinter den Kopf während er durch die Straßen ging. Da es ihn aber doch zu Still wurde suchte er ein Thema welches er auch schnell fand. "Die neue Mizukage? Wer ist es? Sensei Tori oder doch jemand anderes?" Wollte er nun wissen auch wenn er irgendwie hoffte das Tori es ist. Dann hätte er schon die zweite Sensei, die Mizukage war. Machte sich doch ganz gut auf einen Lebenslauf. Mittlerweile war aber auch Saitou aufgetaucht und wanderte hinter den beiden her. Wobei natürlich nur Kenji ihn sehen konnte. Saitou jedenfalls war voll und ganz beschäftigt das Hinterteil von Haruka in Augenschein zu nehmen. "Sie ist heiß. Wenn du es nicht versuchst werde ich es bei ihr auf jedenfall tun." Meinte was Kenji aber ignorierte.
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Mo 09 Apr 2012, 00:07

Kv: Friedhof von Kirigakure

Irgendwann hatte sie zu dem Kazama aufgeschlossen und war noch immer ein wenig verwirrt über die Tatsache, dass er das mit der Beerdigung so gut wegsteckte. Er schien ja wirklich ein Stehaufmännchen zu sein, wenn man seine ausgelassene Miene nun betrachtete. Eine ziemliche Seltenheit wie sie fand und so kicherte sie leise, angesichts seines Grinsens, was jedoch ein wenig eingedämmt wurde, als Kenji sie nach der neuen Mizukage fragte. Immerhin musste Haruka nun überlegen, wie sie das am Besten in Worte fasste. Sollte sie einfach mit der Tür ins Haus fallen? Aber dann wäre das interessante Überraschungsmoment weg. Andererseits: wer wusste schon, wie gut Kenji momentan auf „Überraschungen“ zu sprechen war, also entschied sie ihm von ihrer Schwester zu erzählen.
„Tori-sama wurde durchaus für den Posten vorgeschlagen. Aber als sie vorm Ältestenrat eine Entscheidung fällen sollte, hat sie schlichtweg abgelehnt und hingegen meine ältere Schwester vorgeschlagen. Mei, sollte dir der Name was sagen. War auch ein Oinin.“, interessiert betrachtete sie den Jüngeren, ehe sie weiter sprach, „Und das Erste was unsere Vorgesetzte hervorbrachte, war zu schauen, ob man dich nicht befördern sollte und als baldigen, vollwertigen Oinin auf Kirigakure loslassen sollte. Den Rest kennst du ja.“ In ihrer Stimme klang ein wenig Belustigung mit, da sie eigentlich derselben Auffassung gewesen war. Zumindest in Betracht des Mizukage und Tori. Bis vor wenigen Tagen gab es für Haruka eigentlich keinen anderen besseren Kandidaten. „Aber keine Sorge; wir kriegen deine Beförderung schon durch.“, kurz zwinkerte sie Kenji zu, nicht in dem Wissen das gerade ihr Hinterteil von einem Geist ins Visier genommen wurde.

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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Mo 09 Apr 2012, 13:55

Relativ unbekümmert ging Kenji weiter den Weg den er nur zu gut kannte. Dabei hörte er Haruka aber relativ gut zu. Es war also nicht Tori. Weil sie abgelehnt hatte. Irgendwie fragte Kenji sich warum sie das getan hatte. Er wurde jedenfalls bei Gelegenheit nachfragen. Dann war also diese Mei die neue Mizukage und auch noch die Schwester von dieser Haruka. Kenji müsste lügen zu behaupten das er weiß was diese so können, aber Interessieren wurde es ihn schon. Vielleicht konnte er ja mal ein Trainingskampf gegen Haruka machen, die immerhin bereits eine Oinin ist. Einfach nur um zu sehen wie weit er schon ist im vergleich zu anderen. Das Tori sofort ihn vorschlug verwunderte ihn aber auch. Immerhin war er bei der Mission keine Hilfe. Vielleicht war es ja, die Tatsache, dass er nicht wollte, dass sie ihren Kopf hinhält, der Grund warum er das nicht wollte war aber immer noch der selbe. Auch wenn er sich damit die Beförderung verspielen wurde. Eins wurde der junge Shinobi nicht tun und das war seine Grundsätze zu verraten. "Da bin ich mir noch nicht ganz so sicher. Natürlich wurde ich mich freuen, aber es gibt dennoch Dinge die ich klären muss bevor ich so eine Annehmen könnte", antwortete Kenji nun grinsend bevor er auch schon das Gebäude erreichte. Von dort war es nur ein Katzensprung bis zum Büro der Mizukage.

Tbc Büro der Mizukage
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Mo 09 Apr 2012, 19:16

Als er antwortete wurde ihre Miene ein wenig nachdenklicher. Was wollte er ihr damit genau sagen bzw. was hatte er noch zu klären? Ein wenig argwöhnisch legte sie den Kopf schief, ehe sie die Hände in ihre dunkelblauen Hosentaschen verfrachtete und den Boden vor sich anstarrte. „Ist das so?“, ihre Stimme klang ein wenig verträumt allerdings sagte Haruka anschließend nichts mehr. Es war auch absolut nicht nötig immerhin waren sie fast an ihrem Ziel angelangt. Dennoch hätte sie den Kazama gern gefragt, was er noch zu erledigen hatte bzw. in wie weit er tatsächlich ablehnen sollte, würde er eine Beförderung angeboten bekommen. Gleichermaßen war die Braunhaarige auch in diesem Punkt ein wenig beeindruckt, wenn nicht gar überrascht über den jungen Mann. Wenige Leute zeigten die Einsicht, dass sie eventuell nicht für so etwas bereit waren. Andererseits: warum sollte Kenji nicht bereit sein, wenn selbst Tori davon überzeugt war, dass er Oinin werden sollte? Wobei...vielleicht war er auch einfach nur nervös. Wenn sie sich recht erinnerte, war sie auch ziemlich aufgeregt, als sie ihre Lehre beendet hatte und offiziell als vollwertig galt. Auf der anderen Seite, sah ihr Begleiter absolut nicht gestresst oder gar nervös aus...viel mehr schien er das tatsächlich ernst zu nehmen...seltsam, aber es lohnte sich eh nicht wirklich groß darüber nachzudenken. Haruka würde sicher bald erfahren, was Kenji genau gemeint hatte außerdem hatten sie ihr Ziel nun erreicht.

