Yorashi - Der Abendsturm


 
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 Vergammelte Hütte

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Taiki Utsukushi



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BeitragThema: Re: Vergammelte Hütte   Di Dez 27, 2011 10:02 pm

Der Utsukushi musterte beide und ihm entglitt ein Seufzer. Luigi war ja schon früher leicht ungeliebt gewesen, aber er konnte sich nicht daran erinnern, dass Chinatsu ihm je so... feindseelig gegenübergestanden hatte. Das war aber wohl so, wenn ein Turm über einem zusammenbrach. Da waren einige Menschen halt wichtiger als andere. Menschen, an welche man sich erinnern konnte. Hatte sich Chinatsu überhaupt an ihn erinnern können? Der Blauschopf schielte unschlüssig zum Hütteneingang. Kaum hatte er aus den Augenwinkeln mitbekommen, dass sowohl seine geliebte Cousine, als auch die alte Schildkröte durch dieses in das Innere gelangt waren, entnahm er der Dunkelheit einen lauten Aufschrei seitens Chinatsu, nachdem er vorher auch nicht nur ihre, sondern auch Luigis Stimme wahrgenommen hatte. Er hatte kaum was verstanden und befand sich binnen weniger Sekunden auch schon wieder auf dem Boden, da Chinatsu ihn, aus lauter Angst vor irgendwelchen vermeindlichen Leichen, umgerannt hatte. Natürlich war Taiki aber mit seinen Gedanken ganz wo anders gewesen, um dies überhaupt mitzubekommen.
"Warum?", war seine kurze Gegenfrage auf Chinatsus Panikattacke, wobei er sich beim Fragen mit einem Ruck aufsetzte, während er die Blonde festhielt, damit diese nicht einfach umkippte. Seine Stimme schwankte leicht bei der ruckartigen Bewegung, was ihn leicht irritiert. Das ließ er sich jedoch nicht weiter anmerken. Was hatte die andere Utsukushi denn so aus der Fassung gebracht? "Ist da irgendetwas Komisches drin, Luigi?", fragte er dann sogleich die Schildkröte. Taiki war nicht wirklich danach aufzustehen, aber... Bald würde es noch dunkler werden als ohnehin schon, da musste er Chinatsu also in Sicherheit bringen und ein Feuer vor die Hütte zaubern. Woher er das nötige Holz jedoch kriegen sollte, wusste er nicht. "Ich bin mir sicher, dass alles in Ordnung ist Chi. Wir müssen nicht von hier weg.", da er sich nicht weiter zu helfen wusste, vor allem, da er auch nicht die Antworten der anderen beiden abwartete, murmelte Taiki das einfach dahin und strich seiner Cousine behutsam über den Kopf. Manchmal konnte sie ihn immer noch an ein Kind erinnern. Seine Gedanken schweiften wieder in die Ferne und rauschten zurück, bis vor ein paar Monaten, als sie beide im Tatami-Raum gesessen und sich Bilder aus deren Kindheit angeschaut hatten. Hatte es da nicht auch einen kurzen Moment gegeben, in welchem sie Luigi gedisst hatten?
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Chinatsu Utsukushi
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BeitragThema: Re: Vergammelte Hütte   So Jan 01, 2012 9:43 pm

Irgendwann würden Chinatsu und die pinke Schildkröte sicherlich auch zusammen auskommen, vorausgesetzt, das Tier endete nicht frühzeitig als Eintopf in seinem eigenen Panzer angerichtet und serviert. Der Gedanke war schon lange nicht mehr abstoßend, schon zwanzig Minuten lang nicht mehr, also ungefähr die Zeitspanne, die sie das Tier kannte. Das ständige Gemüsegefresse war zwar ganz in Ordnung…, aber das Mädchen könnte auch mal wieder auf etwas Aufbauendes, etwas Stärkendes – mit Fleischeinlage. Aber wäre das Tier nicht irgendwie… zäh? Sie verschob die Gedanken lieber auf später, mussten ja immerhin die grasbewachsene Steinhütte für sich erobern. Gut, bis eben hätte sie wahrscheinlich Angst gehabt, dort hineinzugehen, aber nun winkte dieses Ding einfach verführerisch… Ein Dach über dem Kopf, es wäre nicht mehr so kalt und vielleicht konnte man ja irgendwelche Dinge darin finden, die einem das Überleben erleichterten, jetzt, wo sie ihr Gepäck verloren hatten. Ihr kam der Gedanke, dass sie wirklich schreckliche Landstreicher waren. Aber andererseits war es auch ein ziemlich gutes Leben, wo sie doch alles machen konnten, was sie wollten!
Leider war die Hütte gar nicht so ansprechend, jedenfalls meinte Luigi das. Chinatsu, gutgläubig und naiv, wie sie war, fiel auf den Trick hinein und suchte dementsprechend ihr Heil in der Flucht. Oder zumindest Heil im Schutze ihres Retters. Wenn er sie einmal rettete, dann würde er das garantiert auch ein zweites Mal machen.
Das Mädchen rappelte sich halbwegs auf, um ihn nicht mit ihrem Gewicht zu belasten, klammerte sich aber erneut an seinen Arm, nicht wirklich in der Absicht, ihn zu Gelee zu verarbeiten, aber immerhin gerade dabei, es zu tun. „Luigi-san redete von L-l-l-leichen!“, brachte sie zittrig hervor und bibberte weiter zu Tode geängstigt vor sich her. Schlimm genug, dass sie bereits gemordet hatte…! Aber die Leichen darin würden doch sicher schon modrig und richtig ekelig sein! Dabei hatte es gar nicht so sehr in der Hütte gestunken, nur ein wenig abgestanden, als hätte man lang nicht gut gelüftet…
Luigi trottete, mit Lachtränen in den Augen, aus dem Eingang hinaus und schüttelte bedächtig den Kopf. „Ein paar Möbelstücke, aber sonst nichts und niemand“, antwortete er ehrlich und kroch anschließend wieder hinein. Einige Momente blieb es still, dann breitete sich ein leichtes Licht in der dunklen ‚Tür‘ aus. Die Schildkröte hatte eine Kerze angezündet und berichtete davon.
Chinatsu musterte Taiki für einen Moment und nickte dann zaghaft. „In Ordnung. Wenn Taiki-sama das sagt, wird es stimmen“, erwiderte sie und zwang sich zu einem dünnen Lächeln, das sie brav aufrechterhielt. Außerdem wurde ihr Kopf so sanft gepattet! Da wurde man doch automatisch ruhig.

