Yorashi - Der Abendsturm


 
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 Haus von Kuraiko Kaminishi

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Kuraiko Kaminishi
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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 07 Okt 2012, 14:12

Während Maiko etwas in ihre Gedanken vertieft zu sein schien, beobachtete Kuraiko sie dabei, wie diese die Narbe mit dem Finger nach fuhr. Es war unschön anzusehen das eine so junge, hübsche Frau eine solch grässliche Narbe ihren Bauch zierte. Womöglich könnte sie dafür sorgen, dass Maiko diesen Schönheitsfehler los werden konnte. Einige Iryounin waren dazu Imstande, wie sie gehört hatte, aber sie selbst war weit davon entfernt so gut zu sein. Obwohl es generell eigentlich nichts grosses war, wenn man es beispielsweise mit der Heilung einer tiefen Wunde verglich, erforderte es dennoch enorm viel Wissen. Es war nun Mal etwas anderes, eine Wunde zu heilen und eine Narbe soweit verschwinden zu lassen, dass man sie nicht mehr sieht, immerhin sind Narben das Endprodukt von schlimmen Verletzungen, die normalerweise einfach ein Leben lang bleiben würden, würde man nicht eingreifen.
Sie hörte, wie Maiko ihre Worte wiederholte, wusste jedoch nicht genau, was sie damit sagen wollte. Konnte sie sich das Szenario wohl nicht vorstellen, dass sie der Brünette bezüglich ihrer Familie geschildert hatte?
Und dann stahl sich ein Lächeln auf ihre Züge. Überrascht davon blinzelte Kuraiko etwas verwirrt und war für einen Augenblick tatsächlich hingeriessen. Es war ein völlig aufrichtiges Lächeln, dass zeigte, wie Maiko wirklich wahr. Es liess sie in einem völlig anderem Licht erscheinen. Dieses Lächeln wollte nicht so ganz zum Rest ihrer Verhaltenseigenschaften passen, doch das störte die Kazekage nicht im mindesten. Sie wirkte durch das Lächeln wahnsinnig attraktiv und Raiko ertappte sich dabei, wie sie sich fragte, ob Maiko wohl eine Beziehung hatte.
Diese Gedanken verscheuchte sie aber schnell wieder und wandte sich dem Hier und Jetzt zu. Den Worten Maikos. Sie erklärte, dass sie Shouta zuvor durch das halbe Dorf getragen hatte und da fiel es ihr wieder ein... Tatsache war, dass Shouta bei Maiko war, als sie die beiden gefunden hatte. Diesen Umstand hatte sie völlig aus ihrem Gedächtnis ausradiert gehabt, warum auch immer. In jenem Augenblick hatte sie sowieso merkwürdigerweise nur Augen für Maiko gehabt und erst als sie sich sicher war, dass es der Tainaka gut ging, hatte sie sich um Shouta gekümmert. Sie hatte sich innerlich etwas dafür geschämt, dass sie ihr eigen Fleisch und Blut fürs erste links liegen gelassen hatte, aber schlussendlich konnte sie nichts mehr an dieser Situation ändern.
"Du hast recht...", gab sie zurück und hob erstaunt die Augenbrauen, "Das ist mir vollkommen entfallen." bei diesen Worten griff sie zu ihrer Kaffeetasse und nahm einen kräftigen Schluck daraus. Vielleicht sollte sie noch etwas Whisky dazu schütten... Zwar würde das im ersten Augenblick helfen, aber im Nachhinein würde das nur dazu führen, dass sie noch müder wurde. Also ein schlechte Idee.
Die Tasse wieder auf den Unterteller stellend sah sie Maiko in ihre grünen Augen. "Dann kennst du Shouta ja etwas. Er ist ein netter Kerl, nur leider hoffnungslos schusselig. Ich nehme an, du hast das bereits mitbekommen, hm?"
Ihr fiel auf, das Maiko sie noch immer Kazekage-sama nannte, so wie es sich eigentlich auch gehörte. Doch irgendwie hörte es sich für Kuraiko in diesem Augenblick völlig falsch an. Maiko sollte sie nicht so grausam höflich ansprechen, deshalb beugte sie sich etwas vor und sprach: "Und bitte nenn mich Kuraiko, ja? Wir sind hier unter uns, da reicht Kuraiko vollkommen aus."
Maiko sprach weiter. Erklärte, dass es ihrer Verletzung tatsächlich besser ging. Erklärte, dass sie sich keine Umstände machen musste... Sie schüttelte belehrend den Kopf und lächelte dann süffisant.
"Du machst mir keine Umstände, Maiko. Ich habe dir Angeboten mich um dich zu kümmern und du leistest eine Gegenleistung also ist es das mindeste wa sich tun kan, das einzuhalten, was ich dir versprochen habe. Also bitte sag es mir, wenn die Wunde schmerzt oder auch nur juckt, ja? Du brauchst dir da wirklich keine schlechten Gedanken deswegen machen. Es sind keine Umstände, es wäre mir nicht recht, wenn es dir nicht gut gehen würde, während ich dich hier arbeiten lasse.", erklärte Kuraiko und sie war selbst darüber erstaunt, wie ausführlich sie ihre Meinung beschrieb. Das war eigentlich nicht umbedingt ihre Art und Weise, zumindest nicht, wenn es um solche Dinge ging. Nur bei plotischen Dingen wurde sie grausam detailreich und erklärte alles lang und breit und wiederholte alles mindestens zwei Mal.
Sie war einfach zu müde... Sie warf einen verachtungsvollen Blick gen Kaffee, welcher ihr kein Bisschen zu helfen schien.
Dann sah sie überrascht auf, als Maiko Worte aussprach, mit dennen Kuraiko nicht gerechnet hatte. Für einen Augenblick wusste sie tatsächlich nicht, was sie sagen sollte, dann hatte sie sich jedoch wieder gefasst... Und lächelte. Es war nur sehr schmal, aber dennoch war es ein verständnisvolles Lächeln. Hätte Kuraiko sich in diesem Augenblick selbst gesehen, sie hätte sich selbst für eine Fälschung gehalten!
"Das ist gut. Ich weiss, dass es nicht einfach ist, aber es ist der richtige Weg, glaub mir, Maiko. In dem Falle werde ich die nächsten Schritte in die Wege leiten und eine Verhandlung ansetzten.", kurz stoppte sie, verschränkte ihre Finger ineinander und sah Maiko direkt in die Augen, ihr Lächeln verschwand, "Du musst dir dabei aber ganz sicher sein. Nicht dass du dann plötzlich doch Gewissensbisse bekommst. Kannst du das, Maiko?"

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Yukari Koyasu
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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Do 11 Okt 2012, 13:31

Langsam zog sie das Shirt wieder zurück in seine Ausgangsposition, da sie bemerkt hatte, wie ihr Gegenüber die Narbe angesehen hatte, was Maiko zwar nicht unangenehm war, aber sie war nicht der Typ Mensch, der durch so was Mitleid und Aufsehen erregen wollte. Zumal die Braunhaarige auch nicht mehr allzu viel darüber reden wollte – im Gegenteil. Die Frau hatte sie offensichtlich zuvor schon falsch verstanden, als sie gesagt hatte, sie solle sich keine Umstände machen, was sie nicht mal auf die Genesung bezog, sondern eben auf ihren Geburtstag, den sie immerhin nicht feierte.
Außerdem kam es ihr plötzlich komisch vor, dass sie zuvor so gedankenverloren über die unebene Haut gefahren war, als wäre es irgendwas Unnatürliches. Wobei; womöglich war es das sogar für die Tokubetsu Jounin. Sie hatte bisher nämlich keine Narben an ihrem Körper. All ihre Verletzungen, die sie bisher gesammelt hatte, hatten sich früher oder später nicht mehr abgezeichnet und waren ungehemmt verschwunden. Genauso wie die, die vor kurzem noch an ihrem Hals gewesen war.
Instinktiv glitt ihre Hand kurz dahin, wo sie damals den Einschnitt gespürt hatte, als sie – natürlich – feststellen musste, dass dort absolut nichts Ungewöhnliches war. Kein Wunder. Die Kazekage hatte das Ganze damals selbst geheilt, wobei dieser Umstand im Nachhinein nicht ganz so vorteilhaft gewesen war. Hätte Maiko nämlich noch ein Überbleibsel von dem Eingriff ihres Vaters, gäbe es zum einen mehr Beweise gegen Hayato und zum anderen wäre es für die Frau umso realer, als es jetzt war. Teilweise kam ihr die Bedrohung von damals nur wie ein Traum vor – wie ein Albtraum. Ein Albtraum, der undeutbar war. So wusste die Tainaka wirklich nicht, was ihr Vater damals wirklich gewollt hatte…ob er…
Weiter kam sie nicht, da sich realisierend die grünen Kullern weiteten und ihr etwas durch den Kopf schoss, was ihr Unterbewusstsein damals mitbekommen hatte, aber von so vielem überdeckt wurde. Unteranderem auch ihre Gutgläubigkeit, die noch immer gehofft hatte, er würde sich ändern. Damals hatte sie unbewusst panische Angst gehabt, als sie in die Augen ihres Vaters gesehen hatte…sie hatte tatsächlich Todesangst gehabt. Es war irgendwo völlig anders, als auf der Mission.
Hart schluckend blinzelte sie, sah der Tasse der Frau nach und vernahm ihre Worte und dennoch wirkte es fast so, als wäre die Stimme ganz weit weg, so dass sie zwar den Sinn verstand, aber es ihr unmöglich war, darauf zu antworten. Die Erkenntnis über ihre damaligen Gefühle hatte sie völlig taub gemacht, während die Braunhaarige realisierte, was das für sie bedeutete. Und zwar, dass Kuraiko völlig Recht mit ihrer Annahme hatte, die sie so sehr angezweifelt hatte. In diesem Augenblick schürte sich der Hass auf ihren Vater nur noch mehr, bahnte sich an, während ihre Hände zu Fäusten wurden. Sie wollte gerade etwas sagen, als sie zurück in das Gesicht ihres Gegenübers sah und von dem Lächeln der Anderen überrascht wurde.
Den Kopf schüttelnd zog sie ihre Augenbrauen hoch, als wieder Leben in die grünen Augen kam…irgendwie war dieser seichte Gesichtsausdruck der Anderen…wunderhübsch. Es passte gerade absolut nicht zu ihrem Inneren – war das absolute Gegenteil „K..kuraiko.“, hauchte sie leise, als ihr bewusst wurde, dass sie ihr zuvor jenen Namen angeboten hatte. Perplex räusperte sie sich und fasste sich mit der flachen Hand gegen die Stirn, welche zuvor noch immer an ihrem Hals geruht hatte.
Sie war weder warm, noch sonst etwas…eher kalt. Als sie ihre Hand wieder herunter nahm und auf die Couch legte, musste Maiko feststellen, dass das Lächeln verschwunden war – kein Wunder bezüglich der Worte, welche die Rothaarige gerade ausgesprochen hatte. Die Antwort darauf hatte die Braunhaarige sogar ohne zu zögern parat, was heute Morgen gelogen gewesen wäre, konnte sie jetzt mit Rückgrad sagen. „Ich bin mir definitiv sicher. Ich hätte da von Anfang an nicht dran zweifeln dürfen.“

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 14 Okt 2012, 21:35

Kuraiko dachte kurz an den Vorfall zurück als sie zufälligerweise den Vater Maikos dabei erwischte, wie er seine eigenen Tochter bedroht hatte. Ob er sie schlussendlich sogar getötet hätte, konnte sie nicht sagen. Dafür kannte sie ihn bei weitem nicht gut genug, aber sie kannte Maiko nun etwas... Und die Kazekage war froh, dass sie damals sofort gehandelt hatte. Der Gedanke daran, dass die Brünette ansonsten womöglich hätte tot sein können, bereitete ihr Unbehagen.
Mit einem kräftigen Schluck leerte sie das letzte Bisschen Kaffee aus ihrer Tasse und schon Tasse samt Untersetzter etwas vom Rand des Tisches weg, damit es nicht runterfallen konnte. Kuraiko mochte Unordnung nicht und mit all diesem Papierkram herrschte davon bereits mehr als genug.
Mit einer fahrigen Handbewegung beförderte sie eine verirrte Haarsträhne hinter ihr Ohr und fragte sich, wie es wohl in Maikos Gedankenwelt derzeit aussehen mochte. Kuraiko konnte sehr gut verstehen, wenn die Brünette derzeit mit sich selbst rang und sich fragte, ob sie das richtige tat. Seine eigene Familie zu verraten - und wenn es nur einen Teil davon war - war niemals leicht. Natürlich war das von Mensch zu Mensch irgendwo unterschiedlich, generell aber war es ein gutes Zeichen, dass Maiko damit kämpfte. Kuraiko hätte es nicht gutgeheissen, wenn sie ein herzloser Mensch gewesen wäre... So wie die Kaminishi teilweise selbst wirkt. Aber das fiel ihr nie grossartig auf.
Als Kuraiko dann ihren eigenen Namen zum ersten Mal aus Maikos Mund hörte, war das irgendwo seltsam... Aber nicht im negativen Sinne. Obwohl sie das Abkommen erst vor kurzem mit der Tainaka abgeschlossen hatte, schien es, als ob bereits eine längere Zeit verstrichen war. War das bloss Einbildung? Natürlich... Was sollte es sonst sein? Wahrscheinlich kommt das nur davon, weil der heutige Tag so ewig lange gedauert hatte. Oder zumindest kam es Raiko so vor.
Die Kazekage lehnte sich zurück und betrachtete Maiko eingehend. Und sie ertappte sich bei dem Gedanken, was ihr Gegenüber wohl von ihr hielt. Ob Maiko sie wohl auch als kaltherzig empfand, so wie es manche Menschen ihr gegenüber es zu nennen pflegen? Die Rothaarige hoffte innig, dass dem nicht so war.
Und dann erklärte Maiko mit überzeugten Worten, dass sie sich ihrer Sache sicher sei. Kuraiko konnte nicht anders und lächelte erneut dünn. Wieso lächelte sie eigentlich in letzter Zeit so oft? Dazu hatte sie ja wohl überhaupt keinen Grund, immerhin waren gerade in letzter Zeit viele schlimme und seltsame Dinge geschehen! Und etwas seltsames schien mit ihr selbst vorzugehen. Kuraiko konnte nur noch nicht genau definieren, was es war. Nach dem sie bemerkt hatte, dass sie erneut lächelte, zwang sie sich einen emotionslosen Ausdruck aufzusetzten.
Sie schlug die Beine übereinander und nickte leicht.
"Gut. Dann werde ich eine Verhandlung beantragen. Ich werde dir das Datum mitteilen, sobald ich es weiss. Ich nehme an, du hast immer Zeit...?", eigentlich war das eine rein rhetorische Frage und generell nahm man hierrauf nur Rückssicht, wenn eine grosse Mission anstand. Aber das tat es bei Maiko wohl definitiv nicht.
"Wie auch immer. Ich bin froh, dass du dich so entschieden hast, Maiko.", wieder lächelte sie, nur bemerkte sie es diesesmal nicht, "Und ich denke, es wird Zeit, dass du deinen Geburtstag wieder feiern solltest, nicht? Nur weil du ihn aufgehört hast zu feiern bedeutet das nicht, dass du es dieses Mal nicht wieder tun kannst." kurz hielt sie inne und zuckte leicht mit den Schultern, "aber wenn du natürlich absolut etwas dagegen hast, werde ich dich nicht dazu zwingen. Immerhin feiere ich meinen eigenen Geburtstag auch nicht mehr gross. Nur noch mit meinen Eltern und meinen Brüdern."

