Yorashi - Der Abendsturm


 
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 Haus von Kuraiko Kaminishi

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Kuraiko Kaminishi
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BeitragThema: Haus von Kuraiko Kaminishi   Do 17 Mai 2012, 12:02

Das kleine aber feine Haus der Kazekage besitzt nur eine Etage und zwar das Erdgeschoss. Auf diesem befindet sich - ausgehend vom Eingang her - zur rechten Seite hin drei Zimmer, wobei eins davon als Arbeitszimmer dient und das andere als Gästezimmer, welche sich gegenüber stehen und das letzte im Bunde wäre dann ihr eigenes Schlafzimmer, welches eine angenehme Grösse besitzt und mit hellen Tapeten, Möbel und Bildern geschmückt war. Vor allem die Farbe Gelb dominierte hier. Zur rechten Seite des Einganges befand sich direkt in Sichtweite eine ausladende Küche die gleich an das Esszimmer angrenzt. Und wenn man vom Eingangsbereich direkt geradeaus geht, kommt man zuerst am Badezimmervorbei, bevor es dann in das mit Licht durchflutete, recht grosse Wohnzimmer geht, das - wegen der Grösse wohl - eher spärlich eingerichtet ist. Eine Couch, einige Kommoden sowie Bücherregal und sonstiger Schnickschnack war vorzufinden. Sogar der eine oder andere Kaktus hatte sich hierher verirrt. In der linken oberen Ecke befand sich sogar eine Musikanlage, die Kuraiko jedoch eher selten benutzte. Der Boden war mit einem grossen und flauschigem Teppich ausgelegt, ansonsten war der boden aus hellbraunen Sandsteinen gefertigt, ausser im Bad waren weisse Kacheln vorhanden.
Von der Küche sowie vom Wohnzimmer aus gelangt man in den grossen Garten, der jedoch wegen dem Umstand, das sie in der Wüste wohnt, weniger wie ein Garten wirkte, sondern eher einfach wie ein grosser Balkon auf Erdgeschossebene. Hier befand sich ein grosser Tisch sowie fünf dazu passende Stühle. Ein Teil war mit dem gleichen Sandstein ausgelegt, wie drinnen, ansonsten war nur sand zu sehen.

[Ein Grundriss des ganzen wird folgen]

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Sa 19 Mai 2012, 12:42

cf: Büro der Kazekage

Der Weg vom Kagebüro bis zu ihrem kleinen Haus verlief sehr ruhig. Nach dem sich die Sonne hinter den Horizon verflüchtigt hatte, hinterliess sie eine angenehm kühle Nachtluft. Einige würden es wohl als kalt bezeichnen, nicht so Kuraiko. Zwar mochte sie Kälte nicht, aber was sie als Kälte empfand, waren zum Beispiel die Temperaturen im Eisenreich. Das war ein Land, in welchem sie auf keinen Fall leben wollen würde. Dazu würde sie nichts und niemand treiben können, so viel stand fest.
Da es bereits mitten in der Nacht war, hatten die meisten Häuser kein Licht mehr. Die Strassen waren wie leergefegt, nur ab und an rannte eine streunende Katze ¨ber den Weg. Der weiche Sand hatte leise unter ihren Füssen geknirscht, während Kuraiko etwas vor an ging, um der Tainaka den Weg weisen zu können. Die Rothaarige hatte immer mal wieder zurück geblickt, um sicher zu gehen, dass sie auch noch wirklich von selbst gehen konnte. Zwar war Maiko anzusehen, dass sie doch noch einige Probleme damit hatte, aber sie schlug sich tapfer, weshalb Kuraiko davon absah, ihr sich als Stütze anzubieten.
Als sie dann endlich das Haus der Kazekage erreichten, schloss diese die Türe auf und sah zu Maiko. "Bitte schön. Willkommen in meinem bescheidenem Heim. Wir befinden uns übrigens im Viertel meines Clanes, hier wohnen ausschliesslich Verwandte von mir.", erläuterte die Rothaarige, auch wenn es Maiko vielleicht nicht interessierte, aber es war doch immer gut zu wissen wo man war, nicht wahr? Nach dem Maiko eingetreten war, ging auch Kuraiko rein und schloss hinter sich die Türe wieder ab. Den Schlüssel hing sie danach gleich an der Garderoben rechts der Türe auf.
"Ich werde dir morgen die Wohnung zeigen, ich denke, heute gehen wir zuerst einmal schlafen.", erklärte sie und zog sich dabei die Schuhe aus. Die Kazekage legte ihre Schuhe danach fein säuberlich an ihren Platz und trat an eine Kommode, in welcher sie zwei Paar Hausschuhe hervorkramte. Ein Paar davon legte sie Maiko zu füssen, das andere zog sie sich selbst an. Dann wartete sie, bis Maiko ebenfalls fertig war, oder ob sie eventuell Hilfe beim Ausziehen der Schuhe benötigte.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Sa 19 Mai 2012, 21:49

Gähnend war Maiko der anderen gefolgt, während sie immer wieder leicht fröstelte. Sie hasste Kälte, sie hasste Schnee und sie mochte die Nächte in Sunagakure auch nicht besonders. Wobei rund 15 Grad Celsius vielleicht noch ganz angenehm waren im Gegensatz zu Schnee und Eis. Trotzdem wollte sie schnell zurück in die Wärme, die ihr momentan wahrscheinlich nur ein Innenraum ermöglichen würde. Immerhin war ihre Gäsehaut, welche sich derzeit gebildet hatte, lediglich von einem einfachen T-Shirt bedeckt, was wenig Schutz vor der immer weiter sinkenden Temperatur bot. Einzig die Ablenkung durch das konzentrierte Gehen ließ sie die Kälte nicht vollkommen spüren außerdem versuchte sie einigermaßen die Augen offen zu halten, um sich wenigstens ein bisschen orientieren zu können.
Irgendwann hörte sie dann, wie Kuraiko eine Tür aufschloss, womit die Braunhaarige wortlos hinein folgte, ohne das Haus direkt unter die Lupe zu nehmen. Solang es ein Bett beinhaltete war ihr die Front des Gebildes im Moment wohl auch egal, da all ihre Instinkte gerade nur auf Schlaf aus waren. Weshalb sie für die Realisierung von Raikos Worten auch ein wenig brauchte. Erst nach einigen Augenblicken guckte sie die Andere verschlafen an und beobachtete deren Aktionen. „...uhm. Wohnung zeigen?“, murmelte sie während sie damit beschäftigt war zu überlegen, was sie eigentlich gerade machen wollte, „...ah, ja. Von mir aus.“ Ihre Worte waren ein wenig in die Länge gezogen und klangen auch nicht ganz danach, als wäre die Tainaka gerade im hier- und jetzt. Glücklicherweise war sie aber doch noch soweit bei Sinnen, dass sie einigermaßen ihre Schuhe ausziehen konnte...oder auch nicht. Denn als die Braunhaarige gerade aus dem einen raustreten wollte, blieb sie ungewollt hängen und müde wie sie war, brachte es die S-Jounin fertig, über ihre eigenen Füße zu stolpern, wobei ihr die Hausschuhe da auch noch im Weg waren. Eigentlich jedoch, hätte sie so etwas im wachen Zustand niemals zustande gebracht, aber momentan war wohl auch solch eine Aktion möglich. Dummerweise konnte sie sich auch nicht mehr fangen und so kam es, wie es kommen musste: die Braunhaarige fiel förmlich auf Kuraiko, welche noch immer neben ihr stand und wahrscheinlich darauf wartete, dass sie fertig wurde. Tja, blöd gelaufen. Denn somit riss sie die Rothaarige mehr oder weniger auch mit zu Boden, womit beide Frauen kurzerhand - mehr oder weniger sanft - auf eben diesem aufschlugen. Nur das Maiko in dem Falle wohl doch die etwas weichere Variante getroffen hatte und kurzerhand ihren eigenen Körper auf dem der Anderen wiederfand.
In einer herzlichst blöden Position sah sie also hinunter auf die Kazekage, während wohl mittlerweile alle Reflexe ihrerseits wieder funktionieren würden. Jegliche Müdigkeit war von ihrem Körper gewichen und hinterließ einen leichten Anflug von Röte in ihrem Gesicht. Ihre grünen Augen blinzelten perplex aufgeregt und innerlich erklärte sie sich bereits für tot. „...Ähm das war...so...absolut nicht geplant.“, murmelte sie weiterhin blinzelnd.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 20 Mai 2012, 16:16

Während sich Maiko also die Schuhe auszog - oder es zumindest probierte - beobachtete Raiko sie eingehend dabei. Ihre Bewegungen waren fahrig und langsam, sie musste tatsächlich sehr müde und erschöpft sein. Das hatte mit Sicherheit auch was mit ihrer Verletzung zutun. Morgen würde sie ihr nicht erlauben zu arbeiten. Es war genau das, was Kuraiko versucht hatte, der Braunhaargen klar zu machen. Auch wenn man glaubte, in der Verfassung für etwas zu sein, so konnte einem der Körper selbst einen Strich durch die Rechnung machen. Da Kuraiko in die Materie der Heilkunst bis zu einem gewissen Grade eingeweiht war, konnte sie diesbezüglich eine mehr oder weniger fachkundige Meinung äussern... Aber man wollte ja nicht auf sie hören. Die Kazekage hatte angenommen, dass die Tainaka schon von selbst aufhören würde zu arbeiten, sobald sie sich erschöpft fühlte, dass sie jedoch so lange arbeiten würde, bis sie am Schreibtisch einschlief, damit hatte die Rothaarige nicht gerechnet. Nun, wie auch immer, es war, wie es war, nicht wahr? Gerade blickte die Kazekage kurz leicht in Gedanken vertieft in eine andere Richtung, als sie spürte, wie sie angerempelt wurde. "Was...", entglitt es ihren Lippen, doch weiter kam sie nicht. Denn der Körper Maikos riess sie gleich mit auf den Boden und instinktiv nach Halt suchend grieffen Raiko nach Maikos Körper. Während die Braunhaarige jedoch realtiv weich landete - auf ihr drauf - spürte Raiko einen stechenden Schmerz druch ihr Kreuz fahren. Sie verzog nur kurz das Gesicht, hatte sich dann wieder schnell unter Kontrolle... Zumindest ewas den Schnerz anging, denn die Tatsache, dass die Braunhaarige nun auf ihr drauf lag, war keine alltägliche Situation. Sie sah also verwirrt in ihr Gesicht, welches gar nicht mal all zu weit entfernt von ihrem eigenen war. Sie musste den Halt verloren haben, beim ausziehen des Schuhs! Und natürlich war es genau in dem Augenblick geschehen, als sie kurz mit ihren Gedanken abwesend war... Sie tat das ja nicht all zu oft, um so überraschender war es, dass es genau in diesem Augenblick geschah... oder eher, eigentlich war es nicht überraschend. So etwas geschah doch meist genau in solch einer Situation, nicht wahr?
Nun lag Maiko also auf ihr drauf und versuchte der Rothaarigen klar zu machen, dass das auf keinen Fall Absicht war. Raiko glaubte der Jüngeren sogar. Sie hob eine Augenbraue und nahm nun sachte ihre Hände wieder von Maiko weg. Kurz war sie gebannt von den tiefgrünen Augen Maikos, in welche sie unweigerlich geblickt hatte. Sie waren... schön. Kuraiko mochte grüne Augen und Maikos hatten ein ganz spezielles Grün. Und als wäre das nicht genug, spürte sie den warmen Atem der Braunhaarigen kribbeln auf ihrem Gesicht. Sie war ihr so verdammt nahe, Kuraiko war sich an solch eine Nähe schon gar nicht mehr gewohnt, da ihre letzte Beziehung doch schon einige Jahre her war... Als ihr dann bewusst wurde, dass sie der Jüngeren direkt in die Augen blickte und das für nicht all zu kurze Zeit, blinzelte sie rasch.
"Ist in Ordnung, Maiko. Sowas kann passieren. Mach dir keinen Kopf.", sprach sie dann, ihre Fassung zurückgewonnen, "Aber wenn du die Güte hättest, von mir runter zu gehen, wäre ich dir sehr dankbar..."
Sie sah davon ab zu fragen, ob Maiko in Ordnung war, immerhin war die Braunhaarig weich gelandet und auch wenn man bedachte, dass die Tainaka eine noch nicht komplette Verletzung hatte, war das Risiko bei diesem 'Unfall' eher gering, dass die Wunde wieder aufgebrochen war.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 20 Mai 2012, 18:04

