Yorashi - Der Abendsturm


 
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 Zentrales Kabukitheater(Teehaus)

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BeitragThema: Zentrales Kabukitheater(Teehaus)   Do 17 Nov 2011, 15:39


Das zentrale Kabukitheater Kumogakures. Auch bekannt als der kulturelle Mittelpunkt von ganz Rai no Kuni. Jeglicher Getaträger, der etwas von sich hält, jeder Schauspieler, desssen Stimme den Kriegsschrei vermag, einfach alle Bühnendarsteller, die die Kunst des Kabukis zur Perfektion beherrschen, sind in diesen Hallen willkommen... So lang ihre Nationalität es in dieser Kriegstreiberischen Welt zu lässt. Doch was das wichtigste für den Ersteller dieses Threads ist: Sie sind Großkunde der Tsuya Keshô Yugen Gaisha und somit auch Hauptkostenträger innerhalb von Rai no Kuni.

Der grobe Aufbau besteht aus zwei Teilen. Zum ersten dem Theater selbst, welches uns gerade jedoch weniger interessiert. Der zweite Teil ist das Teehaus mit integrierten Freisitz im Erdgeschoss, was für die hiesigen Behausungen einen ungewöhnlich europäischen Stil besitzt. Man sitzt auf Stühlen, die Tische sind rund und weiß und bei entsprechendem Wetter werden sogar Sonnenschirme aufgestellt. Das Personal ist klassisch asiatisch gehalten und der kredenzte Tee gehört mit zu den Besten in gesamt Rai no Kuni. Tja, was will man mehr?

________________________________________________________________


(Einstiegspost)

Gemütlich stolzierte Mayuri aus dem Staatstheater heraus und bewunderte den abgeschlossenen Folgevertrag mit eben jenem. An sich war er in seiner Position nicht mehr dazu genötigt gewesen, sich um Vertragsangelegenheiten zu kümmern, doch in der Einsamkeit eines Missing-Nins freut man sich über jede soziale Abwechslung, die man haben kann. Deswegen besinnte sich Mayuri immer wieder das eine oder andere Mal auf seine alten Vertretertage und kümmerte sich auch gern mal selbst um den Verkauf seiner Qualitätsprodukte. Natürlich machte er dies nur in der Position eines Mittelsmannes. Immerhin war er ja nicht das offizielle Oberhaupt der Tsuya Keshô Yugen Gaisha gewesen und somit hätte es auch keinem was gesagt, wenn er als der "Große Jukata Mayuri" angetrabt wäre. Aber dies war erst mal nebensächlich und ich glaube ich spreche für euch alle, wenn ich die Ausführungen der Vertragsverhandlungen lieber auslasse und wieder zum Hier und Jetzt komme, was ich konventionell als damals beschreiben soll, oder?

