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 Haus von Kuraiko Kaminishi

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Kuraiko Kaminishi
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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Do 14 Jun 2012, 20:00

Kuraiko war überrascht über die vielen Emotionen, die die Braunhaarige gerade zeigte. Kuraiko hatte sie anders eingeschätzt. Dafür hatte sie zurückhaltend, in sich gekehrt und leicht schüchtern gewirkt. Eine Person, die ihre Gefühle nicht gross mit der Öffentlichkeit teilte, doch dieser Gefühlsausbruch gerade zeigt eindeutig, dass sich Kuraiko geirrt hatte.
Die Kazekage hörte sich die Worte der jungen Frau an Aufmerksam lauschte sie deren Worte, blieb still, bis diese ausgeredet hatte.
Sie hatte also Dinge in ihrer Vergangenheit, die sie nicht preisgeben wollte? Nun gut, solche Dinge hatte tatsächlich jeder und es war kein schöner Akt, wenn man solch ein Geheimnis lüften musste. Das zog meistens einige hässliche Dinge mit sich, dennen man lieber ausweichen würde.
Als die Braunhaarige dann geendet hatte, nickte Kuraiko sachte. Sie blickte Maiko direkt an, sah ihr verweintes Gesicht und sah, wie sehr sich ihre Finger in das weiche Kissen krallten. All das waren Gesten die zeigten, dass sie ihre Worte durchaus ernst meinte und nicht nur blosses Schauspiel war.
"Ich verstehe, was du meinst.", sagte sie dann sachlich, sie konnte diese Art des formellen Redens einfach nicht ablegen, egal wie sehr sie es wollen würde, "Dennoch ist da noch das Problem, dass dein Vater auf eine Verhandlung wartet. Er hat dich tätlich angegriffen und ich fürchte, dass euer Verhältnis zueinander schon länger nicht mehr sehr gut ist. Ich möchte dich damit nicht quälen oder dich zu Dingen zwingen, die du eigentlich nicht willst... Ich wollte dir damit die Möglichkeit geben, Sicherheit vor deinem Vater zu haben.", kurz herrschte Pause. Die Rothaarige sah Maiko noch immer eindringlich an, dennoch war da ein Funke Mitleid darin zu erkennen... Jedoch nur, wenn man sie gut genug kannte, was bei Maiko wohl kaum der Fall sein konnte.
"Prinzipiell musst du vor Gericht nicht alles erläutern, was zwischen dir und deinem Vater vorgefallen ist, vor allem der tätliche Übergriff von letztes Mal wird behandelt, dennoch ist es nicht von Nachteil zu erwähnen, dass du schon lange Probleme mit ihm hast, sollte ich denn richtig mit meiner Annahme liegen. Es ist nur zu deinem Besten, Maiko, solltest du aber auch nicht bereit sein, über den tätlichen Angriff auszusagen und zumindest das Wichtigste aus deiner Vergangenheit preisgeben, kann ich dir nicht versprechen, deinen Vater hinter Gitter lassen zu können. Unter Umständen wird er dann wieder auf freien Fuss gesetzt. Ich habe den tätlichen Angriff zwar mit eigenen Augen miterlebt, aber er plädiert auf Notwehr. Ich war nicht von Anfang an dabei, deshalb kann ich da keine all zu genauen Angaben geben. Es wäre also besser, wenn du aussagen würdest. Die Entscheidung liegt bei dir, Maiko.", erklärte sie dann zu Ende und - oh Wunder - ein äusserst zartes und sanftes Lächeln erschien auf ihren Lippen. "Und ja, ich werde es mir noch einmal kurz ansehen, also bitte halte rasch still, ja? Legt dich bequem hin, dann fange ich sogleich an. Du kannst dir meine Worte ja währenddessen noch einmal durch den Kopf gehen lassen und mir die Entscheidung danach oder auch heute Abend mitteilen... Wie du eben möchtest.", zwar war ihr Lächeln nicht verschwunden, dennoch war es kaum mehr zu erkenen und ihre Stimmlage war noch in derselben üblichen Tonlage wie - fast - immer.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Fr 15 Jun 2012, 18:39

Nachdenklich lauschte Maiko den Worten der Kazekage und wog dabei ein wenig den Kopf, während sie sich immer mal wieder durchs Gesicht wischte, um auch die restlichen Tränen zu trocknen. Allerdings blickten die grünen Kullern weiterhin stur zur Seite wobei ihr Pony zurück über ihr rechtes Auge fiel und dies so gut wie verdeckte. Aus dieser Position konnte die junge Frau zwar wieder ein Lächeln erkennen, kommentierte es jedoch auch mit keiner Regung. „Das hat nicht mit dem Angriff zu tun. Der ist mir eigentlich so ziemlich egal.“, stellte sie klar und zuckte demonstrativ mit den Schultern, ehe sie leise seufzend zurück zu der Rothaarigen sah. Für wenige Augenblicke sagte sie nichts und blinzelte nicht einmal groß, bewegte sich auch nicht in die gebetene bequeme Position. Warum sollte sie auch bis heute Abend warten, etwas zu entscheiden, was sie auch jetzt gleich machen konnte, hm? Brachte immerhin herzlichst wenig, ewig drum herum zu reden zumal sie tatsächlich damit gerechnet hatte, dass ihr Vater abstreiten würde, was er gemacht hat, aber trotzdem musste sie innerlich darüber lachen. Notwehr, hah, der Alte war gut. Als hätte sie auch nur ansatzweise eine Chance gegen den Kerl. Weder auf physischer Ebene, noch auf der Jutsubasierenden, aber das sei mal so dahin gestellt. Vor allem würde sie freiwillig nicht mal mehr mit ihm reden, geschweige denn versuchen gegen ihn etwaige Schritte einzuleiten und Himmel; das schien er zu wissen. Wahrscheinlich hoffte dieser Arsch von Vater sogar darauf, dass sie nicht darüber reden wollte - gerissen war Hayato ja schon immer.
Allerdings war diese Ruhe in ihrer Handlung auch nur von kurzer Dauer, da sie zwischenzeitlich wieder seufzte, kurz die Augen schloss und verbittert auf lachte. „Ja, das war mir schon klar. Ich hätte nichts anderes von meinem Vater erwartet...“, murmelnd öffnete sie die Lider jedoch kurzerhand wieder und fuhr sich anschließend einmal durch die Haare, ehe sie weiter sprach, „aber ich kann das mit Sicherheit wahrlich nicht machen. Dann würde ich meinem kleinen Bruder seine wunderbare Bezugsperson nehmen und das wäre nicht fair. Ich kann mir vorstellen, dass das auf Sie vielleicht absolut surreal wirken muss, nachdem Sie gesehen haben, wie...äh ausgesprochen gut ich mich mit meinem Vater verstehe, aber das Ganze ist schwieriger als es sich anhört - zumindest für mich. Allerdings nicht, wie Sie vermuten wegen meinem Vater - dem wünsch ich ja selbst jegliches an den Hals -, aber eben aufgrund anderen Tatsachen.“
Letztendlich ließ sie sich doch noch darauf ein wenigstens gegen das Bettende zu lehnen, blieb aber eher in der aufgerichteten, halbsitzenden Position von wo sie die Rothaarige weiterhin fixierte. „Ich werd mir aber bis heute Abend dazu Gedanken machen, wenn es Sie glücklicher stimmt.“

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 17 Jun 2012, 14:29

cf: Büro der Kazekage

Auf dem Weg zum Haus der Kazekage hatte sich die kleine Yui kaum gerührt und klammerte sich nur ängstlich am Chuunin fest. Da war er ziemlich froh drum, denn er könnte sie mit dem verletzten Arm auch kaum festhalten, falls sie anfing sich loszureissen versuchen. Schon war der Vorgarten des Hauses in Sicht. Es war seltsam ruhig hier, dachte Shouta, wenn doch draussen vor den Stadttoren wohl gerade die Hölle los war. Er rannte den Weg hin zur Tür und setzte das Mädchen vorsichtig ab. Dann holte er ein paar mal tief Luft um nicht ins hyperventilieren zu kommen, bevor er ungebeten die Tür aufriss und in das Haus rief: Kuraiko-Sama!! Der Shichibi bricht aus!! Schnell, auf dem Trainingsplatz!!
Er stand mit der kleinen Genin an der Hand in der Tür, die nun an der Wand hing und wohl einen kleinen Abdruck hinterlassen hatte. Das war zuviel Kraft für die arme Tür gewesen. Er machte noch einige Schritte ins Haus hinein und rief nochmals mit panischer Stimme: "Kuraiko-sama!!!"

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 17 Jun 2012, 17:29

Kuraiko beobachtete Maiko stillschweigend. Sie verstand nicht recht, warum sie diese Person nicht verurteilen wollte.. Natürlich, sie nannte den Grund, der Bruder, dennoch... Diese Familie schien kaputter zu sein, als gedacht. Kuraiko seufzte, dennoch ging es ihr nicht einfach vorbei, als würde es sie nicht interessieren, denn sie sorgte sich für das Wohl jedes Einzelnen in ihrem Dorf und gerade Maiko war da absolut keine Ausnahme. Sie wirkte auf eine Art hilflos, auch wenn die Braunhaarige das wohl nie eingestehen würde, denn sie hatte keine richtige Familie mehr, keine richtige Bezugsperson mehr, sie schien etwas einsam zu sein. Die Kaminishi nickte leicht, als Maiko geendet hatte und sich in die gebetene Position brachte.
"Maiko, wenn du dir sicher bist, dass du nicht aussagen möchtest, dann ist das deine Sache, auch wenn ich sie nicht gutheisse. Dir sollte aber klar sein, dass du nicht nur an das Wohl anderer denken solltest, sondern auch an dein eigenes. Es ist nobel, was du tust, aber auf keinen Fall richtig. Wenn dein Vater so ungerecht zu dir ist, sollte er dafür geradestehen und die passende Strafe dafür erhalten.", erklärte Kuraiko sachlich und mit unterkühltem Ton. Sie konnte die Gedanken ihrer Gegenüber nicht nachvollziehen. Natürlich, ihr Bruder.. Aber dennoch war das kein Grund, so selbstlos zu sein. Wer wusste schon, ob nicht auch dem Bruder irgendwann etwas zustossen würde? Vielleicht aus einer Laune heraus? Gut, Kuraiko kannte den Vater zu wenig, um das beurteilen zu können, dennoch war sie mit Maikos Einstellung nicht einverstanden. Sie wollte sie aber auch zu nichts zwingen, wenn Maiko nicht aussagen wollte, konnte sie nur dafür sorgen, dass ihr Vater - sobald er weider auf freiem Fuss war - unter Beobachtung stand. Das war zwar keine passende Strafe, aber besser als nichts.
Gerade wollte Kuraiko mit der Untersuchung beginnen, als sie Lärm vernahm. Kurz nach dem krachend eine Türe aufgemacht wurde, hörte sie Shoutas Stimme, welcher panisch nach ihr rief und... moment, WAS hatte er da eben gerufen? Der Shichibi...? Ausgebrochen?
Kuraiko verlor für wenige Sekunden ihre Fassung, war in ihrer Bewegung eingefroren und blickte starr und mit leerem Blick auf die Decke. In ihrem Kopf schien plötzlich alles drunter und drüber zu sein, denn die Information war so überraschend gekommen, dass sie nun an viel zu vieles auf einmal dachte.
Dennoch, nach wenigen Sekunden hatte sie sich wieder gefasst und setzte ihre emotionslose Maske auf. Sie stand auf, nicht hektisch, aber auch nicht langsam. Mit einer gewissen Eile trat sie aus dem Zimmer und ging zu Souta, welcher im Eingang stand.
"Was hast du gesagt, Shouta?", fragte sie nur um sicher zu gehen, dass sie richtig gehört hatte, "Der Shichibi ist ausgebrochen? Wie konnte das passieren? ... Und vor allem wo?"