Einige Augenblicke verharrte Maiko so über der anderen Frau, biss sich sogar ein wenig auf die Unterlippe, als die Andere sich zunächst nicht regte. Hoffentlich hatte sie sich nirgends gestoßen oder war sonstig verletzt. Ihr Blick fand die roten Augen und hielt sich dort für wenige Sekunden, die der Tainaka doch etwas länger vorkamen. Doch die Braunhaarige war weniger von der Schönheit begeistert sondern viel mehr besorgt um die Antwort der Kazekage. Außerdem war ihr das Ganze herzlichst peinlich. Wer landet auch mal eben auf der Ranghöchsten des Dorfes, hm? Genau: eigentlich sollte sowas gar nicht passieren und jetzt lag ausgerechnet sie hier - im Flur -, schaute fast wie in Trance auf Kuraiko nieder.
Nach einigen flachen Atemzügen, ließ die Andere aber immerhin verklingen, dass es soweit in Ordnung war, womit auch außer Frage stand, dass sie sich langsam erheben sollte. Nickend meinte sie noch: „Sicher...“ womit sie sich letztendlich auf die Knie stützte und sich von dieser Position aus langsam erhob. Ihre grünen Augen lagen noch immer auf Kuraiko, als sie sich an der Wand abstütze und ihr eigentlich die Hand hinhalten wollte, als diese in Windeseile an ihre - eigentlich verheilte - Verletzung am Bauch schnellte. Sich leicht krümmend atmete die S-Jounin ziemlich schnell ein und aus, verspürte ein seltsames Stechen in der Magengegend, womit sie affektiv die Augen zusammenkniff. Es war fast so, wie wenn einem irre viele Nadeln ins Fleisch gerammt worden nur um sich unter die Haut zu graben. Genau da lag ihr Schmerzempfinden gerade auch - unter der Haut. Einerseits juckte es darunter ungemein und gleichzeitig schmerzte es eben - eine seltsame Mischung, welche sie zuletzt kurz nach der Schließung der Wunde empfunden hatte. Dass das ganze jetzt noch einmal geschah war im Grunde genommen nicht wirklich normal. Zumindest sofern man den Entlassungspapieren Glauben schenken konnte.
Kurzerhand hatte sich ihre schnelle Atmung in ein keuchendes Husten verwandelt womit sie sich unweigerlich die Hand vor den Mund gehalten hatte. Allerdings flaute der Anfall langsam ab, womit automatisch der Schmerz ruckartig verschwand. Tatsächlich hörte der Schmerz schneller wieder auf, als erwartet und verschwand so schnell, wie er gekommen war. Jedoch verharrte Maiko einen Augenblick in der Position, öffnete die Augen und suchte mit den grünen Kullern wieder Raiko. „Ich schätze...“, begann sie und brach den Augenkontakt wieder ab, „dass ich vielleicht doch noch nicht so auskuriert bin, wie erwartet.“ Auch wenn die Braunhaarige normalerweise nicht sonderlich viel Gefühl in ihre Stimme legte, war das Gesagte mehr mit einem deprimierten Unterton versehen. Andererseits störte sie es in gewissermaßen, dass sie sich die Schwäche wohl eingestehen musste - und das vor der Anderen. „Es..tut mir leid dass ich mich vorhin überarbeitet habe.“, murmelte sie anschließend noch leise, ehe sie langsam in die Hausschuhe schlüpfte und weiterhin geschlagen auf den Boden sah.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 20 Mai 2012, 18:34

Kuraiko kam es wie eine Ewigkeit vor, in der Maiko auf ihr lag und sich anscheinend nicht rührte... Aber die Kazekage war sich bewusst, dass sich das ganze lediglich um nur wenige Sekunden handeln konnte. Dennoch kam der Kazekage die Szene merkwürdig schräg vor allem wenn man in Betracht zog, dass Maiko um einiges jünger als... Moment. Raiko schüttelte die Gedanken sofort wieder ab, die sich langsam in ihr Gehirn drängelten. Was auch immer da in Anmarsch war, es konnte nichts gutes sein. So sehr sie nach aussen hin gefasst wirkte, so sehr konnte sie innerlich manchmal in ein Gefühlschaos ausbrechen.
Nach dem sich Maiko dann aufgerichtet hatte, stand auch Kuraiko langsam. Plötzlich schien die Braunhaarige Schmerzen zu verspüren. Ihr Gesicht verzog sich, sie kniff ihre Augen zusammen und ihre Hand war äusserst schnell an ihren Bauch gewandert. Das musste die Verletzung sein! Kuraiko biss kurz die Zähne aufeinander. Vielleicht hatte der Sturz von eben doch etwas Schaden angerichtet? Die Chancen waren zwar eher minimal, aber es war durchaus möglich, vor allem wenn man in Betracht zog, dass sie sich zuvor regelrecht überarbeitet hatte. Das konnte einfach nicht gut ausgehen.
Die Kazekage ging einen Schritt auf sie zu. Kurz war ihr Gesicht ewas überrascht gewesen... und besorgt, doch Maiko konnte das wohl nicht sehen, denn diese hatte ja bis vor kurzem noch die AUgen geschlossen gehabt. Nun wirkte sie wieder unnahbar, als die Rothaarige die Hand nach Maiko ausstreckte und sie sachte an der Schulter anfasste und dabei die Entschuldigung der Braunhaarigen anhörte.
"Du wirst morgen das Bett hüten, so viel ist sicher.", meinte sie dann mit ihrer typischen Tonlage die kaum ein Funke Emotionen in sich trug, "und auch jetzt solltest du dich schnell hinlegen. Bevor ich dich aber alleine lasse, werde ich noch rasch deine Wunde untersuchen... Nur für den Fall, dass dieser Sturz von eben doch mehr Schaden angerichtet hat, als erwartet."
Ohne auf eine Antwort der Jüngeren abzuwarten, legte sie einen ihrer Arme um ihre eigenen Schultern und stützte sie so. Mit Maiko zusammen lief sie dann den kurzen Weg ins Gästezimmer, n welchem sie bereits alles vorbereitet hatte. Frischer Bettanzug und Lake. Das Zimmer war ausserdem in einem hellen Pastellorange eingerichtet, was man zu dieser Tageszeit jedoch kaum wahrnehmen konnte. Allgemein hatte die Kazekage darauf geachtet, ihr Haus möglichst hell und freundlich einzurichten, da ihr Gemüt schon eher das Gegenteil war.
Vorsichtig liess sie den Arm wieder von ihren Schultern gleiten, als sie beim Bett angekommen waren und Kuraiko wartete, bis die Braunhaarige es sich bequem gemacht hatte, dann würde sie sie noch rasch untersuchen und dann selbst ins Bett gehen.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 20 Mai 2012, 20:09

Kurz fiel Maikos Blick auf ihre Schulter, als dort plötzlich die Hand der Kazekage ruhte und sah dem Arm nach zurück in das Gesicht der Anderen. Die darauf folgenden Worte der Rothaarigen klangen wie eine Belehrung, was auch noch durch den routinierten Tonfall unterstrichen wurde. Gerade wollte die Braunhaarige also geschlagen nicken, als Kuraiko tatsächlich meinte, sie wolle sich die Verletzung mal ansehen. D...das hieß ja, dass sie womöglich...nein definitiv nicht. Immerhin war es lediglich der Bauch, den sie dafür womöglich entblößen musste - nicht mehr und nicht weniger. Trotzdem trieben ihr die Gedanken erneut einen leichten Rotschimmer auf die Wangen - etwas was sie fast genauso sehr hasste, wie Schnee. Aufgrund dieser Tatsache guckte sie demonstrativ zur Seite um zu verhindern, dass Scarlet davon Wind bekam und ließ sich - mehr oder weniger ungewollt - in Richtung Gästezimmer führen. „Müssen Sie das wirklich?“, fragte sie leise, was eigentlich mehr rhetorisch war, da Kuraiko scheinbar keine wirklichen Anstalten machte, von ihrem Vorhaben abzulenken, da sie Maiko eisern Richtung Bett führte und sie genau dort los ließ.
Mit einem resignierten Seufzen ließ sie sich auf die Bettkante nieder sinken von wo aus sie zu der Kazekage hoch sah. Kurz sinnierte Maiko darüber, ob sie nun einfach das T-Shirt ausziehen solle, oder dies von Kuraiko machen zulassen. Allerdings war sie auch kein kleines Kind, welchem man beim Ausziehen helfen musste trotzdem war ihr die Situation sichtlich unangenehm. Normalerweise hatte sie nämlich selten Besuch bei sich zu Hause gehabt, der ihren Oberkörper ‚untersuchen‘ wollte und schon gar keinen, der dies tun wollte, obwohl man einander kaum kannte.
Leicht schmollend um die Peinlichkeit zu überdecken, wandte sich die Braunhaarige jedoch ab und rutschte anschließend an das Kopfteil des Bettes, wo sie halb aufrecht gegenlehnte und sich nun vollkommen auf der Matratze ausbreitete. Kurz schloss sie die Augen und seufzte erneut, ehe sie wieder mit geöffneten zur Kazekage sah. Was tat sie hier überhaupt? Was wenn Kuraiko irgendwas vorhatte? Es gab immerhin genügend seltsame Leute in dieser Welt, nicht wahr? „Sie machen das aber wirklich nur aus ärztlichen Gründen, oder? Ohne jeglichen...seltsamen Hintergedanken?“, fragte sie leise und sah dabei ernst drein. Auch wenn es vielleicht unhöflich klingen mochte, jemandem sowas zu unterstellen, ganz geheuer war ihr die Sache einfach nicht.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Di 22 Mai 2012, 17:46