Also gut. Da das geheime Voting wirklich für die Aussparung sprach, setzte sich Mayuri nun an einen leeren Tisch auf dem Freisitz des Teehauses und wartete auf einen Kellner. Stets verfolgt wurde er von seiner Begleiterin, einer braunen, zweischwänzigen Hauskatze, welche sich auch gleich auf den anderen Stuhl des Tisches setzte und Mayuri einfach nur anstarrte. Egal, wie er es geschafft hatte, aber Mayuri hatte Nekomata irgendwie wirklich dazu gebracht, nicht in Kumogakure zu sprechen. Das wilde Landvolk konnte man mit sprechenden Tieren zwar noch beeindrucken oder wenigstens abschrecken. Aber die Shinobi-Dörfler sahen doch hinter jeder Anomalie gleich einen halben Angriff, weswegen es wirklich besser war, sich fürs erste bedeckt zu halten.
Und da kam sie auch schon, die Bedienung. Eine Junge Frau, gekleidet im Stile einer Geisha. Der Kimono war aus feinster Seide und ihre porzellanfarbene Haut war ein eindeutiges Indiz dafür gewesen, dass auch hier Mayuris Make-Up genutzt wurde. Es gab nur wenige Tinkturen, die es schafften, dass die Haut wie frisch aus der Manufaktur wirkte und dieser Teint sprach genau davon. Leider Gottes spiegelte sich solch ein Luxus in Etablisement auch auf die Preise nieder, aber dieses Problem sollte sich schon bald von alleine lösen.
"Willkommen in unserem Teehaus. Haben sie vielleicht schon einen Wunsch?", sprach die feine Dame mit einer zarten Stimme Mayuri an, Ihr kindliches Lächeln spiegelte einfach das Bild einer perfekten Geisha wieder. Wenn alles klappte, war sie sogar noch eine Jungfer gewesen.
"Ja gern. Bitte bringen sie mir einen Schwarztee. Herbsternte. Wenn möglich einer aus Süd-Hi no Kuni. Und für meinen Begleiter noch eine Schälchen voll Milch", lautmalerisch wurde die Milch noch mit einem knuffigen Nyyaaaa von Nekomata unterstützt,"Achja. Und welchen Kuchen könnten sie mir empfehlen, werte Dame?"
Mayuris Stimme war ruhig und selbstsicher. Schon fast etwas unheimlich zusammen mit seinem breiten Grinsen. Seine Gesichtszüge sprachen einfach nicht von einem Mann, von dem man solch eine Höflichkeit erwartet hätte. Doch die Aufgabe einer Geisha war es gewesen, selbst den unpflätigsten Kunden die gute Miene zu zeigen. Somit konnte die anfängliche Verwunderung ohne jegliche Probleme heruntergespielt werden.
"Unser Koch lässt gerade einen frischen Apfelkuchen mit Früchten aus der Region abkühlen. Wenn sie möchten, kann ich ihnen das erste Stück zusammen mit dem Tee servieren", entgegnete sie Mayuri in ihrem unterwürfigen Ton. Irgendwie würde es Mayuri nicht mal verwundern, wenn diese Dame eigentlich eine Kunoishi wäre. In einem Shinobidorf soll ja immerhin alles möglich sein. Als sie dann Nekomata erst richtig voll nahm, schaute sie nur liebevoll die Katze an und wollte ihr gerade den Kopf graulen. Doch ein bedrohliches Fauchen und eine hervorschnellende Pfote lies sie schleunigst wieder zurück schnellen. Immerhin war es das Markenzeichen einer jeder Geisha gewesen, einen komplett unberührten Körper zu besitzen. Selbst der Kratzer einer kleinen Katze an der Hand würde ein schnelles Karriere-Aus bedeuten.
"Die Äpfel von Rai no Kuni sind zwar nicht die vorzüglichsten, aber ihr Koch verstand es bestimmt, diesen Malus mit genügend Zimt auszugleichen. Ja, ich nehme ein Stück."
Mayuris Antwort war nicht gerade berauschend gewesen, aber zumindest wollte er ein überteuertes Stück Apfelkuchen die Paar tausend Ryo war ihr der nervige Kunde schon wert gewesen.
"Wieso die Milch? Du weist genau, dass ich nur eine Chakra-Entität bin und nichts damit anfangen kann", brabbelte Nekomata dann auch gleich los, als sich die Bedienung wieder entfernt hatte, um den Tee vorzubereiten. Ihre Stimme war kratzig und hoch, wie man es irgendwie von einer Katze erwartet hätte.
"Und trotzdem weis ich, dass du sie trotzdem wills. Und was sollte das eigentlich mit der Dirne? Du weist genau, dass ihr ein Kratzer den Job kosten kann", konterte Mayuri prompt der Katze. Eine Ermahnung zum Still sein würde nicht viel helfen, weswegen er es lieber gleich gar nicht erst versuchte. Nebenbei war er sich ziemlich sicher gewesen, dass er auch gerade von niemanden beobachtet wurde. Und wenn, dann nur wegen seinem wunderlichen Aussehen, aber nicht wegen der sprechenden Katze.
"Ach hab dich nicht so. Ich hatte nicht mal die Krallen ausgefahren. Ich wollte sie nur mit meinen Tatzen sreicheln. Und außerdem weißt du, dass mir ihr Leben genauso egal ist, wie dir. Sonst hättest du sie bei ihrem wirklichen Rang genannt, und nicht einfach nur eine Dirne", wahre Worte aus der Doppelschwänzigen und scheinbar auch doppelzüngigen Katze. Die Beiden kannten sich scheinbar einfach viel zu lange. Aber es sollte nicht das Letzte Wort von ihr sein, immerhin musste man ja irgendwie die Wartezeit auf den Tee etwas totschlagen:"Also. Auf wen warten wir jetzt noch mal genau? Sonst hälst du dich ja ungern zu lange an einem Ort auf und jetzt bleibt sogar Zeit für eine Tee-Pause."
"Im Schutze einer Shinobidorfes kann man sich weniger Sorgen machen, so lange man nicht auf deren persönlichen Abschussliste steht. Und wir warten auf einen neuen Mitarbeiter. Ungestühm soll er sein. Unerfahren und nicht gerade mit einer weißen Weste gezeichnet. Aber laut meinen Informanten hat er eine Menge Potential und ist perfekt für Projekt Kairai geeignet."
"Und wie werden wir ihn erkennen? Immerhin bist du bei solchen Aktionen schon ein Paar mal auf den Hosenboden gefallen."
"Wir? Gar nicht. Der Mittelsmann war beauftragt, ihm zu sagen, dass er mich schon erkennen wird."