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 17 Jun 2012, 18:47

Prüfend zog Maiko eine Augenbraue hoch und betrachtete das wohlgeformte Gesicht der Kazekage, welches in letzter Zeit ziemlich oft in der Nähe ihres eigenen anzutreffen war. Ein wenig seltsam. Immerhin wohnten sie gerade mal seit gestern Nacht gemeinsam in dem Haus, aber angesichts der Dinge, die bereits in den wenigen Momenten der Zweisamkeit passiert waren, mit Sicherheit auch kein Wunder.
Allerdings waren diese Gedanken auch eher nur von zweitrangiger Natur. Viel wichtiger waren die Worte der Anderen. Sie meinte also tatsächlich ernst, was sie zuvor gesagt hatte, in Bezug auf die Aussage. Dass sie vielleicht nicht unbedingt aussagen müsste, was zwar eine ungemeine Erleichterung dar stellte, aber gleichzeitig trieb sie es auch in einen gewissen Zwiespalt. Dann würde ihr Vater ungeschoren davonkommen, was irgendwo auch nicht fair war, wie Kuraiko schon richtig erkannt hatte. Vielleicht sollte sich die Braunhaarige also doch noch einmal ein paar Gedanken dazu machen und über eine etwaige Lösung nachzugrübeln. „Mh, vielleicht..haben sie Recht.“, murmelte sie kurz, ehe die Ruhe völlig durchbrochen wurde.
Eine ‚männliche‘ - sofern man es bei der Höhe so nennen durfte - Stimme drang an ihr Ohr, die alles andere als entspannt klang und irgendwo auch ziemlich nervig war, weshalb Maiko leicht grummelte und versuchte zu erkennen, woher der Lärm herrührte. Scheinbar schien Kuraiko diesen Aspekt jedoch bereits zu wissen, da sie irgendwie...ähnlich angespannt aufstand und in den Flur abdriftete. Nun...vielleicht sollte sie ebenfalls Folge leisten. Mit hochgezogenen Augenbrauen stand sie - wesentlich langsamer - ebenfalls auf und trat nach wenigen Schritten an die zwei Shoutonnutzer heran, als sie mitbekam, was die beiden miteinander absprachen. „Was zur...“, entkam es ihr, ehe sie verstummte. Was ein ‚Shichibi‘ war, wusste Maiko immerhin, aber alles was sie groß zu dem Gespräch beitragen konnte, war eine geschockte Miene.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 17 Jun 2012, 20:32

Als er zusammen mit Yui eingetreten und gerufen hatte, waren sofort Kuraiko und ihre Begleiterin, wie hiess sie nochmals? Maiko? , gekommen. Die Kazekage stand für ein paar volle Sekunden unbewegt da und schien Mühe zu haben die Information zu verarbeiten. Shouta drückte wärenddessen die komplett aphatische Genin an sich, um ihr wenigstens etwas Halt zu geben und flüsterte ihr beruhigend zu: "Schhh, alles wird gut. Wir werden den Bijuu bald wieder versiegelt haben, ok?" Zumindest hoffte Shouta das.
Inzwischen hatte sich die Kazekage wieder gefasst und verlangte nach Details. "Kigen und ich waren auf dem Traingsplatz einen Übungskampf austragen. Als der Kampf geendet hatte, hörten wir einen unmenschlichen Schrei und kurz darauf eine Explosion. Wir sahen, wie der Clanoberhaupt des Shirushi-Clans seine Tochter Yui rettete. Er hatte auch mich zu dir geschickt und ich nahm vorsichtshalber die Kleine mit, damit sie nicht im Weg steht oder umgebracht wird. Allerdings wurde er verletzt und Kigen dürfte vom Trainingskampf auch nicht mehr der fitteste sein. Er ist sich schliesslich die Hitze nicht besonders gewöhnt. ", fasste Shouta das Erlebnis kurz zusammen. Maiko stand wärend der Erklärung still neben den beiden und hatte sich kaum gerührt.
"Sollen wir die Dorfbewohner evakuieren oder kann man den ganzen Kampf auf dem Trainingsplatz abhalten? Soweit ich gesehen habe, kann der Shichibi fliegen...", fragte der Chuunin und hoffte so die Kazekage wieder zu sich zu rufen, damit sie ihm und dann auch Suna Befehle gab um die Situation in den Griff zu bekommen.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Mo 18 Jun 2012, 15:47

In Kuraikos Kopf wuchs mehr und mehr ein riesen Chaos an. So vieles musste durchdacht sein! Heute Morgen sass sie noch unbekümmert da und frühstückte und nun...?! Nun diese Nachricht zu erfahren, war ein Schock, dennoch liess sich die Kazekage kaum etwas davon anmerken, sie wirkte nach aussen gefasst und nüchtern.
"Richtig, die Leuten müssen dringend evakuiert werden.. Und du wirst dafür Sorge tragen, Shouta.", sagte sie dann ruhig, sie musste sich innerlich jedoch selbst zur Ruhe mahnen, da unangebrachte Panik nun den sicheren Tod bedeuten konnte. Kuraikos Blick fiel kurz auf das kleine Anhängsel Shoutas, dann sah sie wieder zu dem Jungen.
"Beim Trainingsplatz, sagst du? Ich werde mich sofort auf den Weg dorthin machen. Schick alle Shinobis die den Rang eines Jounins inne haben oder höher ebenfalls auf den Trainingsplatz. Zwar müssten die Leute zwar wissen, was sie in Notsituationen tun müssen, gerade wenn man ein Shinobi ist, dennoch heisst das nicht zwingend, dass sie es auch ausführen.", fuhr Kuraiko weiter mit ihren Anweisungen. Dann wandte sie sich um und erblickte Maiko, die irgendwie etwas eingeschüchtert wirkte? ... Vielleicht bildete sich die Kazekage dies aber auch nur ein.
"Maiko, du hilfst Shouta bei der Evakuierung, mit deiner Verletzung kannst du nicht kämpfen.", erklärte sie knapp, blickte ihr ein letztes mal direkt in die Augen - vielleicht eine Sekunde zu lange - und wandte ihren Blick dann ab.
"Wenn ihr alle Leute evakuiert habt, dann bleibt bei ihnen, ich möchte keinen von Euch am Kampfplatz sehen, ich hoffe, ich habe mich genug klar ausgedrückt.", ihre Stimme liess keinerlei Wiederworte zu und bevor Jemand darauf reagieren konnte, legte sie kurz Shouta die Hand auf die Schulter und sprach "Viel Glück." auch wenn es in dem aufkommendem Tumult, der von der geöffneten Türe hereindrang, fast übertönt wurde.
Es war ihr nicht aufgefallen, aber nun bemerkte sie, dass die Strassen belebter waren, als normal. Sie sah, wie Gruppen von Leuten quer und von Panik getrieben die Strassen entlang rannten, meist Zivilisten. Shinobis eilten hingegen in die entgegengesetzte Richtung.
Kuraiko durfte keine Zeit verlieren. Ohne nocheinmal zurück zu blicken, begab sie sich hinaus und als sie an der frischen Luft war, eilte sie so schnell sie konnte zum Trainingsplatz. Wie viel Schwänze bzw. Flügel das Bijuugewand schon hatte, wusste sie nicht. Sie hätte natürlich Shouta fragen können, aber was hätte das gebracht? Sie musste so oder so dahin, egal wieviele bereits da waren, also würde sie es mit eigenen Augen sehen können...

tbc: Trainingsplatz von Sunagakure

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Di 19 Jun 2012, 18:08

Der Shichibi war also ausgebrochen, wunderbar. Gab nichts Schöneres an solch einem sandigen Morgen. Insekten waren ja auch so ansehnlich und vorzüglich zu einem ausgewogenen Frühstücksbufett - nicht. Naja wie auch immer. Wenn sie jetzt Panik schob, half das auch niemandem und schon gar nicht den Zivilisten, die es zu evakuieren galt...wobei in ihrem derzeitigen Zustand war sie wohl auch mehr Zivilist, als Kunoichi. Trotzdem straffte sie sich und schob den Schock beiseite, ehe sie Kuraikos Aufforderung hörte, mit der sie gleichermaßen auch verschwand. Auch wenn ihr die Worte nicht in den Kram passten, weil sie ungern in ihrem Stolz verletzt wurde, musste sie sich irgendwo eingestehen, dass die Rothaarige recht hatte. Dennoch presste sie kurz ihre Kiefer aufeinander, ehe sie sich weiterhin zur Ruhe zwang. Vergessen waren die Gedanken an ihren Vater, an die Kazekage und an die Verhandlung, womit ihr endlich Zeit blieb, Shouta zu mustern.
„Na gut. Dann gehen wir das mal an.“, meinte sie ruhig, ehe sie ebenfalls mit dem Jungen aus dem Haus trat und sich umsah. Tatsächlich stiegen in der Nähe des Trainingsplatzes gewisse Rauchschwaden hervor, die nichts Gutes verheißen konnten, aber darauf durfte sich Maiko nun definitiv nicht konzentrieren. „Shouta war dein Name, nicht wahr? Maiko, Tainaka Maiko.“ Mit dieser kurzen Vorstellung setzte sie vorsichtig einen Schritt vor den Anderen, um zu prüfen wie weit ihr Körper mit machen würde und wie schnell sie bereits laufen konnte. Doch es schien ganz gut zu gehen. Joggend führte der Weg in Richtung Straßen, ehe sie das Mädchen auf Shoutas Rücken bemerkte, welches sie sogar minimal kannte. Yui war der Name der Kleinen und gleichzeitig war sie Kairis Nichte. Als sie im Krankenhaus gelegen hatte, hatte die Shirushi sie ein- zweimal mit dem Mädchen besucht. Glücklicherweise schien sie nicht verletzt zu sein.

Ow: Straßen durch Sunagakure

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Di 19 Jun 2012, 19:08

Die Kazekage verschwendete keine weitere Zeit und ging in ihren gewohnten Befehlston über, auch wenn sie noch immer etwas bleich wirkte. Sie übertrug ihm auch prompt die Verantwortung für die Evakuation, worauf er ein gehorsames und entschlossenes "Hai!" ertönen liess. Es wartete viel Arbeit auf ihn und er würde taktisch geschickt vorgehen müssen, um sehr viele Leute in so kleiner Zeit wie möglich und im Idealfall paniklos zu den Evakuationsräumen zu treiben. Während er bereits überlegte, wie man es am besten anstellen sollte, wies Kuraiko ihre Begleiterin Maiko an ihm dabei beizustehen. Wenigstens war er damit nicht alleine. Aber etwas schien zwischen den beiden vorgefallen sein, denn seine Mentorin schien zu zögern den Blick von der Jounin zu nehmen. Maiko schien nun auch über den Schreck gekommen zu sein und musterte den Chuunin, während die Kazekage ihnen einbläute, dass sie keinen von beiden irgendwo auf dem Schlachtfeld sehen wolle. Dann verschwand sie mit einem Wahnsinnstempo.
Shouta schaute zu seiner Begleiterin hinüber, die ihn noch immer musterte und sich nun auch vorstellte. "Genau, und freut mich. Wir haben uns doch schon gesehen oder? Im Büro, als ich den Auftrag für Kigens Tour erhielt.", erinnerte er sich. Aber jetzt war keine Zeit für ein Schwätzchen. Es galt eine ganze Stadt zu evakuieren und das brachte man nicht fertig indem man da stand und Smalltalk machte. Er kauerte sich vor Yui nieder und deutete ihr, auf seinen Rücken zu steigen. Sie tat das auch und klammerte sich instinktiv um seinen Hals fest. Er stand auf und Rückte seine Arme zurecht, damit der verletzte nicht noch mehr gereizt wurde, denn er wusste nicht, ob er ihn nicht doch noch brauchen würde.
Die Jounin war schon vorausgeeilt und schaute nun zurück, wo der Blonde noch die Kleine zurechtrückte. Als beide bequem arrangiert waren, setzte er auch zu einem schnellen Trab an und folgte Maiko den Strassen entlang.