Ow: Mizukageresidenz: Büro

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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Mi 11 Apr 2012, 16:03

CF: Friedhof

Shiki beherrschte sich ihn nicht auszulachen. Wie immer eigentlich, wenn etwas richtig lustig kam. Er durfte sich einfach nie gehen lassen, was Emotionen anging. Deshalb nickte er nur. Blöd gelaufen, konnte man nur sagen. Er für seinen Teil wäre weggesprungen, oder hätte sich mit Knochen gerettet. War auch so eine Sache, die sämtliche Leute unglaublich interessant, gleichzeitig aber absolut eklig bis widerwertig fanden. Er war gespannt, was er noch dazu sagen würde, wenn das rauskam. Würde er den Knochen genauso ausgiebig anstarren, wie seine Augen? Bestimmt. Musste er auch, wenn er ein Schwert für ihn machen wollte.
„Für dieses Gespräch schon“, hielt er dagegen. Außer er war ein Mamasöhnchen, das nicht alleine seine Geschäfte abwickeln konnte. Wäre gut möglich bei der verzogenen Jugend von heute. So verließen sie sogar gemeinsam den Friedhof und gingen die einsame, nebelüberdeckte Straße entlang. Wenigstens etwas, was man seiner Meinung nach richtig gemacht hatte: Der Friedhof, die Ruhestätte Verstorbener, lag nicht Mitten in der Stadt. „Wie lange brauchst du für gewöhnlich?“, fragte er nach einigen Metern des Schweigens. Die Stadt wurde in der Ferne schemenhaft sichtbar. Der Nebel hatte schon immer etwas unheimliches, mystisches an sich.
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Mi 11 Apr 2012, 16:19

CF: Friedhof.

Wie angenommen hatte niemand gemerkt, dass er den Friedhof verlassen hatte, aber großartig enttäuscht war Ren darüber nicht. Eigentlich empfand er gar nichts, außer der puren Gleichgültigkeit, die sich bereits tief in seinen Verstand gefressen hatte und dort auch nie mehr verschwinden würde. Sie war nun Teil seines nicht gerade üppigen Charakters, zusammengeschustert aus Obsession und überwiegend ziemlich ausgeprägter Faulheit. Das große Eisentor des Friedhofs war ein Opfer von Korrosion geworden, größtenteils rostfarbend, kaum noch schwarz, wie ursprünglich. In einer so nebeligen Gegend wie Kirigakure, in der man kaum den Sternenhimmel sah, weil immer dicke, graue Wolken die Sicht verdeckten, war es unheimlich dumm, nicht dafür zu Sorgen, dass eine Passivschicht ausgebildet wurde…, so verloren selbst die eindrucksvollsten Stahl- und Eisenwerke mit der Zeit ihre Schönheit. Für ihn ein schwerer Schlag. Er sah alles aus den Augen eines Künstlers. Das Tor allerdings…, es war wenig interessant, ein geringer Verlust. Die Toten würde es nicht stören, ob das Tor zu ihrer Ruhestätte unvergleichlich hässlich war, oder eben nicht. „Na dann.“ Ren verweigerte sich, was die Tatsache anging, dass er dem Fremden eigentlich hätte zustimmen müssen. Dem Kerl, triefend vor Arroganz und fehlender Fröhlichkeit im Leben, gönnte er das nicht. Umgekehrt war es wohl nicht anders.
Der Weg führte weiter und er langweilte sich furchtbar, weil er keine Beschäftigung fand. Normalerweise, wenn er irgendwohin ging, ließ er sich Zeit und konnte die Seele baumeln lassen, er konnte vor sich her trotten und darauf warten, dass ihn Inspiration überkam. Jetzt fühlte er sich unnötig gehetzt und noch dazu wusste er nicht, wo der Mann überhaupt hinwollte. Hatte er eigentlich einen Namen? Wenn nicht, dann wäre ihm das auch egal. Und verwunderlich wäre es auch nicht. Würde sein Kind mit verschiedenen Augen auf die Welt kommen, würde er es höchsten Dämon nennen, aber ihm doch keinen vernünftigen, menschlichen Namen geben.
Dann… fing der Kerl ein Gespräch an. Eigenartig nach der Zeit des Schweigens, in welcher die meisten Geräusche vom Nebel geschluckt wurden und die Stille in den Ohren wehtat. „Kommt drauf an, was du willst. Ein einfaches Übungsschwert könnte ich in zehn Stunden fertig bekommen. Wenn du was für dein Geld haben willst, musst du dich einige Wochen gedulden. Ähnliches Prinzip wie bei einem Baum. Gute Dinge brauchen ihre Zeit, um ihre volle Pracht zu entfalten.“ Und während der Kerl unheimlich philosophische, poetische oder dichterisch verflochtene Gedanken hatte, wie man dem ernsten Gesichtsausdruck entnehmen konnte – vielleicht plante er auch nur Ren Mord – dachte er selbst an sein Mittagessen. Sollte er sich zuhause etwas Schönes machen? Aber nein…, dann tat er sich noch weh.
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Mi 11 Apr 2012, 17:11

Und wieder verfielen die Beiden in ausdauerndes Schweigen. Dieser Kazama war wirklich eine komische Person. Normalerweise achten sie immer mehr auf ihre Etikette. Zumindest die, mit denen er bisher zu tun gehabt hatte und die konnte man an einer Hand schon nicht mehr abzählen. War einfach eine riesen Sippschaft. Außerdem sahen sie fast alle gleich aus. Gab es bestimmt selbst heute noch Inzest. Aber was sollte er schon groß reden bei den Verwandten, die er gehabt haben mussten? Durch und durch verworren. Es würde ihn nicht wundern, wenn seine Eltern sogar Geschwister gewesen wären. Wäre dort gar nicht so unüblich gewesen. Nur er war unüblich in diesem Clan. Wollte schon damals nicht so gern die armen Häschen töten.
Wieder einmal begann Shiki mit einem Gespräch. Oho, er konnte ja doch viel sprechen. Abrupt blieb der junge Herr stehen. Hörte einfach so in seiner Bewegung auf, bis eine neue ins Spiel kam. Arm ausstrecken, Chakra konzentrieren. Wusch. Ein Knochen schoss ihm aus der Hand, fiel beinahe zu Boden, bevor er ihn eben doch noch festhielt. Ähnelte von der Form her einem Schwert. Eben das, was er haben wollte. Nur ein richtiges. Er besah sich sein Kunstwerk, befand es als zufriedenstellend und blickte Ren an. Konnte man natürlich auch falsch verstehen.
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Mi 11 Apr 2012, 17:48