Und mal ehrlich. Nehmen wir einfach mal eine willkürliche Masse an Menschen und setzen sie ein Café. Wie lange würdet ihr brauchen, bis ihr unter der Vorgabe "Er wird ihnen schon auffallen" euch zu Mayuri setzen würdet?
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BeitragThema: Re: Zentrales Kabukitheater(Teehaus)   Fr 18 Nov 2011, 09:43

Irgendwie lief gerade alles nicht so wirklich nach Plan. Das einzige, was Kyoushi bis jetzt davon abgehalten hatte, sich wie ein bockiges Kind auf die Erde zu werfen und einen Tobsuchtsanfall zu bekommen, war der Gedanke, dass alles nur noch besser werden konnte. Nun ja, abgesehen davon, dass Kyoushi sein derzeitiges Äußeres ziemlich schnell den Job kosten konnte, den er erst kürzlich an Land gezogen hatte.
Um sich diesen zu sichern, war Kyoushi aus Hi no Kuni aufgebrochen und bis nach Kumogakure gereist. Das hatte den Vorteil, dass er seine Verfolger kurz hinter der Grenze abgeschüttelt hatte, denn militärische Bewegungen in fremden politischen Zonen wurden schnell als feindliche Geste gewertet. Solange also keine Genehmigung zur weiteren Suche gegeben wurde, war Kyoushi hier sicher.
Dennoch hatte die Einheit, die ihn aufgespürt hatte, ihre Spuren an Kyoushi hinterlassen. Dazu ist zu sagen, dass er zuvor durch seine eigene Unaufmerksamkeit in einen ganz gewöhnlichen Überfall verwickelt worden war. Von trainierten Shinobi überrumpelt zu werden war ja noch schön und gut, aber sich einfachen Straßenräubern in die Falle zu gehen war wirklich peinlich. Allein durch ihre zahlenmäßige Überlegenheit waren sie es wert gewesen, sich überhaupt länger mit ihnen zu befassen. Das größte Problem bei jenem entbrannten Kampf stellte die deutlich sichtbare Spur der Gewalt dar, die Kyoushi damit hinterließ. Ein rotes Tuch für seine Verfolger, von denen Kyoushi wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis sie seine Spur aufgenommen hatten.
Immer wieder wurden Suchtrupps nach ihm ausgeschickt. Offenbar wurde Konoha es nicht Leid, ihre Leute an ihn zu verlieren. Dabei hatte Kyoushi nicht vor, ihnen weiter groß zur Gefahr zu werden. Wenn sie ihn einfach in Ruhe ließen, dann würde er vermutlich keinerlei Probleme mehr machen. Ganz abgesehen davon, dass er ohnehin ins Dorf zurückgekehrt wäre, wenn ihn dort nicht eine Verurteilung wegen mehrfachen Mordes erwartet hätte.
Den genannten Überfall überstand Kyoushi mit kaum nennenswerten Blessuren. Ein paar Hämatome, insbesondere ein schöner, großer blauer Fleck auf dem rechten Jochbein waren die Hinterlassenschaften der ehemaligen Banditen. Nichts was Kyoushi großartig einschränkte, von romantischen Avancen einmal abgesehen. Und selbst da fand sich die ein oder andere Person, die nichts gegen einen Mann des Kampfes einzuwenden hatte. Glück im Unglück, sozusagen.
Wenig später hatten Kyoushis Landsleute tatsächlich mit ihm aufgeholt. Es war zu zwei kurzen Auseinandersetzungen gekommen, die einen Jonin der Gegenseite das Leben und Kyoushi ein heiles Hemd gekostet hatten - ein Umstand, über den er sich sehr ärgerte, denn viele Hemden hatte er nun wirklich nicht mehr übrig. Ganz zu schweigen von der unschönen Schnittwunde, die nun seine Rippen zierte. Sie war nicht einmal tief genug um einer Naht würdig zu sein, doch bereits vor Wochen war Kyoushi das Verbandszeug ausgegangen und ein Schnitt dieser Länge würde noch lange Flecken machen. Auf einer Reise wie dieser konnte der Rothaarige sich nicht wirklich schonen, was aller Wahrscheinlichkeit nach dazu führen würde, dass die Wunde sich hin und wieder erneut öffnete.