Tbc: Strassen durch Sunagakure

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Fr 07 Sep 2012, 18:03

cf: Evakuierungshöhlen

Der Schlüssel drehte sich im Schloss und mit einem metallischem Klick sprang jenes Schloss auf. Kurako drückte die Türfalle nach unten und trat in die leicht herabgekühlte Wohnung. Sie fühlte sich, als hätte sie eine Woche lang Überlebenstraining gemacht. Ihr ganzer Körper schien zu schmerzen, jeder einzelne Knochen in ihrem Körper schien sie überdeutlich wahr zu nehmen. Dennoch liess es die Kaminishi sich kaum bis gar nicht anmerken. Trotzdem war nicht zu übersehen, wie fertig sie nach diesem Vorfall war. Sie wirkte abgekämpft, was nicht zuletzt daran lag, dass es ihr noch immer an Chakra mangelte. Was sie nun brauchte war ein heisses Bad, ein Glas von ihrem gekühltem Rotwein und dann viel, viel Schlaf. Doch so verlockend sich das anhörte und so sehr sie sich diesem Verlangen hingegeben hätte, sie durfte nicht. Auf sie wartete nun massig viel Papierarbeit, was ihr ein freudloses Lächeln entlockte. Mit fahriger Geste streifte sie sich ihre Schuhe ab und zog sich stattdessen ihre Hausschuhe an. Nur gringfügig nahm sie wahr, wie bequem diese eigentlich waren.
Kurz blickte sie über ihr Schulter und sah Maiko herienschneien. Auch sie sah nicht besonders gut aus, auch wenn sie womöglich nicht an akkutem Chakramangel litt.
"Es wartet viel Arbeit auf uns.", erklärte sie tonlos, "Ich hoffe, du fühlst dich genug gut, um mir zu helfen? Ich muss mich gleich an den ganzen Papierkram setzten. Ich bin mir sicher, der staut sich mittlerweile bereits.", Sie hatte nämlich bevor sie in die Evakuierungshohlen ging, einigen Shinobis angeordnet, die Dokumente, die noch zu bearbeiten waren und alle Neuen in ihr Haus zu bringen. Einer Vertrauensperson unter diesen Leuten hatte sie ihren Ersatzschlüssel anvertraut, welchen sie danach unter dem Topf eines kleinen Kaktus wiedergefunden hatte, der direkt neben ihrer Haustür auf dem Boden stand. Generell tat Kurako das zwar nicht gerne, dass ihr Schlüssel irgendwo draussen lag, so dass sich jeder hätte bedienen können, aber wenn es nur für so kurze Zeit war, konnte sie sich noch damit abfinden, ausserdem musste man auch bedenken, dass es keiner normalen Situation entspricht.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 09 Sep 2012, 00:20

Kv: Evakuierungszeugs~

Maiko war dem Rotschopf zurück in dessen Eigenheim gefolgt und stand mittlerweile wieder in dem kurzen Flur des Hauses, als ihre grünen Äuglein sehnsüchtig die Badezimmertür musterten. Fast wie in Trance hypnotisierte sie mit ihrem emotionslosen Ausdruck das hölzerne Ding und wäre am liebsten darauf zugegangen, hätte Kuraiko nicht zuvor etwas gesagt, was all ihre Verlange zunichte machte.
Wenig begeistert blinzelte sie daher ein wenig enttäuscht, während sie den Blick auf den Hinterkopf ihrer Vorgesetzten richtete. Am liebsten hätte sie nun protestiert, indem sie die Hoffnung der Kazekage zerschlug, mit der Angabe, dass es ihr alles andere als gut genug für Papierkram ginge. Allerdings war sie noch nie besonders gut im lügen gewesen und hinterher hätte Maiko womöglich noch ein schlechtes Gewissen, weil sie Kuraiko alleine hätte arbeiten lassen. Trotzdem: schon allein das Wort Arbeit konnte ihr gerade gestohlen bleiben. Warum mussten sie das überhaupt tun, wenn es tausend andere Einwohner gab, die so was erledigen konnten - tausend andere, die bereits wieder zuhause in ihren Wohnhäusern waren und dort liebevoll vor sich hin schliefen. Es wunderte die Tokubetsu Jounin sowieso, dass die Kaminishi solch ein Durchhaltevermögen hatte, sich nicht einfach selbst ins Bett zu legen, den ganzen schrecklichen Tag hinter sich zu lassen und anschließend frisch und munter wieder aufzuwachen. Aber nein, Scarlet schien nicht mal den Hauch eines Gedankens daran zu verlieren, sich in irgendeiner Weise auszuruhen. Stattdessen pledierte sie darauf, dass sie arbeiten müsse.
„Gut ist relativ.“, murmelte sie leise als Antwort, folgte der Rothaarigen aber ohne ein weiteres Wort in das großräumige Wohnzimmer, bereute diesen Schritt aber wenige Sekunden danach innerlich wieder.
Auf dem – zugegeben großen – Couchtisch türmten sich viele kleine Stapel Papiere und neben diesen Stapeln lagen noch mal viele kleine Schriftrollen, die alle darauf warteten bearbeitet zu werden. Am liebsten hätte sie nun auf dem Absatz kehrt gemacht, wäre in das Gästezimmer gegangen und hätte sich wortlos aufs Bett fallen lassen, bevor sich ihr Gewissen eingemischt hatte und sie wieder davon überzeugte, dass sie damit immerhin das Richtige tat. „Das Richtige soll verdammt sein!“, dachte sie bei sich, ging aber auf das Sofa zu, um sich dort vor dem ganzen Kram niederzulassen. Glücklicherweise musste sie jetzt nicht noch mit einem kalten, harten, unschönen – ihr wären sicher noch mehr negative Worte eingefallen – Stuhl vorlieb nehmen.
Kurz schloss die Braunhaarige ihre grünen Kullern, wünschte sich derweil dass die Arbeit gleich passé wäre und rieb sich währenddessen die Schläfe mit ihren Zeigefingern. Als sie die Augen jedoch wieder öffnete, lag da weiterhin noch alles rum, was ihr ein leises seufzend entlockte. „Mal im Ernst…Dorfoberhaupt spielen muss doch manchmal irre undankbar sein, oder?“, prüfend piekste sie eine Schriftrolle an, die vor ihr lag, um zu schauen, ob sie tatsächlich real war, „Ich meine…Papierkram ist eine Sache, aber wenn ich mich an den Vortag erinnere, sah Ihr Schreibtisch auch nicht viel anders aus, als das hier.“ Ihr Augenpaar glitt zu Kuraiko und suchte etwas in ihrer Mimik, dass ihr Recht gab, mit der Annahme, dass selbst sie nicht allzu große Lust auf das Zeug hatte. Immerhin war Maiko eigentlich auch kein Mensch, der Faulheit auf die Stirn tätowiert bekam – im Gegenteil –, aber sie war der Meinung, dass solch welche Arbeit doch nicht nur an einer – na gut mit ihr waren es zwei – Personen hängen bleiben konnte. Eine einzige Person konnte doch nicht die Verantwortung für alles übernehmen, oder? Nicht mal, wenn man Kage von „Alles“ war.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 09 Sep 2012, 14:49

Maikos Antwort war nicht eindeutig, was Kuraiko nicht besonders mochte. Sie war relativ, genau wie sie ihren derzeitigen Zustand beschrieben hatte. Die Rothaarige hatte sich bei deren Worte umgedreht und sie gemustert. Dachte darüber nach, ihr zu erklärten, dass sie solche Antworten eigentlich nicht mochte und es lieber klar und direkt wollte, als irgendwelche Beschreibungen drum herum damit man womöglich noch selbst dazu aufgefordert wird, die Antwort seines Gegenübers anhand dessen Worte herauszufinden. Ja, Kuraiko hasste solche Ratespiele und auch wenn das hier nicht direkt eines war, so war es doch eine wage Antwort, die in Kuraikos Augen nach solch einem Vorfall hier nichts zu suchen hatte. Aber weil sowieso schon genug passiert war, würde sie heute davon absehen, Maiko diesen kleinen Vortrag zu halten und würde es sich stattdessen auf nächstes Mal aufsparen. Also beliess sie es dabei, einfach nur eine Augenbraue zu heben, der Brünette direkt in die Augen zu blicken und sprach dann: "Ich nehme die Worte jetzt einfach mal als zustimmung an, dass es dir für solche Art von Arbeit noch genug gut geht."
Kuraiko war durchaus bewusst, dass die Tainaka müde sein musste, weiss Gott, sie selbst war es auch und wäre am liebsten direkt in ihr Bett gefallen und hätte geschlafen, aber sie war nicht Kazekage geworden, um nach solch einem Vorfall sich auf die faule Haut zu legen. Erst vor kurzem brach ein Bijuu aus, das musste Folgen haben und zwar einige. Mit Sicherheit würde diese Nachricht auch ausser Land geraten, Kirigakure würde davon Wind bekommen, keine Frage. Konohagakure mit Sicherheit auch, die Frage war nur, wie würden sie darauf reagieren? Würde sie es womöglich als ihre Chance ansehen? Jetzt wo das Dorf beschädigt war und sie einiges an Verlusten und Verletzten zu verkraften hatten, würden sie das schamlos ausnutzen? Kuraiko glaubte nicht, dass Konoha das tun würde, zumindest würde es dann den Vertrag brechen, aber bei Kirigakure war sie sich nicht sicher. Sie musste also Vorkehrungen treffen und zwar sofort. Morgen konnte es bereits zu spät sein. Soweit weg die anderen Dörfer auch sein mochten, wenn es darum ging, die Schwäche ausnutzten zu können, konnten solche Shinobidörfer ungeahnt schnell reagieren.
Sie ging direkt in das Wohnzimmer, Maiko folgte ihr. Kuraikos Blick fiel auf den Berg von Papierkram und auch sie verlor bei dem Anblick den letzten Funken Lust an dem Ganzen. Leise seufzte sie und obwohl sie eine verdammt willensstarke Frau war, konnte sie nicht anders. "Ich brauch einen Kaffee...", erklärte sie und pustete sich dabei eine verirrte Haarsträhne aus dem Gesicht, während sie sich zu Maiko umwandte, welche sich bereits niedergelassen hatte, "Möchtest du auch einen?"
Sie hatte Maikos Worte ebenfalls vernommen, musste jedoch kurz darüber nachdenken. "Ich spiele das Dorfoberhaupt nicht, Maiko, ich bin es.", erklärte sie ihr und zeigte Maiko damit offen, wie sie dazu stand, "Natürlich ist es oft ein undankbarer Job, aber Kage zu sein bedeutet nicht, die Macht über das Volk zu haben, sondern all den Leuten aus dem Dorf einen Dienst zutun. Ich weiss, viele wollen dieses Amt, viele wollen die Macht, die es mit sich bringt und wollen das Dorf nach ihren Träumen und Wünschen ausrichten, aber wer so an die Arbeit herantritt, muss bald feststellen, dass er auf verlorenem Posten steht. Die Arbeit eines Kage ist harte Knochenarbeit die erledigt werden muss.", sie hielt kurz inne und zuckte leicht mit den Schultern, "So ist es nun Mal, jemand muss es tun. Jemand, der gewissenhaft mit solchen Dingen umgehen kann und der weiss, worauf er sich einlässt. Jemand, der bereit ist, sich für das Volk zu opfern. Als ich diesen Posten annahm, wusste ich genau worauf ich mich einliess und ich habe mit all diesem hier", - dabei deutete sie mit dem Zeigefinger auf den Papierhaufen -,"gerechnet. Der Ausbruch dieses Bijuus war natürlich etwas, das nicht eingeplant war, aber das bedeutet nur, dass ich mich umso mehr um meine Arbeit kümmern muss."
Was sie Maiko jedoch verschwieg war die Tatsache, dass sie sich vor ihrer Einsamkeit flüchtete. Nach dem ihre zwei Beziehungen, die ihr wirklich sehr am Herzen lagen, beide so jäh unterbrochen wurden auf zwei so verschiedene Varianten, war sie zu dem Entschluss gekommen, dass sie sich mit etwas ablenken musste. Also begann sie ihr Augenmerk auf Sunagakure zu richten. Auf das Volk, denn da gab es immer eine Person, die Hilfe benötigen konnte und bevor sie einfach depremiert ihr Leben vor sich hin fristete, würde sie sich lieber vollständig für die Arbeit aufopfern. Selbstmitleid war ihr zuwieder.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Di 11 Sep 2012, 15:30