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Mo 15 Okt 2012, 23:13

So ungern sie das eigentlich zugeben wollte, hatte Maiko tatsächlich immer Zeit, wirklich immer. Sie konnte nicht mal sagen, dass sie an dem, oder dem Tag mit irgendwem verabredet war, oder etwas der gleichen – nein. Nickend stimmte sie also zu, dass ihr der Termin im Grunde völlig egal war. Bis vor kurzem bestand ihr Lebensinhalt eben einfach nur darin, zu erlernen, wie man gezielt Chakra aufspürte – mehr nicht. Na gut; kleinere Missionen waren womöglich auch dabei gewesen, aber im großen und ganzen hatte sie – abgesehen vom Trainieren – wirklich nichts über die Jahre hin aufgebaut. Allerdings hat die Braunhaarige dieser Umstand auch nie gestört. Immerhin hatte sie ungern Menschen um sich – mit wenigen Ausnahmen. Kairi war so eine Ausnahme und auch Kuraiko schien mehr und mehr dazu zu werden. Zumindest war es irre interessant mit ihr zu reden. Gerade weil sie einen absolut undurchschaubaren Charakter hatte.
Und nicht nur das, nein, die Kazekage hatte die Tokubetsu Jounin vorhin zum Kichern bewegt, was eben nicht ganz typisch war. Genauso untypisch wir ihr Kichern waren ihre verschiedenen Gefühle die sie teilweise immer wieder einholten. Eben die Sache mit ihrem Vater – heute Morgen der Ausbruch unter Tränen. Womöglich hatte die Rothaarige mehr Gefühlsregungen in Maikos Gesicht gesehen, als es ihre Mutter je getan hatte, was schon relativ verwirrend war. Aber neben alldem war noch etwas, etwas was eben auch absolut untypisch war. Die Braunhaarige empfand ihr Gegenüber als hübsch…sehr sogar. Unter normalen Umständen hätte sie Leute, die behaupteten, andere Mitmenschen wären schön anzusehen, mit einem vernichtenden, durchbohrendem Blick gemustert und verständnislos den Kopf geschüttelt, da es bis vor kurzer Zeit etwas war, was Maiko als nicht existent abgestuft hatte.
Die Tainaka bildete sich nämlich ein, Schönheitsideale waren nur eine dumme Einbildung, die auf Weltanschauungen verschiedener Personen zurückzuführen waren. Natürlich – sie fand einige Dinge auch nett anzusehen, aber das bezog sie bisher nie auf Personen, sondern mehr auf materielle Gegenstände, wie zum Beispiel Blumen, obwohl jene ja eher selten in Sunagakure waren.
Dennoch musste sie sich eingestehen, dass, wenn sich die Lippen Kuraikos zu einem Lächeln verzogen, sie dadurch unheimlich…schön, gar attraktiv wirkte. Damit ertappte sich Maiko für einen Augenblick bei dem Gedanken, wer wohl der Anwärter auf den Platz neben der Kage haben würde, womit ihr auch auffiel, dass Jene offensichtlich allein in dem geräumigen Haus wohnte. Allerdings schob sie das schnell wieder beiseite, während sie über ihre Antwort nachdachte.
„Uhm…ich weiß zwar nicht genau, was sie mit feiern meinen, aber…hm. Ich denke, mir ist das relativ egal. Ich hätte nur überhaupt keine Ideen für so was.“, antwortete sie ehrlich und zuckte ebenfalls mit den Schultern. Letztendlich wusste eh niemand außer Kuraiko, dass sie Geburtstag hatte, von daher war eine Feier recht schwierig zu konstruieren.

[Timeskip auf etwa kurz vor Mitternacht]

Zwar hatten sich die Zwei teilweise noch weiter unterhalten, allerdings wurde es irgendwann Zeit, die Berge an Papierkram zu bezwingen, weshalb das Gespräch irgendwann verstummt war und sie letztendlich völlig auf die Arbeit verlagert hatte. Tatsächlich klappte jene sogar relativ gut. Trotz der anfänglichen Unüberschaubarkeit der Haufen, wurden sie zunehmend dezimiert und doch recht zügig bearbeitet. Teilweise gehörten verschiedene Schriftrollen auch einfach zusammen, so dass es nach mehr aussah, als es letztendlich war. Trotzdem machte irgendwann auch solch zügige Arbeit irgendwann müde, oder vielmehr noch müder, als es die zwei Frauen eh schon waren. So kam es, dass Maiko zunehmend gähnen musste, während ihr langsam immer wieder die Lider zufielen, oder sie nur noch mit halb geöffneten Augen vor sich hinschaute.
Gerade als sie Kuraiko also mitteilen wollte, dass sie gleich im sitzen einschlafen würde, geschah sogar genau das und da sich die Andere zwischenzeitlich neben sie gesetzt hatte, bettete sie schläfrig und benommen ihren braunen Schopf gegen die Schulter der Kazekage. Leise lies sie sogar einen glücklichen Seufzer verklingen, den sie selbst aber kaum mitbekam. Stattdessen wurde ihre Atmung zunehmend ruhiger und gleichmäßiger. Sie war tatsächlich eingenickt…schon wieder. Nur diesmal eben zufrieden lächelnd an die Schulter der Rothaarigen geschmiegt.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Do 18 Okt 2012, 16:13

Kuraiko nahm das stumme Einverständniss, dass Maiko immer Zeit hätte, entgegen und war erleichtert, dass sich das alles so entwickelt hatte. Es wäre der Kaminishi absolut nicht recht gewesen, wenn sie Maikos Vater hätte einfach laufen lassen müssen. Die Einzige, die ihn anklagen konnte, war Maiko. Kuraiko konnt sie nur mit einem Augenzeugenbericht unterstützen, aber wäre Maiko gegen eine Anklage, hätte sie sich damit nur lächerlich gemacht.
Seltsam fand sie ausserdem, dass es sie so kümmerte, was mit der Tainaka geschah. Generell war sie zwar ein hilfsbereiter Mensch - auf ihre eigene Art und Weise - aber dennoch akzeptierte sie eigentlich meist ein 'nein' beim ersten Mal und hakte nicht ewig darauf rum. Bei Maiko war es ein bisschen anders. Die Sache mit ihrem Vater hat Kuraiko eingehend beschäftigt und sie hatte tatsächlich irgndwo etwas Angst gehabt, dass die Brünette ihren Vater sogar in Schutz nehmen würde. Sie hatte also innerlich aufgeatmet, als sie versicherte, dass sie sich sicher war bezüglich der Sache mit ihrem Vater.
Dann erwähnte Maiko die Sache mit ihrem Geburtstag. Nun gut, wenn sie ihn nicht feiern wollte, war das auch für Kuraiko in Ordnung, aber zumindest ein Geschenk wollte die Kazekage für ihre neue, temporäre Mitbewohnerin kaufen. Der Kaminishi tat die Brünette irgendwo leid, dass sie schon so lange keinen richtigen Geburtstag mehr feierte, weshalb sie zumindest ein Geschenk für angebracht hielt.
Nach dem dass dann geklärt war - Kuraiko hatte bezüglich des Geburtstages nichts mehr weiter gesagt - hatten sich beide wieder der Arbeit zugewandt. Immerhin mussten die Berge von Papiere auch irgendwann einmal abgearbeitet werden.
Maiko hatte eine Frage und um es ihr besser erkären zu können, hatte sich die Kazekage kurzerhand einfach neben sie gesetzt. Über die Papierstapel hinweg liess es sich nunmal nicht so leicht zeigen.
Schlussendlich blieb sie dann gleich neben Maiko sitzen, für den Fall, dass die Brünette noch eine Frage hatte... Ausserdem war es generell ganz angenehmen neben ihr. Auch wenn Kuraiko sich das niemals eingestehen würde, fand sie die Gesellschaft Maikos simpel gesagt angenehm.

[Timeskip auf etwa kurz vor Mitternacht]

Die Stunden verflogen und zusammen arbeiteten sie einen Papierstapel nach dem anderen ab. Grundsätzlich musste man auf den Papieren ja auch nicht viel schreiben.. Eben nur viel lesen. Ab und an musste man zwar mal etwas mehr kritzeln, als auf den anderen, aber generell war es einfach eine Flut an Worten die es zu bewältigen galt. Kuraiko musste fast überall ihre Unterschrift drunter setzten, was ihr Handgelenk mit der Zeit doch etwas ausleierte. Sie spürte, wie dieses begann zu zerren.
Gerade unterschrieb sie einen weiteren Fetzen Papier und legte ihn leise seufzend auf den neuen Stapel der erledigten Dinge, als sie auf ihrer Schulter einen Druck spürte. Sofort wandte sie sich um und war erstaunt, was sie da sah. Maiko war eingenickt, ihr Kopf lag auf Kuraikos Schulter gebettet und wenn sich die Kazekage nicht absolut täuschte, dann wirkte sie glücklich.
Es war ein seltsames Gefühl, denn Kuraiko hatte schon lange keinen grösseren Körperkontakt mehr gehabt. Wobei man hier nicht wirklich von grossem Körperkontakt sprechen konnte... Es war eher etwas intimer und das war sich die Kaminishi noch weniger gewohnt. Das letzte Mal, als sie mit einem anderem Menschen intimer geworden war, ist schon länger her.
Kurz dachte sie darüber nach, ebenfalls einfach die Augen zu schliessen, denn ein langs Gähnen gab ihr zu verstehen, dass sie mindestens genau so müde war, wie Maiko. Dennoch konnte sie nich einfach zusammen mit ihr hier einschlafen. Das ging einfach nicht... Oder?
"Nein, geht es nicht.", sprach leise zu sich selbst.
Maiko verwirrte sie immer mehr. Sie beeinflusste ihre Gedanken und das auf eine Art und Weise, die Kuraiko irgendwo Angst machte. Und da war es schon wieder... Generell hatte Kuraiko nie vor etwas Angst! Die Jüngere hatte einfach etwas an sich, vor dem sie ihre Augen nicht verschliessen konnte. Kuraiko wusste das bereits tief in ihrem Inneren, aber so wirklich eingestehen wollte sie es sich noch nicht.
Darum beschloss sie auch kurzerhand die Tainaka aufzuwecken.
Sanft rüttelte sie an ihr.
"Maiko, wir sollten langsam ins Bett gehen. Es ist schon sehr spät und mein Kaffee lässt auch langsam nach.", kaum hatte sie die Worte ausgesprochen, musste sie erneut herzhaft gähnen, wobei sie sich anständsmässig die Hand vor den Mund hielt.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Do 18 Okt 2012, 21:03