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BeitragThema: Re: Vergammelte Hütte   Mo Jan 02, 2012 1:53 am

"Leichen?", Taiki blickte fragend in die Hütte und fragte sich, ob Chinatsu sich das nicht nur einbildete. Also, dass Luigi so etwas derartiges gesagt hatte. Dem Utsukushi fiel jedoch ein, wie gerne die Schildkröte auch mal Leute verarschte - dafür gab es bei dem Tier schon keinen anderen Ausdruck mehr - und in die Irre führte, wenn sie ihm dumm daherkamen.
Chinatsu war halt nicht wirklich nett zu Luigi gewesen und das war dann wohl der Preis. So beließ Taiki es einfach nur dabei ihren Kopf weiter zu streicheln, in der Hoffnung sie würde sich bald beruhigen. Da kam auch schon die Schildkröte daher und meinte etwas von Möbeln. Es gab Möbel? Das war mehr als gut! Wenn es nämlich ein Bett gäbe, so könnten er und Chinatsu seit langem wieder auf einer Matratze schlafen, auch wenn diese womöglich leicht hart war. Das würde dem Blauschopf sicher nicht viel ausmachen! Ach Gott, was würde er doch bloß für ein Bett geben! Er musste einfach mal nachschauen, ob da etwas Bettartiges drin herumlag!
Der Kerl lächelte Chinatsu an und nahm seine streichelnde Hand wieder an sich, eher mit beiden Händen klatschte und meinte: "Also gut! Lasst uns die Hütte wenigstens für die Nacht bewohnbar machen.". Sein plötzlicher Enthusiasmus kam seinem alten Ich, welcher vor dem willkürlichen Morden existiert hatte, etwas näher und zufrieden damit, ging Taiki die paar nötige Schritte zur Hütte, nachdem er sich erhoben hatte. Er blickte hinein und stellte zufrieden fest, dass Luigi eine Kerze angezündet hatte. Somit kam nun etwas Licht in die triste Bude und Taiki war es möglich sich etwas umzuschauen. Und tatsächlich! Neben schäbigen Küchen- und Wohnzimmermöbeln, gab es auch etwas, was wie ein Bett aussah! "Oh, Götter.. Ich muss im Himmel sein.", murmelte er mehr für sich, als zu den anderen beiden und ging zu dem bettartigen Gestell, was in einer Ecke vor sich hin verrottete. Da stand er nun davor und schaute wie ein besessener darauf herab. Oh ja! War für eine wunderbare Nacht er vor sich hatte!
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BeitragThema: Re: Vergammelte Hütte   Do Jan 05, 2012 12:33 am