Die Tainaka schien noch soetwas wie einen Widerspruch geben zu wollen, doch Kuraiko ignorierte ihn schlichtweg. Immerhin war nicht Maiko diejenige, mit einer Iryoninausbildung. Ihre eigene war zwar auch nicht besonders weit fortgeschritten, dennoch hatte sie wohl doch etwas mehr Ahnung als die Braunhaarige. So hatte sie sie also zum Bett geführt. Recht langsam lege sich Maiko dann auch hin und schien es sich bequem zu machen. Kuraiko unterdrückte es, zu gähnen, da sie sich mittlerweile auch schon recht müde fühlte und zu gerne einfach in ihr eigenes Bett gehen würde, um sich dort ihre wohlverdiente Ruhe holen zu können. Selbst in ihrem Körper war die Müdigkeit bereits zu erkennen, ihre eigenen Bewegungen waren ebenfalls leicht fahrig, was nicht zuletzt damit zutun hatte, dass sie den ganzen Abend über zumindest ihren rechten Arm in Bewegung gehabt hatte, da sie unablässig Berichte unterzeichnete oder selbst ein Schreiben verfassen musste. Das war auch der Grund, weshalb sie einen leichen Schmerz in ihrer rechten Hand spürte, aber das war so ziemlich jeden Abend um diese Uhrzeit der Fall... Und obwohl dass bereits seit einigen Wochen so geht, hatte sich ihr Körper immer noch nicht ganz daran gewohnt. Ihre Amtszeit als Kazekage war noch sehr jungfräulich, immerhin war sie noch nicht lange in jenem Amt tätig, dennoch hoffte sie, dass sie bisher eine gute Kage abgegeben hatte, denn sie tat ihr bestes um das Wohl des Volkes zu sorgen. Und obwohl sie diesen Posten sofort angenommen hatte, fragte sie sich dennoch immer wieder aufs Neue, ob sie dieser Sache gewachsen war. Sie hatte zwar schon in der Vergangenheit viel auf eigene Faust unternommen und bestimmte Einrichtungen geleitet, dennoch war das noch eine Stufe höher. Und auch wenn sie dies niemals in der Öffentlichkeit zugeben würde - ja, sie gestand es sich ja selbst nicht mal richtig ein - so nagten dennoch gewisse Zweifel an ihr. Sie unterdrückte diese jedoch so gut es ging.
Die Kaminishi sah zu der Braunhaarigen, als diese fragte, ob dies denn wirklich nur der ärztlichen Untersuchung wegen ist. Die Rothaarige nickte leicht. "Natürlich.", erwiderte sie knapp. Für was sollte es denn sonst sein? Auf den gleichen Gedanken, an den Maiko in diesem Augenblick dachte, kam die Kazekage noch nicht einmal.
"Wenn eine verheilte Wunde wieder aufbricht, kann dies zu Komplikationen führen. Ich habe durch meinen Vater eine gewisse Ausbildung zur Iryonin gemacht. Sie ist zwar nicht sehr weit fortgeschritten, dennoch reicht es absolut für eine Untersuchung und auch das nötige Grundwissen und etwas darüber hinaus habe ich mir angeeignet, du brauchst dir also keine Sorgen zu machen, Maiko.", sagte sie und sie zwang sich zu einem beruhigendem Lächeln, auch wenn es wahrlich nur sehr dünn war.
"Bitte halte jetzt still, ja? Ich untersuche das jetzt kurz und je nach dem werde ich morgen dann einen weiteren Iryonin kommen lassen, der sich der Wunde annimmt.", fuhr sie fort und ihr Lächeln verschwand wieder von ihrem Antliz. Sie hatte wieder die typisch emotionslose Maske aufgesetzt. Ihre Hände fuhren zu Maikos Oberkörper. Sie dachte daran, die Braunhaarige darum zu bitten ihr Oberteil auszuziehen, unterliess es dann jedoch, da sie der Ansicht war, dass dies einen merkwürdigen Eindruck vermitteln könnte, zumal die Tainaka derzeit sowieso irgendwi eeingeschüchtert wirkte, da wollte sie nicht noch Öl ins heisse Feuer giessen. Zwar wäre es durchaus Chakra- und Nervensparender gewesen, das ganze ohne Kleidung dazwischen zu erledigen, aber was tat man nicht alles, um eine gute Kazekage zu sein...?
Ihre Hand flach über den Bauch Maikos haltend konzentrierte sie ihr Chakra und kurz darauf spürte sie es, wie es kribbelnd in ihre Hand floss und dort durch ein minzgrünes Schimmern sichtbar wurde. Es war spät, Kuraiko war müde und vor allem überarbeitet. Ihr Gehirn wollte eigentlich nichts weiteres als Ruhe, doch genau das konnte sie ihrem Körper leider noch nicht gönnen, zuvor musste sie diese Untersuchung noch durchführen, immerhin hatte sie sich Maiko angenommen und zugesagt, dass sie die Braunhaarige gesundpflegen würde. So führte sie die Untersuchung fort und kam schnell zu dem Entschluss, dass die Wunde etwas aufgeplatzt war. Nicht vollständig, nur ein kleiner Teil, dennoch genug um einiges an Schmerzen zu verursachen. Aufjedenfall würde sie die Nacht auch ohne Behandlung gut überstehen, sollte sie sich während dem schlafen nicht übermässig gross Verrenken und allerlei andere Bewegungen machen.
Leise seufzte sie und liess die Konzentration fahren, als sie mit der Untersuchung geendet hatte. Das Schimmern verschwand und kurz wurde Kuraiko schwarz vor Augen... Sie blinzelte einige Male und schüttelte leicht den Kopf. Vielleicht sollte sie morgen etwas länger schlafen...?
Mit ihren Händen sich an der Bettkante abstüztend richtete sich die Rothaarige dann wieder auf und sah auf Maiko hinunter. "Die Wunde ist etwas aufgebrochen, ich hoffe, du hast einen ruhigen Schlaf?", fragte die Kazekage und dachte darüber nach, was wohl das Beste wäre. Um diese Uhrzeit noch einen Iryonin zu organisieren war.. Umständlich und auch eher unmöglich. Da musste sie aufjedenfall direkt im Krankenhaus Jemanden holen. Maiko dorthin bringen war schied als Möglichkeit aus, da sie sich nicht gross bewegen durfte. Oder man würde irgendwelche Massnahmen ergreifen, um über Nacht sicherstellen zu können, dass sie sich nicht all zu gross bewegen konnte... Nur wenn sie alleine hier war, war das schwer durch zu setzten. Sie kannte beim besten Willen auch kein Jutsu, dass hierbei helfen hätte können. Erneut seufzte sie leise und rieb sich mit Zeigefinger und Daumen die Nase direkt zwischen den Augen. Langsam machte sich die Kopfschmerzen bemerkbar, die wohl dem akkuten Schlafmangel zu verdanken waren.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Mi 23 Mai 2012, 16:22

So natürlich war das gar nicht, wie sie sagte immerhin konnte sie ja sonst etwas vorhaben. Für was der Vorwand einer Untersuchung sonst sein sollte? Da fiel Maiko aber so einiges ein. Kurz überlegte sie also, ob sie der Rothaarigen eine Antwort darauf geben, oder es einfach lassen solle. Entschied sich jedoch für Letzteres, da die Kazekage ihr schließlich versichert hatte, nichts außer dieser Untersuchung zu unternehmen. Zumal sie das Ganze schließlich noch mit gewissen Argumenten unterstrich, weshalb Maiko lediglich nickte und keine weitere Miene verzog. „In Ordnung.“, meinte sie noch und ließ die Frau eben machen, beobachtete aber dennoch jede kleine Bewegung mit Argwohn, weshalb sie das Lächeln wohl auch wahrnahm, aber nicht wirklich kommentierte, denn eben jenes verschwand kurzerhand wieder. Wahrscheinlich aufgrund der Konzentration von Chakra, aber trotzdem war da wieder der Punkt, den sie so seltsam fand. Kuraiko hatte schlimmere Stimmungsschwankungen, wie sie selbst diese hatte. Wobei Stimmungsschwankungen selbst hatte Maiko eigentlich nie. Immerhin blieb die Braunhaarige in den meisten Fällen abgeklärt und desinteressiert, ohne dass sie sich dabei groß anders gab, während Kuraiko einfach schrecklich schwer einzuschätzen war. Vorhin hatte die S-Jounin auch damit gerechnet, dass die Rothaarige in gewissermaßen sauer auf sie war, was sich nicht als solches heraus gestellt hatte. Sehr seltsam, aber umso besser für sie. So musste sie sich wenigstens nicht erklären, was sie eigentlich auch nicht wirklich konnte. Warum schlief man schon ein, oder stolperte? Schlaftrunkenheit und Zufall wären wohl die Antworten darauf, aber wirklich gute Erklärungen waren das auch nicht. Gut also, dass Kuraiko nicht noch mal auf das Geschehene zurück kam und einfach mit ihrem mintgrünen Chakra über ihren Bauch fuhr. Maiko beobachtete diesen Prozess weiterhin genau, wobei es sich irgendwo sehr warm anfühlte, aber vielleicht war das auch nur Einbildung. Trotzdem rief ihr diese Empfindung ein dünnes Lächeln ins Gesicht, was jedoch bei der Erhebung der Rothaarigen wieder verschwand.
Maikos Blick folgte der Bewegung und blieb wieder an den roten Augen hängen. Ihre Verletzung war also leicht aufgegangen. Keine besonders gute Nachricht. Vor allem weil ihre dumme Sturheit daran selbst schuld war oder eben mindestens mit schuldig. „Hm.“, machte sie leise und wandte sich wieder ab, musterte einige Momente ihren ausgestreckten Körper, wobei ihr Blick lediglich leer war. Vielleicht sollte sie tatsächlich ein wenig umsichtiger mit alldem umgehen, obwohl das gar nicht so einfach mit ihrem Stolz zu vereinbaren war. Naja wie auch immer. Morgen durfte sie ja sowieso nicht arbeiten. „Zumindest hab ich die letzte Woche hauptsächlich auf dem Rücken geschlafen. Da wird eine weitere Nacht denk ich möglich sein.“, meinte die junge Frau und nickte langsam, womit sie auch wieder zu der anderen sah, „Ich wünsche ihnen dann eine erholsame Nacht. Tut mir leid für die bereiteten Umstände.“ Sie glaubte einfach mal, dass die Andere nun auch gehen würde. Immerhin sah diese auch schon ein wenig mitgenommen aus, obwohl die Kazekage sich das wohl nicht anmerken lassen wollte. Jedoch: welche Respektperson wollte sich schon Schwäche eingestehen? Da gab es so gesehen nicht viele und Kuraiko war ja eh unnahbar wie sonst was. Wartend sah sie der Anderen nun in die Augen und wartete auf dessen Reaktion.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Do 24 Mai 2012, 23:32

Kuraiko war es nicht entfallen, dass Maiko während der ganzen - kurzen - Untersuchung leicht angespannt wirkte, aber warum? Hatte sie vielleicht Angst gehabt, dass es etwas schlimmeres mit ihrer Wunde auf sich hatte? Oder ging es gar um etwas völlig anderes? Die Kazekage fixierte kurz Maikos lindgrüne Augen und es schien, als würde für einen kurzen Augenblick der Zeitfluss gefrieren. Das aschfahle Mondlicht beleuchtete nur notdürftig den Raum, da es Kuraiko unterlassen hatte, die Lampe anzuknipsen war es hier ansonsten dunkel. Kuraiko mochte diese Art von Dunkelheit jedoch, wenn der Mond hoch oben am Himmel stand und sein silbernes Licht auf die Erde nieder schickte während es die Sterne ihm gleich taten, nur nicht in diesem Ausmass.
Die nächsten Worte riessen Kuraiko aus ihrer Trance und liessen sie aufstehen. Sie erklärte, dass eine weitere Nacht auf dem Rücken kein Problem wäre und wünschte ihr eine gute Nacht. Die Kazekage nickte leicht, sah kurz aus dem Fenster in die weisse Mondscheibe und dann wieder zurück zu der Tainaka.
"Falls was ist, ruf mich. Ich bin gleich die Tür links von dir, die am Ende des Ganges. Scheue dich nicht davor zurück, mich aufzuwecken, immerhin bin ich nun für deine Genesung zuständig.", und sie war dafür bekannt, keine halben Sachen zu machen und damit wollte sie auch jetzt nicht aufhören. Sie würde Maiko so gut es ging pflegen und vor allem würde sie auf ihre Verletzungen acht geben. "Ich wünsche dir auch eine schöne Nacht, Maiko.", fuhr sie dann fort, nickte ihr knapp zu und wandte sich dann der Türe zu um den Raum zu verlassen. Leise schloss die Kazekage die Tür hinter sich und eilte sofort ins Badezimmer ums ich rasch etwas frisch zu machen, bevor sie mit dem Alltagsdreck in ihr Bett steigen würde. Alles erledigt tat sie eben das, was sie schon vor zwei Stunden wollte, endlich schlafen. Und kaum lag sie zwischen der weichen Decke, dem flauschigen Kissen und der bequemen Matraze, da entglitt sie auch schon dem Reich der Träume und schlief bereits nach kurzer Zeit tief und fest.