Ab und an warf Ren einen Blick aus dem Augenwinkel herüber, den er sehr wohl hinter den Strähnen seines hellen Ponys verstecken konnte, wo er doch eh ein wenig mit gesenktem Kopf ging, um den Boden vor sich im Auge zu behalten. Nein, er hatte keine Angst, es könne sich plötzliche eine Schlucht vor ihm auftun, oder dass ihn unvermittelt ein riesiges… nun, vielleicht ein riesiges Insekt ansprang. Viel eher wollte er Steinen und Stöckchen aus dem Weg gehen, die ihm ganz sicher die Balance nehmen wollten. Er fand es selbst erstaunlich, aber während er in einem Schwertkampf gegen solche Phänomene fast immun war, so stolperte er doch erstaunlich oft, egal, wie klein der Kiesel auch war, der sich ihm wagemutig in den Weg stellte. Es hatte seine Eltern in seiner Kindheit oft zur Verzweiflung gebracht, als er noch nicht gut genug war, um sich mit den Armen abzufangen, sondern stattdessen das Gesicht zum Abbremsen des Schwungs zu Nutzen machte. Der Nebel machte es ihm heute erstaunlich schwer. Durch die dicke, wabernde, milchig-weiße Schicht konnte er nichts erkennen, was nicht mindestens zwei Fuß hoch war und dementsprechend mit der Spitze hinauslugte. Ren sah es kommen, die unteren Hosenbeine würden später ganz sicher klamm vor feuchter Kälte sein und er würde sich über eine warme Dusche ganz sicher freuen.
Oho, nachdem so viele Gedanken in so viele verschiedene, uninteressante Richtungen ausgekeilt waren, kam es doch tatsächlich zu dem unwahrscheinlichen Fall, dass der Fremde etwas sagte. Wo wollten sie nochmal hin? Er hatte es vergessen, wenn der Andere doch nur etwas von ihrem Ziel gesagt hätte. Bisher waren sie einfach nur die Straße vom Friedhof in Richtung Stadt entlang gelaufen. Eine bestimmte Richtung war noch nicht eingeschlagen worden.
Nachdem Ren sich darüber ausgelassen hatte, dass gut Ding Weile haben wollte und vor allem er, als Künstler, seinen Zeitspielraum brauchte – auch, wenn er das eher gedacht hatte – wurde er doch glatt ein wenig überrascht. Hätte er es nicht anders gewusst, wo doch niemand Anderes zu sehen war, hätte er angenommen, der Kunde würde an einem wohlbekannten Flashmob namens „Freeze“ mitmachen. Da aber keine müde Menschenseele in der Nähe war, schloss er dies auch. Somit fiel auch die Tanemura-Theorie aus dem Repertoire an möglichen Erklärungen, warum der Mann einfach stehen geblieben war, ohne eine weitere Bewegung zu tun. Oh! Da bewegte er sich ja wieder. Verwundert hob er eine Augenbraue und besah sich das Etwas, was da gerade aus der Hand des Fremden geschossen war. Weiß. Lang. Hatte die ungefähre, wenn auch sehr laienhaft angedeutete Form eines Schwertes – und, nun ja, es war direkt aus der Hand des Kerls gekommen. Wie zum Teufel war das möglich?
„Hat das nicht wehgetan? Was ist mit deiner Haut?“ War ja nicht schwer, zu erkennen, dass das wohl ein Knochen war. Jedenfalls konnte Ren sich nicht vorstellen, dass etwas Anderes aus der Hand eines Menschen schießen konnte, was derartige Eigenschaften hatte.
„So ein Schwert willst du also?“, fragte er kurz danach, weil er das Interesse an dem ungewöhnlichen … war es ein Kekkei-Genkai, oder wie diese neunmalklugen Shinobi es nannten?... Etwas bereits verloren hatte. „Das dauert nicht lang. Es wird am längsten dauern, es widerstandsfähig und nachhaltig anzufertigen. Die Form erinnert mich ein wenig an die Zeichnungen, die meine kleine Cousine vor ein paar Jahren angefertigt hat.“ Was nicht unbedingt für die Form sprach. Einfallslos. Keinesfalls beeindruckend. Für einen Mann mit solchen Augen sollte er sich etwas Schöneres einfallen lassen, befand Ren. So etwas wie das Knochenschwert passte zwar gut, wirkte grotesk, wie der ganze Kerl, aber ein so einfaches Schwert war nicht gut.
Er hatte die Planung des Mittagessens bereits verworfen und dachte nun lieber darüber nach, wie er die Klinge gestalten sollte.
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Mi 11 Apr 2012, 18:47

Selbst, wenn Shiki es nicht sehen konnte, war er sich zu achtzig Prozent sicher, dass der kleine Kerl – er wusste ja immer noch nicht seinen Namen und interessieren tat er ihn ehrlich gesagt auch nicht so wirklich – ständig zu ihm rüber lugte. Als Jonin, und vor allem als verhasster Mensch, spürte man solche Dinge ganz einfach, wenn man beobachtet wurde. Also drehte er auch ganz unverwandt seinen Kopf eine Weile in seine Richtung, um ihn ansehen zu können. Sollte er nur wissen, dass er es wusste! Sie waren schließlich nicht im Kindergarten, wo das beste Versteck hinter einer Zeitung mit Schnauzbart war.
Kurzzeitig unterhielten sie sich wieder, bis es für Shiki zur eigentlichen Sache des Gesprächs kam. Jetzt würde sich nämlich herausstellen, ob er den Auftrag wirklich annahm, oder ebenfalls absprang, wie sein Vater damals. Er ließ einen Knochen wachsen in der Form eines einfachen Schwertes. Zwar verwunderte es ihn, aber störte ihn trotzdem nicht weiter, dass sein Gegenüber mal ausnahmsweise keine Angst davor hatte. „Nicht mehr“, antwortete er ihm ausnahmsweise wahrheitsgemäß und nahm das Ding in die andere Hand, um die vorige in seine Richtung auszustrecken. Keine offene, klaffende Wunde, kein Blut, nicht mal eine Narbe. Somit war die Frage mit seiner Haut ebenfalls geklärt. Mehr oder weniger.
„Nein“,
machte er auch die nächste Frage gleich wieder zunichte und kam die paar Schritte zu ihm rüber. Runzelte die Stirn, weil er mit dem Gespräch nicht groß etwas anfangen konnte. „Die Zeichnungen deiner Cousine sind mir egal.“ Er reichte es ihm mit dem Griff voran. „Ich möchte, dass du mir ein Schwert machst, das so etwas standhält. Nein… etwas, das es durchschneiden kann.“ Schließlich war das kein normaler Knochen, der so einfach berstete. Er hatte ihn für diesen Auftrag sogar härter, als seinen normalen Kampfstandard gemacht. „Wie du dieses gestaltest ist mir ziemlich egal. Da hast du so viel Freiheit, wie du möchtest, solange es seinen Soll erfüllt."
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Mi 11 Apr 2012, 19:53