Weiterhin zu Tode geängstigt, als hätte sie tatsächlich etwas, was eine Leiche erinnerte, gesehen und nicht nur eine leere Andeutung von Luigi um die Ohren geklatscht bekommen, starrte sie zu ihrem Retter auf und nickte erneut wie ein scheues Reh. Leichen!, echote es in ihrem Kopf und sie schüttelte den Kopf. Nein, jetzt war nicht der Augenblick, an die ganzen Toten zu denken. An ihre Familien, die sie vermissen würden…! Ein schrecklicher Mensch war sie – aber es war notwendig. Das musste sie sich nur immer wieder einreden.
Allerdings war sie auch ein schrecklich naiver Mensch, weswegen sie sich durch die einfachen Streicheleinheiten – sie war doch gerne Taikis kleines Hündchen – auch wieder beruhigen ließ. Da sich die ganze Situation gegen Ende sowieso ins Positive auflöste, war sie am Ende sogar wieder fast normal atmen ließ. Fast zu hyperventilieren machte ja auf Dauer auch keinen Spaß, egal, wie verschreckt man in dem Moment auch gewesen war. Nun galt es, diese hübsche Hütte zu erkunden!
Sie sah ein wenig beleidigt zu ihrem Retter auf, kaum, dass er seine Streicheltour unterbrach, nickte dann aber und setzte ein motiviertes Gesicht auf. Die Hütte bewohnbar machen, das klang sogar nach einem weitaus besseren Plan! Eine Nacht in einem hübschen Zimmerchen mit Dach über dem Kopf zu verbringen, das klang noch nach dem Paradies auf der dagegen ziemlich kümmerlichen Erde (Tsuchi no Kunis). „Einverstanden“, willigte sie ein und hastete ihm hinterher. Gesetzt den Fall, dass Luigi sie nicht hinter’s Licht geführt hatte, wollte sie auf jeden Fall in der Nähe einer weniger erbärmlichen Person sein, sodass sie nicht Hals über Kopf von Untoten attackiert und zu einem von ihnen gemacht wurde. Darauf hatte sie, gelinde gesagt, einfach keinen Bock.
Das schummrige Licht, das durch die flackernde Kerze in den kleinen Raum geworfen wurde, reichte aus, um den Raum halbwegs zu erhellen, schaffte es aber nicht, die Dunkelheit aus den hintersten Ecken zu vertreiben, sodass sie sich dann doch etwas misstrauisch umblickte. Jedoch, nachdem sie sogar zwei Minuten reglos und mit unter anderem teilweise angehaltenem Atem gelauscht hatte, stellte sie fest, dass die Hütte in Ordnung war.
„Aber dann müsstest du ja tot sein! Ich will nicht, dass du tot bist, Taiki“, quengelte sie und wieder einmal duzte sie ihn sogar, wie immer, wenn ihr etwas wirklich wichtig war. Meistens drohte sie nur, aber wenn sie jammern musste, konnte sie auch mal auf einen normalen Sprachgebrauch zurückgreifen. Aber ja, ein Bett war schon schön. Besser jedenfalls als die staubtrockene Erde Tsuchi no Kunis, oder die Steinwüste von Kaze no Kuni. Auch, wenn da bestimmt Milben und Flöhe ihr Unwesen trieben.
„Ich habe Hunger. Haben wir noch etwas zu Essen?“
Luigi, Retter des Tages, lenkte galant vom Thema ab:
„Ich soll dich von Yoko grüßen, Tai!“, rief er quietschend, als ihm dieser Fakt wieder einfiel.

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BeitragThema: Re: Vergammelte Hütte   Do Jan 05, 2012 1:10 am

Taiki überbrückte die Entfernung zu Chinatsu mit einigen Schritten, eher er diese umarmte und ihr einen Kuss auf die Schläfe drückte. Ach ja, ihm war gerade einfach danach, denn er war zu froh darüber, dass er an dem Abend wieder auf einer Matratze schlafen durfte! "Ich werde doch nicht einfach so sterben, Chi. Vor allem nicht freiwillig.", sagte er dann und löste sich von ihr, "Keine Ahnung, mit hohem Alter, werde ich so oder so abkratzen, aber man müsste mich im Moment schon aus dem Hinterhalt ermorden, als dass ich dich hier alleine zurücklasse.". Dann räusperte er sich und kratzte sich am Hinterkopf. Es war ja nicht zu leugnen, dass er Chinatsu mochte. Und das eben war schon beinahe eine Art Liebesgeständnis gewesen, was sie jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht verstehen würde. Vielleicht war es auch besser so? Der Kerl musterte die Jüngere aus seinen blauen Augen heraus mit Neugierde und wartete auf eine Reaktion ihrerseits. Aber was machte er sich da vor? Die alte Chinatsu würde ihn mit einem Roundhousekick durch die Wand der Hütte befördern und die Chinatsu, welche hier vor ihm stand, würde so eine Art Geständnis abweisen und ihn weiterhin als eine Art Gott betrachten. Nun. Das war, was er sich dachte. Übrigens auch genau das Gleiche, was er vor einigen Jahren mit Maimi erlebt hatte. Dann kamen beide zusammen und er hatte aber noch weiter mit anderen Weibern geschlafen. Er hatte wohl irgendein Gen geerbt, was ihn halt so ein dämliches Arschloch sein ließ, was ständig Unüberlegtes tat und Leute, ohne es zu wollen, verletzte. Genau so gut machte er ihnen aus dem Nichts Geständnisse und vollbrachte sonst noch was. Luigi konnte sicher noch einige Geschichten wissen, die selbst er schon vergessen hatte, aber da würde Taiki der Schildkröte Fragen stellen, wenn Chinatsu bereits am Schlafen war.
Der Utsukushi wurde aus seinen Gedanken gerissen, als eben diese sagte, dass sie Hunger hatte und Luigi sogleich ablenkte. Normalerweise wäre Taiki auf den Themenwechsel eingegangen, indem er das Tier darauf aufmerksam gemacht hätte, aber ihm war gerade nicht danach. Vor allem nicht, weil ihn Luigis Bemerkung wie ein Pfeil am Knie traf. "Yoko?!", fragte er leicht entsetzt, "Die lebt?! Was ist aus ihr geworden? Lebt meine - ich meine unsere - Schreckschraube von Cousine noch?! Wo ist sie?!". Der junge Mann hatte nie verkraftet, dass das Horrorweib Nukenin geworden war. Er mochte sie irgendwo in seinem Inneren ziemlich und vermisste deren damals noch täglichen Prügelorgien, da sie eine Art Akt der gegenseitigen (,beinah nicht vorhandenen) Zuneigung waren. Aber... Wie lange hatte er von ihr schon nichts mehr gehört? Zu lange..., dachte er.
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BeitragThema: Re: Vergammelte Hütte   Do Jan 05, 2012 1:51 am