Die junge Frau war kurzweilig in ihre Traumwelt abgedriftet, wo sich ihr jedoch nicht recht viel offenbaren wollte. Eher sah sie nur Schwarz, was wohl auch daran lag, dass sie noch nicht völlig im Tiefschlaf hing, sondern nur in der Vorphase dazu verweilte. Sie war also mehr im Halbschlaf, aus dem man sie doch recht einfach aufwecken konnte, was Kuraiko wohl auch vorhatte. Zumindest spürte die Tainaka umgehend eine Berührung an ihrem Arm, die sie relativ schnell wachrüttelte. Oder zumindest holte man sie dadurch wieder zurück ins Hier und Jetzt. Denn wirklich wach fühlte sich der Körper der Braunhaarigen nicht an. Vielmehr verspürte sie ein mattes Gefühl und auch ihre grünen Kullern öffneten sich nur mäßig blinzelnd. Anfänglich war sie sogar von dem seichten Licht des Wohnzimmers geblendet. Ein leises Gähnen folgte, bei dem sie sich die Hand verschlafen vor den Mund hielt und sich langsam von der Schulter erhob, ehe sie sich mit dem Handrücken über die Augen fuhr, um den Schlaf aus jenen zu reiben.
„Hm?“, machte sie leise und sah sich zunächst leicht verwirrt um, „Bin ich eingeschlafen?“ leise sprechend, fast schon säuselnd, drehte sie sich zu der Kazekage, welche bereits auch schlimme dunkle Ringe unter den Augen aufwies. Jedoch sah Maiko wahrscheinlich auch nicht besser aus – womöglich sogar noch schlimmer, wo man sie gerade aus dem Schlaf gerissen hatte, welchen sie noch nicht mal richtig begonnen hatte.
Ein weiteres Gähnen folgte, bei dem sie sich wieder die Hand vor den Mund hielt und anschließend ausgesprochen langsam nickte. „In's Bett klingt durchaus gut, ja~“, noch immer war ihre Stimme sehr gedämpft und generell bekam sie auch nicht mehr allzu viel mit, aber dennoch zwang sie sich, sich nicht irgendwie zurück zulehnen und auf der Couch einzuschlafen, oder sich wieder auf Kuraiko fallen zu lassen.
„Ich denk, ich werd mal Zähneputzen gehen...“, murmelnd rutschte sie an den Rand der Couch und streckte sich ausgiebig, ehe sie sich wie in Zeitlupe auf die Beine hievte und erst in ihr Zimmer und dann ins Badezimmer verschwand, um sich dort fertig zumachen.
Als sie wieder heraustrat – bereits lediglich in Shirt und Slip blickte sie noch einmal ins Wohnzimmer um der Kazekage wenigstens gute Nacht zusagen. „Ich wünsch Ihnen eine gute Nacht, Kuraiko.“

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Fr 19 Okt 2012, 18:42

Es ging nicht lange und wach war Maiko. Sie hatte wohl nicht tief geschlafen. Dennoch fand Kuraiko, dass das ein äusserst süsser Anblick gewesen war, auch wenn sie das niemals der Brünette ins Gesicht sagen würde. Wie sie da an ihre Schulter gelehnt eingenickt war und friedlich vor sich hingedöst hatte... Das hatte etwas angenehmes. Kuraiko vermisste es, Jemanden in ihrer Nähe zu haben, der sich einfach gehen liess.
Auf die Frage hin, ob sie eingeschlafen war, nickte Raiko sacht. "Bist du, ja.", erklärte sie dann freundlicher als sie selbst erwartet hatte. Sie war etwas erstaunt über ihre eigene Art und Weise wie sie antwortete, aber war das denn überhaupt noch ein Wunder? Die Braunhaarige schaffte es bei der Kaminishi Gefühlsregungen zu verursachen, die sie selbst nicht einmal für existent gehalten hatte. Es war fast schon absurd wie sehr sie sich in der Gegenwart von Maiko verhielt so komplett anders war sie teilweise. Deshalb gab sich die Kazekage auch allergrösste Mühe um ihr 'Ich' zu wahren, doch einfach war es tatsächlich nicht. Aber auch das behielt sie für sich. Natürlich. Niemals würde sie das offen gegenüber Maiko zu geben. Niemals. Das war absolut tabu.
Maiko bemerkte jedoch nichts von ihren wirren Gedankengängen, sondern schwirrte ab ins Badezimmer. Kuraiko liess sie ziehen und als diese aus dem Wohnzimmer verschwunden war, seufzte sie schwer und lehnte sich nach hinten. Sie liess sich plump in die weichen Sofakissen fallen und schloss die Augenlieder.
Wieso nur brachte diese junge Frau sie nur so dermassen durcheinander? Vielleicht war sie derzeit aber auch einfach überfordert, gereizt und übermüdet? Nach diesem Tag auch kein Wunder. Vielleicht sah es morgen ja besser aus. Ja... Kuraiko beschloss all das auf Morgen zu verschieben. Heute würde sie sowieso zu keinem klaren Gedanken mehr kommen.
Es verging etwas an Zeit, doch Kuraiko konnte beim besten Willen nicht sagen, wie viel Zeit verstrichen war. Sie hatte die Augen geschlossen gehabt und war ebenfalls, wie Maiko zuvor, leicht eingedöst. Als die Brünette ihr dann eine gute Nacht wünschte, schreckte sie auf. Glücklicherweise konnte das die Tainaka jedoch nicht gesehen haben, da sie sich ja hinter der Sofalehne befand.
Kuraiko blinzelte, war jedoch im Gegensatz zu Maiko plötzlich hellwach. Sie hob die Hand, so dass Maiko sie sehen konnte und winkte ihr mit einem "Gute Nacht auch dir."
Dann seufzte sie. Nun war sie zwar hellwach, aber lange würde das nicht anhalten. Innerhalb der nächsten zehn Minuten wäre sie wieder so müde wie zuvor, wenn nicht sogar noch schlimmer...
Auch sie begab sich also ins Badezimmer, tat, was sie immer tat bevor sie ins Bett ging und legte danach in ihrem weichen, kuscheligem Bett schlafen.
Kaum lag sie, war sie in den nächsten fünf Minuten in einen sehr tiefen Schlaf versunken, der, sollte sie nicht gestört werden, bis zum nächsten Morgen andauern würde... Fast schon bis zum Mittag.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Sa 20 Okt 2012, 23:04

Ein weiteres Mal herzhaft gähnend, verschwand Maiko umgehend in ihr Gästezimmer, wo sie sich unmittelbar auf das Bett schmiss, die Decke über ihren Kopf zog und sich zusammen kugelte. Leise seufzend, schloss sie die, ohnehin schon von Schlaflosigkeit untermalten, Augen, ehe die Braunhaarige in einen tiefen Schlaf abdriftete, der ihr die Erholung schenkte, nach der sie sich den ganzen Tag so sehr gesehnt hatte.
Mit dem gleichen zufriedenen Lächeln ins Kissen gekuschelt, verfiel sie in eine Traumwelt, welche dem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, wohl auch viel versprechend gefüllt war.
So sah sie nämlich die ganze Nacht über aus. Wie ein glückliches Kind, was sie im Grunde mit ihren jetzigen 20 Jahren gar nicht mehr war, aber dennoch im Schlaf symbolisierte.

Zumindest wahrte sie diese Mimik, bis sie am nächsten Morgen wieder relativ früh aufwachte – hellwach. Entgegen aller Erwartungen verspürte ihr Körper tatsächlich keine Müdigkeit mehr, was Maiko leise grummeln lies. Sie hasste es, so früh bereits wach zu sein, obwohl sie mit großer Wahrscheinlichkeit bei sich zu Hause wesentlich mehr hätte schlafen können. Unzufrieden schob sie ihren braunen Schopf unter die Bettdecke, um der morgen Sonne zu entgehen, welche direkt in ihr Zimmer schien und bis eben auf ihrer Nase getanzt hatte. Ihre Tat entpuppte sich aber nach wenigen Momenten als völlige Pleite, da die geschlossenen grünen Kullern nach kurzer Zeit wieder aufmerksam vor sich hin blinzelten, wenngleich die Besitzerin darüber nicht sonderlich glücklich war. „Wunderbar.“, murmelte sie mit einem ironischen Unterton in ihrer Stimme, ehe sie die Bettdecke beiseite schlug und sich in dem Bett aufsetzte.
Was sollte sie nun tun? Die ganze Zeit über im Bett herum vegetieren war schließlich auch nicht die optimale Lösung für einen Morgen. Also entschloss sie sich in der – nicht mehr ganz so unbekannten – Wohnung nach der Kazekage umzusehen und zur Not erst mal unter die Dusche zu hüpfen, was sie eigentlich bereits gestern machen wollte, aber vom Shichibi leider aufgehalten wurde.
Leichtfüßig kramte sie nach ihren Sachen, ehe sie mit jenen unterm Arm zur Tür ging, jene leise öffnete und prüfend durch einen kleinen Spalt in den Flur sah. Alles ruhig. Keine Kuraiko. Sie hörte weder etwas im Bad, noch in der Küche und auch als sie herüber ins Wohnzimmer linste, entdeckte sie niemanden. Womöglich lang die Ältere also noch in den Federn und kurierte sich von dem letzten Tag aus, was um Himmelswillen ihr gutes Recht war. Da Maiko aber eben nicht mehr schlafen konnte, ging sie also erst mal ins Bad, lauschte aber davor noch mal genau, um nicht den gleichen Fehler wie am Vortag zu begehen.
Als die Tokubetsu Jônin jedoch davon überzeugt war, niemanden im Bad anzutreffen, verschwand sie darin, schloss leise die Tür hinter sich und begann mit der morgendlichen Routine, ehe sie sich unter die Dusche stellte.
Etwa eine Viertelstunde verging so, ehe die Braunhaarige mit Handtuchtrocknen Haaren wieder heraustrat und umgehend ihren Gang in die – wohlgemerkt leere – Küche antrat. Mit einem dunkelblauen Top bekleidet stand sie da, die Hände in die Hüften gestemmt, während eine weiße Hotpants das Ganze abrundete. Um ihre Schultern hing ein ebenso weißes Handtuch, was bezweckte, dass ihre Spitzen nicht ihr halbes Shirt durchtränkten, jedoch wäre ihr das in diesem Augenblick wohl egal gewesen, da sie momentan leicht unentschlossen war. Was sollte sie nun machen? Sollte sie schon mal den Tisch decken und darauf warten, dass die Rothaarige aufwachte? Oder...
Ihr Blick schweifte umher, suchte nicht mal nach etwas bestimmten, ehe er auf ein Tablett traf. „Mh.“, dachte sie, während sie das Ding etwas beäugte. Tatsächlich hatte sie eine Idee, aber ob sie jene auch wirklich in die Tat umsetzen sollte? Na warum eigentlich nicht. Mehr als ablehnen konnte die Kazekage ja eh nicht. Und schließlich hatte Kuraiko gestern gefragt, ob sie etwas Besonderes machen wollte.
So machte sich die junge Frau daran, das Tablett in der nächsten Dreivierteilstunde mit zwei Tellern zu füllen, auf denen sich irgendwann ein Omelett aufgetan hatte, daneben zwei Schüsseln mit Misosuppe, Stäbchen, zwei Tassen Tee und unter dem Omelett lagen zwei Scheiben Toast.
Nachdem sie die benötigten Gerätschaften also wieder ausgestellt hatte – explizit den Herd – betrachtete sie ihr Werk kritisch, zuckte aber mit den Schultern. Es war zwar nichts Großartiges, aber dafür, dass sie in einer fremden Küche gearbeitet hatte – möglichst leise – sah das gar nicht so schlecht aus. Außerdem war sie sich sicher, dass ihr Produkt soweit schmecken würde, denn obwohl man ihr das nicht ansah, war Maiko im Grunde keine schlechte Köchin. Seit nun 5 Jahren sorgte sie für sich allein, da war es fast unumgänglich, dass man Kochen lernte.
„Wird schon passen.“, dachte sie bei sich und hob das Tablett an, um es aus der Küche heraus in Richtung des Schlafzimmers der Kazekage zu tragen, vor jenem sie aber innehielt.
Einige Augenblicke verharrte sie in ihrer Position, versuchte zu vernehmen, ob die Andere wach war, ehe sie mit dem Tablettrand sachte gegen die Tür klopfte.
Als jedoch keine Antwort kam, drückte sie mit dem Ellenbogen die Klinge herunter und drückte die Tür dann mit dem Fuß auf.
Den Atem anhaltend sah sie in das abgedunkelte Zimmer hinein, ehe sie leise den Namen der Kazekage flüsterte und zaghaft eintrat.
Vorsichtig setzte sie das Tablett auf der freien Bettseite ab und betrachtete das schlafende Gesichtsausdruck der Rothaarigen, was sie unweigerlich mit einem seltsamen Gefühl erfüllte. Kuraiko sah so unwahrscheinlich putzig aus, wie ihr eine Haarsträhne über die Nase hing...wie sie da lag – in die Kissen gekuschelt. Mit Sicherheit genauso selig lächelnd, wie Maiko es vorhin getan hatte und plötzlich wieder tat.
Die Braunhaarige stand noch einige Momente stumm da und sah weiter zu, wie die Andere schlafend in dem Bett lag, ehe sie leise seufzte. Eigentlich wollte sie sie ungern aufwecken. Sollte sie also einfach verschwinden und das Frühstück daneben stehen lassen? „Kuraiko?“, langsam ging sie um das Bett herum und berührte sie sanft an der Schulter. Womöglich würde es dir Andere gar nicht merken.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 21 Okt 2012, 17:25