Nachdem Kyoushi anfangs sein zerlegtes Hemd als Verbandsmaterial genutzt hatte, hatte er sich nun, kurz bevor er die Tore von Kumogakure erreichte, umsichtig ein frisches Hemd angezogen. Überhaupt hatte er sich die Zeit genommen, sich in einem - unerhört kalten - Bach zu waschen und etwas zurecht zu machen. So wirkte er zwar immer noch ramponiert, aber wenigstens nicht mehr ganz so abgerissen. Lediglich der langsam verblassende blaue Fleck war ein deutlich sichtbares Zeichen dafür, dass in letzter Zeit nicht alles rund gelaufen war.
Nun, wo Kyoushi es nicht mehr so eilig hatte, bewegte er sich mit der Umsicht eines kürzlich verwundeten. Immerhin wollte er in seiner neuen Oberbekleidung keine Flecken - schon gar nicht, bevor das wichtige Treffen gelaufen war, das ihm seine Arbeit sichern sollte. Denn noch hatte Kyoushi keine Ahnung, wer oder was da auf ihn zu kam und worauf dieser jemand Wert legte.
Es gelang dem Rothaarigen gemeinsam mit einer größeren Reisegruppe in die Stadt zu schlüpfen, ohne sich identifizieren zu müssen. Nach all der Zeit auf der Flucht im eigenen Land hatte Kyoushi seine Technik diesbezüglich perfektioniert und machte sich kaum noch Gedanken darum. Zwar ging er davon aus, dass hier in Kumo nicht einmal jemand seinen Namen erkennen würde, doch es war immer besser, kein unnötiges Risiko einzugehen.
Während einer ausgedehnten Suche nach dem Ort des Treffens schaffte Kyoushi es kurz darauf, sich zu verlaufen. Das war unglaublich typisch für ihn und reihte sich in die Abfolge unerwünschter Ereignisse nahtlos ein. Infolgedessen kam Kyoushi zu spät. Nicht unerhört viel, aber immerhin beinahe eine halbe Stunde. Wenn der Typ überhaupt noch da war.
Die Krönung war ja, dass Kyoushi nicht einmal wusste, wer dieser Kerl war! Wenn er sich am Ende zum auffälligsten Kerl im Laden setzte und dieser ein gewöhnlicher Zivilist war, war er ziemlich aufgeschmissen. Dann konnte er weder sagen, ob ein anderer Mann im Raum seine Zielperson war, oder ob diese nicht bereits gegangen war.
Zunächst verschwendete Kyoushi jedoch noch ein wenig Zeit damit, die Umgebung in Augenschein zu nehmen. Ganz schön pompös... ein Theater eben. Nichts, in das Kyoushi sich freiwillig begeben hätte, zumal er sich im angrenzenden Teehaus, wo das Treffen stattfinden sollte, mit großer Wahrscheinlichkeit nicht einmal ein Glas Wasser leisten konnte. Es war schon eine ganze Zeit her, dass Kyoushi für sein Essen bezahlt hatte.
Dies erinnerte den Rothaarigen daran, dass er nicht geringfügig hungrig war - was seine Laune noch einmal etwas verschlechterte. Mit einem Seufzen betrat er schließlich und endlich das Teehaus und sah sich rasch um. Es war nicht schwer, die auffälligste Person auszumachen - dass sie so auffällig war, hätte Kyoushi nicht erwartet. Mit einer knalligen Stirnbinde hätte er gerechnet, einem riesenhaften, muskelbepackten Mann, einem Kerl mit Gesichtstattoo, aber das,,, war sehr auffällig. Also eigentlich wie abgesprochen.
Seine Bewegungen waren noch immer sehr bedacht, denn nun war es umso wichtiger, einen guten Eindruck zu machen. Immerhin war er ziemlich spät dran. Wortlos ließ Kyoushi sich in den Sitz gegenüber des Fremden sinken, als sei dies vollkommen normal. Nach einem kurzen Augenblick hob er fragend die Augenbrauen, was unangenehm an der dunkelroten Prellung in seinem Gesicht zog.
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BeitragThema: Re: Zentrales Kabukitheater(Teehaus)   Sa 19 Nov 2011, 18:18