Chinatsu hatte einfach weiter unschlüssig in der Mitte des Raumes gestanden und sich – vielleicht ein bisschen zögerlich und zurückhaltend – in der Bruchbude umgesehen. Hier und da standen gebrauchte Möbel, auf denen sich bereits eine Staubschicht gebildet hatte, die mehr als nur eine Hand breit war. Wie in Gottes Namen hier Strom herkommen sollte, war ihr schleierhaft, möglicherweise war dies auch der Grund, warum die Küchengeräte allesamt so dermaßen altmodisch aussahen. Wahrscheinlich musste man den Herd oder Ofen oder was auch immer das rostige Teil darstellen sollte, noch mit Feuerholz betreiben.
Kurze Zeit darauf, nachdem sie natürlich jammern musste, kam ja auch schon ihr Retter dahergetrottet, um sie erneut zu retten! Aus ihrer kurzzeitigen Depression jedenfalls. Er war so ein starker Kerl! Er konnte sie beschützen und das gute an der Sache war – er wollte dies sogar. Im Gegensatz zu der allgemeinen, staubigen, muffigen Kälte des Raumes war er auch noch so schön warm ~ Chinatsu konnte nicht anders, als wie ein sattes Kätzchen, also vollkommen zufrieden, aufzuseufzen und eines ihrer unschuldigsten und fröhlichsten Lächeln aufzusetzen, mit denen sie aufwarten konnte.
„Wir müssen mindestens bis achtzig noch zusammen Eis essen. Versprichst du mir das?“ Das. War. Verdammt. Wichtig! Wenn Taiki früher starb, dann war das voll nicht okay für sie! Hatte er sie nicht erst gefragt, ob sie ihn heiraten wollte? Nun, wollte sie! Aber dann wollte sie verflucht nochmal auch was von dem Kerl haben und zwar, bis sie steinalt und derbe hässlich war! Und ja, egal, wie sehr er unter ihrem Egoismus litt, was sein MUSS, das muss sein. Allerdings ließ sie keinen einzigen Gedanken irgendwie an die Außenwelt dringen, weder durch Worte, noch durch eine Gefühlsregung in ihrem Gesicht. Nach außen blieb sie das kleine, glückliche Mädchen.
Ein paar Schritte ging sie ohne festes Ziel durch den Raum und ließ sich schließlich auf das Bett plumpsen. Stand wieder auf und ließ sich erneut fallen. Ziel war es, möglichst viel von dem Staub aufwirbeln zu lassen und somit loszuwerden. Decken waren cool, aber nicht, wenn sie aus Staub und somit aus Dreck und minikleinen Tieren bestanden.
„Also kein Essen?“, fragte das blonde Mädchen erneut, da sie anscheinend einfach übergangen wurde. War das am Ende sogar Luigis Absicht gewesen? Ihr knurrte der Magen aber so doll…! Was interessierte sie denn irgendeine dahergelaufene Yoko? Sie kannte keine Yoko. Jedenfalls noch nicht. Eine Cousine? Ihr brummte der Schädel schon – es gab viel zu viele Utsukushis, der Stammbaum nahm sicherlich ganze Wände ein!
Luigi, der sich mittlerweile neben die Kerze auf einen Nachttisch gesetzt hatte, nickte bedeutungsschwer. „Das letzte Mal, als ich sie sah, hat sie das jedenfalls getan.“ Plötzlich fing er an zu lachen. „Und hat mir jemandem rumgeturtelt, den ich als Transvestiten abgestempelt habe. Komischerweise habe ich erst gedacht, du wärst es, Chi.“
Das verstand sie jetzt aber nicht. Sie war sich ganz sicher, noch nie mit jemandem herumgeturtelt zu haben, mal abgesehen von den offensichtlichen Anhimmeleien, die sie ganz fröhlich gegenüber Taiki an den Mann brachte.