[Timeskip - am nächsten Morgen]

Da Kuraiko nie die Fensterläde schloss, konnte nun ungehindert die Strahlen der Sonne in ihr 'Gemach' eindringen und diese weckten die Kazekage sanft auf. Kuraiko drehte sich zuerst zur Seite, da sie noch immer sehr müde war und am liebsten weitergeschlafen hätte, dennoch raffte sie sich dann nach wenigen Minuten wieder auf und streckte sich vollständig durch.
Wie es wohl Maiko ging? Ob sie das Bad in der Nacht gefunden hättem, falls sie auf die Toilette musste? Nun, das konnte man nur hoffen.
Und da war das Stichwort. Ein kurzer Blick auf ihre Uhr zeigte ihr, dass es noch sehr früh am Morgen war. sieben Uhr, um genau zu sein. Mit Sicherheit war Maiko noch nicht wach, so entschied sich die Kaminishi noch eine Dusche zu nehmen und danach in neuer Frische das Morgenessen bereit zu machen.
So ging sie also den kurzen Weg zurück in ihr Bad, entledigte sich ihren Kleidern und legte diese feinsäuberlich zusammengefaltet auf eine extra dafür vorhergesehene Kommode. Dann band sie sich ihr Haar mit einer Haarklammer rauf, band sich ein trockenes Handtuch um den Körper und betrachtete sich noch einmal kurz im Spiegel... Und unwillkürlich kamen ihr die lindgrünen Augen Maikos in den Sinn. Warum wohl? Natürlich, ihr tat die Tainaka leid, immerhin war ihr Vater nicht gerade sehr freundlich zu ihr gewesen, weshalb er derzeit seine Zeit auch im Gefängnis verbrachte, dennoch... Ihr Gefühl gestern und auch heute war seltsam. Sie seufzte leise, schüttelte die Gedanken dann jedoch wieder ab. Sie sollte sich nicht zu sehr auf diese merkwürdigen Gefühle und Gedaken verlassen..

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Fr 25 Mai 2012, 10:56

Müde folgte Maiko dem Blick der Anderen aus dem Fenster hinaus und betrachtete einige Zeit das dunkle, aber nicht weniger freie, Himmelszelt, was in der Wüste auch herzlichst selten von Wolken verhangen war. Eigentlich war der Anblick auch durchaus langweilend, immerhin sah man jede Nacht das gleiche Bild. Mit Ausnahme des zu- und abnehmendem Mondes vielleicht. Ansonsten jedoch, schlummerte die Wüste einfach vor sich hin und war in ein dunkles Licht gehüllt. – Langweilend eben. Daher war es wohl auch kein großes Wunder, dass sie sich anschließend mit einem unverwandten Blick von der Betrachtung des Dorfes beziehungsweise des Himmels zurückzog und wieder zu der Kazekage sah.
Kurz klebten die neutral dreiblickenden Augen an dem Gesicht der Rothaarigen, welches von dem Mondlicht hübsch angestrahlt wurde und jegliche Müdigkeit aus eben diesem verschwinden ließ – zumindest für den Betrachter. Es wirkte fast ein wenig, als würde die Andere…ja, strahlen eben. Ein äußerst schöner Anblick, wenn rote, generell schon beeindruckende Augen, von fahlem Licht beeinflusst wurden. Es verlieh ihnen eine gewisse Tiefe, fast so, als blickte man in einen See aus Blut…oder so ähnlich.
Nach wenigen Augenblicken des Starrens jedoch, blinzelten die grünen Kullern, womit sich jegliche Gedanken daran verzogen. Es war immerhin schrecklich unhöflich jemanden so anzustarren, wie sie es gerade getan hatte. Außerdem verwunderte es Maiko ein bisschen, dass sie überhaupt über solch belanglose Dinge nachgrübeln konnte. Zumal machte es überhaupt keinen Sinn für die Braunhaarige so über Schönheit und Tiefe zu sinnieren. Normalerweise machte sie sich nämlich aus beiden Dingen nichts - tat es viel mehr als dümmliche Veranschaulichung ab -, weshalb sie auch abwesend leicht mit dem Kopf schüttelte. Die Müdigkeit hatte wirklich schlimme Auswirkungen! Anders konnte sich ihr Gehirn das gerade nicht erklären.
Glücklicherweise meinte Kuraiko anschließend lediglich, dass Maiko sie wecken könne, wenn groß was passiert und ging damit aus dem Zimmer. Während diesem Vorgang lag das Augenpaar weiterhin auf der Kazekage und starrte, nachdem diese die Tür geschlossen hatte, eine ganze Weile auf das Holz. Irgendwas stimmte mit der Frau nicht, oder vielmehr: irgendwas stimmte mit Maiko gerade nicht. Hoffentlich würde die Welt morgen anders aussehen.
Mit diesem Gedanken erhob sich die junge Frau wie in Trance und ließ den Blick durch den Raum schweifen. Soweit sie das beurteilen konnte, war das Zimmer doch recht nett eingerichtet. Zumindest für ein Gästezimmer, jedoch galt ihre Aufmerksamkeit mehr der Tasche, in der ihre Sachen verstaut waren. Kuraiko hatte sie wohl herbringen lassen – na wie auch immer. Wichtig war nur, dass sie hier waren und dass sie sich kurzerhand umzog, zurück zum Bett tapste und vorsichtig die Decke zurück schlug, um kurzerhand darunter zu schlüpfen. Ohne weitere Gedanken zu verlieren, fiel sie in einen traumlosen Schlaf.

[Tiiiiiimeskip~]

Am nächsten Morgen wachte ihr Körper mehr oder weniger von ganz alleine auf, was wohl durchaus mit der ungewohnten Atmosphäre zu tun haben könnte. Als sie im Krankenhaus gewesen war, konnte sie auch nie wirklich lange schlafen, während sie zuhause durchaus länger im Bett blieb, aber da fühlte sich die Tainaka auch immerhin sicher und kannte sich aus. Außerdem waren bei ihr Zuhause keine Ärzte oder gar die Kazekage höchstpersönlich. Wäre ja noch schöner.
Prüfend drehte sie ihren Kopf etwas um aus dem Fenster zu blicken und sah genau in das Sonnenlicht. „Ngh…“, gab sie darauf entnervt stöhnend von sich und legte ihren Unterarm über die Augen. Jetzt konnte sie erst recht nicht mehr einschlafen, weshalb sie sich leise grummelnd aufsetzte und letztendlich doch aufstand, ohne das Bett zu machen. Konnte sie immerhin auch später tun, wenn sie etwas wacher war.
Nachdem sie sich ausgiebig gestreckt hatte, ging sie – lediglich in Slip und T-Shirt bekleidet – hinaus in den Flur und sah sich zunächst mit aufmerksamen – und vorallem geränderten – Augen im Haus um. Bisher keine Spur von der Rothaarigen. Ob diese noch schlief? Wie spät war es überhaupt? Kurz überlegte sie, ob sie doch wieder zurück ins Bett gehen und dort warten sollte, bis sich irgendwas tat. Eigentlich kein schlechter Einfall. So würde Maiko die Andere zumindest nicht wecken.
Überzeugt von der Idee, wollte sie schon zurück in ihr Zimmer gehen, als sie sich entschied kurz ins Badezimmer zu wandern, was sie in der Nacht irgendwann ausgemacht hatte. Dass dort bereits schon Jemand drin war, konnte sich die Braunhaarige in ihrer Schlaftrunkenheit natürlich nicht vorstellen, weshalb sie die Klinke in die Hand nahm und einfach leise herunter drückte, womit sich die Tür natürlich öffnete.
Augenreibend blickte Maiko mit halb offenen Kullern in den Raum, ehe jegliche Bewegung ihrerseits gefror. Vor ihr stand Kuraiko lediglich bedeckt mit einem Handtuch und alles was der Braunhaarigen in diesem Moment einfiel war, die Kazekage von oben bis unten zu mustern, ehe sie feststellte, dass diese irre weiche Haut haben musste. Nun gut ob es wirklich so war, konnte Maiko nicht sagen, aber…es sah zumindest so aus. Doch wirklich viel Zeit blieb ihr nicht, darüber zu sinnieren, da sie kurzerhand affektiv die Tür wieder zuschlug und davor noch mal grummelte. Warum geschahen nur so irre peinliche Dinge, wenn sie in der Nähe von dieser Frau war? Normalerweise brachte man Maiko doch auch nicht so schnell aus der Fassung.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Di 29 Mai 2012, 05:24

Kuraiko war gerade dabei, in Gedanken Maikos lindgrüne Augen abzuschieben, als sie plötzlich hörte, wie die Türe zum Bad aufgemacht wurde. Augenblicklich wandte sich ihr Gesicht abrupt um und sie erblickte eben jene Augen, an die sie gedacht hatte und die sie eben aus in ihren Gedanken los werden wollte, weil... Ja, warum eigentlich? Eigentlich war es ja nichts Schlimmes, an so hübsche Augen zu denken, dennoch empfand es die Kazekage als durchaus merkwürdig, zumal es ein flaues Magengefühl bei ihr auslöste, was sie nur umso mehr verwirrte, da dies schon lange nicht mehr mit diesem Bezug gespürt hatte. Das liess sie nur umso penetranter nicht mehr an Maiko zu denken, dennoch wurde sie diese grünen Augen anscheinend nicht los, selbst dann, wenn sie es in Gedanken geschafft hatte, sie abzuschütteln... Dann kamen sie einfach in der Realität.
Unwillkürlich fuhr ihr Blick über den gesamten Körper der Tainaka, immerhin war diese eher 'leicht' bekleidet, wobei das im vergleich zu ihr selbst wohl noch immer einiges mehr war. Dennoch stand die Braunhaarige nur mit einem T-Shirt und einem Slip bekleidet vor ihr und blickte - nein, starrte sie - viel mehr aus eben jenen grünen Augen an, die Kuraiko merkwürdigerweise so sehr faszinierten. Wieso wusste sie selbst nicht. War das vielleicht auch einer der Gründe gewesen, wieso sie sich dafür entschieden hatte, auf Maiko aufzupassen? .... Nein, mit Sicherheit nicht!
Es schien, als würde eine Ewigkeit vergehen, in der beide starr und stumm einander eingehend musterten. Es kam der Kaminishi zwar wie eine Ewigkeit vor, dennoch waren es nur wenige Sekunden. Die Kazekage hob fragend eine Augenbraue und ihr wurde erst jetzt klar, dass Maiko wohl auf die Toilette musste, ansonsten wäre sie wohl kaum ins Bad gekommen. Gerade wollte die Rothaarige den Mund aufmachen, um etwas zu sagen, als Maiko stumm die Türe wieder schloss. Die Kaminishi starrte noch kurz auf die nun geschlossene Türe und legte den Kopf leicht schräg. Irgendwie war die Situation eben... äusserst seltsam. Ein anderes Wort dafür gab es wohl nicht.
Sie dachte kurz darüber nach, einfach nochmal rauszugehen, aber sie entschied sich dafür, einfach rasch unter die Dusche zu steigen und das ganze schnell hinter sich zu bringen. Zwar war eine abkühlende Dusche genau das richtige hier in Sunagakure, aber weil sie eben eher kühl duschte, hielt sie es meistens sowieso nicht all zu lange unter dem Wasser aus.
Gesagt, getan. Sie huschte kurz unter das lauwarme Wasser, wusch sich, schmierte sich Shampoo in die Haare, spühlte das Ganze wieder runter und war dann auch bereits wieder in ihr Handtuch gewickelt, nur dieses Mal nass.
Nach weiteren wenigen Minuten hatte sie sich abgetrocknet, die Haare zumindest Handtuchtrocken gerieben und sich ihre frisch mitgebrachten Sachen angezogen. Kurz räumte sie alles wieder an ihren Platz, damit es wieder perfekt aussah und verliess dann das Badezimmer.
Kurz sah sie sich um, wo wohl Maiko steckte? Wahrscheinlich auf ihrem Zimmer. Ihr Blick fiel in eben jene Richtung, bevor sie kurzerhand in die Küche ging, um das Morgenessen vorzubereiten. Sie wollte die Tainaka nicht stören, falls diese noch einmal etwas schlafen gegangen war.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Di 29 Mai 2012, 12:59