Der Typ sah herüber. Ren starrte weiter auf den Boden. Er konnte sich nicht leisten, vor dem fremden Kerl auf die Fresse zu fliegen, deswegen blieb der Blick fortan auch auf die gepflasterte Straße vor sich gerichtet. Nun, zumindest hätten sie bald die äußeren Ausläufe der Stadt erreicht. So allein mitten im Nichts war es ziemlich unheimlich mit einem Typen mit zwei verschiedenen Augenfarben, der sich eindeutig in seinem Leben keine weitere Eigenschaft angeeignet hatte, als arrogant zu sein, so selbstgefällig, wie er auftrat. Aber das war Ren eigentlich schnurzpiepegal. In Gedanken war er nun zu dem Geld abgedriftet, dass er mit diesem Auftrag einheimsen konnte, falls er dazu in der Lage war, die Wünsche des Kunden zu erfüllen. Mit dem konnte er sich eine neue, stabilere und hübschere Hängematte kaufen. Ein paar seltene Materialien, um mit ihnen zu experimentieren, wie er es gerne tat. Ein paar Leinwände, neue Kohlestifte, unbedingt einen Anspitzer und wenn er schon dabei war, dann konnte er seinen Vorrat an Bleistiften und Radiergummis auffüllen. Ihm fiel ein, dass er dringend Ersatzsaiten für die Violine brauchte, die dünnste Saite, die E-Seite, kam ihm vor, als würde sie bald reißen. Das war fatal. Er musste jeden Abend spielen, sonst hatte er keine Melodie im Kopf… Aber selbst wenn – wenn er unbewaffnet aus der Tür ging, wie jetzt, würde ihm das ohnehin nichts bringen.
Nun… dann diese Sache mit dem Fremden. Der Kerl war ihm weiterhin suspekt, aber er ließ sich nichts anmerken. Es war sowieso nicht so, dass er sich dafür interessierte, was das für ein Typ war, immerhin ging es ihm nur um Geld und Kunst, beides hatte er wohl und solange er nicht anfing, ihn mit diesen Knochenteilen zu massakrieren, war es okay. Da er keine Anstalten dazu machte, konnte der Kazama auch ruhig bleiben. Nicht, dass es etwas ändern würde, denn wehren konnte er sich gegen einen vollausgebildeten Shinobi nicht, wenn er keine Waffe hatte.
Mit einem Nicken nahm er hin, dass es anscheinend nicht wehtat, wenn einem Knochen aus der Hand schossen, die von der Form grob an eine Schwertklinge erinnerten. Oder nicht mehr. Es verdiente wohl Anerkennung, zu der er sich nicht durchringen konnte. Ohne zu zögern griff er nach dem Knochen. Er hatte schon mal versucht, einen in eine Waffe, präziser: in ein Wurmesser zu verwandeln, aber er war zu leicht gewesen, um sich ordentlich zu drehen oder werfen zu lassen. Da ihn seine Mutter da offiziell für verrückt erklärt hatte, hatte er das Experiment stillgelegt. Die Hand war unversehrt, wie er sehen konnte, auch wenn dies ihm ein Rätsel blieb, aber es würde schon seine Gründe haben. Viel lieber sah er sich das Teil in seinen eigenen Händen an. Drehte es, ratschte sich in den Daumen, weil es schärfer als erwartet war, nahm es in die linke Hand, wirbelte es einmal ums Gelenk und holte aus, um es mit der breiten Seite gegen den Baum zu schmettern, der das Pech hatte, gerade dann dort neben ihm zu stehen, wenn er testen wollte, wie hart es war. Die Oberfläche war glatt gewesen, hatte sich unheimlich angefühlt, aber nicht sonderlich stabil. Umso erstaunter war Ren, als viel eher sein Handgelenk knackste und nicht etwa das Knochenschwert. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Baum splitterte, war höher gewesen, als selbiges Phänomen, was das Schwert anging. Das Gespräch, das er mit dem Fremdem geführt hatte, hatte er bereits wieder vergessen. Nur ein paar Worte sickerten zu ihm durch. Dafür, dass das Ding kunstlos war und aus dem Körper eines komischen Kauzes stammte, war es ziemlich gut zu gebrauchen. Mit einem leichten Lächeln, weil er seine Begeisterung kaum verbergen konnte, sah er auf und meinte: „Das wird nicht leicht.“

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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Mi 11 Apr 2012, 20:37