Maiko hob eine Augenbraue und sah die Rothaarige kurz an, fast so als wäre ihre Frage nach Koffein völlig falsch gewesen. „Kaffee?“, erkundigte sie sich leise, „nein, danke.“ Die Braunhaarige war kein Freund von irgendwelchen Genussmitteln, weder Kaffee, noch Zigaretten, oder Alkohol fasste sie an, wobei Letzteres verzehrte sie nur nicht, da es bisher keinen Grund gab, jenem zu verfallen. Sie hatte zwar mal mit Sake vorlieb genommen, kam aber relativ schnell zu dem Entschluss, dass ihr Alkohol nicht gut bekam. Maiko war relativ anfällig für den benebelnden Inhaltsstoff, weswegen sie relativ schnell gelernt hatte, davon Abstand zu nehmen und was Kaffee anbelangte – oder allgemein Koffein – es hatte zwar eine kurzzeitige konzentrationsfördernde Wirkung, welche sich aber nach kurzer Zeit ins negative wandelt. Sollte die Wirkung nämlich nachlassen, ist man noch ermüdeter als zuvor, weshalb sie an der Stelle auch von dem Genussmittel Abstand nahm.
„Sie sollten vielleicht auch nicht zuviel davon trinken.“, murmelte Maiko noch, ehe sie Kuraiko weiter sprechen ließ. Was die Kazekage da jedoch von sich gab, ließ die Tokubetsu Jounin innerlich seufzen. Irgendwo hatte sie mit solch einer Reaktion gerechnet und während sie sich den Vortrag gewissenhaft anhörte, sah sie ausdruckslos in die roten Augen. Irgendwo hatte sie genug von alldem. Diese abgeklärten Antworten, dass Verhalten…sie konnte noch immer nichts davon deuten, konnte kein bisschen erahnen, was die Frau mit alldem kompensierte, oder wann sie wirklich wütend war, stattdessen fühlte sich Maiko in dem Augenblick schlichtweg belehrt…was irgendwo keine Seltenheit war, seitdem sie mit der Kaminishi zutun hatte. Einerseits hatte das mit Respekt zu tun, andererseits, war es auch ihre kühle Haltung, die die Tainaka dazu veranlasste, sich wie ein Kind zu fühlen. „Ist ihnen aufgefallen, dass sie verdammt oft meinen Namen nutzen? Das klingt häufig so, als wollen Sie mich irgendwie belehren, oder viel mehr berichtigen. Außerdem ist es schlichtweg unfair.“, durchdringend wanderten ihre Augen weiter über den Körper der Frau, die bis auf weiteres stand, „Es ist mir bewusst, dass Sie das nicht vor spielen, Kazekage-sama…“ sie betonte die Anrede absichtlich, was fast schon scharf wirkte, aber noch immer wenig Ausdruck hatte, „es war lediglich ein Versuch, das ganze hier ein wenig angenehmer zu gestalten…um mal nur ein kleines Bisschen über Sie zu erfahren. Wenn ich hier schon meinen Abend mit Ihnen,…nein, Moment; wenn ich auch anschließend für Sie arbeiten soll, kann ein bisschen Vertrautheit schließlich nicht schaden. Warum nehmen Sie das also so verdammt ernst? Ich hab nicht mal ansatzweise behauptet, Sie würden ihren Job nicht gut machen, oder? Ich wollte auch nicht hören, dass Sie damit unzufrieden sind, oder ähnliches und trotzdem klingt es irgendwo wenig überzeugt. Damit zu rechnen und es letztendlich auszuführen, sind zwei verschiedene Dinge. Verstehen Sie das nicht falsch: ich bewundere sie für das Engagement, aber ich selbst könnte all das nicht Tag ein, Tag aus…womöglich würde es mich noch zurückgezogener stimmen, als ich eh schon bin. Nebenbei haben Sie doch sicher auch kaum mehr Zeit für sich.“ Maiko konnte sich nicht daran zurück erinnern, so viel auf einmal gesprochen zu haben – so viel unsinniges Zeug, was sie sich im Grunde auch hätte sparen können. „Aber…wie auch immer. Geht mich eigentlich auch nichts an.“ Damit wandte sie den Blick ab, zuckte mit den Schultern und nahm einen der Stapel zwischen die Hände, die sie ohne ein weiteren Mucks zu machen, studierte.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Fr 14 Sep 2012, 19:48

Nach dem Maiko das Angebot bezüglich eines Kaffees verneinte, wollte sich die Kazekage gerade umdrehen um für sich selbst einen zu machen, als Maiko ihre Meinung bezüglich ihres Konsums äussern musste. Kuraikos Augen wurden für einen winzigen Bruchteil einer Sekunde etwas enger, bevor sie sich ermahnte, dass das wohl nur ein gut gemeinter Rat war und es Maiko mit Sicherheit nicht darauf angelegt hatte, sie zu belehren. Wenn Kuraiko etwas hasste, dann waren es Belehrungen. Sie selbst verteilte zwar ab und an welche, aber dafür empfänglich war sie nicht. Und schon gar nicht bezüglich solcher Dinge. Immerhin war es ihr Leben und sie konnte damit umgehen wie es ihr beliebte, solange sie das Volk von Sunagakure damit nicht in Gefahr brachte.
Fand Kuraiko es zuvor noch dreist, das Maiko sich diese Worte bezüglich des Kaffees erlaubt hatte, waren ihre nächsten Worte auf einer völlig anderen Stufe der Dreistigkeit.
Während Maiko sprach, hörte ihr Kuraiko genau zu, viel zu genau. Jedes einzelne Wort nahm sie in sich auf. Sie fixierte Maiko mit einem stechenden Blick. Ihre blutroten Augen funkelten, während ihr blasses Gesichts fern jeglicher Emotionen erstarrt war.
Für einige Sekunden starrte sie Maiko nur an. Sie war erschöpft, hatte noch immer unter dem Chakramangel zu leiden und war mit Problemen konfrontiert worden, die ihr Vorstellungsvermögen gesprengt hatten. Nie hätte sie es für möglich gehalten, dass während ihrer Amtszeit ein verdammter Bijuu ausbrechen würde! Niemals hätte sie es überhaupt für möglich gehalten, so ein Spektakel mit zu erleben und doch war es geschehen. Es war ein verdammt anstrengender Tag gewesen und ein erbarmungsloser Kampf. Ausserdem rang sie noch immer mit ihrem eigenen Gewissen, weil sie dem armen, kleinen Mädchen solch ein Schicksal in die Hände gelegt hatte. Ja, Kuraiko hatte ein schlechtes Gewissen und es nagte an ihr. Zu alledem waren da noch diese seltsamen Gedanken und Gefühle die sie an den Rand des Wahnsinns brachten, wenn sie an Maiko dachte. Sie konnte sie sich einfach nicht erklären und doch waren sie da.
Heisse Wut kochte in ihr auf und brodelte in ihrem Inneren, doch äusserlich blieb sie kühl und distanziert, doch noch um einiges extremer, als sie es normal war. Sie wirkte schon fast abweisend.
Die Kaminishi war kein Mensch, die Leuten ihre Hilfe verweigerte. Sie half, wo sie nur konnte. Zwar auf ihre eigene Art und Weise, die womöglich ab und an etwas merkwürdig und befremdet war aber doch half sie und versuchte ihr Bestes zu geben. Maiko schien dies gerade mit Füssen zu treten.
"Wohl wahr, das geht dich überhaupt nichts an.", erklärte Kuraiko leise und ein durchaus warnender Unterton schwang darin mit, "Du warst mit der Vereinbarung einverstanden, dass du mir bei meiner Arbeit hilfst, wenn ich für deine Genesung sorge. Du hast mein Angebot angenommen und ich habe dich nie zur Arbeit gezwungen. Ich habe es dir jedes Mal selbst überlassen und sollte es dir nicht gut genug gehen, solltest du dich dafür zu schwach oder zu müde fühlen, darfst du dich sofort ins Bett begeben..", kurz herrschte eisiges Schweigen und ihr Blick wurde noch intensiver, durchdringender, "Ich habe meinen Teil der Abmachung bisher eingehalten. Und natürlich sind es zwei verschiedene Dinge damit zu rechnen und es schlussendlich zu erledigen, aber ich habe gelernt, damit umzugehen. Du glaubst nicht, zu was ein Mensch alles fähig ist, wenn er nur genug Selbstkontrolle hat." Sie verkniff sich die Worte 'die dir anscheinend noch fehlt' hinzu zufügen.
Kuraiko fand es eine masslose Unverschämheit was sich Maiko eben gerade geleistet hatte. Sie wog sogar die Möglichkeit ab, sie einfach raus zu schmeissen und wieder ins Krankenhaus zu verfrachten, immerhin schien die Brünette nicht unbedingt sehr begeistert davon zu sein, ihre Schulden mit etwas Hilfe bei Papierkramarbeit zu entgelten. Kuraiko konnte es generell ja egal sein, wenn Maiko lieber das Geld irgendwo zusammenkratzen wollte um den Krankenhausaufenthalt zu bezahlen, Fakt jedoch war, dass sie dafür Sorge tragen würde, dass die Brünette unter Aufsicht blieb, solange sie nicht genesen war.
Kuraiko atmete innerlich einmal tief ein und aus und langsam wurde ihr bewusst, dass sie so eben wohl leicht überreagiert hatte. Dennoch blieben die Worte Maikos nun einmal dreist und vor allem provokant. Die Kaminishi verschränkte die Arme vor der Brust und lehnte sich gegen den Türrahmen mit der Schulter.
"Du möchtest also, das wir uns etwas besser kennenlernen, ja?", sagte sie dann nun etwas weniger gereizt und hob eine Augenbraue, "gut, dann lass mich eben einen Kaffee für mich machen und danach beantworte ich dir jede Frage soweit wie ich kann."
Kurz mass sie Maiko noch einmal mit einem Blick, musterte ihre Haltung, nahm ihre Regungen wahr, dann drehte sie sich um und ging sich einen Kaffee machen.
Lange ging es nicht und sie kam mit einer Tasse zurück. Sie setzte sich auf einen Sessel gegenüber Maiko hin, räumte einige Schriftrollen beiseite um wenigstens eine kleine Ablagefläche frei zu bekommen und stellte dann ihren Kaffee auf jene freigeräumte Fläche. Dann lehnte sie sich wieder etwas zurück, verschränkte ihre Hände ineinander und blickte völlig nichtssagend zu Maiko.
"Also, was möchtest du gerne wissen?"