Die Minuten vergingen und irgendwie.... passierte gar nichts. Der Tee kam, der Kuchen kam, der Tee brühte fertig, der Kuchen war gegessen und der Tee auch allmählich ausgetrunken. Aber was fehlte, war irgendwie der Bewerber. 20 Minuten waren schon vergangen und bis jetzt hatte er sich noch nicht gezeigt, weswegen sich schon langsam bei Mayuri die Stirn genervt runzelte. Aber dank dem massigen Make-Up konnten dies wirklich nur Personen sehen, die ihn auch schon lang genug kannten. Also Leute wie Nekomata.
"Ich mag den Jungen. Er war noch nicht mal da und geht dir genauso auf die Nerven wie ich. Du solltest ihn wirklich einstellen, sofern er überhaupt erscheint", brach Nekomata in einer unbeobachteten Minute das Schweigen. Ihre Milch war auch schon ausgetrunken und sie saß gemütlich auf noch ihrem Stuhl.
"Ich gebe ihm noch vier Minuten, dann verschwinden wir. Es kann doch nicht wahr sein, dass man einen wichtigen Industriemagnaten, ähh ich meine einen mittelständigen Vertreter in Mittelsmannposition mit einem aussichtsreichen Job im Angebot. Sowas darf einfach nicht sein."
Die Empörung war richtig raus zu hören, aber was sollte er schon machen? Erscheinen? Nee. Das klingt nicht logisch.
Aber trotzdem passierte es. Kaum war der erste Ärger verarbeitet und mit dem letzten Schluck Tee verdaut worden, da setzte sich auch irgend so ein Streuner einfach, ohne auf die Katze zu achten, auf Nekomatas Platz, die gerade noch so weg springen konnte und ihren Unwillen gleich mit einem ungnädigen Fauchen kommentierte.
Mit heraufgezogener Augenbraue guckte der... Vagabund nur Mayuri an und irgendwie verfielen beide in ein schweigsames Starren. Einer schaute den anderen an und der andere schaute den einen an. Diese Situation hielt eine gute Minute an, bis sich Nekomata nur eines Fragen konnte.
"Jetzt sag blos nicht, dass du schon wieder vergessen hattest, Codewörter auszumachen?", blaffte sie schon regelrecht vorwurfsvoll ihren Herren und Meister an.
"Er hat uns gefunden. Also hat es funktioniert", entgegnete Mayuri selbstzufrieden und wendete seinen Blick von dem Penner weg zu Nekomata. Es war so eine klassische Situation gewesen, wo man in asiatischen Animationsfilmen die blitzenden Augen zwischen den beiden Handlungstragenden Figuren sehen konnte.
"Und was macht dich da so sicher? Guck dir den Habenichts doch mal an. Das soll dein Mann sein?"
Sie wusste genau, dass es nur Mayuris Bewerber sein konnte, aber für die Unverfrorenheit, sich einfach auf ihren Platz zu setzen, sollte er eben auch etwas verbale Prügel erhalten.
"Wenn er wirklich nur ein Herumtreiber wäre, hätte er sich nie in solch ein Teehaus gesetzt. Also kann er nur unser Mann sein", die Verteidigung war unnötig. Aber in vielen Seminaren hatte er selbst gelehrt, dass jedes Bewerbungsgespräch mit einem Kompliment beginnen sollte. Und Integrität hatte er damit schon mal bewiesen.
"Mir egal. Er hat mir den Platz weggenommen. Bring ihn um. Ich will sein Blut an der Wand herunterfließen sehen, derweilen du seine Organe an den Stuhlbeinen aufspießt. Blut und Galle soll durch die Gegend spritzen, derweilen ich ein Bad in seinen Eingeweiden nehme!"
Große Worte von der falschen Dämonenkatze. Hatten wir etwas anderes erwartet?
"Du weist genau, dass ich ihn nicht umbringen kann. Wäre ich dazu befähigt, hätte ich ihn nicht für diesen Job aussuchen müssen."
Das war eine Lüge, aber zum Einstieg gehörte immer die Begründung, warum man sich für den Bewerber entschieden hatte.
Abseits der morbiden Szenerie erkannte auch langsam das Personal den Gammler auf einem ihrer Stühle, der für sie mehr wert war, als seine gesamte Existenz. Nach kurzen Absprachen wurde auch schon endlich die kräftigste Geisha ausgesucht, welche mit sanfter, aber hörbar entschlossenerer Stimme als die Letzte Kyoushi ansprach:"Wir würden sie bitten zu gehen. Sie gehören nicht zu unserem Klientel und beunruhigen die restliche Kundschaft."
"Werte Dame. Dieser...Landstreicher ist mein Gast und wenn er einen Wunsch hat, werden sie diesen bitte auch erfüllen, da ich dafür bezahlen werde. Verstanden?"
Mayuri wusste, dass die Geishas um den Ruf des Hauses gebunden waren, aber es war ein ruhiger Tag und sie waren schon fast alleine auf dem Freisitz gewesen. Zur Sicherheit legte er einfach noch etwas nach:"Falls ihnen aber der labile Ruf ihres feinen Hauses so wichtig ist, bringen sie dem Herren einen Kimono, damit er nicht zu sehr abhebt."
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BeitragThema: Re: Zentrales Kabukitheater(Teehaus)   Di 22 Nov 2011, 17:53