Was das mit dem wehtun anging. Das war so eine Sache für sich gewesen. Als er noch jung war, da hatte es wirklich wehgetan. Zwar nicht so, dass er deshalb äußerliche Verletzung davontrug, oder so… es… hatte sich aber so angefühlt. Also ziemlich unangenehm. Inzwischen kannte er sich einfach schon gut genug aus und hatte sein Kekkei Genkai dahingehend super im Griff. Aber zum eigentlichen Thema: Er wollte ein separates Schwert besitzen, falls er in irgendeiner Weise verhindert sein sollte seine Knochen einzusetzen. Oder einmal einen Gegner vor sich hatte, der ihm mit so etwas überlegen war. Nicht, dass er bisher einmal in einen solchen Kampf verwickelt war, aber er wollte vorbeugen. Er war schließlich nicht unschlagbar! Gewisse andere Kekkei Genkai, gegen die er keine Chance hatte, gab es zur Genüge. Hyouton und Yoton würde ihm spontan einfallen, aber auch, wenn er seine Fähigkeiten nicht einsetzen durfte, weil er sonst seine Beherrschung verlieren könnte, oder, weil er jemand verletzen würde, den er nicht verletzen durfte… Letztere Fälle waren schon aufgetreten und er hatte sich nur mit Müh und Not aus solchen Miseren gerettet. Da wäre eine starke Waffe garantiert von Vorteil. Womit man wieder bei Rens Vater war. Der wollte ihm kein Schwert machen, weil er ohnehin schon eine einzige Waffe war. Wahrscheinlich hatte er Angst und traute ihm ein solches Gerät nicht zu, dass er es nur für ‚gute‘ Zwecke einsetzen würde. Aber das war okay. Er war es gewohnt von der Menschheit abgewiesen zu werden. Wäre es umgekehrt, würde er wohl nicht anders handeln.
Shiki ließ es sich nicht anmerken, aber er war überrascht von dem jungen Mann, dass er den Knochen so ganz ohne Graus an sich genommen hatte. Und ja, das Ding hatte eine gewisse Schärfe. Schärfer, als ein normales Küchenmesser. Halbwegs interessiert beobachtete er, wie er damit herumhantierte und damit gegen einen Baum schlug. Ja, der Knochen war hart. Konnte er ihm ruhig glauben. Sonst würde er nicht etwas wollen, was das sogar durchschneiden konnte, wenn man es einfach in einem Secondhandshop ersteigern hätte können.
„Immer noch der Meinung, dass du es schaffen kannst?“, hakte er deshalb nach und streifte sich eine nicht vorhandene Falte im Hemd glatt. „Es gibt da noch eine Bedingung“, begann er und sah dem Jüngling wieder direkt in die Augen.
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Mi 11 Apr 2012, 20:53

Der Knochen war eindeutig hart. Härter, als so manch anderer Knochen. Hätte er ein Huhn geschleudert, wäre es sicherlich drauf gegangen, Vogelknochen waren immerhin leicht, dünn und schnell zu zerbrechen. Auch ein Menschenknochen hätte es mit Sicherheit nicht wirklich ausgehalten, genügend Kraft hatte Ren auf jeden Fall in den Schlag gelegt. Es war ihm ein furchtbarer, hässlicher Schmerz durch die Hand gefahren. Es gab nichts Schlimmeres, als ein so derber Ruck, wenn man sich nicht richtig konzentriert hatte. Aber zum Glück protestierte sein Arm nicht weiter. Er war doch so froh gewesen, den Gips endlich los zu sein, er sollte nicht herausfordern, wieder zwei Monate damit herumzulaufen. – Moment! Menschenknochen. War das kein Menschenknochen? Das Ding war immerhin aus dem Kerl herausgekommen. Da Ren sich nicht außerordentlich für diese fantastischen Bluterbe-Sachen interessierte, er scherte sich eigentlich nur einen feuchten Dreck darum, hatte er natürlich keine Ahnung von dem Kram, den der Fremde da anstellen konnte. Ob er wohl harte Knochen von irgendwelchen Monstern absorbierte? Warum nicht? Oder… härtete er sie einfach? Hm, schwierige Frage. Aber eigentlich war es egal. Sein Auftrag lautete, ein Schwert zu schmieden und das würde er tun. Wäre ja gelacht, wenn er es nicht schaffte, etwas hinzubekommen, wenn ihm doch tatsächlich Mal ein Lohn winkte.
Ren erwischte sich, wie er wieder erstaunt über die glatte Fläche gestrichen hatte, ohne Scheu, obwohl er genau wusste, was das eigentlich war. Aber er dachte eher daran, dass das Teil wohl aus Chakra sein müsste. War ja wohl kein eigener, echter Knochen. Sonst würde sein Arm nun richtig labberig sein. Keine Kratzer, dabei war der Baum ziemlich dickköpfig gewesen. „Natürlich“, gab er schroff zurück, von der Begeisterung war nicht viel geblieben. Wenn man an ihm zweifelte, konnte er launisch sein, wie eine schwangere Frau. Jedenfalls hatte das seine Mutter ihm mal an den Kopf geworfen. Sie erreichten die ersten, kleinen Hütten und Häuser, die ganz am Rande des Stadtgebietes in der Nähe des Friedhofs waren, wobei „Nähe“ schon übertrieben war. Allerdings war es schön, wieder Zivilisation zu sehen. Allein mit dem Kerl war nicht unbedingt das, was man sich unter einem schönen Tag vorstellte.
„Es soll also mühelos etwas standhalten, das härter ist, als ein normales, billiges Schwert und keinen Kratzer dabei davon tragen und es soll durch etwas Hartes wie Stahl hindurchschneiden wie ein heißer Draht durch Butter – und du möchtest noch eine Anforderung stellen?“ Er verkniff sich ein vorwurfsvolles ‚Du überforderst mich!‘, um zumindest noch ein wenig Ehre zu behalten, von dem bisschen, das er vielleicht mal irgendwann in den Augen dieses Menschen besessen hatte
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Do 12 Apr 2012, 15:57

Wie seine Knochen entstanden und aus was sie nun genau bestanden…. Das würde – zumindest vorerst – sein süßes kleines Geheimnis bleiben.
Shiki nickte zufrieden. Das wollte er hören. Den Tonfall vielleicht nicht, aber das Wort und die Überzeugung. Dann schien der Deal also komplett zu sein. Fast. Eine letzte Forderung hatte er dann doch noch. Stellte sie auch gleich und steckte sich die Hände in die Hosentaschen. Tatsächlich waren sie immer näher an die Stadt gekommen. War schneller gegangen, als erwartet. Schließlich hatte er sich mit seinem Schritt zeitgelassen, sie hatten sich fast durchgehend angeschwiegen und sie waren sogar einen Moment stehen geblieben. Rekordverdächtig. Jetzt durfte er sich aber erstmals eine halbe Anekdote von diesem Kerl anhören. Was drückte er das alles so kompliziert aus? Reichte doch, wenn man kurz sagte: Er wollte ein Schwert, das ihn selbst kaputt machen könnte. Basta. Entnervt und schwer seufzte er auf. Sah fast schon gelangweilt zu ihm rüber und sagte: „Ja.“ Kurz und bündig. So, wie er es zu handhaben hatte. „Ich werde solange ich frei habe ab und an vorbeikommen und schauen, ob du voran kommst.“
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Do 12 Apr 2012, 18:21