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 16 Sep 2012, 18:25

Aus ihren Augenwinkeln nahm Maiko die Reaktion der Kage wahr, die verhältnismäßig interessant war. Interessanter zumindest, als dieses schrecklich langweilige, immer gleich bleibende, kühle Miene der Rothaarigen. Irgendwo schien die Tokubetsu Jounin also einen Knopf gedrückt zu haben – unbewusst –, der offensichtlich negative Gefühle hervorbringen konnte. Kurz überlegte sie, welche Worte genau solch eine Veränderung in der Stimmlage der Kaminishi hervorbringen konnten, kam aber zu keinem genauen Ergebnis. Im Grunde war all das, was sie gesagt hatte, nicht unbedingt darauf ausgelegt gewesen, andere wütend zu stimmen und so wie Kuraiko das ganze gedeutet hatte, hatte sie es auch gar nicht sagen sollen – welch ein Wunder der Kommunikation. Wahrscheinlich hatte Kuraiko irgendwas in Maikos Haltung interpretiert, was so für Maiko wiederum nicht sichtbar war.
Interessiert ging ihr Blick sogar direkt in die Richtung der Rothaarigen und glitt abschätzend über den Körper, während sie den scharfen Worten weiter lauschte, womit ihr langsam klar wurde, was sie der Anderen gerade ungewollt suggeriert hatte. Dabei hatte sie es auf etwas völlig anderes abgesehen, als der Unwille zu arbeiten, den sie so gesehen nicht einmal hatte. Das müsste sie nun allerdings noch klarstellen und so überlegte Maiko zwischenzeitlich regungslos, was sie sagen sollte, als eine Gesprächspause eintrat, in der sich beide Seiten nur anstarrten.
„Ich sagte, ich könnte das alles nicht Tag ein- Tag aus. Damit meinte ich, dass ich es nicht für den Rest meines Lebens könnte. 3 bis 4 Jahre wären absolut kein Problem.“, meinte sie trocken und suchte wieder den direkten Blick in die Augen, „Und würde ich jetzt ins Bett gehen, hätte ich ein schlechtes Gewissen gegenüber Ihnen. Immerhin haben Sie Recht damit, dass ich dem zugestimmt habe und ich bin alles andere als faul, weshalb ich mit den Konditionen der Abmachung auch weiterhin keine Probleme habe. Ich könnte es nur wie gesagt nicht bis an mein Lebensende, aber ich hege auch keineswegs den Wunsch, Kage zu werden.“
Als sie geendet hatte, erwartete Maiko bereits die nächste Belehrung, die nächste überlegte Antwort, die nächsten strafenden Blicke, als sich die Frau eiskalt in den Türrahmen lehnte und wieder eine leichte Stimmungsschwankung mitmachte. Jene Tatsache warf die Braunhaarige wieder völlig aus der Bahn. Sie sah sogar völlig verstört und verständnislos drein, als sich die Rothaarige abwandte und sich den Kaffee machte. Himmel warum musste die andere nur so schrecklich undurchschaubar sein?! Konnte sie nicht einfach klipp und klar sagen, was sie dachte? Nein, man machte das lieber über irgendwelche unaufschlussreichen Aussagen. Zumal Maiko bei diesem Stimmungswechsel gerade definitiv nicht mitgekommen war. Allerdings wäre es vielleicht besser, wenn sie nicht danach fragen würde…allgemein schien es generell besser, wenn sie bestenfalls gar nichts mehr sagen würde. Vielleicht funktionierte diese Version wesentlich besser bei der Kazekage, als der Versuch etwas über sie zu erfahren. Letztendlich war es womöglich generell besser, wenn sie die Beziehung ausschließlich aufs Arbeiten verschob, anstatt sich irgendwo in etwas einzumischen.
Doch gerade als sie diesen Entschluss gefasst hatte, kam Scarlet mit Kaffee zurück, setzte sich entspannt vor sie und fragte sie ernsthaft, was sie denn genau wissen wollen würde.
„Die will mich doch verarschen…“, dachte sich die Braunhaarige zunehmend überrumpelt, während sie prüfend ihr Gegenüber musterte.
Als jene sich aber nicht weiter rührte, nichts mehr über ihre Gefühlslage preisgab, oder gar Anstalten machte, etwas zu sagen, seufzte die Tokubetsu Jounin angenervt.
Genau deswegen, trat sie ungern mit anderen Menschen in Kontakt: sie wurden zunehmend seltsamer, unverständlicher und absolut unvorhersehbar. „Ich dachte das geht mich nichts an.“, stellte sie fest und zog eine Augenbraue hoch, „Wenn doch – und ich verstehe definitiv nicht warum – warum nehmen sie sich so wenig Zeit für sich selbst?“ kurz dachte sie über ihre Worte nach, überlegte, ob man daran wieder etwas negatives erkennen, gar deuten konnte, als sie hinzufügte: „Wenn mich das aber trotz des Angebotes nichts angeht, sind Sie dran mit fragen.“

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Mo 17 Sep 2012, 19:37

Kuraiko war nicht ganz klar, wieso Maiko ihr erklärte, dass sie das nicht über Jahre hinweg tun könnte. Das musste sie ja immerhin auch nicht, sie war ja keine Kage und war auch mit Sicherheit keine Anwärterin dafür. Sie brauchte sich also um solche Dinge absolut keine Sorgen zu machen. Ihre Gedanken waren mehr als überflüssig, aber das behielt die Rothaarige für sich. Kuraiko hatte durchaus die etwas säuerliche Mine der Brünette bemerkt, weshalb sie entschied, zuerst ihren Kaffee zu holen.
Als sie dann zurück kam und ihr ihre Frage stellte, war ihre Reaktion darauf ziemlich interessant. Kuraiko lächelte leicht in sich hinein, es war jedoch keines aus Freude oder dergleichen. Es war viel mehr aus dem Grund, weil sich so viele ihr gegenüber gleich verhielten. Die Kaminishi verwirrte die Leute meistens, obwohl sie das überhaupt nicht beabsichtigte. Die Reaktionen waren häufig dieselben. Bei Maiko war sie zwar nicht exakt die gleiche, wie bei anderen, aber doch zumindest recht ähnlich.
Die Rothaarige schlug ihre Beine übereinander und lehnte sich mit den Unterarmen darauf ab, während sie mit ihren blutroten Augen ihre Gegenüber taxierte.
Die ersten paar Worte ignorierte Kuraiko eiskalt. Sie hatte ihr das Angebot unterbreitet, also würde sie auch die Antworten liefern. Kuraiko hoffte, das Maiko an ihren Worten nicht zweifelte, denn dann würde sie an der Brünette selbst zweifeln.
Und dann kam die Frage. Die Frage Maikos, die Kuraiko doch leicht überraschte. Sie hatte mit einer anderen Frage gerechnet, nicht mit solch einer dieser Art. Die Rothaarige hob leicht die Augenbraue, das war aber auch schon alles an Emotionen, die sie über sich ergehen liess. Kurz herrschte Stille, da sich die Kaminishi die Antwort zuerst einmal überlegen musste. Es war immerhin keine Frage, auf die man einfach so ohne weiteres Antworten konnte. Die Antwort beruhte auf Ereignissen aus ihrer Vergangenheit, die schlussendlich zu dieser Eigenschaft führten. Dass sie die meiste Zeit mit Arbeiten verbrachte, wusste sie, das tat sie ja aber auch mit purer Absicht.
"Nun...", begann sie langsam, "Ich fürchte, das führt afu einige Dinge zurück, die früher geschehen sind. Schlussendlich kam ich zu der Einsicht, dass ich am meisten gebraucht werde, wenn ich arbeite." Und so war es auch. Ihr Vater liebte sie zwar, aber auch er sah in ihr nur eine Frau, die nichts konnte, nur durch diese harte Arbeit errang sie bei ihm ein gewisses Mass an Ansehen. Ihr ehemaliger Liebhaber verliess sie, weil er Angst hatte, sie kämen mit dem Kind nicht zurecht, also musste sie das Gegenteil beweisen und wenn es nur darum ging, ihren eigenen Stolz zu verteidigen. Dann war da noch ihre letzte Beziehung. Sie war etwas wie Kuraiko gewesen. Sie war ebenfalls darin vernarrt gewesen, zu arbeiten und sah darin ihren Lebenszweck. Schlussendlich führten alle ihre Beziehungen nur in einen Abgrund aus Depressionen. Ein Schlammloch, aus dem sie sich nur mühsam hatte befreien können. Dorthin wollte sie nie mehr zurück, deshalb widmete sie sich nun der Arbeit.
Sie zuckte leicht mit den Schultern. "Ich denke, das ist eine lange Geschichte und ich bin mir nicht sicher, ob du sie hören möchtest und ob ich sie dir erzählen mag."
Sie bedachte Maiko mit einem eingehenden Blick und dann fiel ihr die Bemerkung der Brünette von vorhin wieder ein. Sie könne sie ebenfalls etwas fragen. Ihr schwebte da auch schon eine Frage vor.
"Warum wollte dich dein Vater töten, Maiko? Ich erinnere mich, dass du sagtest, dass er damals das erste mal so direkt und hangreiflich wurde, aber das war mit Sicherheit keine Aktion gewesen, die aus heiterem Himmel entstandt.", ob das wohl zu direkt war? Nun, Maiko war derzeit auch ziemlich direkt und frech, also konnte sich Kuraiko wohl auch ein bisschen weiter vorwagen. Es interessierte sie sowieso sehr, warum ihr Vater die Braunhaarige hatte töten wollen. Merkwürdigerweise verspürte sie plötzlich ein Gefühl das dem der Wut gar nicht mal so unähnlich war.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Di 18 Sep 2012, 18:24

Ruhig blickte Maiko über den Tisch zu der Rothaarigen, während sie ihre Worte aufsog wie ein Schwamm das Wasser. Es war nicht so, dass sie sich neugierig in das Leben der Frau einmischen wollte, nein, viel mehr hatte sie die Frage instinktiv gestellt gehabt, ohne groß darüber nachzudenken. Allerdings kam ihr die Antwort irgendwo…mysteriös vor. Sie war doch recht vage, aber dennoch schien ihr Gegenüber nun weitestgehend wieder völlig ruhig zu sein – so wie sonst eben auch. Dennoch hätte Maiko gern Einzelheiten bezüglich ihrer Aussage gehört. Die Antwort war nämlich doch recht interessant. Sie wollte gern wissen, warum Kuraiko davon überzeugt war, dass sie ohne Arbeit nicht gebraucht werden würde. Schließlich brauchte man auch Kontakt privat und nicht nur über die Arbeit. Zumindest stellte sich die Tokubetsu Jounin sich das alles so vor. Bei ihr war das nämlich auch so eine Sache. Wenn sie nämlich Menschen kennenlernen würde, die sie mögen würde, würde sie mit Sicherheit nicht nur über Arbeit mit jenen kommunizieren wollen.
Kuraiko war an der Stelle sogar solch ein Mensch. Entgegen der eigenen Erwartungen seitens der Tainaka, wollte sie wirklich gern mehr über die Rothaarige erfahren, obwohl ihre Beziehung eigentlich auch nur über Arbeit funktionieren sollte.
„Hm…“, machte sie leise, zog ihre Beine an den Körper, stellte sie auf der Couch ab und legte ihren Kopf auf die Knie. Von da aus sah sie die Kazekage eindringlich an, mit einem Blick, den sie selten aufsetzte – irgendwie hatte jener etwas warmes, etwas aufgeregtes, fast wie ein Kind, was neugierig etwas erklärt haben wollte.
„Wenn Sie nicht darüber reden mögen, ist das Ihre Sache, aber ich hab Zeit…a..also.“, sie blinzelte kurz, über sich selbst überrascht, dass sie anfing zu stottern, „W…enn Sie doch darüber reden mögen…a..aber nun wie auch immer…muss ja nicht sein.“
Unsicher lächelte sie leicht, nicht in dem Wissen, wie sie gerade reagieren sollte. Tatsächlich hatte sie ein wenig Hemmung davor, die Andere noch mal mit solch einer eisigen Stimme reden zu hören, aber gleichermaßen wollte sie eben wissen, was sich hinter der Aussage verbarg. Das war eine blöde Angewohnheit von Maiko. Für normal gab sie nicht viel auf zwischenmenschliche Kommunikation, aber wenn es etwas war, wo sie zuhören wollte, begann sie sich schrecklich intensiv dafür zu interessieren.
Aber in dem Falle beherrschte sich die Braunhaarige, da sie Kuraiko wirklich nicht wütend stimmen wollte. Außerdem stellte jene eine Frage bezüglich ihres Privatlebens, womit sie eigentlich gerechnet hatte. Zumindest hatte die Tainaka angenommen, dass die Rothaarige etwas bezüglich ihres Vaters wissen wollte.
„Mein Vater also?“, murmelte sie in ihre Knie hinein und wandte ihren Blick kurz auf den Tisch, da sie ernsthaft überlegen musste, was sie der Kaminishi am besten erzählte.
„Ich denke, dass ist auch eine lange Geschichte, die weit zurück in der Vergangenheit liegt. Meine Mutter meinte mal er hätte sich schon immer schwer mit Frauen getan und nach meiner Geburt bekam er wohl irgendwie einen Knacks. Mit dem Tod meiner Mutter hat er sich dann denk ich völlig von Frauen isoliert. Vielleicht fühlte er sich auch darin bestätigt, dass Anhänger des weiblichen Geschlechts nicht zu gebrauchen sind, da selbst meine Mutter bei der Geburt eines Kindes verstorben ist….keine Ahnung. Jedenfalls weiß ich nicht mal, ob er mich wirklich töten wollte. Ich kann den Mann nun mal nur schwer einschätzen.“, gequält zog sie die Schultern hoch und sah Kuraiko wieder an. Dabei wirkte sie fast schon ein wenig entschuldigend. „Familie kann man sich nun mal nicht aussuchen, nicht wahr?“ So war es tatsächlich. Zwar hatte sich Maiko immer mal wieder gefragt, wie es wäre, mit einem normalen Vater aufzuwachsen, aber solche Gedanken waren völlig überflüssig. Die Zeit ließ sich nun mal nicht zurückdrehen. „Was ist mit Ihrer Familie? Sie meinten ihre Eltern würden hier um die Ecke wohnen. Also besuchen Sie sie wohl, oder?“