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BeitragThema: Re: Vergammelte Hütte   Do Jan 05, 2012 2:28 am

"Natürlich. Wir werden sogar noch älter sein, wenn wir zusammensitzen und Eis essen, oder willst du mich mit 80 schon aus deinem Leben haben?", Taiki neigte seinen Kopf leicht zur Seite und grinste. Er würde das Versprechen sicher nicht brechen, auch, wenn sie ihn in Zukunft vielleicht hassen sollte. Er musste sich das bei jeder weiblichen Person einrechnen. Es war halt so. Irgendwann hasste man ihn und wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben. Aber hey! Ein Versprechen war nun einmal ein Versprechen - und solche Sachen hielt er ein! Taikis Augen folgten Chinatsu, wie sie auf das Bett zuging und darauf herumplumpste, was den ganzen Staub, welcher sich darauf befand, aufwirbelte. Er kam gerade aber au andere Gedanken, als 'Igitt!', als er sie das tun sah. Gedanken, die er schnell in eine Ecke seines Gehirns schob und hinter mehreren Wänden verriegelte. "Na komm! Das nützt dir nichts! Du bist scharf auf die Kleine und hast seit Wochen kein anderes Weibchen - außer ihr - berührt. Auch, wenn es nicht auf die Art war, auf die du sonst Weiber berührst.", Riku meldete sich nach langer Zeit wieder zu Wort und auch hier sah sich Taiki gezwungen, seinem Windgeist nach so langer Zeit das Maul zu stopfen, indem er mit ihm genau das Gleiche tat, wie mit seinen vorigen Gedanken. Taiki war nun mal ein Kerl und er hatte halt rattige Gene vererbt bekommen! Das war doch nicht seine Schuld - vor allem dann nicht, wenn seine Mutter eine Rothaarige war! Es gab ja gewisse Vorurteile über Rothaarige, die man hier nun nicht aussprechen muss.
Schnell, wandte Taiki seine Aufmerksamkeit wieder Luigi zu. "Er sah aus wie Chinatsu?", fragte der Kerl dann noch einmal genauer nach und unterdrückte den Drang zu der Blonden zu schauen. Das war dann wohl ihr Bruder Len gewesen. Er musste mit einem Mal lachen. Was für ein Zufall! Also... Das war beinahe schon zu komisch, als dass es nur ein Zufall sein konnte. Immerhin... Nun wandte sich Taiki doch zu Chinatsu um und musterte diese. Immerhin war Yoko, so wie er, eine Utsukushi und Len, so wie Chinatsu, nicht. Und alle vier waren dann mehr oder weniger Verwandt. "Lasst uns was Essbares suchen.", schlug er mit einem Mal vor. Sie wechselten alle wohl nun von einem Thema zum nächsten. "Ihr zwei könnt hier bleiben, während ich draußen Futter suche.", fügte er dann schnell hinzu.
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Chinatsu Utsukushi
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BeitragThema: Re: Vergammelte Hütte   Do Jan 05, 2012 2:56 am