Kurz stand Maiko noch vor der Tür, mit der kalten Klinke in der Hand. Der Kälte jedoch, wich ziemlich schnell eine gewisse Handwärme und so ließ die junge Frau mit zitternder Hand doch los. Warum genau hatte sie nun gleich noch mal den Eingang ins Bad wieder verschlossen? So angsteinflößend war eine halbnackte Kuraiko ja nun auch wieder nicht. Obwohl...es war schon seltsam, als die grünen Augen nicht mehr von dem Körper der Anderen herunter wollten. Dabei hatte sie sich gestern noch vorgenommen weniger peinliche Situationen hervor zu rufen, aber nun gut; wenn man zusammen wohnte war es durchaus möglich, dass man sich ab und an mal...leicht bekleidet über den Weg lief, nicht wahr? Vielleicht sollte sie sich also daran gewöhnen und weniger darüber nachdenken. Allerdings war es durchaus ungewohnt und einen Reim auf ihre zitternde Hand konnte sie sich auch nicht machen. Zu alledem war da noch dieses seltsame Gefühl, welches sie seit gestern Abend beschlich, als sie Kuraiko im fahlen Mondlicht gesehen hatte. Ob sie die Rothaarige nicht doch irgendwo...hübsch fand? „Argh! Völliger Schwachsinn. Du hast bloß Hunger, Tainaka. Schönheit, Vertrautheit und all dieser dumme Mist ist nichts weiter als eine Illusion!“, dachte sie entnervt und schüttelte den Kopf. Besser sie dachte an etwas anderes. Allerdings fiel ihr dieses ‚Anderes‘ nicht so leicht und so öffnete sie seufzend ihre Zimmertür. Hilflos ließ sie ihren Blick schweifen, bis er auf den MP3-Player fiel, den sich Maiko kurzerhand griff, ihn anstellte und sich einen der Stöpsel in die Ohren steckte, während sie damit beschäftigt war, sich einigermaßen anzuziehen.
Irgendwann hörte sie dann, wie die Tür zum Badezimmer aufgemacht wurde, was wohl Maikos Chance war, dieses nun ungestört aufzusuchen und das würde sie für wahr. Schnell huschte sie zurück in den Flur und anschließend an der Küche vorbei ins Bad hinein, wo sie damit beschäftigt war, die typische Morgenwachroutine abzuhalten. Wobei sie immer noch am Musikhören war.
Mit der Zahnbürste im Mund fiel ihr Blick auf die noch nasse Dusche und folgte kurz einem runter rinnenden Tropfen, als ihr einfiel, dass sie eigentlichen auch einen völligen Waschgang gebrauchen könnte. Naja dann würde Maiko eben die Kazekage gleich mal drauf ansprechen. Mit diesem Gedanken machte sich die Tainaka soweit fertig um anschließend wieder im Flur zu stehen, bis sie aus der Küche wenige Geräusche hörte.
Langsam hielt die S-Jounin also darauf zu, wollte bereits eintreten, als sie sich eines besseren besann und wenigstens gegen die geöffnete Tür klopfte. Nicht das ihr so etwas wie zuvor im Bad noch einmal passierte. „Morgen.“, murmelte sie dann, als sie ohne weiteres eintrat. Kurz sah sie sich um, ehe ihre Augen Kuraiko fixierten, welche wohl irgendwas tat. Was genau konnte Maiko jedoch gerade nicht wirklich ausmachen. Dennoch war sie ein wenig neugierig, weshalb sie an der Rothaarigen vorbei linste und den Pauseknopf an ihrem kleinen Gerät betätigte. „Soll ich dir...“, kurz stockte sie, „Ihnen helfen?“ Tatsächlich fiel ihr jetzt erst auf, dass die Andere schon lange das Du nutzte während Maiko Kuraiko immer noch Siezte. Anbetracht der Ränge wohl kein Wunder, aber trotzdem ein wenig seltsam, wo sie Scarlet doch bereits halbnackt gesehen hatte....halt! Daran wollte sie nicht mehr denken außerdem wusste sie ja nicht einmal wofür sie gerade ihre Hilfe angeboten hatte.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Fr 01 Jun 2012, 18:25

Während also Maiko damit beschäftigt war, ebenfalls die morgentliche Prozedur der Reinigung durch zu machen, hatte Kuraiko die Zeit genutzt um den Tisch zu decken. Brot, drei verschiedene Käsesorten, etwas Aufschnitt und verschiedene Brotaufstriche standen nun schön sortiert auf dem Tisch. Eine einzelne Blume mit blutroten Blütenblättern in einer hohen, dünnen Vase stellte den Mittelpunkt auf dem Tisch dar. Alles in allem war der Tisch so gedeckt, wie es Kuraiko immer handhabte, perfekt platziert, nichts war dem Zufall überlassen, alles hatte seinen Platz und da gehörte es auch hin, denn wenn die Kaminishi etwas hasste, dann war es Unordnung. Sie hatte innerlich diesen Zwang immer alles ordnen zu müssen, sie war eine Perfektionistin, auch wenn ihr das selbst noch nicht ganz klar war.
Ausserdem war sie gerade dabei, Spiegeleier zu braten. Da Kuraiko nicht wusste, ob Maiko welche wollte - und wenn ja, wieviele - hatte sie vorerst nur zwei gemacht. Sollte die Braunhaarige keine Spiegeleier mögen, würde sie sie eben beide essen.
Gerade als sie die Eier also in die Bratpfanne gab, betrat jene Person den Raum, an die Kuraiko in letzter Zeit so oft denken musste. Viel zu oft für ihr Gefühl! Das war merkwürdig.. Dennoch brachte es nichtssich den Kopf darüber zu zerbrechen.Ein Zischen ging von den Eiern aus, die nun in der Bratpfanne wabberten. Die Rothaarige warf einen Blick über ihre Schulter und musterte die Braunhaarige kurz eingehend, bevor sie ihr ein freundliches, wenn auch leicht distanziertes: "Guten Morgen, Maiko.", schenkte.
Die Kazekage warf die leeren Eierschalen weg und deutete auf den Tisch. "Du kannst dich setzten, es ist soweit alles bereit. Magst du Spiegeleier?", fragte die Rothaarige und beobachtete, wie die Eier langsam feste Form annahmen.
Leise seufzte die Kazekage, ihre Gedanken wichen erneut zu Maiko ab, denn sie musste diese heute auch noch etwas fragen.. Es ging um ihre Familie, oder besser gesagt, ihren Vater, welcher ja noch immer im Gefängnis sass. Der Prozess ihm bezüglich wurde verschoben, da die Tochter ja auf einer Mission war, nun galt es, einen neuen Termin fest zu legen. Und auch wenn Kuraiko ansonsten nichts von Gefühlsduseleien hielt, so hatte sie dennoch Angst davor, dass sie dadurch bei der Tainaka einen wunden Punkt treffen könnte, weshalb sie sie gestern nicht darauf angesprochen hatte. Es erschien ihr besser, damit zumindest einen Tag zu warten... Was sie nun getan hatte.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 03 Jun 2012, 17:49

Mit hochgezogenen Augenbrauen folgte sie dem Blick der Kazekage zu dem gedeckten Tisch, welcher irre geordnet aussah. Ein leises Seufzen entfuhr ihr. Wie konnte man nur so auf Sauberkeit achten? Nicht das Maiko groß was dagegen hatte, aber es war schon unheimlich auffällig. Genauso der Schreibtisch gestern, oder das Haus generell. Alle Papiere waren piekfein gestapelt, nichts flog herum und hier war es genauso. Na gut. Am Arbeitsplatz mochte sowas vielleicht noch Sinn ergeben, aber beim Frühstück war diese Angewohnheit doch arg fragwürdig. Andererseits gab solch eine Eigenschaft ihr auch das erste Mal den Hinweis auf den direkten Charakter der Rothaarigen. Scarlet hatte also scheinbar einen Fabel für Sauberkeit und Ordnung. In gewissem Maße mochte das vielleicht noch ein ganz netter Tick sein - da gab es durchaus schlimmeres. Ihre Eigenschaft ungern sinnloses Zeug - auch Smalltalk genannt - zu labern zum Beispiel. War ja immerhin schon vorgekommen, dass sich einige Leute dadurch vor den Kopf gestoßen gefühlt hatten und sie als arrogant abgestempelt hatten, war sie mit einem desinteressierten Schulterzucken weiter gegangen.
Dieses nutzte sie jetzt auch, ging, sich anschließend leicht streckend, um den Tisch herum und tat wie ihr geheißen, indem sie sich auf dem einen Stuhl niederließ. Brutzelndes Fett war zu vernehmen und erfüllte die Küche mit einem angenehm wohlriechendem Duft, welcher auf Essbares zurück zuführen war - wunderbar. Da ließ es einen doch fast drüber hinwegsehen, dass die Andere immer noch nicht damit rausgerückt hatte, wie man sie ansprechen sollte, aber vielleicht würde sie das ja irgendwann noch von sich geben. Zunächst einmal fragte man sie aber, ob sie Spiegeleier mochte.
„Nun...ich hab nichts gegen eines, danke schön.“, murmelte sie und ließ ihren Blick erneut über die vor ihr liegenden Sachen gleiten, bis er an wieder an Kuraiko hängen blieb. „Sie haben nichts dagegen, wenn ich nach dem...Frühstück ebenfalls dusche, oder?“, fragte sie unbeteiligt und musterte die Andere.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Do 07 Jun 2012, 15:44

Kuraiko nickte leicht, als sie die Antwort Maikos vernahm. Also war ihre Annahme richtig, eigentlich mochte fast jeder Spiegeleier, war ja auch nichts, dass einen besonderen Geschmack aufwies oder dergleichen. Die Kaminishi strich sich beiläufig eine Haarsträhne aus dem Gesicht und beobachtete kurz, wie die Eier vor sich hin bruzelten, bis sie dann - nach doch recht kurzer Zeit - fertig waren. Sie nahm mit Schwung die Bratpfanne von der Herdplatte und lief hinüber zum gedeckten Tisch. Kuraiko übergab das erste Spiegelei in Maikos Teller und danach legte sie sich das zweite in ihren eigenen Teller.
Dann stellte Maiko eine weitere Frage. Die Rothaarige nickte ein weiteres Mal. "Natürlich kannst du das, Maiko. Du kannst dich hier wie Zuahuse fühlen, solange ich für deine Gesundheit verantwortlich bin.", erklärte sie dann, während sie die Bratpfanne wieder wegstellte und die Herdplatte ausstellte.
Nach getaner Arbeit setzte sich die Kazekage nun ebenfalls an den Tisch, Maiko gegenüber, und schob den Korb voller frisch geschnittenen Brotscheiben zu Maiko hinüber und deutete ihr mit einem Nicken, dass sie sich ruhig bedienen kann.
"Es gibt in meinem Haus jedoch etwas, das du unbedingt beachten musst, ich denke aber nicht, dass du ein Problem damit haben wirst.", erklärte sie dann weiter, "Mir ist es wichtig, die Ordnung und Sauberkeit in meiner Wohnung beizubehalten. Ich bitte dich also darum, nach dem du etwas benutzt hast, es wieder ordnungsgemäss wieder zurückzustellen. In deinem Zimmer ist es natürlich dir überlassen, wie du es handhaben möchtest, aber ansonsten ist es mir wichtig, dass du darauf achtest. Solltest du mal alleine im Haus sein, kannst du dir natürlich auch jederzeit etwas kochen, wenn du möchtest."
Kuraiko sah ihrer Gegenüber direkt in die Augen, unweigerlich und ohne, dass die Rothaarige es selbst richtig bemerkte, lächelte sie leicht. Es war nur ein flüchtiges, sehr zartes Lächeln, aber es war etwas, dass man bei Kuraiko kaum sah... Aber diese junge Frau brachte sie irgendwie mehr als einmal zum lächeln und das auch noch, ohne das Kuraiko es richtig beabsichtigte.
"Hast du sonst noch Fragen?", fragte die Rothaarige, ohne den Blick von diesen lindgrünen Augen abwenden zu können, "Aber wichtiger ist die Frage.. Wie geht es dir?", eine kurze Pause folgte, bevor sie erneut zu sprechen begann, "Oder besser gesagt, deiner Verletzung. Dir scheint es wieder besser zu gehen, richtig? Ist also ein Iryonin nicht mehr von Nöten? Ansonsten werde ich sofort einen kommen lassen."
Und da war immer noch das Thema bezüglich ihres Vaters... Wie sollte sie es ansprechen? Kuraiko seufzte innerlich. Es störte sie gewaltig, dass diese junge Frau sie so derart aus dem Konzept brachte, dass sie sich Dinge nicht mehr traute, so wie sie es eigentlich immer handhabte. Das war für Kuraiko zwar keine absolut neue Situation, dennoch war es schon lange her, seit sie Jemand so durcheinander gebracht hat. Kurz schweiften ihre Gedanken zu ihrer letzten Beziehung ab und wie diese geendet hatte. Es waren keine schönen Gedanken, dennoch hatte Kuraiko noch heute ein Foto von Ayame und sich. Es stand eingerahmt auf ihrem Nachttisch, denn auch wenn sie über ihren Tod hinweggekommen war, so dachte sie dennoch gerne an die schönen Tage mit ihr zurück. Ja, Ayame hatte sie damals genau so aus dem Konzept geworfen... Nein, bei ihr war es noch viel extremer gewesen, aber das war ja auch kein Wunder, immerhin hatte sie mit dieser Frau damals eine innige Beziehung geführt, was man von Maiko und ihr nicht sagen konnte... Die Kaminishi lächelte innerlich über diesen irrwitzigen Gedanken. Sie kannte Maiko kaum, ausserdem war die Gute viel zu jung, auch wenn sie durchaus ihre Reize hatte und äusserst attraktiv aussah. Ungewollt aber dennoch möglichst unauffällig musterte sie die Braunhaarige noch einmal eingehend, wobei ihr die Szene von heute Morgen wieder in den Sinn kam. Wie sie da stand, unten nur mit einem Höschen bekleidet und oben das T-Shirt, welches zwar nicht ihre Figur betont hatte, aber sie dennoch ganz süss darin aussehen lassen hatte.
Dennoch, da war noch immer diese Sache wegen ihres Vaters... Wie sollte sie damit nur beginnen? Und warum um alles in der Welt hatte sie jetzt nur so Probleme damit? Das war absolut nicht ihr Stil.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Fr 08 Jun 2012, 19:56