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Mi 19 Sep 2012, 16:37

Kuraiko wartete Maikos Reaktion ab, während sie nach der Kaffeetasse griff und leicht hinein pustete, damit dieser etwas schneller kühler wurde. Ihr Blick wanderte über den Tassenrand hinüber zu der Brünette. Als diese mit sprechen begann, verengten sich Kuraikos Augen kurz leicht. Gerade nahm sie noch an, dass sich Maiko schon wieder beschweren würde und sie mit einer frechen Antwort abspeisen wollte, doch als sie dann anfing zu stottern verflog diese Vermutung sofort wieder. Löste sich in Nichts auf. Kuraiko blinzelte und sah in die grünen Augen ihrer Gegenüber. Maikos Augen hatten wirklich eine sehr schöne Farbe. Aber das war ihr schon davor aufgefallen.
Die Rothaarige räusperte sich leise und stellte die immer noch recht heisse Tasse zurück auf den Untersetzter. Sie strich sich langsam einige Haarsträhnen über ihre Schultern und dachte über die Worte der Brünette nach. Sollte sie es ihr wirklich erzählen? Es war nicht so, dass sie etwas sehr schlimmes erlebt hätte und Mitleid wollte sie erst recht nicht. Sie bedachte Maiko also vorerst nur eingehend mit ihren blutoroten Augen und unterdrückte das Verlangen danach, ihr ihre Geschichte zu erzählen. Was sie dcoh ziemlich stutzig machte, immerhin hatte sie dieses Gefühl noch nie so richtig verspürt... Oder zumindest schon sehr lange nicht mehr.
Dann erklärte die Jüngere, was es mit ihrem Vater auf sich hatte. Interessiert hörte die Kaminishi ihr zu und nickte ab und an um ihr zu zeigen, dass sie ihr folgte. Unwillkürlich stieg in ihr eine gewisse Art von Wut auf diesen Mann auf, da er anscheinend generell etwas gegen Frauen zu haben schien.
"Ich verstehe. Nun machen auch seine Worte Sinn.", sagte sie nachdenklich und lehnte sich etwas zurück, "Er schien von mir nämlich nicht sehr begeistert gewesen zu sein. Aber deine Erklärung bringt etwas Licht ins Dunkle."
Na dann hatten sich die Leute hier ja genau die richtige Person für den Kageposten ausgesucht, wenn es um den Vater Maikos ging. Wahrscheinlich wäre er ihr damals am liebsten an den Hals gesprungen und hätte sie erdrosselt.
Sie verschränkte ihre Finger ineinander, blieb ruhig, hatte jedoch einen einfühlsamen Blick, was bei ihr zugegebendermassen doch recht selten zu sehen war. Aber gerade wenn sie sehr müde und erschöpft war, war sie nicht mehr ganz so beherrscht, wie sie es für gewöhnlich war. Maiko hatte also Glück und konnte seltene Mimiken bei Kuraiko sehen, die anderen ihr Leben lang nie zu Gesicht bekamen. Oder war es Unglück? Wie auch immer, spielte auch keine Rolle.
"Für mich sah es schwer danach aus, als ob er dich töten wollte.", fuhr sie dann mit ernster Stimme fort, "Und da hast du recht, Familie kann man sich nicht aussuchen, dennoch solltest du dich von ihm los sagen, wenn er dich wie Dreck behandelt."
Sie dachte erneut darüber nach, Maiko ebenfalls von ihrem Vater zu erzählen, aber eigentlich war das gerade jetzt ein schlechter Zeitpunkt, immerhin liebte ihr Vater sie, er hatte nur ebenfalls eine leicht verdrehte Ansicht von Frauen.
Doch kaum hatte sie diesen Gedanken zu Ende gedacht, da kam die Brünette auch schon auf ihre Eltern anzusprechen. Kuraiko nickte leicht.
"Ja, ich besuche sie desöfteren. Nach dem ich Kazekage wurde, nicht mehr ganz so oft, aber immer noch regelmässig. Meine beiden Brüder leben noch bei ihnen.", Sie lebten noch dort, weil sie eines Tages jenes Haus erben würden und einer von ihnen auch den Clanoberhauptsposten.
"Aber ich fürchte, auch mein Vater hat ähnliche Ansichten wie deiner, nur ist meiner beiweitem nicht so radikal wie deiner.", gab Kuraiko nun zu und die Worte kamen aus ihrem Mund, bevor sie überhaupt darüber nachgedacht hatte, was sie sagte. Kurz, für einen Bruchteil einer Sekunde, schien ihr Blick verwirrt zu sein. Verwirrt über sich selbst, denn sie hatte soeben etwas getan, was ihr überhaupt nicht ähnlich sah. Sie hatte gesprochen, bevor sie nachgedacht hatte! Absolut untypisch für sie.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Fr 21 Sep 2012, 20:53

Während sich die Andere bezüglich ihres Vaters äußerte, bedachte Maiko sie mit einem aufmerksamen Blick, als sie ab und an nickte. Natürlich war er nicht besonders begeistert gewesen, als eine weitere Frau den Kagesessel erklommen hat. Selbst Kana war ihm ein Dorn im Auge gewesen, das wusste Maiko. Auch wenn jene nur eine Vertretung gewesen war, aber mit Kuraiko, die den Posten nun völlig inne hatte, war höchstwahrscheinlich der Knacks noch ein wenig größer geworden. Er war generell wirklich ein seltsamer Mann gewesen. Nicht nur als Vater, sondern auch im Umgang mit ihrer Mutter. Zwar wurde er ihr gegenüber nie handgreiflich, aber oftmals ziemlich cholerisch. Wahrlich kein schöner Anblick für die damals noch recht junge Maiko, aber mittlerweile hatte er jegliche positive Gefühle für ihren Vater verloren, weshalb sie über die Aussage der Rothaarigen auch nur müde lächeln konnte.
„Ich habe mich bereits von ihm losgesagt. Vor…“, sie sah sich im Raum um und suchte mit den grünen Kullern nach einer Uhr, „Hm…in wenigen Stunden… oh in etwa vor 5 Jahren. Da bin ich ausgezogen und damit habe ich meine verkorkste Familie hinter mir gelassen. Die Zeit vergeht…“.
Ein wenig wehmütig musterte sie noch die Zeiger, der Uhr, die aufzeigten, dass es bereits spät abends war. Kein Wunder also, dass der Raum durch künstliches, jedoch warmes Licht erhellt wurde. Generell war der Wohnraum relativ warm eingerichtet, was sie anfangs relativ verwundert hatte. Dabei hatte die Tainaka anfangs angenommen, dass Kuraiko doch recht modern wohnen würde, anstatt auf eine freundliche Atmosphäre zu achten. Nicht das sie das störte, aber dennoch hätte sie was anderes erwartet.
Wesentlich weniger wichtig als die Einrichtung jedoch, empfand sie ihren morgigen Geburtstag, weshalb sie darüber auch nicht viel mehr sagte. In den letzten Jahren hatte sie nie wirklich Zeit damit vergeudet, jenen zu feiern. Mit wem auch? Ihre Mutter war tot und Freunde waren relativ.
Aber anstatt weiter darüber nachzudenken, sah sie zurück zu Kuraiko die offensichtlich doch etwas über sich erzählen wollte und diese Tatsache war um ein vielfaches interessanter für die Braunhaarige, als ihr 20ter Geburtstag. So verlagerte sie ihr Kinn wieder auf die Knie, blinzelte aufgeweckt und nickte ab und an seicht, um zu signalisieren, dass sie der Frau zuhörte. Und wie sie das tat. Vor allem ihre letzten Worte waren sehr informationsreich. Allerdings hätte Maiko niemals damit gerechnet, dass die Kazekage irgendwo eine ähnliche Situation durchlebt hat, wenngleich es vielleicht nicht ganz so schlimm war.
Sichtlich verwirrt und auch ein wenig überrascht hob sie doch wieder das Kinn und reckte ihren Kopf sogar ein wenig, um ihren Nacken zu entspannen.
„Hm? Wie kann er ähnlicher Ansichten sein, wenn seine Tochter es zu der höchsten Position im ganzen Dorf geschafft hat? Ist er denn gar nicht stolz darauf? Ich mein…es kommt mir nur komisch vor. Ich dachte immer, mein Vater würde vielleicht zur Vernunft kommen, wenn man ihm vor Augen hält, dass er sich völlig in mir getäuscht hat.“, irgendwie fand sie die Worte der Frau unheimlich. Vielleicht hatte sie sich wirklich in der Art von Menschen getäuscht, wenn es für einen Vater nicht mal ausreicht, wenn sie Kage wird. Sollte sie also ihren Vater wirklich einfach ausradieren? Wenn sie eh nie die Genugtuung erhalten würde, ihn übertroffen zu haben?
Leise ließ sie ein Seufzen verklingen, ehe sie noch einmal den Kopf über den Nacken rollen ließ und die grünen Kullern zurück auf die Arbeit fixierte. „Ich schätze Sie wünschen eine Einteilung von Toten und Leuten, die den Angehörigen bescheid geben sollen?“, vielleicht hatte sie die Realität gerade ein wenig zu sehr eingeholt, weshalb sie ihr Hauptaugenmerk zurück auf die Papierberge lenkte und das persönliche Gespräch zurück in den Hintergrund verfrachtete.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Sa 22 Sep 2012, 14:57

Kuraiko hob eine Augenbraue, als Maiko einen Satz anfing, diesen dann jedoch sein liess und ihn anders begann. In wenigen Stunden...? Was mochte das bedeuten? Kuraiko beäugte sich kurz leicht skeptisch, hörte ihr dann jedoch mit grossem Interesse zu - wie sie selbst zu ihrem Überraschen feststellen musste.
Ab und an nickte sie, sah der Brünette direkt in die Augen. In diese grünen Augen, in dennen man sich glatt hätte verlieren können. Sie hatte tatsächlich eine sehr spezielle Augenfarbe. Ein Kribbeln durchlief sie und kurz stuzte die Kazekage. Was war nur so speziell an Maiko, dass sie ihre Gedanken von Stunde zu Stunde mehr auszufüllen zu scheint? Was war anders an all den anderen? Sie war doch bloss eine junge Frau, deren Vater ein wirklich unangebrachtes Verhalten an den Tag legte. Das war zwar äusserst unschön und zog mit Sicherheit auch eine Strafe mit sich, aber leider gab es nun mal solche Menschen, damit musste man rechnen. Trotzdem, es schien, als ob das nicht das Einzige wäre. Natürlich, Kuraiko tat es leid, dass Maiko ein solches Schicksal hatte, aber das war nicht alles. Da war noch mehr, aber es schien sich vor den roten Augen der Kazekage zu verstecken. Ihre eigenen Gefühle! Sie konnte sie nicht recht einschätzen und dieses hilflose Gefühl hatte sie schon seit Jahren nicht mehr gehabt.
Als Maiko dann zurück auf die Arbeit zu sprechen kam und somit dem Thema ein jähes Ende bereitete, sah die Kaminishi sie mit in Falten gelegte Stirn an. Sie wollte doch dieses Gespräch etwas persönlicher gestalten, wieso also lenkte sie das Gespräch nun zurück zur Arbeit, obwohl Kuraiko bereitwillig - mehr oder weniger - ihre Frage beantwortete?
"Ja, zuerst gilt es zu erfahren, wieviele Opfer dieser Vorfall gefordert hat und vor allem wer. Danach werde ich mich darum kümmern, dass sie die Nachrichten über den Tod ihrer Verwandten erhalten.", erklärte Kuraiko rasch, um das Thema möglichst wieder beiseite zu schieben um weiter über das vorherige reden zu können. Merkwürdig für sie und das wurde ihr in diesm Augenblick auch bewusst, aber sie hatte Blut geleckt und wollte nun mehr über Maiko erfahren.
"Und bezüglich meines Vaters...", sie zuckte leicht mit den Schultern, "Er ist aufjedenfall stolz auf mich und hat wohl auch ein Stück weit erkannt, das Frauen nicht eine Rangordnung unter den Männern steht, teilweise zumindest.. Nun, aber trotzdem hält er das männliche Geschlecht für das stärkere. Ich denke, das Amt des Clanoberhaupts der Kaminishi Familie wird er dennoch niemals einer Frau überlassen, denn obwohl ich die Älteste meiner zwei Geschwister bin, sagte er mir von Anfang an, dass einer meiner Brüder einmal seinen Posten einnehmen würde. Aber das stört mich nicht. Hat es mich noch nie und wird es mich auch nie."
Kurz herrschte Stille, als ihr wieder dieser merkwürdig angebrochene Satz von Maiko einfiel. Ausserdem fragte sie sich, wie es Maiko ging, oder besser gesagt, ihrer Wunde.
"Was meintest du mit, was in wenigen Stunden sei? Und wie geht es deiner Bauchwunde? Eigentlich wollte ich sie heute Morgen nochmal untersuchen, aber der Käfer hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wie geht es dir?"
Unweigerlich kam ihr wieder die Szene von heute Morgen in den Sinn, als sie sie nur mit einem Shirt und einem Slip bekleidet in ihrem Bad stand und sie anstarrte. Ausserdem erinnerte sie sich auch, wie sie weinend in ihr Zimmer geflüchtet war. Die Kazekage presste ihre Lippen aufeinander. Was war nur los mit ihr? Warum brachte diese junge Frau sie nur so dermassen durcheinander?