Die Nacht war kurz und erbarmungslos gewesen. Während sie sonst meist traumlos schlief, hatten sie heute Albträume der feinsten Sorte heimgesucht. Sie träumte von ihren zwei verflossenen Lieben. Ihrem damaligen Freund, von dem sie ein Baby erwartet. Träumte davon, wie er sie damals im Stich gelassen hatte. Wie er sie verliess, ohne eine wiklich gute Begründung zu nennen. Es schien, als wäre sie einfach uninteressant geworden, nach dem er erfuhr, dass sie ein Kind unter ihrem Herzen von ihm trug. Doch in ihrem Traum war es anders. In ihrem Traum war gleichzeitig auch ihre Geliebte da. Zur gleichen Zeit.
Einsam befand sich Kuraiko in ihrem Zimmer. Es war jedoch nicht warm und fröhlich, wie sie es sonst immer hatte, nein, es war kalt, trist... Kaum waren Farben vorhanden. Die Vorhänge waren zugezogen und von ausser war der monotone Klang des Regens zu hören. Kuraiko sass auf ihrem Bett, starrte die Wand ungläubig an. Konnte nicht fassen, was eben passiert war. Ihre Hand fuhr langsa zu ihrem leicht gewölbten Bauch. Sie schluckte, ihre Emotionen schafften es jedoch nicht, an die Oberfläche zu gelangen. Sie wüteten tief in ihr drin und zerfrassen sie von Innen. Dann wechselte abrupt die Szene. Ihre Gliebte kam in ihr Zimmer, versuchte sie aufzuheitern und ihr Mut zu zu sprechen. Kuraiko erklärte ihr, dass sie das Baby nicht wolle. Doch ihr Gegenüber erklärte ihr, dass sie es zusammen grossziehen könnten. Die Kaminishi nickte matt und bekundete damit ihr Einverständnis. Ihr Traum wandelte sich. Sie lag in einem Krankenhaus und hatte so eben ein Baby zur Welt gebracht. Es war einfach gewesen, dabei hatte sich die Rothaarige das immer sehr schmerzhaft vorgestellt. Ihre Geliebte stand neben ihr, doch keiner war glücklich. Das Baby schrie laut auf. Plötzlich spritze Blut und benetzte die weisse Bettdecke von Kuraiko. Abrupt rissen die Schreie des Babys ab und ein dumpfer Aufprall folgte. Ungläubig starrte sie in die Augen ihres ehemaligen Geliebten. Der Vater des Babys. Er formte Worte, sprach zu ihr, doch Kuraiko konnte ihn nicht verstehen. Sie geriet in Panik. Hatte er eben das Baby umgebracht? Sie starrte auf die blutbesudelte Decke. Ihre Augen waren weit geöffnet, starr vor Schreck. Dann sah sie wieder zu Kazuki, den sie einst so gut kannte. Ein völlig schiefes und böses Grinsen war auf seinen Lippen. Ein eiskalter Schauer überlief Kuraiko. Wieder sprang der Traum. Dieses Mal jedoch nicht in eine andere Szene, sondern nur etwas voran. Ayame fiel mit glasigen Augen neben ihr auf das Bett. Aus ihrem weit geöffnetem Mund lief Blut. Dann fiel sie langsam vom Bett runter und landete ebenfalls auf dem Boden. Plötzlich stand Kazuki neben ihr. Lächelte sie an. Starrte ihr direkt in die Augen. Kuraiko wollte sich wehren, wollte ihn schlagen, aber es ging nicht. Kaukis Lächeln wurde breiter. Er beugte sich zu ihr hinunter und fasste sie an der Schulter an. Leicht rüttelte er daran.
"Kuraiko?", sprach er mit aaglatter Stimme und sie versuchte japsend nach Luft zu schnappen, nur nebenbei fiel ihr auf, dass sie ihn nun sprechen hören konnte, "Hast du Angst, Kuraiko? Möchtest du auch sterben?"
"Nein!", schrie sie entschieden und war sich nicht bewusst, dass sie das nicht nur im Traum getan hatte, sondern auch in der Realität. Das war auch der Auslöser um endlich zu begreiffen, dass sie das alles nur träumte. Augenblicklich hielt sie die Luft an und schlug die Augen auf. Sie sah sich kurz um, wurde sich aber schnell bewusst, dass all das nicht der Wahrheit entsprach. Erleichtert stiess sie die Luft wieder aus und bemerkte dann, das doch Jemand hier stand... Sofort richtete sie sich in ihrem Bett auf und brachte sich in eine sitzende Position. Die Decke fiel von ihrem Oberkörper und ein hauchfeines, wunderschön gearbeitetes Nachkleid kam zum Vorschein.
Ihr Blick war starr und kampfbereit, bis sie registierte, dass da Maiko stand.
"Maiko?", sagte sie ehrlich überrascht und es war das erste Mal, dass sie so dermassen die Fassung verloren hatte.
"Was... Machst du in meinem Zimmer?", fragte sie dann in der Hoffnung, sie hätte das Ganze irgendwie nicht mitbekommen. Dass sie sogar laut 'Nein' geschriene hatte, wusste Kuraiko nocht nicht einmal.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 21 Okt 2012, 19:58

Für einen Moment verharrte Maiko in ihrer Position, wo sie leicht über der Rothaarigen gebeugt stand und darauf wartete, dass sie reagiert, oder eben nicht reagierte. Nach einigen Augenblicken der Stille, musste die Braunhaarige jedoch feststellen, dass wohl letzteres eintreffen würde und die Kazekage wohl noch immer in ihrer Traumwelt weilte, von der sie zu glauben schien, dass sie wohl schön sein musste. Dass sich die Tainaka da jedoch völlig irrte, wusste sie bis zu jenem Zeitpunkt noch nicht. Erst als sie sich bereits zurückziehen wollte, da sie eingesehen hatte, dass die Schlafende wohl so schnell nicht aufwachen würde, wurde sie von einem lauten 'Nein' überrascht, was irgendwo markerschütternd war. Vor allem war es völlig untypisch. Niemals hätte die Braunhaarige erwartet in solch einer Stimmlage, die so völlig fremd klang, wenn sie von Kuraiko kam, zu hören.
Mit einer Gänsehaut zuckte sie erschrocken zusammen und plötzlich wusste sie nicht, was sie tun sollte. Sie starrte einfach nur auf die Frau nieder, deren Lider sich gequält zusammenkniffen. Hatte die Andere schlecht geträumt? Oder...hatte Maiko sie erschreckt?
Aufmerksam blinzelnd betrachtete sie die Rothaarige aus ihren grünen Kullern, die nun noch wacher als zuvor waren. Und plötzlich blickten sie in offene rote Augen, die ebenso wenig begeistert wirkten, wie zuvor das Nein geklungen hatte. Sie hatten ebenso etwas gehetztes inne, fast so, als hätten sie den Tod persönlich gesehen.
Vorsichtig wich Maiko ein- zwei Schritte zurück, ehe sie instinktiv zu dem Tablett eilte, und es am Rand festhielt, als sich die Frau im Bett erhob. Womöglich wäre es noch heruntergefallen, was verhältnismäßig schade gewesen wäre, obwohl sie sich in diesem Augenblick fragte, ob es wohl der falsche Zeitpunkt war, sich Gedanken um das Frühstück zu machen. Denn wenn sie sich die Frau so ansah, wie sie nun in ihrem Bett saß, war es wirklich wenig schwer abzulesen, dass das eben Geträumte definitiv nichts Schönes gewesen sein durfte. Für einen Moment blieb der Tokubetsu Jônin sogar der Atem weg, da sie fast schon glaubte, die Rothaarige würde sie anfallen, weshalb sie ausschließlich stumm in die roten Augen blickte. Auch als die Andere sich entspannte...oder zumindest nicht mehr ganz so...verschreckt drein schaute, konnte Maiko den völlig verwirrten Blick nicht abwenden.
So brauchte sie auch wenige Sekunden, ehe sie nach einem Augenaufschlag antwortete. „M..morgen?“, fing sie kleinlaut an und räusperte sich leise, ehe sie mit dem Finger auf das Tablett deutete, welches sie noch immer mit der anderen Hand stützte, „I..ich...wollt Ihnen eigentlich nur Frühstück ans Bett bringen, weil sie gestern so müde waren und...ist alles in Ordnung? I..ich kanns auch einfach da stehen lassen. Dann geh ich wieder.“

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Mo 22 Okt 2012, 17:23

Sie blinzelte verwirrt, zwang sich dann sogleich aber die Fassung wieder zu erlangen und setzte ihre Maske auf. Zumindest teilweise. Anscheinend hatte sie Maiko erschreckt, denn die junge Frau wirkte irgendwie überrascht, verwirrt und leicht eingeschüchtert? Wirkte sie so bedrohlich?
Dann begrüsste Maiko sie mit einem kleinlauten Morgen und deutete auf ein schön zubereitetes Tablett auf dem allerlei Essen stand. Überrascht hob nun Kuraiko eine Augenbraue und ihr fiel nicht auf, wie schnell ihre Maske wieder gefallen war.
"Du hast ein Frühstückstablett für mich gemacht? Moment... Wieso?", sie sah der Brünette direkt in die Augen und war ehrlich verwirrt. Immerhin war heute weder Weihnachten noch sonst ein Feiertag und es war auch nicht Kuraikos Geburtstag... Geburtstag! Da fiel ihr wieder ein, was die Brünette ihr gestern spät Abends gesagt hatte.
"Maiko.. Du hast doch Geburtstag und nicht ich.", sie lächelte leicht und unnahbar, "Wenn dann sollte ich dir das Tablett ans Bett bringen."
Sie seufzte leicht und deutete dann neben sich aufs Bett. "Aber es ist eine sehr nette Geste von dir, danke, Maiko. Ich hoffe, du leistest mir Gesellschaft beim frühstücken? Ist zwar etwas ungwöhnlich im Bett wenn man betrachtet, dass wir uns noch nicht so lange kennen, aber das spielt keine Rolle."
Und wenn Kuraiko ehrlich war, dann kam es ihr so vor, als ob sie Maiko schon um einiges länger kannte, als es tatsächlich war. Die wenigen Tage in dennen sie die Tainaka nun bei sich hatte, schienen wie zum Alltag geworden zu sein. Merkwürdigerweise konnte sie sich Maiko einfach nicht mehr wegdenken, dabei ging es ihr womöglich schon bald wieder besser und dann würde sie mit Sicherheit wieder in ihre eigene Wohnung gehen wollen. Eine Vorstellung, die Raiko - warum auch immer! - nicht behagte.
"Und tut mir leid, wenn ich dich erschreckt habe, das war nicht meine Absicht, aber es ist tatsächlich so, dass ich es nicht mag, wenn man in mein Zimmer kommt. Ich habe hier allgemein nicht gerne andere Leute. Es ist mein intimster Raum.", erklärte sie geradeheraus und alles entsprach der Wahrheit. Sie mochte es nicht, wenn fremde Leute ihr Zimmer betraten. Generell warf sie diese dann hochkant wieder heraus, aber bei Maiko war es - wie schon oft erwähnt - etwas anderes und so seltsam es auch klang, es war so. Ausserdem befanden sich hier auch noch einige Dinge aus ihren früheren Beziehungen oder auch Fotoalben aus ihrer Kindheit. Allerelei solche Dinge eben. Es war sozusagen ein Sammelsurium alter Erinnerungen.
Kuraikos blutrote Augen traffen die grünen von Maiko. Noch einmal klopfte sie neben sich aufs Bett.
"Na los, setzt dich hin. Du bist sicher auch hungrig. Ausserdem... Ich hoffe, du hattest einen schönen Geburtstagsmorgen, Maiko. Ich wünsche dir alles Gute."

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Do 25 Okt 2012, 16:06

Wie hypnotisiert blickte Maiko die andere an, rührte sich dabei kein Stück und hielt noch immer das Tablett, auf das sie weiterhin deutete.
Erst als ihr Gegenüber zu bedenken gab, wieso gerade die Braunhaarige Frühstück gemacht hatte, obwohl sie diejenige welche war, die Geburtstag hatte, blinzelten die grünen Augen verwirrt. „Das ist...richtig.“, gab sie von sich und wirkte dabei etwas verunsichert. Hatte sie womöglich was falsch gemacht? Für sich selbst machte sie normalerweise nämlich auch an ihrem Geburtstagsmorgen Essen, dass sie mit ins Bett nahm und sich dort entspannte.
„Uhm...“, fing sie an und guckte etwas schief auf das Tablett, „Nun...mich überkam die Idee Vorhin plötzlich außerdem wollte ich mich noch mal für das Wohnen und die Pflege bedanken.“ Das stimmte sogar...teilweise. Neben der Tatsache, dass sie irre gern lange im Bett rumlag, verlangte ihre gute Erziehung von ihr irgendwo, dass sie sich irgendwie erkenntlich zeigte. Da die Tokubetsu Jounin jedoch nicht sonderlich bewandert darin war, was Kuraiko so mochte, oder eben nicht mochte, hatte sie einfach auf etwas geschlossen, was sie selbst auch gern machte.
Was sie jedoch nicht bedacht hatte, war wohl, dass sie einfach ungefragt in die Privatsphäre der anderen eingedrungen war. Natürlich: sie hatte geklopft, aber da die Rothaarige bis eben noch – mehr oder weniger ruhig – geschlafen hatte, hatte sie natürlich keine Antwort erhalten. Und obwohl ihr Gegenüber Maiko versicherte, nichts gegen ein gemeinsames Frühstück zu haben, war sich die Braunhaarige irgendwo nicht ganz sicher. Im Grunde hielt sie es für besser, einfach auf dem Absatz kehrt zu machen und aus dem Zimmer zu gehen. Dies hatte sie sowieso vor gehabt. Sie hätte ihr eigenes Essen einfach wieder mit heraus genommen.
„Ist schon in Ordnung...ich wollte nicht so unverschämt in Ihre Privatsphäre treten...ich geh schon...“, eigentlich wollte sie sich verabschieden, als die andere – erneut – neben sich aufs Bett deutete, was Maiko zum innehalten antrieb.
„Ich ähm...danke schön. Aber ich kann auch einfach meinen Teil mit nehmen und dann lass ich Sie alleine.“ Etwas nervös deutete sie hinter sich auf die Tür, auf die sie eigentlich tatsächlich lieber zu gegangen wäre, aber stattdessen stehen blieb und mit schief gelegtem Kopf emotionslos auf die Decke starrte. Kurz wusste sie nicht, was sie tun sollte, oder ob es wirklich richtig war, sich in das fremde Bett der Frau zu legen...na gut setzen. Andererseits sagte ihr eine unterschwellige Stimme, dass sie doch eh darauf ausgewesen ist und sie die Andere doch eigentlich näher kennenlernen wollte. Fragwürdig war nur, ob sie das gleich im eigenen Bett der Kazekage wollte.
„Ach was solls..“, gab sie innerlich nach und schob das Tablett vorsichtig beiseite, ehe sie es hochhob und sich damit neben Kuraiko legte. „Guten Hunger...“, murmelte sie leise, als die Braunhaarige das Gebilde auf den Oberschenkeln der zwei abstellte und der anderen die Stäbchen reichte, „Ich hoffe Sie mögen grünen Tee. Ich wusste nicht, ob sie doch lieber Kaffee wollten.“ Sie war so irre schlecht im Smalltalk und überhaupt wusste sie noch immer nicht, ob sie sich wohlfühlen sollte, oder ob sie besser doch abgehauen wäre.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 28 Okt 2012, 13:36