Für einen Moment ruhte Rens ungläubiger Blick noch auf seiner eher weniger reizenden Begleitung, von der er nicht einmal wusste, wohin sie wollte – und warum er ihr folgte –, dann wandelte sich sein Gesichtsausdruck ein wenig. Belustigt grinste er über die einsilbige Antwort und vor allem amüsierte er sich köstlich darüber, wie sehr es den Anderen wohl störte, was für eine Person Ren war. Dafür konnte er allerdings nichts und er fühlte sich auch in keiner Weise schuldig oder betroffen. Er war es gewohnt, dass Menschen ihn derartig anblickten und sich wünschten, dass er demnächst mit Bleischuhen im nächsten See baden ging, da würde es ihm wohl kaum etwas ausmachen, wenn ein Fremder ihn so ansah. Auch nicht, wenn er solche Glubscher hatte, wie der Kerl da. Was bildet der sich eigentlich ein? Holt mich von einer Beerdigung, weil ER etwas will… und dann tut er so, als würde ich ihn dazu zwingen, mit mir zu reden…
Dann die überraschende Antwort auf die Frage, was für eine weitere und letzte Anforderung an ihn, sein Talent und das Schwert gestellt wurde. Es verwunderte Ren wirklich, sodass er skeptisch eine Augenbraue hob und derweil fröhlich, aber vollkommen unbewusst, Rillen mit dem Knochenschwert durch den Boden zog. Fiese, weiße Kratzer wurde auf den Pflastersteinen gezogen, aber da er es nur hinterherschliff, waren sie nicht tief.
War das sein Ernst? Vermutlich. Er sah nicht gerade danach aus, als würde er gerne Scherze machen. Oder überhaupt irgendwann auf die Idee kommen, jemals in seinem Leben in irgendeiner Weise auch nur einen Funken Freude zu empfinden. Wenigstens, so dachte Ren sich tröstend, gibt es jemanden, den das Leben anscheinend noch mehr gestraft hat, als mich. Denn er selbst hatte viel Spaß. Aber das auch nur, wenn nicht gerade irgendwelche Idioten in der Nähe waren, um ihm den Spaß zu verderben.
„Meinetwegen. Die ersten paar Tage oder Wochen werden ziemlich langweilig, also brauchst du das eigentlich nicht tun, es sei denn, du vertraust mir kein Stück.“ Zwar misstraute Ren dem Anderen vermutlich noch viel mehr, als umgekehrt, aber man konnte ja nie sicher sein. „Allerdings musst du demnächst mal antanzen, wenn ich mit der Planung fertig bin und mit mir Material kaufen gehen, ich bezahle das ganz sicher nicht aus eigener Tasche.“ Immerhin wusste er ja nicht, ob man dem Kerl trauen konnte und nachher saß er auf einem Schwert, das niemand haben wollte, und hatte ein Vermögen dafür ausgegeben!
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Do 12 Apr 2012, 19:05

Als er so zu grinsen anfing… das kam ihm doch irgendwo bekannt vor. Nicht, dass er nun Mitleid, oder dergleichen, mit ihm hatte, viel mehr fand er es lustig, weshalb er erstmalig sogar ein ehrliches Grinsen für ihn aufbrachte. Prämiere! Dann sah er aber selbst wieder nach vorne, bevor er noch uncool stolperte und aus Schreck die nähere Umgebung samt Einwohner zerstörte.
Ziemlich skeptisch hob er die Braue, als er da so ein gewisses unschönes Kratzen hörte, das von Ren ausging. Er schleifte das Schwert hinter sich her. „So schwach?“, scherzte er unglaublich trocken, dass man es als Fremder nie als Scherz verstehen würde können.
Außerdem hatte er eine Forderung gestellt, von der er noch das Okay brauchte. Sonst würde der Deal platzen, wie er schätzte. Dann endlich die erlösende Antwort! – oder so ähnlich. „Gut erkannt. Ich traue deiner Faulheit nicht“, erwiderte er ziemlich unverblümt.
„Meinetwegen machen wir das. Wird dir aber vom Lohn abgezogen.“ Schließlich war das eine ganze Stange Geld! Schließlich hatte er nicht vor dem Lehrling mehr zu zahlen, als eigentlich dem Meister damals. Das wäre ein ziemlich schlechter Deal. So zog er sich eine seiner Hände aus der Hosentasche, wischte sie aus Gewohnheit kurz ab und hielt sie dem kleinen Mann hin: „Deal?“
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Do 12 Apr 2012, 19:32

Alles klar. Aaaaalles klar. Warum grinste der denn nun bitte? Hatte er Freude daran? Bestimmt. Oder auch nicht. Wusste Ren nicht, konnte er nicht einordnen, störte ihn aber nicht und interessieren schon gar nicht. Nachdem er nur einen Moment beobachtet hatte, wie die Mimik des Mannes sich verändert hatte und dass die Augen schon gar nicht mehr so unheimlich schienen, wenn er keine so hässliche Fresse zog, als hätte man ihn gerade geteert und gefedert. So gut es ging, hielt sich der Kazama dann zurück, nicht anzufangen, zu lachen. Er stolperte selbst gerne mal und da er sich nie sicher sein konnte, ob er nicht auch auf den nächste fünfzig Metern unelegant auf die Schnauze segelte, ließ er es auch bleiben. Doch musste er sich mit einem Satz zur Seite vor nach Gleichgewicht fuchtelnden Armen retten, wofür der Fremde nur einen schiefen Blick erhielt, nachdem er sich wieder gefangen hatte.
Die Sache mit dem Schwert… Ren sah zurück auf die Klinge, die genau verriet, wo er entlang gegangen war, und stemmte es mit Schwung in die Höhe, um es mit der breiten, stumpfen Seite gegen die Schulter zu lehnen. „Besser?“ Sein Blick wanderte zur Spitze des Schwertes, die er eingehend musterte. Man sah noch nicht viel, aber zumindest konnte man erkennen, dass Teile abgesplittert waren. Mit einer einzigen Belastung kam man dem Ding nicht bei, dort, wo es eigentlich am schwächsten war, aber wenn ausdauernd von einer rauen Oberfläche Reibung ausging und sie länger anhielt, konnte nicht einmal dieses unglaublich harte Ding etwas dagegen tun, an Material zu verlieren. „Es war im Übrigen ein Verschleißtest“, erklärte er seine Handlung, auch, wenn es teilweise wirklich nur darauf beruht hatte, dass er keine Lust hatte, es richtig zu schleppen.
„Meiner… Faulheit?“, hakte Ren nach. Er wüsste nicht, woher der Kerl das einschätzen wollte! Er hatte auch nie erwähnt, dass er gern gemütlich lebte. Das war ein Vorurteil, oder aber er hatte engen Kontakt zu den alten, verbitterten Kazamas, die schon so weit von ihm entfernt waren, was die Verwandtschaft anging, dass er ihnen so viel wert war, wie ein Straßenköter mit einer erstaunlichen Anzahl an Flöhen. Die schätzten ihn nicht. Der Rest hatte wenigstens ein wenig Verständnis für seine Eigenart.
Ren zuckte mit den Schultern. „Etwas Anderes habe ich auch gar nicht erwartet.“ Er kratzte sich an der Wange. „Aber je länger ich darüber nachdenke, desto weniger lohnt sich der Auftrag für mich. Wir brauchen viele Diamanten und müssen die Klinge damit versetzen, sonst kannst du es vergessen, jemals deinen Knochen durchzuschneiden. Außerdem hätte es eher etwas von einer Säge.“
Da die rechte Hand noch frei war, schlug er einfach mal ein, ohne groß den Blick von der Straße vor sich zu nehmen. Zu großes Risiko, hinzufallen.