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 23 Sep 2012, 18:49

Um zu signalisieren, dass Maiko verstanden hatte, was Kuraiko von ihr wollte, nickte sie und angelte auf dem Tisch nach einem Stift. Langsam nahm sie eine über den Tisch gebeugte Position ein, verfrachtete ihre Beine wieder von der Couch herunter und wandte sich den Papieren zu, wo sie aufmerksam nach der Liste forschte, auf denen die Tode verzeichnet waren. Aufmerksam räumte durchforschte sie Papierstapel und rechnete eigentlich mehr oder weniger damit, dass die Rothaarige ebenfalls anfangen würde, die Akten durchzugehen.
Stattdessen fing sie wieder an zu reden, was die Braunhaarige dazu veranlasste über die weißen Häufchen zu sehen und überrascht die Augenbrauen hochzuziehen. Ehrlich gesagt hätte Maiko nicht damit gerechnet, dass die Andere so interessiert an einer Konversation mit ihr war, wo sie doch anfangs eher wenig davon begeistert schien. Vor allem, da sie Absichtlich das Gespräch zurück auf die Arbeit verlagert hatte. Nicht weil die Kaminishi sie langweilte – im Gegenteil –, aber sie wusste einfach nicht genau, was sie davon halten sollte, dass selbst der Vater der Kazekage ein wenig eigen war. Vielleicht fühlte sie sich auch einfach ein wenig unsicher, weshalb sie versucht hatte, das Thema zu wechseln. Immerhin war die Frau wirklich etwas unnahbar und durchaus schnell zu verstimmen, was die Tainaka gerade etwas vorsichtig stimmte. Dennoch war sie der Überzeugung, dass es die Rothaarige mit Sicherheit nicht begrüßen würde, wenn man sie nun eiskalt ignorieren würde, weshalb Maiko den Stift beiseite legte und sich wieder gerade hinsetzte.
„Aber der Kageposten hat Sie interessiert…? Warum also nicht auch das Clanoberhaupt? Selbst wenn es keine Frau für die Führungsposition sein sollte. Mögen Sie ihre Familie nicht?“, fragte sie leise und ließ sogar wieder die Schultern sinken. Zudem sah sie etwas unsicher durch ihren Pony über den Tisch in die roten Augen, um herauszufinden, ob ihre Fragen womöglich wieder die falschen Punkte getroffen hatten. Ein wirklich seltsames Verhalten, dass die Tokubetsu Jounin in Gegenwart der Kaminishi an den Tag legte. Sie tat das auch nicht, weil sie angst vor ihr hatte, oder weil sie sich unwohl fühlte, nein. Es war nur ein Gefühl der Unsicherheit, gegenüber der Älteren. Woher jenes rührte, wusste sie nicht direkt…vielleicht lag es auch an dem Augenpaar, was ständig auf ihr lag und dem sie bei diesem Gedanken schlecht standhalten konnte, so dass sie sich wieder abwandte, den Blick auf ihre Lippen konzentrierte und ein wenig daran hängen blieb.
Sie wiesen ein ähnliches hübsches Rot auf, wirkten unheimlich zart und hatten einen relativ schönen Schwung. „H…halt. Warum denkst du ü..über so was?!“, als sie bemerkte, über was sie sinnierte, schüttelte sie leicht unverständlich ihren Kopf und sah anschließend wieder stur auf die Blätter, allerdings nicht, ohne einen leichten Schimmer von Rosa auf ihren Wangen zu tragen.
Wegen ihren Gedankengängen hatte sie außerdem eine ziemlich lange Reaktionzeit auf die Fragen der Anderen gehabt, hatte aber verstanden, was sie wissen wollte, wenngleich sie in dem Augenblick ein wenig langsam wirken musste. Fiebrig fingerte sie, um die Zeit wieder zu füllen, an ihrem Oberteil herum, zog es ein winziges Stückweit nach oben und fuhr mit ihrem Zeigefinger über die Narbe, die sie irgendwie wieder etwas ruhiger stimmte. Tatsächlich schien sie kurze Zeit gedankenverloren von oben nach unten über das Genähte zu tasten, als sie sich zurück in die Sofakissen fallen ließ, von da aus in die roten Augen sah und für einige Momente so verharrte.
„Wie gesagt: mir geht es…gut denk ich. Abgesehen von Muskelkater und Müdigkeit. Auch der Wunde geht’s…gut? Sie ist jedenfalls noch da.“, müde lächelte sie, sah auf ihren Bauch nieder und fuhr noch einmal über die unebene Haut. Tatsächlich hatte sie das Gefühl ein wenig beruhigt…vielleicht weil sie ihre Gedanken daher auf etwas anderes lenken konnte, was einfacher war, als die Lippen der Kazekage. Auf die andere Frage hatte sie allerdings bisher absichtlich nicht geantwortet. Einfach weil sie es im Grunde für unwichtig hielt und nicht wirklich gern über ihre Geburtstage redete, was unteranderem eben daran lag, dass sie sie nie feierte. Allerdings traute sie sich auch jetzt wieder nicht, die Frage einfach zu ignorieren. „In wenigen Stunden werd ich 20. A..also nichts besonderes eben.“, verloren glitt ihr Finger irgendwie weiter über die Narbe, welche von dem leicht hochgeschobenem Shirt noch immer offengelegt wurde. Es war irgendwo seltsam. Bisher hatte sie sich noch nicht wirklich mit der Verletzung auseinander gesetzt. Sie hatte sich nicht einmal getraut, sie groß anzusehen und jetzt schien sie den Schönheitsmakel schon fast zu streicheln. Sie verhielt sich in dem Augenblick tatsächlich irre seltsam. Womöglich ein Nebeneffekt ihrer neurotischen Unsicherheit.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Di 25 Sep 2012, 07:51

Kurz dachte Kuraiko über Maikos Worte nach - und dabei fiel ihr auch auf, wie ähnlich ihre beiden Namen klangen. So hatte sie es bisher noch nie gesehen, immerhin hatte sie sich von Klein auf damit abgefunden, niemals das Clanoberhaupt zu werden. Es war einfach wie selbstverständlich, dass einer ihrer Brüder das werden würde und nicht sie. Somit hatte sie es also auch nie in Betracht gezogen und auch jetzt schien es ein Ding der unmöglichkeit zu sein. Es war etwas, das tief in ihr drin verwurzelt war, wie so vieles, das ihr als Kind eingeprägt wurde. Ihr Vater schien es zudem sehr ernst damit zu meinen, weshalb es ihr wohl tatsächlich gleich von Anfang an klar war. Kuraiko würde niemals das Clanoberhaupt werden, genau so wie auch keine andere Frau. Immerhin hatte sie viele Cousinen, aber - ausser Shouta - keinen einzigen anderen.
Sie zuckte also leicht mit den Schultern und ihre emotionslose Mine kehrte auf ihr Gesicht zurück.
"Das ist etwas anderes.", erklärte sie dann sachlich, "Mir wurde das von Anfang an beigebracht. Es ist einfach wie ein Gestzt im Kaminishi-Clan. Ich hätte es auch nicht für möglich gehalten, dass ich jemals Kazekage werden würde, aber das Amt wurde mir überraschend angeboten. Zuerst wollte ich es ablehnen, aber dann habe ich noch einmal eingehen darüber nachgedacht und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich dem Volk als Kazekage noch besser helfen kann." Das war es immerhin, was sie dazu bewogen hatte, Kazekage zu werden. Bevor sie diesen Posten inne hatte, hatte sie sich oft persönlich ohne grossen Rang und Namen um verschiedene Dinge gekümmert, die der Allgemeinheit helfen sollte. Sie unterstützte den Aufbau ziemlich stark und war auch dafür verantwortlich, dass es ein Kinderwaisenhaus gab. Aber das behielt sie für sich. Vielleicht hatte Maiko aber sowieso schon etwas von ihr gehört.
Kuraiko bemerkte, wie Maiko sie beobachtete. Sie tat es ihr nach, aber möglichst unauffällig natürlich. Ihr ging dieses Bild aus dem Badezimmern icht mehr aus dem Kopf.
"Verstehe.", sie nickte, "das freut mich zu hören.", sie verzog bei diesen Worten keine Mine, "Wenn du Schmerzen hast, sag es mir, ja?"
Und dann erklärte die Brünette, dass sie in vier Stunden Geburtstag hätte! Nun doch leicht überrascht hob Kuraiko eine Augenbraue und lehnte sich etwas nach vorne.
"Geburtstag?", wiederholte sie und unwillkürlich glitten ihre Augen erneut über ihren Körper, dieses mal jedoch auffälliger, unbewusster, "Das ist doch etwas wichtiges, Maiko! Du hast morgen also Geburtstag? Das wusste ich nicht, tut mir leid. Ich hätte etwas kleines für dich besorgt, wenn ich Kenntnis darüber gehabt hätte." Sie schwieg kurz und dachte darüber nach. Generell fand Kuraiko den Geburtstag etwas wichtiges. Nicht, weil man da viele Geschenke kriegt oder derlei Dinge, aber sie fand es wichtig, an ihrem Geburtstag bei den Menschen zu sein, die sie liebte. Bisher war das immer ihre Familie gewesen. Vielleicht dachte Maiko ähnlich? Sie zweifelte jedoch daran.
"Hast du einen speziellen Wunsch für Morgen? Jeder verbringt seinen Geburtstag anders und ich möchte dir da keine Einschränkungen geben." Selbst wenn es eine riesige Party sein sollte, dachte Kuraiko, wobei sie innig hoffte, dass die Brünette nicht auf solche Feiern stand.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Fr 28 Sep 2012, 13:39