Kuraiko winkte ab, als sich Maiko für das Wohnen und die Pflege bedankte. "Ist schon in Orndung, Maiko. Du leistest dafür ja immerhin etwas, also brauchst du dich dafür nicht zu bedanken. Ausserdem ist es in diesem Haus sowieso immer sehr leer und für eine Person ist es eigentlich viel zu gross, findest du nicht auch?", sie lächelte, auch wenn es ein sehr dünnes und schmalllippiges Lächeln war.
Es war seltsam das Frühstück ans bett serviert zu bekommen, aber auf eine interessante Art und Weise auch sehr angenehm und positiv überraschend. Kuraiko empfand die Gesellschaft der Tainaka inzwischen als sehr angenehm, denn sie kannte sie nun etwas besser durch die interessanten Gespräche vom gestrigen Abend. Sie hatten ziemlich lange geredet, bevor sie sich dann doch endlich an die Arbeit gemacht hatten. Vor allem dass sich Maiko doch noch dazu entschlossen hatte, gegen ihren Vater auszusagen, hatte die Kaminishi überrascht. Sie hätte damit gerechnet, dass die Brünette darauf beharren würde, bei ihrer Meinung bleiben würde und dass sie durch nichts erschüttert werden könnte.
Aber Kuraiko hatte sich anscheinend getäuscht. Sie hatte durch irgendetwas eine Art Erleuchtung gekriegt? Wer wusste das schon. Jedenfalls tat sie nun das Richtige. Dieser Meinung war aufjedenfall die Kazekage, aber wer wusste schon, was wirklich 'richtig' und 'falsch' war? Niemand. Das war teilweise reine Ansichtssache, dennoch konnte man dieses Verhalten ihres Vaters nicht einfach als nichtig abtun, davon war die Rothaarige überzeugt.
Sie sah Maiko emotionslos an, als diese meinte, sie würde einfach mit ihrem Essen wieder rausgehen. Jetzt wo sie sowieso schon einmal hier war, spielte das doch sowieso keine Rolle. Ja, Kuraiko mochte es nicht, wenn man einfach in ihr Zimmer kommt. Sowas konnte sie nicht ausstehen, doch auf eine Art und Weise war sie auch froh darüber gewesen, dass die Brünette gekommen war. Sie hatte sie aus ihrem schrecklich verstörrendem Traum geholt. Als Kuraiko aufgewacht war, dankte sie Gott, dass es bloss ein Traum gewesen war.
Doch dann legte - oder besser gesagt setzte - sich Maiko doch neben ihr ins Bett und wünschte ihr einen guten Hunger.
"Dir ebenfalls.", erwiderte sie und es klang prüder als gewollt. Eigentlich wollte sie sich anstrengen um Maiko gegenüber etwas offener und freundlich zu wirken, aber es fiel Kuraiko verdammt schwer, diese Eigenschaft abzulegen. Diese emotionslose Maske, die sie sich eines Tages angeeignet hatte und nie mehr wirklich los wurde.
Sie griff nach den Stäbchen und langte mit der anderen Hand nach der Schüssel und sah dann Maiko an, als diese sagte, dass sie nicht wüsste, ob sie lieber Kaffee oder Tee hätte.
"Ich mag beides.", erklärte Kuraiko knapp, "Aber generell ist mir Tee lieber. Kaffee trinke ich mehr, um mich wach zu halten. Dir ist Tee lieber, richtig?", sie stoppte kurz. Dachte wieder an ihren Traum und fragte sich, ob sie im Schlaf gesprochen hatte. Wenn ja, wieviel? Was hatte Maiko alles mitbekommen?
Aus ihrem Augenwinkel sah sie hinüber, aber alleine vom hinschauen würde sie keine Antwort bekommen. Wollte sie diese überhaupt...?
"Maiko?", fragte sie dann und ihre Stimme klang leicht hohl, "Als du in mein Zimmer kamst...", sie stockte kurz. Wie sollte sie ihre Frage formulieren?
"Habe ich etwas gesagt?", fragte sie dann völlig direkt und hatte wieder ihre unantastbare Mine aufgesetzt.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 28 Okt 2012, 23:50

Es war ein ruhiger Morgen, der nicht mehr ganz so in den Kinderschuhen steckte und eher weiter heran geschritten war, als dass man ihn noch groß Morgen taufen konnte. Sie lang in einem fremden Bett und auf ihren Oberschenkeln prangte ein Frühstück, nach dem sich ihr Margen mittlerweile sehnte und neben ihr lag eine absolut hübsche Frau. Allgemein betrachtet wäre diese Situation eine wohl unersetzliche für so einige Männer, die nun damit anfangen würden genüsslich zu Frühstücken und einfach die Seele baumeln lassen würden.
Bei Maiko war dies nicht der Fall. Die Tainaka fühlte sich eher etwas unwohl, obwohl weder das Bett noch das Kissen in ihrem Rücken unangenehm waren. Sie war einfach nur unheimlich nervös, obwohl sie sich nicht erklären konnte, woher dieser Umstand herrührte. Immerhin kannte sie Kuraiko nun doch schon etwas und gestern Nacht hatte sie so unheimlich viel über Jene erfahren, so viel, wie sie bisher über niemand anderen wusste, da sie sich bei niemandem wirklich in private Dinge einmischte. So hätte sie das eigentlich auch bei der Rothaarigen handhaben wollen, aber jene hatte sich mehr oder minder ebenso in Maikos Privatsphäre gedrängt, was zwar durch ihren Vater irgendwo unvermeidbar gewesen war, aber so hatte sie nun wenigstens die faire Gegenleistung dafür erhalten. Und wenn sie ehrlich war, machte es die Andere irgendwo sympathisch. Ja, tatsächlich konnte die Braunhaarige fast behaupten, sie möge die Kazekage irgendwo.
„Danke schön.“, antwortete sie ähnlich trocken und griff nach dem Tee, ehe sie über die Oberfläche pustete, „Ja, ich mag keinen Kaffee. Generell hab ich arge Probleme mit Genussmitteln wie Alkohol und Koffein, oder Nikotin. Ich reagiere relativ...schnell darauf.“, über den Becherrand blickten die grünen Augen in den Tee, der still vor ihr lag und Kuraikos gradliniges Gesicht spiegelte, wenn sie ihn richtig hielt.
Als jene wieder anfing zu sprechen, sah Maiko auf und wandte sich ihr so gut es geht zu, während sie darüber nachdachte, wie sie bestenfalls antworten sollte. Immerhin war es nicht ganz einfach, zu deuten, was zuvor mit der Kaminishi war.
„Hm.“, fing sie an und nippte vorsichtig an dem Heißgetränk, ehe sie weitersprach, „Nun...Sie haben laut Nein gerufen. Daher war ich etwas...verwirrt. Ich dachte, ich hätte sie verschreckt. Deshalb hab ich auch gefragt, ob alles in Ordnung sei.“ Sie hielt inne und sah die Andere etwas länger an. Ja, sie versuchte zu analysieren was sich wohl in dem Inneren der Frau abspielen mochte, aber die Fassade war einfach zu genial aufgebaut, als dass sie wirklich darüber urteilen konnte. Womöglich brauchte es die richtigen Gesprächsthemen um das zu schaffen.
„Ist...denn alles in Ordnung?“, fragte sie leise und sah der Rothaarigen in die Augen, in denen es relativ leicht war, sich zu verlieren, wenn man wollte.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Mo 29 Okt 2012, 19:23

Wie es sich Kuraiko dachte. Die Tainaka mochte lieber Tee. Nein, das war falsch ausgedrückt, sie mochte generell keinen Kaffee. Das hätte sie aber eigentlich auch wissen können, immerhin hatte sie gestern ihr Angebot bezüglich eines Kaffees ebenfalls ausgeschlagen.
Die Kaminishi nickte also knapp. "Verstehe, ich denke, das ist aber keine schlechte Eigenschaft. Du kannst also stolz darauf sein.", kommentierte sie Maikos Erklärung bezüglich des Alkohols und derlei Dinge.
Sie selbst rauchte nicht, trank aber gerne mal 'etwas' Alkohol - vorzüglich Sake oder roten Wein - und ebna auch ab und an Kaffee. Tee war jedoch gut zum entspannen und heute zumindest direkt nach dem aufstehen wollte sich die Kazekage diese kurze Ruhepause gönnen. Ausserdem war ja noch Maikos Gerburtstag, das hatte die Kaminishi nicht vergessen. Sie würde der Brünette etwas hübsches kaufen gehen, auch wenn die Rothaarigen derzeit noch keinerlei Ahnung hatte, was sie ihr besorgen sollte... Vielleicht war das ja die Gelegenheit um es irgendwie in Erfahrung zu bringen? Dann aber antwortete Maiko auf ihre Frage.
"Nein?", wiederholte Kuraiko trocken und erinnerte sich irgendwann im Traum Nein gerufen zu haben, "Nein und sonst nichts?", hackte Kuraiko noch einmal nach um sicher zu gehen, dass Maiko nicht mitbekommen hatte, um wen oder was sich dieser Traum gedreht hatte. Das ging nämlich niemanden etwas an, nur sie selbst. Auch Maiko sollte davon möglichst nicht erfahren, auch wenn dieses 'Nein' womöglich ziemlich verdächtig war, wenn sie es denn tatsächlich geschrien hatte... Was ja auch nicht unbedingt zu ihr passte.
Kuraiko hob kurz die Augenbrauen, schüttelte dann leicht den Kopf über ihre eigenen, unsinnigen Gedanken und nippte an ihrem Tee, bevor sie die Tasse erneut auf das Tablett stellte und dann die Stäbchen zur Hand nahm. Sie fischte sich damit einige Nudeln aus der warmen Suppe und ass sie.
"Mhm... Sehr gut.", erklärte sie dann kanpp und deutete mit den Stäbchen auf die Miso-Suppe die Maiko heute gemacht hatte.
"Fast etwas zu viel Gewürz, aber ich mag es etwas intensiver.", erklärte sie dann und ihre Mine und ihre Stimmlage war wieder so emotionslos wie eh und je.
Ein weiterer Biss wanderte in ihren Mund, bevor sie Maiko wieder ansah.
"Was magst du so, Maiko? Bitte erzähl mich ein bisschen über dich, damit ich weiss, was ich dir auf den Geburtstag schenken kann.", waren ihre direkten Worte an sie und sie verlangte natürlich auch eine aufrichtige und direkte Antwort.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 04 Nov 2012, 23:03

(Out: ich fass' Maiko & Haruka jetzt für den kurzen Teil zusammen, da ich eh nicht mehr groß Lust darauf habe, Maiko nun noch groß zu spielen o_o)

Vorsichtig hatte die Braunhaarige den Becher wieder auf dem Tablett abgestellt gehabt, während sie kurz über die Worte der Anderen nachgedacht hatte. Ob es wirklich so lobenswert war, keine Genussmittel zu verzehren aus Angst, sich hinterher völlig bescheuert zu verhalten? Nikotin brachte zwar keine seltsamen Verhaltensweisen auf, aber bezüglich Alkohol und Kaffee hielt sie einfach nur Abstand, da es zu sehr aufputschend, oder verwirrend wirkte. Maiko hatte ein mal von einigen Sakeschälchen probiert, was darin ausgeartet war, dass sie fast nur noch am Lachen war. Außerdem mochte sie dieses benebelte Gefühl nicht. Allerdings verschwieg die Tokubetsu Jônin jegliche solcher peinlichen Details, was in dem Augenblick eh besser gewesen wäre, da Hauptgesprächsthema eben noch immer das Verhalten Kuraikos war und nicht das ihrige unter Alkoholeinfluss.
„Nein, nicht mehr.“, gab sie knapp zurück und zog die Augenbraue etwas hoch, während sie der Anderen noch immer zugewandt war. Ruhig dreinblickend suchten die grünen Augen nach irgendwas in der Mimik was ihr Aufschluss über diese seltsame Frage geben sollte, fand aber nichts, was ihr groß helfen könnte. Warum aber versicherte sich Kuraiko diesbezüglich bei ihr?
„Ist Ihnen das so wichtig?“, die Frage war beiläufig gestellt, war fast rhetorischer Natur, da sie die Antwort sogar fast erahnen konnte. Natürlich muss es der Frau wichtig gewesen sein inwieweit Maiko Aufschluss über ihre Nachtruhe erhalten hatte, welchen Grund sie dafür hatte, war jedoch keineswegs klar. Allerdings würde einfaches Nachfragen hier nicht funktionieren – hatte es schließlich am Vortag auch schon nicht und so tat es die Braunhaarige der Anderen gleich, fischte nach den verbliebenen Stäbchen, um ebenso das Schälchen mit der Suppe in die andere Hand zu nehmen und die Nudeln herauszufischen.
„Intensiv, mh?“, murmelte Maiko abwesend auf den Stäbchen kauend. Wenn sie ehrlich war, interessierte sie der Geschmack des Frühstücks gerade weniger. Ihre Gedanken kreisten heimlich um die Frage des Warums. Nebenbei beschäftigte sie sich zwar mit dem Essen, gab aber auch kaum etwas von sich.
„Wenn sie nachhakt, in einem Traum 'Nein' ruft und anschließend nichts darüber erzählen will, ist es ihr in jedem Fall unangenehm, aber...warum? Was hatte sie dann geträumt?“, gedankenverloren glitt ihr Blick aus den Augenwinkeln zu der Rothaarigen herüber. Vielleicht sollte sie doch einfach unscheinbar nachfragen, obwohl sie bezweifelte, dass man ihr eine ernste Antwort geben würde. Kurz darauf jedoch, weiteten sich die Augen fragend, die Augenbrauen schnellten beide in die Höhe.
„Bitte?“, fragte sie lauter als geplant, „Sie müssen mir nichts schenken...ich...wa-“. Ein Türklingeln schluckte die letzten fragenden Ausrufe schlichtweg herunter. Schnell glitt ihr Augenpaar zur halbgeöffneten Schlafzimmertür und wieder zurück zu Kuraiko. „S...soll ich aufmachen?“, fragte sie und deutete mit ihren Stäbchen in Richtung Tür.