„W-was? Nein! Nein, natürlich nicht! Ich dachte nur, dass achtzig schon mal eine gute Untergrenze ist… Ich wollte schließlich nicht gleich übertreiben… Menschen werden ja schließlich im Schnitt nicht viel älter, oder?“ Chinatsu hatte mit einem Mal so ihre Mühe, sich aus der ganzen Sache wieder herauszureden, mal ganz davon abgesehen, dass sie sowieso nicht besonders begabt in der Kunst der Rhetorik war. Sie wollte auf jeden Fall länger mit Taiki Eis essen! Ihretwegen auch andere Süßigkeiten. Oder Flüssignahrung, falls die Dritten nicht mehr so wollten, wie sie. Vielleicht könnten sie dann auch den ganzen Tag Fotoalben angucken. Sie mussten dringend ganz viele Fotos machen! Mehr zu sich selbst, als dass Chinatsu mit ihm redete, murmelte sie vor sich her: „Ich brauche einen Fotoapparat… eine schöne Kamera…“
Dann setzte sie ihre Aktivität mit dem Betthüpfen fort. Stellte sich sogar auf das wackelige Gerüst und bouncte ein wenig herum. Ein Glück, dass sie so eine grausame Hungerdiät durchgezogen war und sowieso schon immer ein kleines Fliegengewicht gewesen war! Jedenfalls ließ sie sich ein letztes Mal fallen, als das Bett komische, knarrende Geräusche von sich gab. Sie nieste. Zu viel Staub. Er legte sich auch auf ihrer halb verfallenen, dreckigen Kleidung ab. Das Mädchen nahm sich vor, in nächster Zeit mal wieder ein bisschen stehlen zu gehen.
Das nächste Gesprächsthema… war interessanter. Sogar interessanter als Essen, wenn sie ehrlich war. Zwar rebellierte ihr Magen deswegen kein Stück weniger, aber zumindest hatte sie ein bisschen Ablenkung. Gut, zu dieser Yoko konnte sie nicht viel sagen, immerhin hatte sie sie noch nie gesehen, geschweige denn eine ordentliche Erinnerung an sie. Nicht einmal aus Erzählungen! Dafür ging ihr kurz darauf ein Licht auf, kaum, dass Taiki noch einmal wiederholt hatte, was so aufregend war.
„Das muss Len gewesen sein!“, keuchte Chinatsu mit geweiteten Augen und ließ sich auf den Rücken fallen. „Mein Bruder! Mein lieber, kleiner Zwillingsbruder! Ob es ihm wohl gut geht?“ Eine ziemlich leere Frage, wo wohl niemand gerade den Zustand dieser Person wissen konnte. Jedenfalls keiner der anwesenden Personen.
Luigi wog nachdenklich den Kopf hin und her. „Also, ich finde, er sah sehr glücklich aus. Auch, wenn es ein bisschen merkwürdig ist, wenn ein so kleiner Kerl was mit dieser alten, aber sehr attraktiven Schnalle hat…“
Chinatsu blinzelte an die dunkle Decke. „Dann bin ich auch glücklich.“ Dann musste ihr Gefühl sie getäuscht haben. Das Gefühl, dass es ihm von Sekunde, zu Sekunde – von Atemzug zu Atemzug – schlechter ging. Wenn Len Yoko mochte, dann war alles gut!
Sie richtete sich wieder auf und lächelte zu Taiki herüber.
„Aber ich möchte bei Taiki-sama bleiben“, sagte sie fröhlich und warf dann einen schiefen Blick zu Luigi herüber. „Und nicht bei Mr. Pervers.“

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BeitragThema: Re: Vergammelte Hütte   So Jan 08, 2012 10:10 pm

Taiki lachte und wuschelte ihr durch die Haare. Nein, es war im Moment gut, wie es gerade halt so war. Nicht, dass es ihm etwas ausmachen würde, wenn... Egal!, dachte er sich und ging dann zum Eingang der kleinen Hütte. "Hm, ich schätze nicht.", sagte er auf Chinatsus Frage hin und blickte hinaus. Die Dunkelheit brach schon über ihre Köpfe herein. Wenn er sich nicht beeilte, dann wurde das nichts mehr mit dem Essen. Wie der Kerl sich nach Nudelsuppen sehnte, war schon beinahe nicht mehr normal. Früher hatte er von Frauen oder normalen alltäglichen Szenen geträumt, die dann ins Irreale hinübergingen. Aber nun? Nun träumte er von ganzen Bergen aus Eis, Nudelsuppenseen und Wäldern, welche aus Dangospießen und Yakitori bestanden. Als normal konnte man dies nun wohl nicht mehr abstempeln.
"Eine Kamera?", fragend, wandte er sich kurz zu seiner Cousine um, eher er wieder hinausblickte, "Wir können uns eine besorgen, sobald wir in Sunagakure sind.". Sobald sie in Sunagakure no Sato waren... Wie lange sagte er das nun schon? Nun... Sicher seit einigen Monaten. Warum waren sie nicht gleich da geblieben? Taiki war bloß zu feige gewesen sich vor seiner Mutter hinzustellen und ihr ins Gesicht zu sagen, dass er wohl nicht mehr nach Konohagakure zurückkehren, dafür aber nach Sunagakure transferiert werden wollte. Er dachte dann auch kurz über Yoko nach, die nun mit Len, Chinatsus Zwillingsbruder, unterwegswar. Sie hatte sich auch ohne Dorf lange über Wasser halten können. Taiki lehnte sich an den Türrahmen, welcher allerding keine Tür mehr besaß und seufzte. Es wäre sicherlich lustig den brünetten Dämon mal wieder zu sehen. Wobei... Wer er so genau daran dachte - vor allem auch an die Prügelorgien ihrerseits zurückdachte -, so war es vielleicht eine gute Idee Yoko nicht wieder zu treffen. Wer weiß, ob sie nicht versuchen würde ihn zu killen. Und dieser Len wollte ihm auch an den Kragen! Das durfte er nicht vergessen. Nun ja. Es stand außer Frage Yoko und Len zu begegnen. Nur hatte er leider auch keine Ahnung, wo sich die beiden nun aufhielten, weshalb es sicher schwer werden würde ihnen aus dem Weg zu gehen. Dann klickte es bei ihm und Taiki drehte sich erneut um, bloß um Luigi ein paar Minuten lang eindringlich zu mustern. Schildkrötensuppe. "Sind die zwei etwa zusammen?", fragte er Luigi beinahe schon entsetzt. Wer hielt es denn mit Yoko aus? nur Psychopathen dürften so eine Meisterleistung vollbringen können! Psychopathen, Sadisten, Masochisten, ect. ... Alles, was halt nicht als ein Vorbild galt. Warum konnte er nicht glücklich sein, wenn Chinatsu es war? Keine, der mit seiner Cousine Yoko zusammen war, konnte ein glücklicher Mann sein. Absolut keiner! Das war so gut wie ausgeschlossen! Luigi war wohl ebenso krank, wie dieser Len. Yoko sah vielleicht gut aus, aber... Sie war ein Dämon. Der Utsukushi schüttelte die deprimierenden und bösen Gedanken ab. Er sollte sich für die Furie freuen. Aber das kann ich nicht., wimmerte er innerlich.
Mit einem unsicheren Lächeln, erwiderte Taiki Chinatsus Blick und schaute dann zu Boden. Ihn hatte die Angst gepackt. Wenn Yoko am Leben war, und wenn sie - wie er - umherwanderte. Wie groß war die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf einander trafen? Er nickte langsam vor sich hin. "Dann lass uns gemeinsam was Essbares suchen, während Luigi auf die Hütte aufpasst.", Taiki deutete mit einer Geste auf die Schildkröte und den Innenraum. Dann ging er leicht entgeistert nach draußen. Nein. Er wollte Yoko nicht treffen.
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BeitragThema: Re: Vergammelte Hütte   Mi Feb 08, 2012 1:58 pm