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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Do 12 Apr 2012, 20:06

„Nein“, antwortete er nur einsilbig monoton, um ihn zu ärgern. Natürlich war das besser, aber er hatte keine Lust gehabt ihm laut zuzustimmen. Wär ja langweilig. Vielleicht ließ er sich noch etwas interessantes mit dem Ding einfallen, wie er es trug. Eher nicht, aber ihm war langweilig. Also brauchte er auch eine Beschäftigung, weshalb momentan sogar mehr gesprochen wurde. Nicht nur alle fünf Minuten ein einzelnes Wort gewechselt wurde. Hyperbel… aber egal. Hauptsache der Herr hatte seine Beschäftigung mit dem Jungspund.
„Den hättest du auch bei dir Zuhause machen können. Du weißt ja. Ich bin ein Shinobi und somit dem Kagen unterstellt. Wenn man mich fragen würde, müsste ich die Wahrheit sagen, wer das hier angestellt hat und dann bleibt immer weniger von deinem Geld über.“ Viel gesprochen und das nur aus Langeweile. Er lächelte über sich selbst.
„Deiner Faulheit“, bestätigte er und sah von den Augenwinkeln aus zu ihm rüber. „Bist du etwa nicht faul?“, stellte er die Gegenfrage. Er war bestimmt faul. Faul und lustlos. Konnte gar nicht anders sein bei seinem Auftreten und seinem Alter. Vorurteil hin, oder her, es traf schließlich zu 90 Prozent bei dieser Sorte zu.
„Und dennoch gehst du den Handel ein“
, stellte er mit einem belustigten Schnauben fest, als er tatsächlich einschlug. Anschließend wanderte die Hand wieder an seinen vorigen Platz.
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Do 12 Apr 2012, 20:21

Ren zuckte wieder einmal mit den Schultern. Das Knochenschwert machte einen kleinen Satz, bei der Bewegung. Es wippte eigentlich bei jedem Schritt, den er tat, ein wenig auf und ab, allerdings war seine Hand schon wieder stark genug, nach der ganzen Zeit, die sie ausgefallen war, um mit gewissem Druck das Ding zum Stillstand zu zwingen. Eine aufgerissene Halsschlagader konnte er momentan nicht gebrauchen und seine Frisur sollte möglichst auch bleiben, wie sie war. Nicht, dass es ihn stören würde, wäre sie kürzer, oder länger, aber es war okay so, wie sie gerade aussahen. Das hatte zumindest die Nachbarstochter aus der angrenzenden „Clansiedlung“ gesagt.
Es ging nicht anders, es ging einfach nicht anders, denn Ren musste die Augen verdrehen und vermied es nur doch große Selbstbeherrschung, sich selbst gegen die Stirn zu klatschen, weil er sich fremdschämte. Vielleicht hätte auch ein Facepalm gereicht, aber er beließ es dabei, recht unbeeindruckt zu erwidern: „Hätte ich, aber dort hätte ich die Steine garantiert ersetzen müssen. So besteht wenigstens der Hauch einer Chance, dass es keiner gemerkt hat.“ Er wagte es, sich umzusehen. Weit und breit, wie eh und je, kein Mensch, außer ihnen. Am Wegesrand mit etwas Abstand hinter ihnen lief eine kleine, schwarz-weiße Katze, ihre Augen funkelte ihm durch den Nebel entgegen. „Wenn wir nicht trödeln, wird es uns wohl keiner zuordnen können – halt! Das Ding trägt deine DNA, nicht wahr? Ob sie wohl intelligent genug sind, um es nicht für Kreide zu halten?“ Man wusste ja nie.
„Du generalisierst schnell“, bemerkte Ren. Der Kerl kannte ihn nicht. Es gab keinen Grund, um ihn dermaßen einzuschätzen, es sei denn, er ging vom momentanen Mentalitätswandel der Jugendlichen in Kirigakure aus. Das war keine wirkliche Antwort, aber er hatte weder vor, seinen Kunden anzulügen, noch sich von ihm fertig machen zu lassen. Dementsprechend würde er auch keine Information preisgeben.
Ren kommentierte die Aussage des Fremden, als er, um den Handel einzugehen, in dessen Hand eingeschlagen hatte: „Man wird merken, wie großzügig ich bin, es spricht sich herum und mit einem Schlag habe ich viele Kunden mehr. Die Masse macht’s.“ Er war froh, dass er die Hand bald darauf loslassen durfte. Der junge Mann war nicht wirklich scharf darauf, zu spüren, wie ein Knochen aus der Hand des Anderen in seine eigene fuhr und vielleicht noch bis zum Ellbogen hochschoss.
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Fr 13 Apr 2012, 19:06