Isao und Haruka hatten sich also aus dem Schwimmbad verdrückt, um langsam der Arbeit wieder nachzugehen, welche in diesem Augenblick darin bestand, das freundliche Kageweibchen aufzusuchen, sich ein feines Schriftröllchen abzuholen und bestmöglich schnell wieder zu verschwinden, damit die Dunkelhaarige nicht zu sehr den eiskalten, roten Augen Kuraikos ausgesetzt war.
„Im Ernst – sie ist unheimlich wobei die Tatsache, dass sie mit Isao und dem anderen Powerweib in einem Geninteam war, noch erschreckender ist.“, dachte sich die Oinin bei sich und stand derweil neben dem anderen Rotäugigen, dessen Kullern beim besten Willen keine Seltsamkeit ausstrahlten, wenn man von dem anziehenden Effekt mal absah.
Jedenfalls wurde Haruka von dem Jônin in das gleichnamige Clanvirtel der Kaminishi geführt, wobei sie vorher noch bei einem Winzer des Dorfes und hatten einen teuren Rotwein erworben.
Mit jenem in der Hand – hübsch als kleines Präsent verpackt – hatte sie die Klingel betätigt und wartete nun neben dem großgewachsenen Mann auf Einlass.
„Weißt du was bei bei Rotwein einfällt? Rote Augen. Euer Geninjahrgang hatte scheinbar ziemlich viele solcher Typen, hm?“ „...und ziemlich viele komische Kinder...“, fügte sie in Gedanken hinzu.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Fr 09 Nov 2012, 16:43

cf: Schwimmbad

In Gedanken immer noch bei der Sache mit Nanami, kam Isao irgendwie wieder zu dem Morgen, der dank eben dieser Dame irgendwie ziemlich in die Hose gegangen war. Aber Haruka hatte ihn gewissermaßen aus der Situation heute morgen gerettet, wofür er unwillkürlich immer noch Dankbarkeit verspürte. Ohne groß darüber nachzudenken, führte er die brave Terumii zu einem Winzer, der sehr gute Weine verkaufte, ließ sich gemeinsam mit ihr eine hübsche, teuere und offensichtlich gut schmeckende Falsche andrehen und brachte sie dann in das Clanviertel des Kaminishi-Clans, in dem Kuraiko wohnte und derzeit wohl auch arbeitete.
Dort angekommen liefen sie eine Reihe hübscher Häuser ab, bevor der Rothaarige auf eines in der Reihe deutete und seiner Begleitung somit verdeutlichte, welches ihr Ziel darstellte. Die andere betätigte die Klingel, sodass ihm kaum etwas anderes übrig blieb, als brav dumm grinsend stehen zu bleiben und zu warten, ob irgendjemand ihnen auch Einlass in das traute Heim der Kazekage gewähren mochte.
Kurze Zeit war dem nicht so.
Aber Haruka lenkte ihn ab, indem sie etwas ansprach, dass er sich kurz durch den Kopf gehen lassen musste. Tatsächlich hatten Kuraiko, Inari und er rote Augen. War das Zufall gewesen? Vermutlich. Er kannte - abgesehen von seiner jüngeren Schwester - kaum Leute, geschweige denn Shinobi, die diese seltsame Augenfarbe trugen. Schulterzuckend schüttelte er also den Kopf, stupste der Terumii vor die Stirn und grinste. "Tatsächlich ist es reiner Zufall, dass eben wir drei in einem Team gelandet sind. Obwohl ich das früher wirklich manchmal bereut habe. Heute bin ich froh drüber..."
Ja, wenn er an gewisse Trainingsepisode mit der Pyromanin ihrer Gruppe dachte, schüttelte es ihn noch heute. Die verblasste Narbe an seinem rechten Oberschenkel hinten, bei der Inari nur knapp seinen Hintern verfehlt hatte, schmerzte noch manchmal, wenn er daran zurückdachte und versuchte, sich die Erinnerungen aus dem Hirn zu pusten. Es klappte nicht.
Nach einiger Zeit, schien die werte Kazekage sich zu erbarmen, sie hereinzulassen.
Also sah der Isayama lediglich grinsend dem Türspalt entgegen.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 11 Nov 2012, 11:29

Abwesend nickte sie, während sie die kurzen Antworten Maikos entgegen nahm. Mehr hatte sie also nicht gerufen. Glücklicherweise, dachte sich Kuraiko. Es war für sie nicht unbedingt üblich, dass sie solchen Träume hatte und noch unüblicher war es für sie, dass sie davon sprach... Während sie schlief. Es beunruhigte sie etwas, dass sie es diesmal getan hatte, aber sie liess sich das äusserlich nicht anmerken. Sah Maiko nur aus den Augenwinkeln an und ass weiter ein paar Nudeln, die sie mit ihren Stäbchen gekonnt in ihren Mund schob.
Je länger und stärker Kuraiko versuchte sich an ihren Traum zu erinnern, desto mehr schien er zu verblassen. Sie wusst, wer alles darin vorkam. Ihr einer Geliebter, Ayame und ein Baby. Sie wusste nur noch, dass sie grosse Angst vor ihrem einistigen Freund gehabt hatte, mehr war da aber nicht mehr. Die Angst vor diesem Traum hatte sich regelrecht in sie reingefressen. Das war eines der Dinge, die sie nie mehr vergessen würde bezüglich dieses Albtraumes.
Aber das würde sie für sich behalten. Fein säuberlich verpackte sie diese Gedanken und auch diese Angst in eine Schachtel, klebte sie zu und verstaute sie zu all den anderen übrigen Emotionen, die sie dort verschlossen lagerte. Es war eine verstaubte Ecke irgendwo in ihrem Verstand.
Dann wollte sich Maiko ereifern und wohl sagen, dass sie ihr nichts schenken brauchte, doch sie wurde jäh von der Türklingel unterbrochen. Kuraiko hob eine Augenbraue und sah in die Richtung der halb geöffneten Türe. Wer mochte das um diese Uhrzeit sein? Aber generell war es nichts ungewöhnliches. Das Kagegebäude war derzeit kaputt und somit waren die Leute gezwungen in ihr eigenes Haus zu kommen. Normalerweise wäre sie nun bereits in ihrem Büro... Dummerweise lag sie jetzt sogar noch im Bett.
Die Rothaarige seufzte leise und stellte die Schüssel auf das Tablett zurück.
"Schon in Ordnung, ich werde selbst gehen.", erklärte sie, schob das Tablett vollständig auf Maikos Schoss und stand auf. Kurzerhand hatte sie die Türe ihres Schrankes geöffnet und einen Morgenmantel daraus entnommen. Immerhin konnte sie schlecht mit dem offenherzigen Seidenkleidchen an die Türe gehen, das sie zum schlafen trug.
Sie band sich das Band des Morgenmantels um die Taille und schob sich dann ihre langen, roten Haare aus dem Mantel.
"Danke für das Essen, Maiko.", sagte sie und schenkte ihr ein schmallippiges Lächlen, bevor sie ihr Zimmer verliess und an die Türe ging.
Ohne zu zögern öffnete sie diese und starrte hinaus... Und erblickte Isaos dümmliches Grinsen und diese Braunhaarige... Wie war noch gleich ihr Name?
"Guten Tag.", begrüsste sie die beiden mit ausdruckslosem Gesicht und öffnete die Türe soweit, dass sie einreten konnten, "Eine nette Überraschung, vor allem dein Grinsen, Isao. Tretet ein... Aber ich nehme an, ihr seit bezüglich der Arbeit hier, richtig?" Die Frage war rein rhetorisch. Kaum Jemand besuchte Kuraiko wegen irgendetwas anderem als der Arbeit. Selbst ihre ehemaligen Freunde nicht... Wobei sich die Kaminishi nicht einmal sicher war, ob sie tatsächlich richtige Freunde waren.
"Möchtet ihr etwas trinken? Kaffee oder Tee vielleicht?", fragte sie dann der Höflichkeits halber, auch wenn sie eigentlich wenig Lust verspürte, die beiden zu bewirten. Kurz musterten ihre roten Augen eingehend die Braunhaarige, bevor sie sich wortlos abwandte und die Türe zu ihrem Schlafzimmer bis auf einen Spalt schloss. Nicht wegen Maiko, sondern weil sie es generell nicht wollte, das solch fremde Leute einblick in ihr intimstes Zimmer hatten.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 11 Nov 2012, 17:19

Mit einem Seufzen ließen die gradlinigen Hände die Stäbchen wieder sinken, als sie vorsichtig das Tablett auf ihren eigenen Schoß geschoben bekam. Wunderbar. Dafür hätte sie sich die Mühe nicht machen brauchen, wenn die Kazekage eh keine Zeit hatte, überhaupt essen zu können und ehrlich gesagt war Maiko auch nicht besonders begeistert über den plötzlichen Besuch. Jener brachte sie immerhin davon ab, weiter mit der Rothaarigen zu reden und unterbrach sie nun unsanft in der durchaus interessanten Situation. Dabei hatte sie sich doch gerade überlegt, wie sie womöglich doch noch zu einer Antwort gelangt wäre, was nun allerdings hinfällig war.
Schlapp die Schultern zuckend, richtete sie sich langsam auf und stellte das Tablett auf dem Bett ab, während sie der Kaminishi noch hinterher sah, als sie in einem Morgenmantel gehüllt aus dem Zimmer trat und nach ihrem Gehör nach zu urteilen, die Haustür öffnete.
„So viel dazu.“, murmelte die Braunhaarige leise und zuckte abermals mit den Schultern, während ihre grünen Augen auf das – nun abgekühlte – Frühstück fielen, welches sie unverwandt musterte. Tatsächlich war sie etwas geknickt, dass sie es nun nicht mit Kuraiko hatte teilen können, was sie erneut seufzen ließ.
Während der Besuch draußen wohl eintrat, erhob sich die Braunhaarige langsam, schlug die Bettdecke beiseite und stand anschließend auf. Was sollte sie nun tun? Irgendwo war ihr der Appetit vergangen und in dem Schlafzimmer hier wollte sie auch nicht verweilen, da es ihr alleine irgendwo nicht behagte in einem solch großen Raum zu sitzen, der ihr so fremd war. Zumal es die Rothaarige auch nicht mochte, wenn man hier war – zumindest hatte sie vorhin solch etwas geäußert.
„Am besten, ich verschwinde einfach in mein Zimmer...“, dachte sie sich und nickte einmal zur Bestätigung, als sie das Tablett hochhob und anschließend die Privatsphäre der Frau hinter sich ließ, in dem sie sich langsam durch den Flur schob. Aus dem Wohnzimmer hörte sie zwar noch Stimmen, die wohl zu Kuraiko und dem Besuch gehörten, aber daran ging sie leise vorbei, um niemanden zu stören. Im Grunde war sie eh überflüssig. Man wollte nur mit der Kazekage reden, welche sie selbst eben nicht wahr.
Leise schloss sich die Tür zu Maikos vorläufigen Zimmer und dahinter ließ sie das Tablett mit dem vergeigten Frühstück einfach auf ihrem Bett stehen, auf welches sie daneben fiel und mit ihren grünen Augen die Decke musterte.