Gegen die Sofakissen gelehnt dachte Maiko einige Augenblicke über die Worte der Kazekage nach, ließ dabei sogar die Narbe in Ruhe und sah wieder auf, der Anderen direkt in die Augen.
„Und da waren Sie nie…neidisch auf ihre Brüder?“, fragend sie leise, verzog ihr Gesicht ein wenig schmerzlich. Langsam fragte sie sich selbst, ob sie all die Fragen stellte, um sich irgendwas zu beweisen – um zu beweisen, dass nicht nur sie Probleme mit Familie hatte. Vielleicht hoffte sie ja wirklich darauf, dass Kuraiko irgendwo ähnliche Erfahrungen gemacht hatte, denn wenn die Braunhaarige wirklich ehrlich war, war sie schon immer neidisch auf Jiro – ihren kleinen Bruder – gewesen. Er hatte all das, was ihr in ihrer Kindheit verwehrt wurde mit Ausnahme der Liebe seiner Mutter, die sie dafür erfahren durfte, aber dennoch war ihr Vater so völlig anders zu dem Jungen gewesen. Der Kleine hatte sich nicht einmal dafür anstrengen müssen. Stattdessen brauchte er nur zu lächeln und Hayato war völlig aus dem Häuschen.
Langsam glitten ihre Lider nieder, verdeckten kurz die grünen Smaragde, ehe sie leise seufzte und ihre Augen wieder öffnete, all die Gedanken beiseite schob und noch einmal kurz auf ihre Narbe sah, als Kuraiko bezüglich ihres Geburtstages schier aus dem Häuschen schien.
„Huh?!“, machte sie, sah wieder auf und blinzelte leicht perplex, „…N..nein um Gotteswillen. Ist völlig in Ordnung…ich feiere meinen Jahrestag eh nicht. Also brauchen Sie sich auch keine Umstände machen. Ich kenn das sowieso gar nicht mehr, dass man mir Geschenke macht.“, Abwehrend hob sie ihre Handflächen und zog die Schultern ein wenig hoch. Sie wollte wirklich keine Aufmerksamkeit wegen ihres Geburtstages haben schließlich wurde Maiko nur ein Jahr älter…ein weiteres verschwendetes Jahr.
„Ist schließlich ein normaler Tag wie jeder andere auch.“ Langsam ließ entspannte sie sich wieder, ließ die Hände sinken und ließ sie in ihren Hosentaschen verschwinden, während sie Kuraiko weiterhin ansah…viel zu genau sogar. „Ich feiere schon seit ich 14 bin nicht mehr…“ Dass Jahr in dem ihre Mutter verstorben ist und das Jahr darauf hatte man ihren Jahrestag sowieso vergessen, weshalb sie wohl auch nicht mehr so versessen auf all das war.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Mi 03 Okt 2012, 18:49

"Neidisch?", wiederholte die Kazekage in einem Tonfall der klang, als ob sie nicht nachvollziehen konnte, warum Maiko ihr diese Frage stellte. Neidisch war sie nie direkt gewesen, nein. Sie wurde von Anfang an, bereits als kleines Mädchen, dazu erzogen, dass sie als Frau generell einfach weniger wert war. Und obwohl sie nun Kazekage war, war sie noch immer dieser Ansicht. Eigenschaften und Verhaltensweisen, die man als kleines Kind lernte und ins Gedächtnis gebrannt bekommen hatte, liessen sich eben nicht so einfach ablegen. Kuraiko wusste irgendwo, dass es nicht ganz korrekt war und durch die Annahme dieses hohen Postens hat sie auch einen Schritt in die richtige Richtung gewagt, dennoch war ihr Vater noch immer der Meinung, dass Männer Diejenigen sein mussten, die das Sagen hatten.
Kuraiko schüttelte sachte den Kopf, auch wenn eine leise Stimme in ihrem Kopf wisperte, dass sie sich endlich gegen diese eisernen Fesseln, die ihr als Kind angelegt wurden, ablegen sollte. Durch die ernennung zur Kazekage hatte sie zumindest den Schlüssel dazu gefunden, doch noch weigerte sie sich, das Schloss aufzuschliessen.
So sah sie Maiko in die Augen und - für sie völlig ungewöhnlich - schien sie kurz völlig in Gedanken versunken an einem anderen Ort zu sein.
Sie dachte an ihre Kindheit. An ihren Vater, der sie zwar liebte, aber ihren Brüdern immer den Vorrang lies. Sie musste immer hinten anstehen und wurde mit lieben und netten Worten getröstet. Selbst ihre Mutter machte bei diesem seltsamen Spiel mit und tat es ihrem Vater gleich, auch wenn ihr deutlich anzusehen war, dass sie es liebend gerne geändert hätte.
Die Kazekage wurde sich bewusst, was sie gerade tat. Sie suchte, wegen den Worten Maikos, nach einem Grund, warum sie neidisch auf ihre Brüder sein könnte. Eigentlich hatte sie den Grund gefunden, aber sie sah ihn nicht. Der eindeutige Grund hatte sich hinter einer Fassade aus Freundlichkeit und Liebe versteckt, die Kuraiko noch heute blendete.
Noch einmal schüttelte sie nun den Kopf, dieses mal etwas gefasster. Dann griff sie zu ihrer Kaffeetasse und trank einen Schluck daraus. Das Getränk war nur noch lauwarm.
"Ich habe keinen Grund auf meine Brüder neidisch zu sein.", erkärte sie dann und ein Lächeln zierte ihre Lippen, es war jedoch eher freudlos als etwas anderes, "Nicht den gerngsten. Ich habe nie den Wunsch verspürt, das Amt des Clanoberhauptes inne zu haben. Das ist etwas, das ich gerne anderen überlasse.", bei diesen Worten stellte sie die Tasse wieder auf den Tisch und breitete etwas die Arme aus, "Das hier ist es, was mich ausmacht. Ich arbeite für das Volk Sunagakures. Natürlich liebe ich meine beiden Brüder, genau so wie meine Mutter und meinen Vater, aber der grosse Teil der restlichen Familie interessiert mich nicht. Der Clan der Kaminishifamilie hat einige hässliche Seiten an sich, die ich nicht gutheissen kann. Ausserdem ist etwas geschehen, was meine Meinung über den Rest der Familie nicht eben positiv ausfallen lässt.", Kurz herrschte Stille und sie sah Maiko direkt in die Augen und wusste in diesem Augenblick tatsächlich nicht, wieso sie der Brünette dies alles überhaupt erzählte, "Es ist, als hätte sich ein tiefschwarzer Schatten über meine Familie gelegt um sie...", doch dann verstummte sie wieder. Hier war nun wirklich Schluss! Mal abgesehen davon, dass sich Maiko wohl sowieso langweilte, war das keine Geschichte, die man einfach irgendjemandem erzählte... Nur dumm, das Maiko mittlerweile nicht einfach nur 'Irgendjemand' war. Aber das war sich Kuraiko in diesem Augenblick noch nicht wirklich bewusst. Deshalb stoppte sie und winkte mit ihrer linken Hand leicht ab.
"Wie auch immer. Meine Familie ist mir egal, ausser den vier genannten Ausnahmen und ein paar wenige andere Mitglieder. Shouta zum Beispiel kann ich recht gut leiden. Du hast ihn im Büro gesehen."
Ob sich die Brünette wohl noch an den Jungen erinnerte? Mit Sicherheit. Er war eine Art von Mensch, an den man sich einfach erinnern musste. Der Junge gefiel Raiko, auch wenn er die Tollpatschigkeit in Person war. Was der Kazekage zwar wiederum nicht so behagte, aber sei's drum.
"Und ich verstehe. Also möchtest du deinen Geburtstag nicht feiern, ist das richtig? Du bist dir da auch ganz sicher?", fragte sie dann noch einmal nach um ganz sicher zu gehen. In Gedanken suchte sie jedoch bereits nach einem Geschenk für Maiko... Schon wieder so eine durchaus ungewöhnliche Haltung ihrerseits! Ihr Blick fiel auf die halb freigelegte Narbe auf ihrem Bauch. Kurz verharrte sie in dieser Position und spielte mit dem Gedanken, etwas zu sagen, bis sie dann auch den Mund auftat und ihren Gedanken in die Tat um setzten: "Juckt sie?" Mit diesen Worten deutete sie beiläufig auf die besagte Narbe.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 07 Okt 2012, 02:02

Offensichtlich hielt ihr Gegenüber wirklich überhaupt nichts von der Clanleitung, was Maiko zunehmend nachdenklicher stimmte. Vielleicht empfand sie Neid, wo gar kein Neid hingehörte? Während die Kaminishi also Gründe für Neid suchte, suchte die Braunhaarige zunehmend nach Aspekten, die dagegen sprachen. Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass sie ihren Vater gar nicht brauchte – zumindest lebte sie noch. Wenn auch mittlerweile mit einer Narbe, die ihren Bauch zierte und sich unter ihrem Bauchnabel einige Zentimeter weiter runter zog. Vielleicht tat sie ihrem – um ein vielfaches jüngeren – Bruder also tatsächlich Unrecht, indem sie ihn so um etwas beneidete, was sie offensichtlich ihr ganzes Leben über nicht gebraucht hatte, weswegen sie die Liebe zu ihrem Vater auch nicht vermisste – eigentlich. Ja, eigentlich. Und uneigentlich? Hätte sie womöglich doch gern gewusst, wie sich das ganze anfühlte. Womöglich wäre sie dadurch ein völlig anderer Mensch gewesen, was wiederum eher gegen die Vaterliebe sprach. So mochte sie ihren Charakter doch eigentlich, wenngleich sie ihre Schüchternheit teilweise etwas anstrengend fand, aber jeder hatte wohl irgendwelche Charaktereigenschaften, die nicht einmal einem selbst gefielen.
Kein Wunder also, dass Maiko einfach nur auf die Erklärung nickte und ein „Ich verstehe“ murmelte. Ein wenig konnte sie Kuraiko wohl tatsächlich nachvollziehen – wenn ihr die Familie nicht gefiel, wäre es unsinnig jene zu leiten. Es war durchaus ein plausibler Grund, obwohl die Rothaarige irgendwann abgebrochen hatte. In diesem Augenblick hatte die Tokubetsu Jounin überlegt, ob sie nachharkten sollte, beließ es aber bei ihrer Aussage und betrachtete ihr Gegenüber nur stillschweigend, wenn gleich sie davon absah, ihr direkt in die tiefen Seen aus Blut zu schauen, oder wieder zurück zu den schön geschwungen Lippen zu kommen.
„Tiefschwarzer Schatten…“, wiederholte sie gedankenverloren und wog etwas den Kopf, ehe die Kaminishi ihren Verwandten benannte, den Maiko eben nicht nur aus dem Büro kannte. „Hm?“, machte sie und hob überrascht die Augenbraue, ehe sich ihre Mimik leicht änderte und sie sogar leise kicherte, was wirklich nicht sehr häufig bei ihr vorkam.
„Ich kenn ihn nicht nur vom Büro, Kazekage-sama.“, stellte sie klar, „Ich hab ihn vorhin durchs halbe Dorf getragen, als er teilweise bewusstlos war. Sie haben mich doch mit ihm gefunden.“ Vielleicht lag es an der späten Stunde und der Tatsache, dass heute wirklich ein ziemlich anstrengender Tag für die Rothaarige gewesen sein musste, aber dass sie sich nicht mal mehr daran erinnerte, dass sie zuvor gemeinsam in den Evakuierungshallen gewesen waren, ließ die Tainaka wirklich leicht schmunzeln. Allerdings nicht weil sie sich darüber lustig machte, sondern viel mehr weil sie gerade in dem Augenblick festestellen musste, dass selbst ein Dorfoberhaupt seine vergesslichen Momente zu haben schien…dass machte Kuraiko irgendwo attraktiver – menschlicher.
Jedoch fing sie sich recht schnell wieder, wenngleich ein seeliges Lächeln auf den dünnen Lippen Maikos zurückblieb. Trotzdem hatte ihr Gegenüber das Thema gewechselt.
„Nein, ist wirklich in Ordnung. Sie sollten sich da wirklich keine Umstände machen und…hm…ab und an, ja. Zu anfang war es ganz schlimm. Da hat sie dauerhaft gejuckt, aber jetzt geht es eigentlich.“, noch einmal glitten ihre zarten Finger über die Narbe, ehe sie für einige Momente schwieg. Es gab da noch etwas, was sie der Rothaarigen mitteilen musste, etwas, was sie an diesem Morgen schwer belastet hatte, aber dennoch hatte Maiko versprochen, der Kazekage bis Abends bescheid zu geben, wie sie handeln würde. Vielleicht hatte das Gespräch in dem Augenblick dazu beigetragen, dass sie sich daran erinnerte und dass sie einen Schritt wagte, den sie an diesem Morgen definitiv nicht eingeleitet hätte.
„Übrigends…ich hatte Ihnen eine Antwort versprochen bezüglich meiner Aussage, nicht wahr?“, ernst dreinblickend schaute sie diesmal wirklich in die roten Augen, „Ich denke…nein, ich weiß, dass ich gegen meinen Vater aussagen werde.“

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