Ja, mit so einer Reaktion hatte er in etwa gerechnet. Konnte die Meisten eben doch relativ gut einschätzen und wenn es mal nicht passte, dann war es auch okay. Man konnte schließlich nicht immer recht haben! Nicht mal er. „Ein Hauch“, wiederholte er mit einem belustigen Unterton und durfte zusehen, wie er sich umdrehte, sich vergewisserte, dass 'der Hauch' nicht gerade erschlagen wurde.
„Nicht wahr“,
antworte er ihm und ihm war durchaus bewusst, dass er flunkerte, aber das musste er ja nicht wissen! Sollte sein Bluterbe nur ein Geheimnis bleiben. Außerdem… zur Not zog er es ihm eben auch von seinem Lohn ab. Ob er, wenn das so weiter ging, bald draufzahlen musste? Ziemlich kontraproduktiv für ihn, doch umso lustiger für Shiki. Ja, er hatte Humor. Nur zeigte er diesen so gut wie niemanden. Oder…. niemanden. Aya vielleicht ein wenig, aber ansonsten. Musste schließlich auf den letzten Funken guten Ruf achten, den er noch besaß. „Vielleicht. Vielleicht fällt es aber nie jemanden auf, wenn diese gewissen Leute nur dann vorbeikommen, wenn es neblig, wie heute ist.“ Mizu no Kuni, das Land des Wassers. Kirigakure, das Dorf versteckt im Nebel.
„Wer schweigt, stimmt zu“,
gab er nach einem kurzen Abwarten zurück, in der keine weitere Antwort auf seine Frage kam und hey, dass er schnell verallgemeinerte, das musste man ihm nicht vorhalten. Wie du mir, so ich dir – oder so ähnlich.
Nun, für ihn war es gut. Sollte ihn nicht stören, wenn er den Handel einging, weshalb er auch nichts dazu sagte, dass es passieren könnte, dass er gar keine Kunden mehr bekam, wenn es sich herumsprach, dass er für jemanden wie ihn ein Schwert fertigte. Deshalb lächelte er nur selig, bevor sie ihren Weg weiter fortsetzten. Der Stadt immer näher kamen, bis sie wieder in dieser waren und er eine gewisse Richtung einschlug. Ob er ihm nun noch immer folgte, das war ihm überlassen. Er für seinen Teil wollte etwas essen gehen.
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Fr 13 Apr 2012, 19:25

Was so lustig daran gewesen war, konnte Ren nicht erkennen, so blickte er nur mit starrer Miene weiter geradeaus und beobachtete, wie die kleinen Hütten, die vom Beginn der Stadt kündigten, näher kamen, bis sie sie sogar gänzlich erreicht hatten. Je weiter sie gingen, desto mehr nahmen die Gebäude an Größe zu. Die Fassaden waren auch schöner gestaltet. Der Preis musste pro Meter, der näher in der Stadt war, wohl in die Höhe schießen, wie Pilze bei feuchtem Wetter aus dem Erdreich.
Mit einem Nicken nahm der Kazama hin, was der Typ ihm sagte. Der Schmied glaubte dem Anderen kein Wort. Er kaufte ihm ohnehin kaum etwas ab, aber das war nicht weiter schlimm. Sollte der Kerl auf die Idee kommen, ihn um sein Geld zu bringen, wäre das eine Straftat und wie viele Leute gab es schon in Kiri, die so dermaßen merkwürdige Augen hatten, huh? Vor dem Gesetz waren alle gleich, die Reichen, die Starken, die Schwachen, die Armen. Er beschloss, das Knochenschwert zu behalten. Nicht, dass er es schön fand, es war eher eine Notwendigkeit, der er überdrüssig war. Wie sollte er sonst testen, ob er mit der Materialzusammensetzung auf dem richtigen Weg war, wenn er keinen Vergleichswert hatte?
Nun, ob es nun wer bemerkte, oder nicht, war letztlich egal. Ren würde keine müde Mark bezahlen, das konnte sich der Typ abschminken und wenn er, kackendreist, wie er war, ihm das vom Lohn abziehen wollte, behielt er eben das Schwert. Ganz einfach.
Er generalisierte ja nicht nur schnell, nein, er griff auch auf ein Sprichwort zurück, dass er noch nie in seinem Leben zuvor gehört hatte. Vielleicht kam der Kerl aus einem anderen Klimat, in welchem die sonderbaren Leute, die so sonderbar wie er waren, sonderbare Laute von sich gaben, die dann sonderbare Redensarten ergaben. „Wenn du meinst.“ Sollte ja am Ende nicht sein Problem sein. Er hatte gesagt, dass es Wochen dauern könnte und er wusste ja selbst, dass er auf andere Leute faul wirken könnte – aber zumindest was Schmiedearbeiten anging war Ren hochmotiviert. Es war seine Leidenschaft. Es gab niemanden, der engagierter war, länger schuftete oder härter ranklotzte, als er.
Eine Kreuzung. Wenn Ren nach Hause wollte, musste er nun geradeaus – der Typ bog nach rechts ab. Wie angewurzelt blieb er also stehen, das Schwert noch immer gegen die Schulter gelehnt und er strahlte nicht unbedingt den Willen aus, einen Schritt weiter zu gehen. „Warte. Wir müssen noch einen Termin vereinbaren, wann du die Materialien kaufst und vorbeibringst.“
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BeitragThema: Re: Straßen durch Kirigakure   Fr 13 Apr 2012, 20:15

Natürlich sollte er das Knochenschwert behalten. Dafür hatte er es ihm ja extra angefertigt, damit er testen konnte, wie er ein besseres Schwert hinbekam!
Ein sonderbares Sprichwort, das er sich von einem sonderbaren Mann angeeignet hatte. Doch war diese Geschichte mehr als irrelevant. Tatsache war nur, dass sie sehr gerne zutraf, wenn man nicht gerade einen ausgebildeten Lügner vor sich hatte.
Gerade hatte er sich entschieden, was er leckeres essen ging, da machte ihm kurzzeitig der junge Mann, auf dessen Namen er immer noch nicht gekommen war, einen Strich durch die Rechnung. Tja. Gute Frage, eigentlich. Nur hatte er selbst gemeint, dass sie das noch mal kaufen würden müssen. Vorerst müsste er sich ja selbst erst überlegen, was er brauchte, deshalb hob er – ohne sich umzudrehen – die Hand zum Gruß und sagte: „Bis Morgen.“ Es würde bestimmt noch ein wenig dauern, bis er wieder einen Einsatz hatte. Morgen früh, hatte er deshalb garantiert noch Zeit wenigstens kurz vorbeizuschneien.
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