Haruka wiederum stand noch immer vor der Tür, beobachtete Isao aus den Augenwinkeln und tippte zunehmend unruhiger mit ihrem Fuß auf den Boden, immer schneller, während ihre blauen Kullern von ihrem Augenwinkel, hin zu der Tür und wieder zurück zu Isao glitten.
„Zufall, hm?“, wiederholte sie mit etwas Hohn in der Stimme, „Womöglich wart ihr die einzigen, die einander aushalten konnten. Mein Team war damals relativ normal. Zwei Jungs, ich und ein Sensei, der mittlerweile verstorben ist.“ Mit einem Schulterzucken beendete sie ihre Worte, während sich die Oinin kurz an ihre Geninzeit zurückversetzte. Es war eine...sehr angenehme Phase ihres Lebens. Da war die Welt noch in Ordnung. Ihre Schwester war für sie da, ihre Mutter lebte auch noch und das einzige was damals zählte war, ein Chuunin zu werden und als dies soweit war, verstarb ihre Mutter urplötzlich.
Ein Seufzer entglitt ihr, der die kurze Erinnerungseinheit verblassen ließ, was wohl auch gut gewesen war. Die Haustür öffnete sich und die fast schon gefürchteten Augen, diese roten Seen sahen ihr entgegen, musterten sie und wirkten fast durchstechend. „Genau das meinte ich...“, dachte sie bei sich und versuchte dabei gleichzeitig freundlich zu lächeln. Wobei jenes zu verschwinden drohte, als die emotionslose Stimme erklang und das Grinsen ihres...ähm nun...Begleiters – nennen wir ihn vorerst Begleiter – ansprach, damit aber unverfroren abdrehte und sie...rein bat.
Als sie also im Flur standen, verbeugte sich Haruka kurz, richtete sich wieder auf und hielt der Rothaarigen die viereckige Schachtel mit einer Schleife drumherum entgegen.
„Wir sind tatsächlich wegen der Arbeit hergekommen, Kazekage-sama, allerdings wollt ich mich noch einmal persönlich bei Ihnen entschuldigen für mein gestriges Verhalten. Und vielen Dank, aber ich möchte keines von Beiden.“, entgegnete sie ruhig, aber freundlich, nachdem das Paket ihren Besitzer gewechselt hatte, ob die Kazekage darüber allerdings glücklich war, oder nicht, konnte sie nicht ganz einschätzen. Stattdessen folgte sie den beiden Rotschöpfen anschließend ins Wohnzimmer, oder zumindest ging sie einfach mal davon aus, dass es jenes war. Es wirkte zumindest sehr gemütlich, während auf dem Couchtisch lauter Schriftrollen und Papierstapel lagen – fein säuberlich wohlgemerkt. Dann war wohl der neue Arbeitsplatz der Frau hier her verlegt worden, nachdem am Vortag das Kagegebäude wunderbar zerlegt wurde...oder viel mehr abgesenkt. Verstanden hatte die Braunhaarige das nicht direkt, aber Fakt war, dass sie eben hierher kommen mussten – hier her ins Wohnzimmer. Gedankenverloren sah sich die Terumii darin um, suchte fast schon nach irgendwelchen Familienbildern, da sie eigentlich nicht glaubte, dass eine einzelne Frau hier allein wohnen konnte – dafür war das Haus einfach viel zu riesig. Ihre blauen Kullern vollendeten den Weg durch das Zimmer und kamen am Ende bei Isao an, zudem sie aufsah, eine Augenbraue hochgezogen und ihn fragend ansah. Irgendwie fühlte sie sich im Augenblick nicht wirklich wohl und wusste auch nicht direkt, wie sie mit der Kazekage umgehen sollte. In der Hoffnung, der Rothaarige würde mit seiner alten Teamkameradin reden, nickte sie einmal unbemerkt in dessen Richtung, als sie den Blickkontakt aufgebaut hatte.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 11 Nov 2012, 17:57

Isao sah Haruka schief von der Seite an und hob eine Augenbraue. "Wir waren auch normal... Bei uns war eben nur die Geschlechterverteilung umgekehrt...", murmelte er schmollend vor sich hin. Nur weil sie alle eben ein wenig eigen und exzentrisch waren, musste das doch erstens nicht heißen, dass sie bereits immer so gewesen waren und zweitens brauchte das nicht zu heißen, dass sie weniger normal waren, als andere. Was war schon normal? Die meisten hatten doch irgendwo einen Schaden.
Aber er gab sich damit zufrieden, dass die Aufmerksamkeit der Anderen auf ihre Gastgeberin wechselte.
Kuraiko schien wahnsinnig begeistert über den unangekündigten Besuch. Moment. Er war nicht unangekündigt. Er hatte gesagt, er würde vorbeikommen. Aber wie dem auch sei. Ein kurzer musternder Blick über ihren Körper verriet ihm, dass sie die nette Dame wohl auf dem falschen Fuß oder einfach zu früh erwischt hatten. Doch das konnte er jetzt auch nichtmehr ändern, ersetzte sein provokantes Grinsen durch ein Lächeln und versuchte, ein wenig Schadensbegrenzung zu betreiben. Es war ja nicht so, als wolle er sie wirklich mies gelaunt erleben oder ihr den Tag versauen.
"Danke, dass du uns empfängst, Raiko.", murmelte er, schob Haruka vor sich in das Haus hinein und schloss die Haustür hinter sich. "Und ja, solange du nichts anderes für mich hast, sind wir wegen der Arbeit hier. Und da wir dich nicht ewig stören wollen... Danke, aber ich bin nicht durstig." Ein wenig abwesend folgte er den Frauen ins Wohnzimmer, stockte noch im Flur, als er aus den Augenwinkeln eine Bewegung vernahm. Irritiert sah er der halbnackten Dame... die noch herzlich jung schien... zu, wie sie aus Kuraikos Schlafzimmer flüchtete, ein halb leer gefuttertes Tablett mit sich trug und sich in ein anderes Zimmer verzog. Nanu?
Interessiert und belustigt, folgte er gehorsam seinem Weib und seiner Vorgesetzten - wer welche war, dürfte ja klar sein - und postierte sich brav neben Ersterer. Die hatte sich entschuldigt und den Wein überreicht, aber aufgrund seiner geistigen Abwesenheit vermochte der Isayama nicht zu entscheiden, ob das jetzt gut oder schlecht angekommen war. Er beäugte das Zimmer nur flüchtig, seit er das letzte Mal hier gewesen war, hatte sich wenig verändert und so konnte er sich eher auf die Kaminishi konzentrieren. "Werden Attentäter jetzt immer freizügiger oder hast du jungblütigen, halbnackten Besuch, Raiko-chan?", fragte er ziemlich direkt und lächelte zweideutig. Die Rothaarige kannte ihn lange genug, um zu wissen, was er sich jetzt in Gedanken ausmalte, was die beiden in einem Schlafzimmer wohl getrieben hatten. Immerhin kannte er sie ja. Beide Seiten.
Aber er schob das beiseite, lächelte sanft und deutete auf den ganzen Papierkram. "Nunja, wir wollten deine Antwort für die Mizukage. Wir wollen dir nicht ewig auf der Pelle sitzen." Er musterte die roten Augen ernster und auch ihren neuen Arbeitsplatz. Sie schien alles gut organisiert zu haben. Irgendwie... machte ihn das gewissermaßen stolz. Nicht, dass er an ihr gezweifelt hätte, aber er war froh, die Kazekage so gut zu kennen, so lange. Und auch wenn sie ihre Differenzen hatten, hier und da, war sie ihm eben doch irgendwo eine Vertraute, eine Person aus seiner Vergangenheit, die mehr wusste über ihn, als manch anderer. Unwillkürlich glitt sein Blick kurz zu Haruka, die ihn ansah und ihm zunickte. Sie fühlte sich offenbar unbehaglich, was nach gestern wohl garnicht so unverständlich war. "Du machst deine Arbeit offenbar sehr gewissenhaft, selbst in Krisenzeiten. Du bist wirklich eine gute Wahl für den Kageposten gewesen.", ließ Isao verlauten und ließ es nicht zu, dass ein Grinsen oder Lächeln Einzug in sein Gesicht hielt, denn er meinte wirklich ernst, was er sagte und wollte nicht falsch verstanden werden.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 11 Nov 2012, 19:25

Die beiden folgten ihr ins Wohnzimmer, Kuraiko war es jedoch nicht aufgefallen, dass Maiko aus ihrem Zimmer in ihr vorübergehendes geflüchtet war. Wie auch? Da war die Kazekage bereits im Wohnzimmer und konnte es beim besten Willen nicht mehr mitkriegen.
Als die anderen beiden dann ebenfalls da waren, sprachzuerst die Schwester der Mizukage. Sie hielt ihr ein Geschenk entgegen. Es war eine eckige Schachtel die länglich war. Kuraiko ahnte bereits, was drin sein könnte.
Sie nahm das Geschenk mit einem Nicken dankend entgegen.
"Vielen Dank, Haruka-san.", sagte sie mit betont freundlicher Stimme, auch wenn sie ihre unterkühlte Art beibehielt "Und bezüglich gestern", - bei diesen Worten machte sie eine wegwerfende Handbewegung - ,"hab ich bereits schon wieder vergessen gehabt. Dennoch nehme ich deine Entschuldigung zur Kenntnis."
Kuraiko war positiv überrascht von der Brünette. Gestern war sie tatsächlich sehr unfreundlich und unhöflich gewesen. Jetzt da sie es angesprochen hatte, fiel es der Rothaarigen wieder ein, aber allem Anschein nach versuchte sie das mit grösster Mühe wieder auszubügeln.
Sie nickte Haruka also noch einmal kurz zu und stellte das Geschenk noch verpackt auf ein kleines Abstelltischchen. Sie würde es später aufmachen, es war geziemte sich nicht, Geschenke zu öffnen vor deren Augen von denen man es bekommen hatte.
Die beiden lehnten also Getränke ab. Sehr schön, dann brauchte sie sich nicht extra gastfreundschaftlich zu verhalten. Das war ihr im Momet auch ganz recht, auch wenn sie generell eigentlich diesbezüglich immer sehr zuvorkommend war, war sie in diesem Moment nicht wirklich in der Laune dazu.
Isao konnte seine Kommentare natürlich nicht unterlassen und erntete dafür einen vernichtenden Blick von Kuraikos Seite her.
"Deine Kommentare machen den Witz nicht besser, Isao-kun.", erklärte sie nüchtern, "Das war Maiko, sie hat - gelinde gesagt - Familienprobleme und war schwer verletzt. Ich sorge derzeit für sie. Möchtest du gerne detailierte Ausführungen darüber oder wäre deine unangebrachte Neugierde damit befridigt?", fragte sie unwirsch und anhand ihrer Stimmlage war klar, dass sie nicht weiter darüber reden wollte.
"Und ja, die Antwort für die Mizukage...", sie sah kurz über ihre Schulter nach hinten zu den riesigen Papierstapeln und seufzte leise, "Entschuldigt das Durcheinander...", murmelte sie leise und ergriff eine Rolle, welche feinsäuberlich bereits für die Reise vorbereitet war. Sie drückte sie Isao in die Hand und sah ihm direkt in die Augen.
"Danke für das Kompliment, Isao-kun.", erwiderte sie, kein Lächeln zierte ihre Lippen. Kokett hob sie eine Augenbraue,"Hast du wohl etwas anderes von mir erwartet?"

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 11 Nov 2012, 20:43

Was für ein Glück. Haruka atmete hörbar aus, als sie hörte, dass die Rothaarige bereits vergessen hatte, wie unangemessen sie sich den Vortag verhalten hatte, ohne das sie sich groß erklären musste. Das war definitiv sehr in ihrem Sinne und dass sie das Geschenk ebenso...nennen wir es wohlwollend angenommen hatte, stimmte die Oinin zunehmend ruhiger. „Vielen Dank.“, gab sie leise zurück und überließ den Rest vorerst Isao, neben dem sie sich sehr dicht platziert hatte, um sich in einer gewissen Sicherheit zu wiegen, während sie trotzdem ein kleines Lächeln auf den Lippen trug, mit dem sie Kuraiko höflich ansah. So fiel ihr auch kein Schatten auf, der durch den Flur gehuscht war, da sie mit dem Rücken zu jenem stand und somit auch nicht dem plötzlichen Themenwechsel folgen konnte.
„...Hm?“, machte sie leise und sah zu dem Mann auf, den sie mit einer hochgezogenen Augenbraue musterte. Eigentlich wollte sie ihn fragen, was er eigentlich meinte, als die Stimme der Kazekage ertönte und sie innehalten ließ. Ihr geschulter Verstand sagte ihr, sie sollte am besten nichts falsches sagen, aber als Haruka den Namen des 'jungblütigen, halbnackten Besuch' hörte, klingelte es bei ihr. Mit diesem Mädchen war sie doch gestern unterwegs gewesen und hatte Sunagakure evakuiert...oder eher aus der Grube geholt.
Während die Kazekage also Isao die Rolle aushändigte, dachte Haruka über den Namen nach. „Doch nicht etwa die Braunhaarige von gestern? Deshalb hat sie auch so gehumpelt...“, murmelte sie mehr zu sich selbst und hätte diese Worte eigentlich eher gedacht, als wirklich ausgesprochen haben wollen, da sie sich noch immer nicht in der Position fühlte, groß etwas sagen zu dürfen. Sie war einfach so gestrickt, gegenüber höher gestellten Personen – und gerade Kage – mehr unterwürfig und kleinlaut zu erscheinen, aber diese Maiko war ihr am Vortag schon aufgefallen. Wenn sie sich recht erinnerte, war sie auch in den Evakuierungshallen anwesend gewesen.
„Aber...warum ist sie dann halbnackt?“, diesmal dachte sie diese Worte und musste dabei die Kazekage etwas schief ansehen...ob sie der Typ für... so etwas war? Vielleicht war sie privat ja gern... „Haruka! Das hat dich absolut nicht zu interessieren.“, ermahnte sie sich in Gedanken und schüttelte leicht den Kopf, ehe sie zu Isao aufsah. Der Kerl hatte sie wirklich verdorben...aber genau das machte ihn so interessant, nicht wahr? „Meinst du wir können dann wieder geh...“, ein dumpfes Geräusch, was wie ein Aufschlag auf den Boden klang, unterbrach ihre Frage und sofort wandten sich die blauen Augen aufmerksam in Richtung der Tür. Es kam auf jeden Fall aus der Richtung. Nirgends hier im Raum.