"Jetzt sag blos nicht, dass du schon wieder vergessen hattest, Codewörter auszumachen?"
Unglaublich. Die erste Worte die Kyoushi zu hören bekam, kamen von einer Katze und galten nicht einmal ihm. Eine Katze. Eine sprechende Katze. Er musste wirklich einmal zu häufig einen Schlag auf den Kopf kassiert haben... Mit gerunzelter Stirn beobachtete Kyoushi den Wortwechsel der ungleichen Gesprächspartner, als der seltsam angemalte Kerl dem Tier auch noch zu antworten schien.
Bei der Bezeichnung "Habenichts" verengten sich Kyoushis Augen kaum sichtbar. Okay, das Vieh hatte ja recht, er hatte tatsächlich kaum mehr als nichts, aber dennoch... es ärgerte Kyoushi, dass dies aufgefallen war. Schließlich hatte er nicht geplant, derart lädiert hier anzukommen - UND er hatte sein bestes Hemd angezogen. Das sollte doch wenigstens ein bisschen etwas hermachen.
Doch als das Katzenvieh in aller Ruhe Mordpläne für Kyoushi schmiedete, verschränkte dieser die Arme vor der Brust und begann belustigt zu schauen. Ganze Jagdteams aus Konoha waren daran gescheitert, ihn einzufangen und hatten zu Dutzenden ihre Leben gelassen, da sollte sich das Schmusekätzchen bloß nicht einbilden, Kyoushi würde sich hier im Teehaus eine Blöße geben. Nun gut, der unübersehbare Bluterguss in seinem Gesicht sprach nicht gerade für die Kampfkünste des früheren Beinahe-Jonins, doch wem wollte er sich hier überhaupt beweisen? Einem seltsamen, bunten Mann und einer Katze? Nun, wenigstens der menschliche der beiden wusste offenbar, woran er war, denn er ließ deutlich erkennen, dass Kyoushi ihm in seinen Kampfkünsten überlegen war. Immerhin.