Ein Kopfnicken, welches von einem braunen Schopf ausging, deutete eine Art Antwort an und ein leises „Mhm.“ trug ebenfalls dazu bei. Oder zumindest sollten diese Zeichen signalisieren, dass Maiko verstanden hatte, was Kuraiko eben zu ihr gesagt hatte. Als Antwort konnte man so etwas ja nicht unbedingt werten, obwohl es für die Tainaka immer noch normal war. Einige ihrer ‚Gesprächspartner‘ bekamen ab und an nicht mal Aufmerksamkeit geschenkt, da es sie schlichtweg nicht interessierte, was andere Leute um sie herum so dachten. Allerdings war Kuraiko nun mal nicht nur irgendwer und so zwang sie sich, sich einigermaßen angemessen zu verhalten. Das war jedoch nicht ganz so leicht, denn sobald die S-Jounin die Kazekage ansah, desto gleich kamen ihre - in ihren Augen sinnlosen - Erinnerungen zurück, wie die Frau vor ihr halb nackt gestanden hatte. Ihr Blick glitt bei dem Ganzen sogar für einen Moment in Richtung Oberweite Kuraikos, welche man unter dem Oberteil der Anderen stark vermuten konnte. Dort verharrten ihre Glubscher für einige Sekunden, ehe eine Bewegung von Scarlet dazu beitrug, dass sie realisierte, wohin genau sie eigentlich schaute. Die Realisation jedoch, veranlasste Maiko auch den Blick zunächst völlig abzuwenden und ihre Augen minimal unter ihrem Pony zu verstecken. Sie verhielt sich total daneben! Sie dachte an Dinge, die sie nicht zu interessieren hatten und unter normalen Umständen auch nie interessiert hätten! Seit wann war es bei ihr bitteschön Mode geworden, andere Personen anzustarren und geradezu zu durchlöchern? Argh diese Frau war einfach selten komisch! Noch nie hatte man sie so aus dem Konzept bringen können - nicht seitdem ihre Mutter dahin geschieden war. Nicht mal ihr Vater - pardon Erzeuger - schaffte es mehr groß aus Maiko so etwas wie Gefühlsregungen - seien es gute, oder schlechte - heraus zu kriegen. Warum dann also dieses Weibchen da vor sich? Was hatte sie, was andere nicht hatten? „...Wo wir beim Problem wären - das weiß ich ja verdammt noch mal nicht! Was ist so besonders an ihr, dass sie es schafft, meine komplette Gedankenwelt einzunehmen?!“, so oder so ähnlich schrie sie ihre Imaginationen innerlich weg. Nichts wünschte sich die Tainaka gerade mehr, als all diese dämlichen und vor allem unwichtigen Sachen zu vergessen.
Etwas Unverständliches grummelnd, nahm sie aus ihren Augenwinkeln den zugeschobenen Brotkorb wahr und musterte ihn einige Augenblicke lang. Irgendwie war ihr gerade jeglicher Appetit vergangen und dennoch sollte sie zumindest ein wenig essen. Zumal da noch ihr Ei war, welches mittlerweile auf ihrem Teller lag. So kam es, dass Maiko leise seufzend nach einer der Scheiben angelte und sich wieder einigermaßen am Geschehen des Esstisches beteiligte. Obwohl teilnehmen vielleicht zu viel gesagt war, denn eigentlich beschäftigte sich die Kunoichi nur noch mit ihrem Teller, dem Ei und dem Brot. Mehr oder weniger ungeschickt versuchte sie das wabbelige Ding auf das kleine Stück Gebäck zu verfrachten. Keine so einfache Angelegenheit wenn das Ei noch heiß war und wabbelig, wie diese Speise ja nun einmal war. Allerdings schaffte es die Braunhaarige nach kurzer Zeit dann doch noch erfolgreich und hätte nun fast das Brot angehoben, es in Richtung Mund geführt und reingebissen, aber Madam hatte ja Manieren und davon durchaus genug um zu wissen, dass man seinen Mitessenden wenigstens so etwas wie ‚guten Appetit‘ wünschte.
Gerade wollte Maiko nämlich genau dies tun, als sie unterbrochen wurde, oder sollte sie bestätigt sagen? Immerhin sprach Kuraiko so eben ihre Angewohnheit - den Ordnungsfabel - selbst an und bat sie mehr oder weniger darum, diesen auch beizubehalten. Abwesend zuckte Maiko nur mit den Schultern. „Wenn Sie das so wünschen.“, murmelte sie und war bedacht darauf, auf ihren Teller zu schauen. Im Grunde hatte sie tatsächlich kein Problem mit Ordnung - da waren die derzeitigen Gedanken viel schlimmer -, denn eigentlich mochte sie Ordnung gleichermaßen, war aber nicht total gegen das Gegenteil - die Unordnung. Kurz musste die Braunhaarige an ihr eigenes Zuhause denken, in welchem ab und an irre viele Sachen rumlagen, wenn sie keine Lust hatte, aufzuräumen, wurde aber wieder unterbrochen, als es um ihr wertes Befinden ging. Nun...dies war schwierig einzuschätzen, weshalb sie abermals mit den Schultern zuckte und weiterhin ihr Spiegelei beim Kaltwerden betrachtete. „Keine Ahnung. Derzeit tut‘s halt nicht weh, aber wie Sie gestern bereits festgestellt haben: ich bin kein Iryounin und kann sowas dementsprechend schlecht einschätzen.“, gab sie emotionslos und unbeteiligt zurück. Allerdings traute sie sich damit dann doch wieder zu der Anderen zu sehen, wenn auch mehr schüchtern durch ihren Pony hindurch, welcher noch immer etwas in ihre Augen gefallen war.
Vielleicht ein Fehler. Denn sobald sie wieder aufsah, fielen der Tainaka die wenigen Momente wieder ein, die sie mit der Frau bereits erlebt hatte. Die Sache im Bad, das Einschlafen am Schreibtisch, dass unglückliche Fallen...und die Rettungsaktion, welche letztendlich alle anderen Erinnerungen wegwischte. Sie wusste ja gar nicht, was bisher mit ihrem Vater so geschehen war. Andererseits: wollte sie das wirklich wissen? Interessierte sie es? Eigentlich ja nicht - zumindest nicht primär. Viel mehr wollte die Braunhaarige wissen, ob er bereits bestraft worden war. „Kuraiko-sama? Was ist eigentlich aus meinem alten Herren geworden? Und äh...guten Appetit - denk ich.“, meinte sie eher beiläufig und nahm nun tatsächlich das Brot mit dem Ei drauf zwischen die Finger, führte es gen Mund und biss davon ab.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 10 Jun 2012, 00:29

Während Kuraiko gesprochen hatte, hatte sie die Braunhaarige beobachtet. Sie schien sich noch nicht besonder wohl zu füheln, aber das war auch weiter kein Wunder, oder? Immerhin befand sie sich in einer völlig fremden Umgebung, es war also normal, dass sie so zurückhaltend war.
Nach einer - gefühlten - Ewigkeit antwortete Maiko dann auch. Kuraiko nickte leicht. "Ich verstehe.", erklärte sie dann, "Dann werde ich mir das Ganze nach dem Frühstück noch einmal anschauen bevor ich mich wieder auf den Weg ins Büro mache."
Sollte Maiko tatsächlich noch einmal Krankenhausreif sein, würde die Kaminishi sie unterwegs einfach nocheinmal im Krankenhaus vorbei bringen, damit sie dort tagsüber für eine Untersuchung bleiben konnte.
Kuraiko griff nun ihrerseits nach einer Scheibe Brot und nach einer Erdbeerkonfitüre. Mit einem Messer trug sie jene geléeartige Masse auf das Brot und hörte, wie Maiko sich nach ihrem Vater erkundigte. Da war das Thema also! Das, was sich Kuraiko nicht sicher war, wie sie es anschneiden sollte und nun hatte es die Tainaka von selbst getan. Besser hätte es eigentlich nicht laufen können, zumindest dieser eine Aspekt, denn die darauffolgende Erklärung war auch nicht unbedingt die Einfachste.. Und da war es wieder, dieses seltsame Verhalten! Sonst hatte Kuraiko nie gross Probleme gehabt, sich passend auszudrücken, aber bei Maiko schien so einiges fehl am Platz zu sein. Das war... ausserordentlich, oder?
Ihre chaotischen Gedanken beseite schiebend legte sie das Messer zur Seite und seufzte leise. Dann blickte sie Maiko direkt in die Augen und antwortete: "Er ist noch immer dort, wo er nach dem Vorfall mit dir hingeschickt wurde, in einer Zelle. Die Verhandlung musste verschoben werden, da ich dich unerwartet auf diese... Mission geschickt hatte.", kurz legte sie eine Pause ein und ihr Blick fiel sofort auf Maikos Bauch, da, wo in etwa die Verletzung sein musste, "Er ist noch immer in dieser Zelle und wartet auf einen neuen Termin. Ich konnte aber bisher noch keinen festlegen, da du noch nicht in der Verfassung dafür warst bisher... Sobald du dich also bereit dazu fühlst, sag mir bitte bescheid.. Es sollte aber nicht all zu lange dauern, auch wenn dein Vater ein absolut ungemessenes Verhalten dir gegenüber an den Tag gelegt hat, ist es dennoch nicht von Vorteil die Verhandlung soweit hinauszuschieben, was natürlich, eben wegen der Mission, teils auch meine Schuld ist."
Kuraiko sah der Braunhaarigen noch einige Sekunden lang in die Augen, bevor sie sich wieder ihrem bestrichenem Brot zuwandte und einen herzhaften Biss davon nahm. Danach griff sie erneut zum Messer und einer Gabel und schnitt ein Stück ihres Spiegeleis ab nur um kurz darauf den Bissen ebenfalls in ihrem Mund verschwinden zu lassen.
"Ach.. möchtest du etwas trinken? Einen Kaffee vielleicht? Saft? Oder ganz einfach Wasser?", war dann ihre Frage, die so gar nichts mit dem vorangegangenen Thema zutun hatte, aber Kuraiko wollte Maiko nicht drängen. Auch wenn die Kaminishi gerne etwas mehr über das Verhältnis zwischen ihr und ihrem Vater erfahren hätte, so würde sie niemals ihr Gegenüber zu irgendetwas zwingen, was deren Privatleben anging.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 10 Jun 2012, 15:14