Auf die Sache mit der Kamera nickte Chinatsu fröhlich. Eine Kamera war schon etwas Drolliges. Damit konnte man so schöne Bilder schießen und sie mochte es, Momentaufnahmen zu machen. Es waren bildliche Erinnerungen - und das war genau das, was sie brauchte. Erinnerungen. Wenn sie später wieder etwas vergessen sollte, müsste sie sich nur die Bilder ansehen und sie wüsste es wieder. Sie war ziemlich unzufrieden mit dem, was sie bis jetzt wusste - nur die ersten fünf Jahre ihres Lebens. Da fehlte eindeutig noch viel zu viel! Aber bald, so wusste sie, würde sie sich wieder an alles erinnern und Taiki-sama würde glücklich mit ihr sein.
Die Schildkröte erzählte derweil eine Anekdote über das friedliche Zusammensein ihres Bruders mit der Cousine ihres Adoptiv-Cousins - Was für Familienbeziehungen...! - und dass wohl bald kleine, knuffige Kompositionen aus denen beiden auf der Welt herumlaufen würden, so wie sie aussahen, während Chinatsu darum bettelte, verdammt nochmal nicht mit der perversen Schildkröte allein in dieser gruseligen Hütte bleiben zu müssen. Es gab so viele, schöne, andere Dinge, die man machen konnte! Und Essen-Suchen mit Taiki-sama war eins dieser Dinge.
"Gut", sagte sie mit einem Lächeln. "Und Luigi passt solange ganz, ganz priiiima und brav auf die Hütte auf. Habe ich nicht Recht? Ja, ich habe Recht. Sei ein braves, ein ganz, ganz feines Schildkrötchen." Insgeheim verfolgte sie den Plan, niemals wieder diese vermaledeite, pinke Schildkröte zu sehen. Lieber grabschte sie nach Taikis filigranen Fingerchen und zog ihn aus der Hütte, um ihm zuzuraunen: "Lass uns hier verschwinden!"

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BeitragThema: Re: Vergammelte Hütte   Mi Feb 08, 2012 9:21 pm

Etwas angewidert dachte Taiki daran, wie Yoko Kinder bekam und diese zu Schwerverbrechern aufzog. Sollte sie einen Sohn haben, dann würde sie den sicher mit Prügel erziehen. Vielleicht bekam er dann Angst vor Frauen und würde schwul werden. Der Utsukushi bedauerte kurz, dass er für die männliche Miniatur-Yoko nicht viel tun und die Reize der weiblichen Welt zeigen konnte. Schließlich war es ja schon beinahe eine Tradition, dass Väter oder Onkel im Utsukushi-Clan ihre Söhne oder Neffen ab einem bestimmten Alter durch das Rotlichtbezirk führten. Für Taiki war es ein magischer Tag gewesen, da ihm dort eine völlig neue Welt eröffnet wurde. Dezente Aufklärung ist auch was anderes... "Du hast sicher nichts gegen, oder? Wenn wir zu lange brauchen, dann findest du uns sicher schnell.. Kannst ja wohl noch immer Chakra aufspüren, oder?", Taiki warf Luigi einen leicht abwesenden Blick zu, eher seine Hand die von Chinatsu umschloss und er ihr ein Lächeln schenkte, "Lass uns losgehen. Ich bin am Verhungern.". Ohne groß auf eine Antwort Luigis zu warten, wurde er auch schon von Chinatsu mitgezogen. Er wusste nicht so wirklich, wo sie suchen sollten, aber am Fuße des Gebirges hatte es so ausgesehen, als ob sich dort etwas finden ließe. Vielleicht stießen sie ja auf eine weitere gammelige Hütte und hatten mehr Glück, wenn sie dort einen ganzen Berg an Essen entdeckten.
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BeitragThema: Re: Vergammelte Hütte   Mi Feb 08, 2012 10:00 pm