Statt weiter dem doch recht amüsanten Gespräch folgen zu können, wurde Kyoushi jedoch als nächstes von einer der Geishas angesprochen, die versuchte ihn verbal aus der Tür zu treten. Für was hielten diese Leute ihn eigentlich?! Er war ein begehrter Mann, abgesehen davon, dass man ihn nur in die Finger bekommen wollte, um ihn des mehrfachen Mordes zu verurteilen. Er war einmal äußerst angesehen gewesen! Und für eine gewisse Kundschaft war er noch immer einiges wert...
Doch noch während sich Kyoushis Nackenhaare feindselig aufstellten und er zu einer bissigen Antwort ansetzte, sprang sein so-gut-wie-Arbeitgeber für ihn ein. Ein netter Zug, immerhin... Die Frage nach einem Kimono ließ Kyoushi dann schmunzeln, er hätte es selbst nicht besser angehen können.
"Falls Sie keinen Kimono übrig haben tut es auch ein Tee... irgendeinen... ich gehe nicht davon aus, dass sie ein Bier und ein paar belegte Brote auf ihrer Speisekarte stehen haben", fügte Kyoushi den Worten des Älteren hinzu. Wenn er ohnehin schon den Eindruck machte, dass er fehl am Platze war, dann musste er sich ja nicht mehr anstrengen, irgendetwas zu verschleiern. Und eine richtige Mahlzeit wäre ihm deutlich lieber gewesen, als ein Tässchen Tee.
Anschließend nickte Kyoushi dem Mann ihm gegenüber anerkennend zu, noch immer ein amüsiertes Funkeln in den Augen. Trotz der kleinen Episode wirkte er nicht im geringsten Verunsichert - ein deutliches Zeichen dafür, dass er sich selbst für alles andere als einen Landstreicher hielt. Lediglich die steife Haltung, die der Verletzung geschuldet war, entsprach nicht ganz seiner Selbstsicherheit.
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BeitragThema: Re: Zentrales Kabukitheater(Teehaus)   Mo 02 Jan 2012, 18:49

CF: Oukami Anwesen)

Nach langem Flug kam ich hier an. Die kraft die mich nach hier hin gesteuert hatte ließ von einem moment zum anderen nach. Ich lief in ein teehaus und sah das keinerlei platz war. Dann sah ich eine Kellnerin udn sah sie wütend an und fragte nach dem Besitzer dieses gebäudes. Ich maulte ihn an warum er nicht genügend sitzplätze habe und zertrümmerte aus wut eine tresse. Alle leute schaute auf und schauten mich beängstigt an. Mit wütenden schritten tratt ich zu einem tisch wo ein rothaariger dran saß. Das hölzerne etwas gab ich einen kräftigen schlag mit der gebalten hand und zerschlug es in zwei. Darauf hin schenkte ich dem rothaarigen einen ruhigen blick zu. Packte ihn am kragen und zog ihn einfach mit raus.

OW: Straßen)
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Zentrales Kabukitheater(Teehaus)
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