„Sie meinen ich soll gegen ihn aussagen?“, Maiko hob den Kopf wieder vollkommen, womit ihr Pony zurück in die richtige Ausgangsposition fiel. Ihre Stimme klang gebrechlich, wenn nicht gar ungläubig und das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit wies ihre Miene so etwas wie Verblüfftheit auf. Langsam ließ sie das Brot in ihrer Hand zurück auf den Teller sinken. Ihre Gedanken rasten wieder umher, verloren sich in den Jahren ihrer Kindheit und endeten erneut in dem Angriff, welcher noch nicht allzu lang her war. Noch eben war sie der Meinung dass nicht mal mehr ihr Vater es noch groß schaffen konnte hinter ihrer Fassade Gefühle hervor zu rufen, aber einzig und allein die Realisation über die Worte der Anderen ließ diese völlig einstürzen. Natürlich hatte die Braunhaarige einen gewissen Hass auf ihren Vater und auf ihren Bruder eigentlich ebenso, aber dennoch konnte sie doch nicht daran schuld sein, ihre eigene Familie zerstört zu haben. Ihr wäre es irgendwo egal, wenn diese Verhandlung ohne Maiko ablaufen würde, aber wenn sie selbst vortragen müsste, was passiert war, würde sie mit Sicherheit anfangen zu heulen. Ja, alle so gut versteckten Emotionen würden wieder ans Tageslicht kommen, würden sie übermahnen und flachlegen. Es war schon schwer genug den Tod ihrer Mutter soweit zu verdrängen und all diese Dinge an Kuraiko weiterzutragen war bereits auch nicht sonderbar einfach gewesen. Wie würde das also erst bei einer Masse an Mitmenschen aussehen, die absolut nichts von ihrem Privatleben zu wissen hatten? Vor allem wollte sie sich auch einfach nicht mit diesem Thema beschäftigen. Vor fast 4 Jahren hatte sie sich vorgenommen ihre Familie - die restliche - aus ihrem Leben zu verbannen. Anderenfalls wäre die Kunoichi vielleicht an den Gefühlen zugrunde gegangen und nun? Nun trat all das wieder herein, riss die Türe auf ohne anzuklopfen.
Für einige Augenblicke wurde ihr Blick leer und so sah sie eher durch Kuraiko hindurch, welche seelenruhig mit frühstücken beschäftigt war. Ihr Hirn nahm die Frage auf mit dem Trinken zwar auf, verarbeitete sie aber auch nicht wirklich, weshalb sie weiterhin tonlos auf die Person vor sich starrte. „Wenn ja...“, ihr Kinn bebte und ihre Stimme klang zitterig erstickt, „K...kann ich das nicht.“ Das Bild vor ihren Augen wurde verschwommen und sie spürte, wie sich ein gewisser Kloß in ihrem Hals ausbreitete. Sie würde mitten aus dem nichts anfangen ihre komplette Fassade aufzugeben, wenn sie nicht schnell etwas unternahm, aber wohin sollte sie gehen? Sie war mehr oder weniger auf feindlichem Tarain - hatte somit auch keine Chance irgendwelchen Blicken Kuraikos zu entgehen und das erste Mal seit fast 6 Jahren rann eine Träne an ihrer Wange herunter, die von diesem Familienthema herrührte. Maiko kam nicht einmal dazu, sie wegzuwischen. Sie konnte lediglich in die roten Augen der Anderen sehen. Warum wusste sie nicht. Ihr Körper war seltsamerweise total eingefroren was Bewegungen anging.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 10 Jun 2012, 16:31

Kuraiko hatte nicht grossartig auf die Reaktion Maikos geachtet, immerhin hatte die Kaminishi angenommen, dass die Braunhaarige jegliche Gefühle zu ihrem Vater gekappt hatte und es für sie deshalb leicht fallen würde, deisen Prozess schnell hinters ich zu bringen, so ass sie gemütlich ihr Frühstück und bemerkte nicht, wie Maiko immer mehr und mehr in ihren Gedanken versank und mit sich selbst haderte.
Die Rothaarige nahm erneut einen Biss von ihrem Brot und kaute gemütlich darauf rum, als sie Maikos nächsten Worte vernahm.. Und sie überraschten Kuraiko. Es traf sie doch recht unerwartet und als die Kaminishi ihren Blick hob und die Braunhaarige ansah, sah sie, wie eine einzelne Träne über die bleiche Wange ihren Weg nach unten suchte. Kuraiko war zuerst sprachlos und auch Maikos Worte ergaben irgendwie kaum einen Sinn. 'Wenn ja' und 'kann ich das nicht'... was wollte sie ihr damit sagen?
"Ich verstehe nicht, was du mir damit sagen möchtest, Maiko.", erklärte Kuraiko dann ruhig und sachlich und sie gab sich die allergrösste Mühe, irgendwie etwas einfühlsam und freundlich zu klingen, auch wenn ihr das meistens klänglich misslang. Sie war einfach kein emotionaler Mensch. Das war sie noch nie und würde sie wohl auch nie sein, deshalb fielen ihr solche Situationen äusserst schwer. Für Kuraiko kam es einer Tortur gleich, denn sie wusste nicht, wie sie sich Jemandem gegenüber verhalten musste, der so aufgebracht war, wie es Maiko nun plötzlich zu sein schien. Zumal Kuraiko dann meist zu den falschen Entschlüssen kam und absolut unangebracht handelte... Zumindest sagten ihr dies ihre Brüder oft, auch wenn die Rothaarige eigentlich bisher immer zufrieden mit ihren Reaktionen war. Bisher... Doch nun, wie sollte sie nun reagieren?
Maiko sass still und starr da, die eine Träne glitzerte und zeichnete einen blassen Weg auf der Wange nach. Kurz beobachtete die Kaminishi die einzelne Träne, dann sah sie wieder in die lindgrünen Augen. Sie hatte nicht mit solch einer emotionalen Reaktion gerechnet!
"Es tut mir leid, wenn ich dich irgendwie aufgebracht habe, Maiko," fuhr sie dann fort, noch immer bemüht irgendwie freundlich zu klingen, "du scheinst noch... Gefühle für deinen Vater zu haben? Dennoch ist es unbedingt notwendig, dass du beim Prozess zugegend bist, immerhin ist es ein Familienmitglied von dir und du warst es, die er bedroht hat. Du bist ein Schlüsselpunkt in diesem ganzen Prozess. Es tut mir leid, dass ich dich damit belasten muss, Maiko, aber ich kann nichts daran ändern.", erneut legte sie eine kurze Pause ein. Sie sollte darauf achten, dass sie nicht ebenfalls emotional werden würde - nicht, dass sie das jemals wurde - immerhin reichte es, wenn es Jemand von den Beiden war.
"Wann würde es dir also passen, Maiko?"

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   So 10 Jun 2012, 19:15

Mit Entsetzen in den Augen schaute sie ungläubig zu der Anderen herüber ungewiss darüber, wie sie sich verhalten sollte. Da mochte man noch so einen hohen Intelligenzquotienten haben, wenn man seinen eigenen Körper momentan absolut nicht unter Kontrolle hatte und nicht wusste wie man mit den Gefühlen umgehen sollte, konnte einem dieser absolut nicht helfen. Zumal ihre Emotionen momentan auch undefinierbar waren. Hatte sie wirklich noch Gefühle für ihren Vater, oder hatte sie einfach Angst wieder mit der Vergangenheit in Kontakt zu geraten? Eigentlich sah sie von der ersten Möglichkeit ab, wobei Hass auch irgendwo eine Empfindung war. Nur eben keine, die sie in solch einen Zustand bringen würde. Wahrscheinlich lag es dann also mehr an der Tatsache, dass sie sich ihrer Vergangenheit nicht stellen wollen würde.
Allerdings half es ihrem Gefühlschaos definitiv nicht, dass die Rothaarige nicht davon abließ, sie in diesen Prozess mit einzubeziehen. Vielmehr verstärkte sich dadurch die Angst davor, dort aufzutauchen und ihre komplette Lebensgeschichte erzählen zu müssen, oder zumindest versuchen zu erklären, wie das Verhältnis zwischen Vater und Tochter so zerstört worden war, was automatisch das eine mit dem anderen verband.
„A...aber ich..“, wimmernd sah sie noch immer in die Augen der Kazekage, „..kann das einfach nicht...Es...“ weiter kam die junge Frau nicht, da eine weitere Träne seinen Weg nach unten suchte und Maiko immer mehr damit beschäftigt war, alle weiteren aufzuhalten. Es gäbe nichts schlimmeres, als vor der Rothaarigen noch weiterhin die Nerven zu verlieren. Obwohl sie letzteres sicher bereits fast getan hatte. Warum beharrte die Frau nur darauf, dass sie dahin müsste. Es wäre einfacher, wenn sie einfach eine Aussage zu Papier bringen würde und nichts weiter dazu sagen könnte, aber sowas persönlich vor Leuten zu tun, die wirklich keinen blassen Schimmer hatten, wer oder was sie war, war einfach ein solch schrecklicher Gedanke, der sie bereits zittern ließ.
Allerdings raubten ihr die letzten Worte Kuraikos definitiv die letzten wenigen Nerven, die den Damm vor den Gefühlen noch aufrecht erhielten. Was eben noch nur vereinzelte Tränen waren, verwandelte sich urplötzlich in einige mehr, rannten bis an ihr Kinn hinunter und tropften anschließend in ihren Schoß. Diese Erleichterung in Form der Tränen jedoch, ließ sie wenigstens einigermaßen wieder bewegungsfähig werden und da sie sich eigentlich nicht die Blöße vor Kuraiko geben wollte, wie sie es gerade tat, stand sie ungefragt auf, nur um in schnellem Schritt, was man eigentlich auch als Rennen bezeichnen konnte, in ihr Zimmer zu verschwinden, was momentan zumindest als einzige Zurückzugsmöglichkeit galt.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Mo 11 Jun 2012, 20:42