Manchmal fragte sich Chinatsu wirklich, was ihr Retter sich wohl zwischendurch dachte. Man konnte ihm, wenn er wirklich angestrengt nachdachte, wie zum Beispiel in diesem Moment, gut an seinem Gesicht ablesen, dass er wirklich hart über etwas nachgrübelte. Ab und an konnte man zumindest auch eine Gemütslage einordnen. Sie seufzte leise. Hätte sie nur eine Ahnung, wie das mit ihrer Kekkei-Genkai-Fähigkeit ging! Bisher hatte sie es nur sehr impulsartig hinbekommen - dabei hatte es früher einfach so geklappt, ohne, dass sie sich anstrengen musste. Und nun? Was sollte sie mit so viel Chakra, wenn sie rein gar nichts damit anfangen konnte? Wie ungünstig.
Luigi schüttelte brav den Kopf. Natürlich hatte er nichts dagegen, immerhin konnte er dann noch ein wenig auf der faulen Haut liegen. Etwas von Chinatsus Fluchtplänen ahnte er wohl nicht. Was das mit dem Chakraaufspüren anging, da hielt er sich gekonnt bedeckt.
"Dann hat Taiki-sama genauso viel Hunger wie ich...", erzählte Chinatsu frei heraus und lächelte fröhlich zu ihrem großen Idol auf, dessen Hand sie sich unter den Nagel gerissen hatte, um schnellstmöglich Reißaus nehmen zu können.
Erst, als sie schon ein ganzes Stück von der Steinhütte weggekommen waren, ging sie ein wenig langsamer und sah ratlos zu Taiki herüber. "Wo gehen wir jetzt hin...?"

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BeitragThema: Re: Vergammelte Hütte   Do Feb 09, 2012 12:12 am

"Dann müssen wir uns beeilen.", Taiki blickte von Chinatsu in die Ferne und dachte kurz nach, von wo sie gekommen waren. Eigentlich hatten sie sich nur geradewegs auf die Hütte zubewegt, weil er über Tsushi no Kuni genau so viel Ahnung, wie über Beziehungen mit Kerlen - also null Basiswissen. Deren Karte war ja mit seinem Rucksack abgestürzt... Vielleicht fand er das Ding ja irgendwo. Seine Pinsel und die Tintenbehälter dürften dann wohl beschädigt sein, aber seine Manuskripte verwahrte er ja immer sicher, da er schon immer dachte, dass die Tinte mal auslaufen könnte. den Rest konnte er sich wieder besorgen, sobald sie in Sunagakure no Sato waren. "Lass uns einfach geradeaus gehen. Vielleicht finden wir ja was.", schlug er vor und zuckte kurz mit den Schultern, wobei er selbst nicht so richtig wusste warum. Sie mussten dringend Futter suchen, oder sie würden es die nächsten Tage nicht aushalten und womöglich sonstwo verenden. Seine Mutter würde ihn, selbst wenn er schon tot wäre, töten. Da hatte er keinen Bock zu.

[Am Fuße der Gebirgskette]
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BeitragThema: Re: Vergammelte Hütte   Do Feb 09, 2012 12:19 am

Erst sah Chinatsu ihren Cousin für einen Herzschlag lang schweigend an, musterte ihn und versuchte herauszufinden, ob es wohl ein Scherz gewesen war, oder vollkommener Ernst und obwohl sie sich am Ende ihrer Analyse noch immer nicht sicher war, begann sie zu kichern und sagte mit einem strahlendem Lächeln: "Taiki-sama ist lustig, ich mag seinen Humor..." Kurz wartete sie noch eine Reaktion ab, vielleicht war es ja eben doch kein Scherz gewesen und es gab nun Rüge, aber schlussendlich ging es einfach nur immer weiter und immer weiter das unliebsame Gelände entlang. Ehrlich gesagt mochte Chinatsu es hier nicht, weswegen sie nur schneller hier fort wollte. Ihre Heimat war schon immer Hi no Kuni gewesen und egal, ob sie sich nur an fünf Jahre ihres Lebens erinnerte, sie hatte so ihren Nationalstolz. Außerdem vermisste sie die grünen Bäume und die ausgestreckten Wiesen mit den bunten Blumen. Das alles würde sie nicht in Kaze no Kuni bekommen, aber das machte nichts. Solange ihr Retter glücklich war, war sie das auch.
"Einfach geradeaus ist okay. Dann kann ich mir wenigstens den Weg merken", stimmte das Mädchen leichthin zu und trottete mit ihm an der Hand fröhlich weiter durch die Gegend.

[OW: Am Fuße der Gebirgskette.]

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