Tatsächlich gab es diesen Aufschlag und die Person dahinter war Maiko, die sich kurzerhand entschieden hatte, das Tablett doch in die Küche zu bringen, um die Teller noch abzuwaschen und alles wieder an seinen Platz zu stellen, da sie mittlerweile wusste, wie ungern es die Rothaarige hatte, wenn irgendwas herumlag, wozu definitiv schmutziges Geschirr gehören mochte. Schnell hatte sie sich erneut durch den Flur geschlichen und hatte die Küchentür angelehnt gehabt, als sie gerade dabei gewesen war, Spülwasser in das Waschbecken einzulassen. Natürlich könnte man nun meinen, ihr wäre einfach irgendetwas herunter gefallen, aber nein. Während das Becken langsam mit Wasser gefüllt wurde und Maiko dabei gewesen war, aufzupassen, dass es nicht zu viel wurde, hatte sie einen starken, stechenden Schmerz in ihrer Magengegend verspürt, der fast genauso erdrückend war, wie jener, den sie auf ihrer Rückreise nach Sunagakure empfunden hatte. Genau wie das letzte Mal, als sie mit Kuraiko im Flur gestanden hatte, war er einfach so gekommen, ohne Vorwarnung, wo sie eigentlich glaubte, die geschlossene Verletzung würde langsam verheilen. Stattdessen schien es um einiges schlimmer geworden zu sein.
Ihre Hand war an die Narbe geschnellt, die sich darauf presste – aus Reflex, in der Hoffnung es würde aufhören zu schmerzen, während ihre andere Hand über ihrem Mund lag, um einen Aufschrei zu unterdrücken. Viel eher presste sie ihre Kiefer aufeinander, die leicht knirschten – vor Anspannung und plötzlich verschwamm alles vor ihren Augen – das klare Wasser, die Küchenumrisse – alles. Es wurde alles Schwarz, sodass der – scheinbar leblose – Körper schlaff zu Boden fiel und dort mit einem plumpen Geräusch aufkam.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 11 Nov 2012, 21:02

Isao beobachtete also brav wohlwollend, wie Haruka und Kuraiko sich offenbar bereits viel besser verstanden, als gestern noch auf den Straßen. Die Kazekage nahm, er hätte es nicht anders erwartet, die Entschuldigung an. Sie mochte manchmal ziemlich korrekt und ein wenig verbohrt wirken, aber wenn die Kaminishi eines nicht war, dann war das nachtragend. Außerdem bestand dazu ja auch überhaupt kein Anlass. Immerhin würde es nur womöglich noch die Beziehung zwischen den Dörfern verschlechtern und das lag ja wohl weit entfernt von Raikos Anliegen. Er betrachtete die elegante Bewegung, mit der sie das kleine Präsent auf den kleinen Beistelltisch verfrachtete und erntete den vernichtenden Blick.
DEN vernichtenden Blick.
Wenn er den bekam, wusste er, dass er etwas gesagt hatte, was sie nicht weitergeben wollte.
Aber das stachelte ihn in diesem Augenblick nur noch deutlich mehr an, war er doch eben neugierig.
"Ohja bitte, detaillierte Ausführungen. Dafür bin ich immer zu haben, ich meine... sie mich an... Sie kam aus deinem Schlafzimmer.", warf er ihr grinsend an den Kopf. Er wusste natürlich, dass es weder angebracht war, noch wollte die Kazekage darüber reden, aber er wollte sie ja auch nur necken und nicht wirklich weiter drängen. Sie würde es sicher ohnehin geflissentlich ignorieren. Sie ließ sich immerhin nur selten auf seine Spielchen ein, sodass sie eigentlich nie Gefahr lief, zu unterliegen.
Doch sie lenkte seine Aufmerksamkeit wieder auf das Wesentliche: Die Nachricht an die Mizukage, die als Antwort dienen sollte und sein nächster Auftrag würde. Er sah ebenfalls über Raikos Schulter und legte den Kopf schief. "Unordnung... Ts...", murmelte er, beim Anblick der feinsäuberlich geordneten Papiere. Wenn das unordentlich war... was war denn dann ordentlich? Aber er ließ sich nicht zu einem direkten Kommentar hinreißen, nahm die Rolle in die Hand und steckte sie in die Halterung an seinem Oberschenkel. Danach verschränkte er fein säuberlich die Arme und grinste seine ehemahligen Teamkameradin ins Gesicht. "Nie im Leben habe ich etwas anderes erwartet, Kleine.", erwiderte er provokant, streckte einen Arm aus und wollte ihr eigentlich vor die Stirn schnippen, um sie zu ärgern, als Haruka zu einer Frage ansetzte und aufgrund eines unnormalen Rumpelns aus Richtung des Flurs inne hielt, genau wie er.
So ruhten jetzt schon zwei Augenpaare fragend auf der Tür. Ein Rotes und ein Blaues.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Di 13 Nov 2012, 17:47

Kuraiko hob eine Augenbraue als Isao erkärte, dass sie ihm detailierte Auskünfte geben sollte. So eine Antwort hatte sie erwartet und mit Sicherheit hatte er ihre nächste Reaktion ebenfalls vorausgesehen. Sie überging es einfach eiskalt und wandte sich von ihm ab. Gerade wollte sie ihnen verkünden, dass sie sich nun gerne wieder zurückziehen konnten, doch bevor sie dazu kam. hörte sie ebenfalls das, was die anderen Beiden vernahmen. Abrupt wandte sie ihren Kopf in die Richtung, aus der das Geräusch kam. Sie verengte sie leicht, was mochte das gewesen sein? War Maiko in der Küche und hatte etwas fallen lassen?
"Ihr könnt gehen, wir sind hier fertig, denke ich.", erklärte sie an die anderen Beiden gewandt, innerlich wurde sie leicht nervös. Der Aufschlag hatte sich ziemlich dumpf angehört, wenn sie nicht gerade eine riesen Frucht oder sonst etwas weiches fallen gelassen hatte, konnte sich Raiko nur etwas vorstellen, das solch einen dumpfen Klang verursachte.
Sie schluckte kurz und setzte sich eilig in Bewegung, ohne den anderen beiden gross Aufwiedersehen zu sagen, wenn sie denn überhaupt gingen. Das war ihr gerade ziemlich egal. Sie beschlich eine böse Vorahnung.
Es ging nicht lange, da hatte sie die Küche betreten und stockte. Die Kazekage erstarrte, ihre Augen weiteten sich. Sie hatte es vermutet....
Nun wieder in Bewegung kniete sie sich sofort zu Maiko nieder und hob ihren Oberkörper auf ihren Schoss.
"Maiko... Maiko!", sagte sie lauter als beabsichtigt und hatte bereits ein Teil ihrer Fassung verloren. Der Anblick, der am Boden liegenden Maiko hatte sie überrumpelt, hatte sie härter getroffen, als es Kuraiko erwartet hätte... Als es Kuraiko zugeben würde.
Sie biss die Zähne aufeinander und strich der Brünette einige Haarsträhnen aus dem Gesicht.
"Maiko, mach die Augen auf!", sagte sie schon fast in herrischem Tonfall. Ihre Gedankten rasten. Ihr Blick fiel auf ihren Bauch, dort wo ihre Verletzung war. Gestern war die Narbe doch gut verheilt gewesen! Oder etwa nicht? War sie zu nachsichtig? Sie war müde und der Tag gestern war sehr anstrengend gewesen. Dieser verdammte Käfer....
Kuraiko biss sich auf die Unterlippe. Ihre roten, langen Haare fielen um ihr Gesicht wie ein blutiger Schleier.
"Maiko...", sagte sie zähneknirschend und rüttelte etwas unsanft an ihr. War Isao bereits gegangen?
"Isao!", rief sie nun so laut sie konnte, "Isao, komm sofort hierher, schnell! Beeil dich!" Ihre Stimme liess keine Widerworte zu. Er musste kommen! Er musste sie sofort heilen. Wieso war sie so dumm gewesen zu denken, sie hätte sich irren können. Sie hatte mit ihrer Vermutung genau ins Schwarze getroffen, nur war sie darüber alles andere als Glücklich.
Das ganze war für Kuraiko wie ein schlechter Film. Sie fühlte sich nicht präsent, hatte das Gefühl, sich selbst von ausserhalb zuzusehen. Die Situation überforderte sie eindeutig, sie hatte ihre Gefühle zurückgeschraubt und seit Ayame gestorben war, hatte sie sie kaum mehr zugelassen. Nun bei Maiko war etwas davon hindurchgesickert. Die Brünette hatte es geschafft, ihr Eis etwas zum schmelzen zu bringen und dann passierte so etwas!
Kuraiko schob Maikos Shirt nach oben, damit der Bauch freilag und Isao sofort mit der Heilung beginnen konnte.
Was sie da sah, liess sie atemlos aufkeuchen.
Blut. Da war alles voller Blut. Erst jetzt war ihr aufgefallen, dass auch ihr Shirt voll damit war. Selbst Kuraikos Hände waren mit dem Blut der Brünette benetzt.
In ihrem Kopf drehte sich alles.
"ISAO!", aus lauter Verzweiflung darüber, dass sie erkannte, dass die Wunde wieder aufgebrochen war, rief sie nach ihrem ehemaligen Teamkollegen.

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Haruka Terumii
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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Di 13 Nov 2012, 21:54

Fragend hatte sich eine Augenbraue erhoben, die über blauen Augen lag, während jene noch immer auf die geöffnete Wohnzimmertür starrten und nicht davon abweichen wollten. Was war das gerade? Wenn sich ihre geschulten Ohren nicht irrten – und das war selten der Fall – hatten sie gerade einen Fall zu Boden gehört, der – vermutlich – von einem Körper herrührte.
Stumm glitten ihre Kullern zur Seite, musterten aus dem Augenwinkel Kuraiko, um mögliche Veränderungen an ihrer Mimik wahrzunehmen und für einen Hauch einer Sekunde hätte Haruka schwören können, einen solche zu vernehmen. Irgendetwas unruhiges schlich sich in den Raum, aus dem die Kazekage verschwand, aber nicht ohne ihnen anzubieten zu gehen.
Dem Rücken nachsehend, schüttelte die Braunhaarige kurz den Kopf. Die Frau war wirklich seltsam und so gerne sie auch andere Menschen kennenlernte, sie ergründete – hier wusste sie jedoch nicht, ob sie tatsächlich wissen wollte, was hinter der Fassade lauerte.
„V..ielleicht sollten wir doch noch bleiben?“, murmelte sie leise, den Blick noch immer stur auf die offene Tür gerichtet, als plötzlich der Name des Jônin gerufen wurde – offenbar von Kuraiko. Resigniert schaute sie zu ihm hoch, nickte ebenso in Richtung Küche und folgte ihm anschließend, als der Rothaarige an ihr vorbei zischte.
Während sie mit dem Sunanin um die Ecke huschte, zischten ihr so einige Möglichkeiten durch den Kopf, nicht in dem Wissen, was sie gleich erwarten würde, aber als es so weit war, als die Seen in ein weiteres Blutbad sahen – mal von den zwei roten Augenpaaren abgesehen – stockte ihr kurz der Atem. Das war tatsächlich das Mädchen, welches gestern mit ihr auf den Straßen unterwegs war und nun lag es auf dem Boden, gebettet in einen Schoß...das weiße Top sog sich immer mehr mit der zähflüssigen Suppe voll und obwohl die Terumii unheimlich gern geholfen hätte, so wusste sie, dass sie nichts tun konnte, außer sich etwas abzuwenden und ruhig im Türrahmen weilen, während ihre Seelenspiegel ausschließlich auf Isao lagen. Ob er reagieren würde wie gestern? Gepeinigt, auch nur einen aus seiner Heimat so zu sehen...? Sie selbst empfand es zwar auch nicht als sonderlich schön, schon gar nicht, als sie die...verzweifelte Stimme? - Womöglich. Ja, als sie die verzweifelte Stimme Kuraikos vernommen hatte und auch wenn ihr wieder schmerzlich bewusst wurde, wie gering die Spanne zwischen Gut und Böse doch wahr – wie schnell sich etwas verändern konnte. Binnen eines Tages hatte sich eine Situation völlig verändert. Die Erkenntnis darüber ließ sie leise seufzen.

Währenddessen nahm die frischgebackene Zwanzigjährige kaum wahr, was um sie herum geschah. Sie fühlte sich wie in einem schwarzen Loch – etwas was sie umgab, sie gefangen hielt und nicht gehen lassen wollte. Von irgendwo drangen Stimmen in dieses Loch und für einen Augenblick wirkte es so, als würde die Tokubetsu Jônin erwachen, sogar ihre grünen Kullern öffneten sich einen spaltweit, aber alles was sie sah, war Rot. Rote Haare, rote Augen...rote Hände. „Blut...“, schrie irgendwas in ihr, ließ sie zurück fallen, zurück in das Loch aus Nichts und doch lag auf den farblosen Lippen ein Lächeln, was schon fast selig wirkte. Gedrängt aber von dem pochenden Schmerz in ihrem Magen und aus Angst vor dem feuchten Gefühl darüber, gab sich der schlaffe Körper wieder der Dunkelheit hin. „Blut!“, schoss es noch einmal durch den Kopf der Braunhaarigen, die kaum wusste, wie ihr geschah.

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...first I hated you...

...yet you make me smile...
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