Es lief alles nicht so wirklich, wie es Raiko gerne gehabt hätte. Und vor allem lief es komplett anders, als sie es eingeschätzt hatte. Die Kazekage hatte ihre Probleme mit solchen Situationen, was sich auch dieses Mal wieder als richtig erwies. Sie hatte einfach kein Händchen dafür aber Kuraiko war sich dessen auch nicht richtig bewusst, denn sie hielt es für richtig und angemessen, das was sie tat, zumindest in den meisten Fällen.
Jedoch jetzt, als sie die wimmernde Maiko vor sich sitzen sah, dachte sie das erste mal darüber nach ob sie vielleicht die falschen Worte gewählt hatte...? Aber sie tat es doch wie immer. Bei solchen Angelegenheiten musste man kühl und sachlich bleiben, zu viel Emotionen verschleierten nur den Blick für das Richtige und die Wahrheit! Die Kaminishi beobachtete die Braunhaarige, sah, wie deren Augen feuchter und feuchter wurden, bemerkte, wie ihr eine Träne nach der anderen über die Wangen rollten und hörte das leise Schluchzen.
Erneut sprach Maiko zusammenhanglose Wortfetzen, die Kuraiko weder irgendwo einordnen konnte, noch richtig einschätzen konnte, was sie ihr damit sagen wollte. Nun doch etwas hilflos starrte die Kazekage also auf ihre Gegenüber, machtlos irgendetwas zutun, denn ihre Worte schienen kein Stück geholfen zu haben... Gut, as war schlussendlich auch nicht die Absicht gewesen, aber... kühl und nüchtern! Das war es, was es galt in solchen Situationen zu sein und daran würde sie sich halten. Es war wie eine art Stütze wenn sich Raiko in schwierigen Situationen befand. Dann war sie froh, wenn sie auf solche Worte zurückgreifen konnte.
"Ich verstehe dich noch immer nicht, Maiko. Was möchtest du mir damit sagen?", fragte sie dann erneut, "Was kannst du nicht? Aussagen?"
Und da fiel es Kuraiko wie Schuppen von den Augen. Natürlich! Wieso war sie nicht sofort darauf gekommen? ... Sie wusste, warum. Weil sie in der falschen Annahme war, das Maiko nichts mehr für ihren Vater empfand. Eindeutig schien sie mit dieser Schlussfolgerung jedoch falsch zu liegen, denn diese Szene hier sprach eindeutig etwas anderes!
Kuraiko schluckte leer und dachte darüber nach, was sie als nächstes tun konnte. Innerlich ermahnte sie sich dazu, nicht auch noch emotional zu werden und die Ruhe zu bewahren. Und da plötzlich hörte sie, wie der Stuhl mit einem kräftigen Ruck nach hinten rutschte und wie Maiko mit eiligen Schritten aus der Küche lief.
Perplex sah Kuraiko ihr nach, sah selbst noch dorthin, als Maiko schon längst aus ihrem Blickfeld verschwunden war. Unfähig in diesem Moment zu wissen, wie sie hätte reagieren sollen, sass sie einfach nur da, ihr Blick war leicht verwirrt, dennoch war er noch immer distanziert, nüchtern und kontrolliert.
Was war geschehen? ... Sie musste noch einiges mehr für ihren Vater empfinden, als Kuraiko angenommen hatte.
Mit einem Mal erwachte die Kazekage wieder aus ihrer Trance und stand ebenfalls auf, jedoch um einiges gelassener und ruhiger als die Jüngere. Mit bedachten Schritten ging sie zur Zimmertüre Maikos und blieb davor stehen. Sie hob ihre Hand, hielt jedoch dann inne und verharrte so einige Sekunden lang in dieser Position.
Was tat sie da eigentlich? Sonst waren ihr jegliche Emotionsausbrüche egal gewesen, solange sie nicht irgendwelche Verletzunge hervorbrachten. Warum also stand sie nun hier und war im Begriff, an Maikos Türe zu klopfen und sie zu beruhigen...?
Kuraiko hatte keine Antwort darauf und das war tatsächlich etwas neues für sie, weshalb sie kuzerhand sachte gegen die Tür klopfte und mit gefasster Stimme sprach: "Maiko? Darf ich eintreten oder möchtest du lieber alleine sein?"

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Di 12 Jun 2012, 16:04

Kaum war Maiko in ihrem zugewiesenen Zimmer angelangt, ging sie kraftlos auf ihr - noch ungemachtes - Bett zu und ließ sich darauf fallen, ehe sie sich auf die Seite drehte und die Decke über sich stülpte. Unter dieser zog sie die Beine an ihren Körper, nur um wenigstens einigermaßen Schutz zu erfahren - Schutz vor der Vergangenheit, vor diesem richterlichen Prozess und vor der rothaarigen Kazekage, die sie zu solch einem zwingen wollte. Gerade konnte die Welt sie einfach mal kreuzweise, da war es ihr auch egal, dass bereits an die 30° im Schatten herrschten. Die Braunhaarige wollte sich einfach von allem abschotten und am besten nie wieder einen Fuß aus der Schlafgelegenheit setzen. Obwohl man wohl früher oder später das Kissen wechseln sollte denn dies war bereits ziemlich nass von den Tränen, welche noch immer ungehindert an ihren Wangen herunter rannten.
Es war seltsam. Noch nie zuvor hatte sie solch einen Kontrollverlust erlebt - noch nie eine solche Angst verspürt, etwas tun zu müssen. Nicht mal als man ihr diese Narbe zugefügt hatte, welche nun an ihrem Bauch prangte, hatte sie derartige Gefühle empfunden und jetzt brachte sie ein einfacher Prozess so aus dem Konzept. Es war irgendwie ungeheuerlich, was Emotionen mit Menschen machen konnten und dabei hatte die Kunoichi eigentlich gehofft, sie würde nicht mehr so krass auf ihre Vergangenheit reagieren, welche schon so lang zurück lag. Da hatte sie sich wohl geirrt.
Leise schluchzend versuchte sie mehrmals tief ein und auszuatmen, versuchte sich wieder in den Griff zu kriegen, als sie eine erstickte Stimme vor der Tür vernahm. - Natürlich. Es wäre auch seltsam gewesen, wenn Kuraiko einfach geblieben wäre, wo sie war.
Kurz überlegte sie, ob sie die Andere einfach ignorieren sollte, aber das wäre alles andere als wirklich höflich, weshalb sie sich mit dem Handrücken über die Augen wischte, noch einmal tief ein- und aus atmete, ehe sie ein leises „Von mir aus“ von sich gab. Mit welchen Absichten die Kazekage zurück kam, konnte Maiko nicht wirklich erahnen, aber die Braunhaarige würde ihr früher oder später eh klar machen müssen, dass sie wirklich nicht an der Verhandlung teilnehmen konnte. Am besten tat sie das, sobald sie sich einigermaßen beruhigt hatte - also sobald wie möglich eben.

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Di 12 Jun 2012, 18:22

Es schien, als würde eine Ewigkeit vergehen, in der Kuraiko darauf gewartet hatte, bis Maiko etwas sagte. Tatsächlich verging einiges an Zeit, aber natürlich lange keine Ewigkeit. Kuraiko war in Gedanken schon dabei, sich abzuwenden und der Braunhaarigen ihre Ruhe zu lassen, immerhin hatte sie als Kazekage andere - und vor allem wichtigere! - Dinge zu erledigen, als eine junge Frau zu trösten... Was sie, nebenbei nochmals erwähnt, einfach nicht konnte. Generell fühlte sich Kuraiko sehr unwohl in dieser Situation, aber natürlich verschwieg sie dies und überspielte es geschickt, wie immer.
Doch dann hörte sie leise eine Stimme. SIe kam einem Hauch von Nichts gleich, Kuraiko konnte auch nicht mit Sicherheit sagen, was Maiko genau gesagt hatte, aber es klang wie ein "Von mir aus".
Kuraiko griff also nach der Türklinke, auch wenn es sie sich innerlich dagegen sträubte, diese Türe aufzumachen, denn sie verstand Maikos Reaktion kein Bisschen. Sie verstand nicht, wieso die junge Frau so dermassen emotional reagierte, immerhin waren es vergangene Dinge und ihr Vater hatte ihr anscheinend Dinge angetan, die sie auseinander gebracht hatten. Was genau zwischen den Beiden vorgefallen war, wusste sie natürlich nicht, nicht in Einzelheiten, dennoch konnte sie das ein oder andere den Akten entnehmen. Das, was halt an die Öffentlichkeit durchgesickert war... Und es tat Kuraiko leid, dass Maiko solch eine schwere Zeit durchmachen musste, doch diese Reaktion konnte sie nichtsdestotrotz nicht gutheissen!
Langsam schwang also besagte Türe auf und Kuraiko betrat das helle Zimmer. Ihr Blick glitt sofort zum Bett unter deren Decke sich Maiko verkrochen hatte. Der Anblick war... Seltsam. Die Kaminishi verharrte kurz, bevor sie neben das Bett ging und sich auf die Bettkante setzte.
"Ich weiss nicht, was dich emotional so sehr beschäftigt.", fing sie dann an und dachte erneut über ihre Worte nach. Kühl und sachlich hatte es nicht so ganz gebracht, nicht wahr? "Vielleicht möchtest du mir kurz erklären, was in dir vorgeht, damit ich es auch verstehen kann?", ihre Tonlage war zwar immer noch sachlich, dennoch versuchte sie Sätze zu formulieren, die nicht ganz so unterkühlt klangen, "Ausserdem müsste ich noch einmal rasch deine Verletzung untersuchen um festzustellen, ob es einen Iryounin benötigt, der sich deren annimmt."

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BeitragThema: Re: Haus von Kuraiko Kaminishi   Di 12 Jun 2012, 23:22

Maiko hörte wie die Tür aufgemacht wurde und jemand hinein trat - Niemand anders als Kuraiko eben. Kurz überlegte die Braunhaarige ob sie was sagen sollte, ließ es aber bleiben, da ihre Besucherin auf ihrem Bett platznahm und selbst etwas sagte. Noch immer wimmerte sie ein wenig und sie wusste wirklich nicht, wie sie auf die Andere reagieren sollte. Immerhin war diese ja eigentlich schuld daran, dass all ihre unterdrückten Gefühle zum Vorschein kamen. Erklären konnte die Braunhaarige das jedoch nicht und selbst wenn; Kuraiko würde niemals verstehen können, warum sie so handelte - sie verstand es ja nicht einmal selbst wirklich. Allerdings hatte die Rothaarige noch beide Elternteile und eine Familie, auf die sie wohl bauen konnte, da wäre es sicher nur noch unverständlicher für sie.
„Selbst wenn ich es erkläre - nicht das ich glaube dass ich‘s könnte - würde es nichts ändern.“, kam es erstickt unter der Decke hervor, „Sie wären immer noch der Überzeugung, dass ich gegen meinen Vater aussagen sollte, nicht wahr?“ Noch immer klang die Stimme der Tainaka zitterig und gebrechlich, war geradezu zart - verängstigt wie die eines Kindes. Auch wenn sie zwar nicht garantiert sagen konnte, dass es so war, wie sie es eben ausgesprochen hatte, sprach der - seltsam dominante - Ton der Rothaarigen mehr oder weniger für sich.
Für einen Augenblick fragte sich Maiko, ob sie auch immer so rational mit ihren Mitmenschen sprach, aber es musste wohl so sein. Immerhin klang ihre eigene Stimme meist ähnlich emotionslos, wie die von Kuraiko. Allerdings führten all diese Sennierungen zu nichts und so suchte sie weiter nach einer Eklärungsmöglichkeit, ehe sie erneut tief ein- und ausatmete.
„Sie haben sicher auch Erinnerungen, die sie mit keiner Menschenseele teilen wollen, oder? Vor keinem Gericht der Welt würden sie solche preis geben wollen. Nicht einmal, wenn es der meist gehassten Person in ihrem Leben schaden würde. Es gibt einfach Sachen, denen man sich nicht stellen will - oder vielmehr kann.“, gequält kniff sie die Augen zusammen, verdrängte erneut einen Gefühlsausbruch und setzte sich langsam in dem Bett auf. Ob die Kazekage sie wirklich verstehen konnte, war ihr noch immer nicht klar. Die Braunhaarige wettete einfach mal darauf, dass sie es nicht tun würde und weiterhin auf ihre Meinung beharrte.
Wie in Zeitlupe hob sie den Kopf und ihre leeren, verquollenen Augen fixierten Raikos. Auch wenn es so aussah, als würde sie durch die Ältere hindurch blicken, so hoffte irgendwas in ihr darauf, eine freundliche Regung zu erhalten, etwas was ihr diese Angst nahm und sie an etwas anderes denken lassen konnte. Allerdings war solch eine Hoffnung lächerlich, immerhin hätte sie selbst wahrscheinlich nicht anders gehandelt und so wandte sie ihren Blick doch wieder ab, wobei sich ein ironisches Lächeln auf ihren Lippen ausbreitete. „Wie auch immer...Sie wollten sich das nochmal ansehen, mh?“, murmelte Maiko und deutete auf ihren Bauch, noch immer stur zur Seite blickend.

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